Die Ergebnisse der Leserlieblinge-Wahl im BücherTreff

Beiträge von Buchtauscherin

    Bei dem Roman: Die englische Gärtnerin - Blaue Astern handelt es sich um den ersten Teil einer Trilogie von Martina Sahler. Ich hatte bisher noch nichts von dieser Autorin gelesen, was wohl hauptsächlich daran liegt, dass Romane nicht zu meinem bevorzugten Lesegenre gehören. Da ich aber vor kurzem ein Hörbuch genossen habe, welches ebenfalls von einer jungen Engländerin handelte, welche auf Kew Gardens gearbeitet hatte und es ungefähr zur gleichen Zeit spielte, war ich neugierig geworden auf den Roman und weitere Informationen über Kew Gardens.


    Charlotte Windley ist ausgebildete Botanikerin, was 1920 keine Selbstverständlichkeit ist. Frauen, die eine Ausbildung haben und auch noch in ihrem Beruf aufgehen, werden auch nicht überall gut angesehen. Sie aber hat einen großen Traum. Sie möchte auf Expeditionsreisen gehen, ferne Welten und neue Pflanzen entdecken. Diese werden oft von Kew Gardens organisiert und finanziert. Da gibt es aber das Handicap, dass keine Frauen als Botanikerinnen eingestellt werden. So tollpatschig Charlotte im realen Leben oft ist, genauso hartnäckig verfolgt sie ihr Ziel und wird tatsächlich in Kew Gardens beschäftigt und auch eine Expeditionsreise ist zum Greifen nahe...


    Aber das Schicksal will es anders.


    Mir hat der Roman ein paar schöne Lesestunden beschert. Der Schreibstil ist sehr flüssig und die Beschreibungen der Flora und der Gestaltung der Gartenanlagen hat mir gut gefallen.


    Weniger allerdings die Protagonistin. Mit ihr bin ich überhaupt nicht warm geworden. Genauso wenig, wie sie mit ihren Mitmenschen. Sie ist sehr egoistisch, nicht nur in bezug zu ihrem Beruf. Sie kümmert sich zwar um das Wohlergehen ihrer komplizierten Familie, aber immer fehlt die richtige Herzlichkeit. Auch die anderen Hauptpersonen kommen in meinen Augen nicht gut weg.


    Ich werde den zweiten Teil, der im März 2020 erscheinen soll, wohl auch lesen, aber es ist nicht so, dass ich daraufhin fiebere.

    Spannend wie Stieg Larsson!


    Nachdem ich letztes Jahr 'Der Patriot' gelesen hatte, war ich schon gespannt auf den nächsten Thriller von Pascal Engman. Jetzt ist also das zweite Buch von ihm erschienen: Feuerland. Auch dieser Thriller spielt wieder in Chile und Schweden. In kurzen Kapiteln werden einzelne Stränge erzählt und immer, wenn es richtig spannend wurde, wechselte der Schauplatz. Das erhöhte die Spannung noch zusätzlich.

    In Chile gibt es eine in sich geschlossene Kolonie: die Colonia Rhein. Hier werden Organtransplantionen durchgeführt für die oberen Zehntausend der Welt. Und woher kommen die Organe? Straßenkinder werden gekidnappt und nach Chile gebracht. Auch aus Schweden.

    Vanessa Frank ist Kriminalkommissarin in Stockholm. Allerdings suspendiert, nachdem sie betrunken Auto gefahren ist. Um sich sinnvoll zu beschäftigen, hilft sie im Flüchtlingsheim und betreut ein junges, alleinstehendes Mädchen: Natasja. Gleichzeitig hält sie auch die aktuellen Kriminalfälle im Auge. Was haben die beiden Entführungsopfer gemeinsam? Außer, dass sie beide sehr reich sind?

    Und plötzlich ist Natasja verschwunden. Freiwillig?

    Vanessa läßt es keine Ruhe und sie kombiniert andere Begebenheiten miteinander und verfolgt eine Spur bis nach Chile....

    Der Beginn einer vielversprechenden Thrillerserie mit Kriminalkommissarin Vanessa Frank als Protagonistin. Ich habe schon länger keinen so spannenden Thriller mehr gelesen. Allerdings ist er nichts für schwache Nerven oder zartbesaitete Leser/innen.

    Camilla Läckberg: Unmöglich aus der Hand zu legen. --- Dem stimme ich zu.

    5* plus

    Ich bedanke mich bei Vorablesen und dem Tropen Verlag die mir ein Exemplar zeitnah und kostenlos zur Verfügung gestellt haben.

    Kommissar Bülent Rambichler fühlt sich immer noch am wohlsten, wenn er Schreibtischdienst schieben kann. Doch als in seinem Heimatdorf Strunzheim, wieder einmal eine Leiche unter ungewöhnlichen Umständen auftaucht, da schickt ihn sein Chef an den Tatort. Alleine ermitteln geht gar nicht, also ist Astrid wieder an seiner Seite.

    Bülent ist sowieso schon genervt, dass er in Strunzheim sein muß, da stellt er fest, dass ausgerechnet sein Vater als einer der Hauptverdächtigen daherkommt. Und zwischen seinen Eltern herrscht auch gerade Eiszeit.

    Mir hatte der erste Band dieser Reihe recht gut gefallen, da mußte auch der zweite her. Allerdings fand ich diesen Band dann nicht mehr so gut. Lesenswert, humorvoll - ja. Auch die Personen aus dem Dorf sind zwar gut skizziert, geben aber nicht so viel her. Zumindest nicht für weitere Bände. Vielleicht dürfen Astrid und Bülent demnächst auch mal wo anders ermitteln. Politische Korrektheit nimmt man nicht so ernst und gekifft wird auch. Da haben wir den typischen bayrischen Provinzkrimi.

    3-4*

    Nachdem ich vor einiger Zeit 'Chateau mort' gelesen hatte und mich auf neue Fälle gefreut habe, kam jetzt mit 'Winteraustern' der dritte Fall mit Luc Verlaine heraus und ich habe ihn auch gleich gelesen.


    Luc hat es geschafft, dass er zusammen mit seinem Vater, das Patrouillenboot in den Austernbänken begleiten darf. Sein alter Herr blüht richtig auf, an seiner alten Wirkungsstätte als Austernzüchter. Luc hat ja seine Stelle bei der Polizei in Paris verlassen und sich nach Bordeaux versetzen lassen, um näher bei seinem kränkelnden Vater zu sein. Man merkt immer wieder, dass er es aus Liebe und nicht aus Pflichtbewusstsein getan hat. Aber die Freude in den Austernbänken währt nicht lange. Denn zuerst finden sie einen Austernfischer verletzt auf einer Sandbank und kurze Zeit später auch noch zwei tote junge Männer, angebunden an zwei Pfählen, als ob sie zur Schau gestellt werden sollten. Es handelt sich um die Söhne von alteingesessenen Austerzüchtern. Hängen die Taten zusammen? Hat es etwas mit den Austerdiebstählen zu tun, die überhand nehmen? Luc, seine Freundin Anouk, ebenfalls bei der Polizei und seine Kollegen nehmen die Ermittlungen auf.


    Anouk hat ein Angebot von der Pariser Polizei bekommen und verbringt dort einen Probetag, als plötzlich bei den Morden eine Spur nach Paris führt. Luc fährt gleich hin und zusammen mit seinem früheren Kollegen Yacine können sie eine Festnahme durchführen. Ist es der richtige Täter?


    Alexander Oetker hat einen angenehmen Schreibstil, man hat das Gefühl, dass man ein paar Tage in der Region Aquitaine verbringt und auch bei den Personen hat man teilweise das Gefühl sie wären einem schon lange vertraut. Außerdem hat er sich bei Experten gut über das Züchten und Vermarkten von Austern informiert und gibt dieses Wissen auf angenehme Art weiter. Die Bücher sind lehrreich (ob Wein oder Austern), unterhaltsam und spannend und haben eine ausgewogene Mischung zwischen der Polizeiarbeit und den zwischenmenschlichen Beziehungen. Auf weitere neue Fälle freue ich mich auch schon und nach diesem Cliffhanger hoffe ich, nicht allzu lange warten zu müssen.


    Ich bedanke mich bei Vorablesen und dem Hoffmann und Campe Verlag, die mir ein Exemplar zeitnah und kostenlos zur Verfügung gestellt haben

    In 'Das Geheimnis von Shadowbrook' erzählt uns Clara Waterfield ihre Geschichte, die Anfang des 20 . Jahrhunderts spielt

    Sie leidet unter der Glasknochenkrankheit und muß ständig aufpassen, dass ihr nichts passiert und wieder einige Knochen knacken. Sie wächst behütet bei ihrer Mutter und ihrem Stiefvater auf. Dieser richtet ihr eine eigene Bibliothek ein, damit sie wenigsten theoretisch die Welt kennenlernen kann. Nachdem sie ausgewachsen ist, muß sie zwar immer noch sehr aufpassen, dass ihr nichts geschieht, aber sie kann endlich hinaus; in Begleitung ihrer Mutter erkundet sie nach und nach die nähere Umgebung. Aber dann erkrankt ihre Mutter und verstirbt. Clara hat sich zudem doch noch einen kräftigen Bruch ihrer Hüfte zugezogen und ist nun verkrüppelt. Aber sie ist wißbegierig, mutig, neugierig und sehr direkt. Und als junge Dame sehr eigenständig und pfeift auf Konventionen. Durch ihre Mutter hatte sie die Gewächshäuser von Kew Gardens kennen- und liebengelernt und verbringt viel Zeit dort. So entwickelt sie sich nach und nach zur Expertin. Als eine Anfrage an Kew Gardens gestellt wird, ein Gewächshaus in Shadowbrook zu errichten/einzurichten begibt sie sich in das Abenteuer ihres Lebens.

    Solche Romane sind nicht mein Lieblingsgenre und ich lese sie äußerst selten. Auch dieses Buch hätte es wohl nicht geschafft, in meine Leseliste zu kommen. Aber ich hatte die Hörprobe gehört und war fasziniert von der Lesestimme von Alexandra Sagurna. Und nachdem ich nun das ganze Hörbuch gehört und genossen habe, bin ich ein Fan von ihr. Clara kann ich mir nur noch mit dieser Stimme vorstellen, wahrscheinlich wäre sie mir beim Lesen gar nicht so sympathisch herübergekommen. Ich konnte öfter Pausen machen und war trotzdem gleich wieder in der Geschichte und auch zur Entspannung konnte ich mir immer wieder ein paar Kapitel anhören.

    Susan Fletcher hat einen Roman geschrieben, der oft sehr ausschweifende Beschreibungen aufweist und auch einige Wiederholungen aufweist. Insgesamt aber den Zeitgeist gut einfängt. Das Hörbuch gleicht die Mängel aber durch die Sprecherin wunderbar aus und ich hätte noch stundenlang der weiteren Geschichte aus Shadowbrook lauschen können.

    Jenny Aaron ist vor fünf Jahren in den Kopf geschossen worden und ist dabei erblindet. Sie hat ihre anderen Sinne dermaßen geschärft, sodass sie fast ohne fremde Hilfe durchs Leben kommt. Eine unerwartete 'Erbschaft' von 2 Milliarden Euro könnte ihr das Leben versüßen. Nun hat sie von einer Methode gehört, die ihr eventuell das Augenlicht zurückgibt und sie beginnt mit der Behandlung; stellt bald aber fest, dass ihre geschärften anderen Sinne wohl wieder auf das alte Niveau zurücksinken. Was ist, wenn sie weiter macht? Kann sie dann eventuell doch nicht richtig sehen? Als ein neuer Fall ihre Hilfe verlangt, muss sie sich entscheiden, das Risiko der Augen OP oder ihren Kollegen und Freunden zu helfen. Sie entscheidet sich für den Fall und trifft auf Malin eine ebenbürtige Gegnerin.

    Dies ist der dritte und Abschlussband der Trilogie um Jenny Aaron. Ich habe die drei Bände der Reihe nach gelesen und kann das nur weiterempfehlen, da einem sonst einiges an Vorwissen fehlt. Mir persönlich hat der dritte Band am besten gefallen. Herr Pflüger hat sich sehr viel Mühe mit seinen Recherchen gegeben, denn die Begebenheiten fühlen sich alle real an, sodass das Lesen Freude gemacht hat. Die Gestaltung des Buches ist Geschmackssache. Der gelbe Einwand, der in verschwommenen Buchstaben und zusätzlich in Braille Schrift abgebildet ist, passt gut zu der Reihe. Der schwarze Buchschnitt hat mich zwischendurch etwas irritiert, denn manche Seiten sahen mit dem schwarzen Rand aus wie Traueranzeigen. Von anderen Büchern weiß ich, dass die Buchschnitte nach mehrmaligen Lesen unschön aussehen. Weniger ist manchmal mehr.

    Ich bedanke mich bei Vorablesen und dem Suhrkamp Verlag, die mir ein Exemplar zeitnah und kostenlos zur Verfügung gestellt haben.

    4,5* und Lesempfehlung für die Trilogie

    Nach Septimus Heap gibt es nun eine neue Fantasy Reihe von Angie Sage. Der Silberdrache ist das erste Buch der Reihe und ist bei arsEdition als gebundene Ausgabe erschienen. Ein liebevoll gestalteter Einband, mit einem blausilbernen Drachen als Titelbild macht neugierig auf die Geschichte. Sie ist für Jugendliche ab 11 Jahre angelegt.

    Es gibt zwei Parallelwelten. In der einen leben die Menschen und manche davon erzählen noch von den Drachen, die früher zusammen mit ihnen in einer Welt gelebt haben. Auch Sirin lebt dort und lauscht gerne den Drachengeschichten, die ihre Mutter ihr erzählt. Leider liegt diese im Sterben und Sirin muß zu einer Pflegemutter. Ihr bleibt nur der Drachenstein und ihre Fantasy.

    In der Drachenwelt leben nur noch wenige Menschen, die anderen fielen den Drachen zum Opfer. Die Familie Lennix beherrscht diese Welt und ein großes Drachengeschwader. Auch die Waisen Joss und seine Schwester Allie leben dort. Allerdings als Sklaven. Sie muß alle Drecksarbeiten im Haus erledigen und er hütet die Schafherde. Als ihm eines Tages ein Drachenei vor die Füße rollt. Aus diesem schlüpft Lysander: ein silberner Drache. Selten und wertvoll, denn nur er kann zwischen den Welten wechseln. Heiß begehrt wird er zum Auslöser einer großen Schlacht.

    Angie Sage beschreibt ihre Fantasygestalten immer so schön, dass es auch mir Freude bereitet ihre Bücher zu lesen. Auch bei dieser Reihe werde ich gerne dranbleiben und freue mich auf neue Abenteuer der drei Kinder und ihrem Silberdrachen.

    Ich.bin.so.glücklich
    Ich auch, dass ich dieses Buch doch noch zu Ende gebracht habe. Ich habe immer wieder ca. 40 oder 50 Seiten gelesen und fand es einfach nur schrecklich, sodass ich zwischendurch einige andere Bücher gelesen habe.
    TifAni FaNelli ist 28 Jahre alt und arbeitet in der Redaktion für eine Frauenzeitung. Ihr ganzes Leben dreht sich nur um Geld, Mode, Makeup, gutes Aussehen. Jetzt steht sie kurz vor der Hochzeit mit einem Mann aus gutem, reichem Haus und sie kotzt mit ihrem Verlobungsring. Sie kommt äußerst unsympathisch rüber und denkt und spricht sehr vulgär und ordinär.
    Nach der Hälfte des Buches kommt endlich etwas Schwung in die Handlung. Es soll eine Doku gedreht werden, über einen Vorfall während ihrer Schulzeit in ihrer Schule. Eigentlich geht es um mehrere Vorfälle, über die der Leser häppchenweise informiert wird. Leider ist auch hier diese verwirrende Erzählart. Die Rückblicke in die Vergangenheit sind sehr sprunghaft von einem Satz zum nächsten. Und das leider immer wieder.
    Der Schreibstil ist zwar flüssig aber nicht angenehm.
    Ich bin sehr enttäuscht von diesem Buch, ich hatte mehr erwartet.

    Das Hineinfügen klappt leider gerade nicht


    Gina Angelucci Lebensgefährten von
    Tino (Konstantin) Dühnfort ist mit 38 Jahren endlich schwanger und hat
    gerade einen großen Fall aufgeklärt. Jetzt wäre es an der Zeit, die
    Schwangerschaft auch ihrem Chef Thomas Wilzoch zu melden. Dann wäre sie
    allerdings die nächste Zeit zum Innendienst verdammt. Sie bearbeitet mit
    ihrem Kollegen Holger Cold Cases. Also Fälle, die ausermittelt waren
    und für die es nun neue Hinweise oder Beweise gibt. Und bevor sie ihren
    Chef informieren kann, wird sie von Petra Wagner bestürmt, nach deren
    Tochter Marie zu suchen. Diese verschwand vor zehn Jahren spurlos. Man
    hat nie wieder etwas von ihr gehört oder gesehen und auch ihre Leiche
    wurde nie gefunden. Man ging damals davon aus, dass es ein
    Mitnahmeselbstmord ihres Mannes Chris war.
    Gina kann den Fall nicht
    übernehmen, aber die Frau tut ihr Leid und sie wendet sich an die
    zuständigen Beamten in Rosenheim. Da diese wenig bis überhaupt kein
    Interesse zeigen, luchst sie ihnen den Fall mit ein paar Tricks ab.
    Der
    Chef wird nicht über die Schwangerschaft informiert und Gina und Holger
    knien sich voll in den Fall rein. Dabei stellt sich heraus, dass die
    Rosenheimer Beamten sehr schlampig bzw. Gar nicht ermittelt hatten. Für
    sie der Fall damals ganz klar.
    Die Mordkommission hat es mit einer
    weggeworfenen Babyleiche zu tun, der Fall geht Tino sehr unter die
    Haut. Kurz danach wird auch die sehr junge Mutter des Babys tot
    aufgefunden.
    Gehören beide Fälle zusammen?
    Ein toller Krimi mit
    sehr sympathischen Protagonisten. Flüssiger Schreibstil; der
    Spannungsbogen wird klasse aufgebaut und ich habe kurz vor Aufklärung
    dann doch etwas falsch geraten. Und auch in diesem Buch spielt Kaffee
    wieder eine gute Nebenrolle, nur die CSI Tasse von Gina könnte meiner
    Meinung nach den Weg alles Irdischen nehmen oder nicht immer explizit
    genannt werden.



    Ich freue mich jetzt schon auf eine Fortsetzung.

    Der Bestseller Autor Kunihiko Hidaka wird in seinem Haus ermordet aufgefunden. Von seinem Freund und Schriftstellerkollegen: Osamu Nonoguchi und seiner Ehefrau Rie. Rie und Kunihiko wollten eigentlich für längere Zeit nach Kanada.
    Kommissar Kaga findet schnell den Mörder:

    Aber warum? Wegen seiner Krebserkrankung; wegen des Kanada-Aufenthaltes des Ehepaares? Oder weil er der Ghostwriter für Hidaka war. Es findet sich kein brauchbares Motiv.
    Aber Kaga ist hartnäckig und bohrt, und befragt den Täter und findet alte Schulkameraden und langsam rutschen die Puzzleteilchen ineinander.
    Das Buch ist aufgegliedert in mehrere Erzählstränge. Einmal erzählt der Hauptverdächtige und Täter und ein anderes Mal schildert der Kommissar warum und was er alles unternimmt, um den Täter zu überführen und das Motiv zu ergründen.
    Nach ein paar Seiten wird man etwas stutzig. Warum arbeiten die Japaner noch mit Videos und Disketten? Des Rätsels Lösung: Der Roman wurde bereits 2001 geschrieben.
    Obwohl schnell klar ist, wer der Täter ist, ist das Buch trotzdem spannend bis man endlich weiß, was den Täter dazu getrieben hat einen Mord zu begehen

    Jonathan
    Crown hat die Geschichte von seinem Foxterrier Alpha erzählt bekommen
    und diese nur als Roman aufgeschrieben und veröffentlich.


    Somit ist schon mal offensichtlich, wie ernst man die Geschichte um
    Sirius, den Romanhelden und Großvater von Alpha nehmen kann. Die
    historische Geschichte rund um den Roman ist leider allzu wahr.


    Sirius taucht zuerst als Levi auf. Bei der jüdischen Familie
    Liliencron in Berlin. Seine ganzen Geschwister wurden bei einer
    'Haussäuberung' umgebracht. Ihm gelang es, sich zu verstecken. Und nun
    hat er eigentlich ein gutes Hundeleben und freut sich täglich über das
    Gassigehen mit Herrchen.


    Leider greifen die Maßnahmen gegen Juden immer mehr um sich. So wird aus
    Levi nun Sirius (großer Hund). Es folgt die Reichsprogromnacht und
    Familie Liliencron muß plötzlich fliehen. Mit Hilfe von Freunden und
    guten Beziehungen gelingt die Flucht über die Schweiz nach Hollywood.


    Nach anfänglicher schwerer Zeit bekommt Vater Liliencron eine Anstellung
    als Chauffeur und Leibwächter bei einem Hollywoodstar. Und wurde schon
    vorher im Buch oft auf die besonderen Begabungen von Sirius hingewiesen;
    jetzt nehmen sie Formen an, da kann nur jeder Mensch erblassen....


    So läßt natürlich eine Hollywood-Karriere nicht auf sich warten. Dann
    eine Tournee als Zirkushund, bei der es leider zu einer dummen
    Verwechslung kommt und Sirius plötzlich wieder in Berlin landet. Als
    guter deutscher Hund heißt er nun Hansi. Und steigt natürlich auf, bis
    er zum Hund des Führeres wird.


    Die Geschichtsdaten sind gut recherchiert, der Roman ist kurzweilig
    geschrieben. Für ein paar nette Lesestunden gerade das richtige.

    Endlich hielt ich das neue Nele Neuhaus Buch aus der Bodenstein/Kirchhoff Reihe in der Hand und freute mich auf das Lesen. Kurz vorher habe ich dann noch eine Talkshow mit Nele Neuhaus als Talkgast gesehen. Eine sehr sympathische Autorin finde ich. Sie schilderte etwas aus ihrem Leben; unter anderem, dass sie Schweineherzklappen eingesetzt bekommen hat und das den Ausschlag für das Thema des neuen Krimis gegeben hat. Organtransplantationen. Sie hat viel recherchiert und fachkundige Berater an ihrer Seite gehabt. Durch ihre neue Beziehung zu einem anderen Mann hätte müßte sie sich jetzt eher mal zwingen zu schreiben, früher war es ihre Rückzugmöglichkeit.
    War diese Aussage der Grund, warum ich mich diesmal mit dem Kriminalroman so schwer getan habe. Eher nicht. Meine Erwartung war wohl auch nicht zu hoch gesteckt. Eher war es die Dicke des Buches; einige Handlungsstränge, die parallel liefen, hätten bestimmt auch gekürzt noch Sinn ergeben. Da ermittelt ein mehr oder weniger kompetentes Kriminalteam und gleichzeitig eine der betroffenen Angehörigen. Und da kommen dann seitenweise die gleichen Ergebnisse heraus. Ich fand es an diesen Stellen sehr langweilig und langatmig.
    Außerdem waren die vielen Personen für mich teilweise sehr unübersichlich. Die Täter, die Angehörigen, die getötet wurden, weitere Angehörige (ob Geschwister, Eltern, Schwiegereltern, Angestellt, Freunde, Nachbarn)und diese kannten sich dann auch noch teilweise untereinander....Das machte die eigentliche Handlung eigentlich etwas kaputt.
    Das Privatleben der beiden Hauptermittler kommt diesmal leider etwas zu kurz; es passiert doch eigentlich trotz des zeitintensiven Falls sehr viel, aber das wird nur teilweise erwähnt. Dabei gehört das doch zu dieser Krimi-Reihe dazu.
    Das Verhalten der Ärzte bei einer Multiorgan-Entnahme wird fast bildlich geschildert (habe mal einen Bericht darüber gesehen); hier natürlich überspitzt. Wird aber bestimmt im RL auch schon mal so vorkommen. Und welch Schindluderei mit den Wartelisten betrieben wurde: auch davon gibt es genug Berichte.
    Die letzten 150 Seiten nahmen dann endlich etwas Fahrt auf und rückten viele Puzzleteile (die man teilweise schon selbst an die rechten Stellen rücken konnte)zurecht.
    Ich freue mich trotzdem schon auf einen neuen Fall der Ermittler Bodenstein/Sander und hoffe auf den alten Schwung.
    Von mir also nur 3,5*

    Rory Miller wird, auf dem Nachhauseweg von der Schule, in einem einsamen Waldstück überfallen. Von ihrem Mathematiklehrer Steven Nell. Das FBI wird eingeschaltet, denn es stellt sich heraus, bei dem Lehrer handelt es sich um einen gesuchten Serienkiller. Sein richtiger Name: Roger Krauss und er hat im Laufe von zehn Jahren 14 Mädchen in verschiedenen Bundesstaaten getötet.
    Rory, ihr Vater und die Schwester Darcy kommen in ein Zeugenschutzprogramm und müssen sofort ihr Haus verlassen. Sie wissen nicht wohin es geht und nur Navigationsgerät führt sie in das neue Zuhause.: Juniper Landing.
    Bis hierher ist das Buch spannend und macht Lust auf mehr. Leider flacht es dann rapide ab und entwickelt sich zu einem Jugendroman. Es verschwinden zwar Personen, aber Spannung wird keine aufgebaut. Und die rätselhafte Handlung fördert auch nicht die Leselust. Der Schreibstil ist flüssig, sodass man das Buch schon zu Ende bringt, aber auch der Schluß entschädigt nicht, für die erwartete, aber ausgebliebene Spannung.

    Das Buch spricht von der Aufmachung gleich an. Ein schöner Umschlag mit Blumen in zarten Pastellfarben. Vorne in der Mitte ist ein Guckloch. Dort sieht man ein Landhaus.
    Gleich fühlt man sich in die Athmosphäre des Cottages in Tasmanien versetzt in dem dieser Roman größtenteils spielt.
    Sadie, die Tochter von Marguerite, zieht mit ihrer Tochter Betty nach Tasmanien in das Haus ihrer Großmutter Pearl. Ihre Mutter ist vor kurzem verstorben, ihre Tante Thomasina lebt in einem Nebengebäude und möchte nicht ins Haus umziehen, so hat Sadie beschlossen, selbst einzuziehen.
    Im Haus spukt es angeblich, denn ihre Großmutter Pearl, eine bekannte Autorin von grausamen Kinderbüchern, wurde hier ermordet und im Keller blutüberströmt aufgefunden. Da der Mord nie aufgeklärt wurde, soll Pearls Seele keine Ruhe finden.
    Leider zieht sich das Buch sehr lang hin und die ganzen Namen und Personen irritieren etwas. Denn das Buch spielt mal in der Gegenwart und dann wieder im Jahr 1936. Die Nachbarin, die später durch die Heirat mit ihrem Großvater der Familie schon verbunden war, Thomasine ihre Tante und die alte Schäferin sind Personen die mal als junge Mädchen/Frauen und später als ältere Frauen im Buch auftauchen. Ich fand es schon mal verwirrend.
    Aber durch den flüssigen Schreibstil kam man trotzdem voran und zum Schluß auf den letzten ca. 100 Seiten wird es doch wieder spannender und auch der alte Mord wird noch geklärt.

    Jo Weber und Lutz Jäger haben wohl schon öfter Zeitreisen mitgemacht. So ist es für beide nicht verwunderlich, als sie nach Akteneinsicht in einen ungeklärten Mordfall und einer Aufzugfahrt, plötzlich beide in der Vergangenheit aufwachen. Lutz als Hippie auf einem Festival und Jo als junge Kommissaranwärterin ---im Jahre 1974.
    Jo hat Schwierigkeiten sich an die grellen Farben und Moderichtung zu gewöhnen. Ebenfalls ist es mit der Emanzipation noch nicht sehr weit.
    Lutz ist gleich mittendrin; lebt in einer Kommune, gönnt sich schon mal einen Joint; und das beste: es ist Fußball-WM in Deutschland und er hat völlige Amnesie bei allen Ergebnissen und Ereignissen.
    Als die Leiche eines Fahnenflüchtigen der Bundeswehr gefunden wird, kann Jo gleich mit ermitteln. Und die erste Spur führt gleich zu der Kommune. Dort trifft sie auch gleich auf Lutz. Ihre große Liebe (aus einer anderen Zeitreise und eigentlich in der Gegenwart ein Kollege von ihr). Aber auch ihre Mutter. Ihrem Vater ist sie bereits im Präsidium begegnet. Und wenn sie richtig nachrechnet, müßte es die Zeit sein, wo sich die beiden kennenlernen und sie kurz danach auch gezeugt wird.


    Es gibt viel zu tun für Jo und Lutz. Denn aus dem einen Mord werden drei. Ihre Eltern müssen zusammengeführt werden und Lutz verpasst ein Fuballspiel nach dem anderen.


    Mein erster Zeitreisekrimi von Bea Rauenthal--aber bestimmt nicht der letzte. Kurzweilige Krimikost.

    Ben
    Jacoby verbrennt in einer Wildhütte. Er wird zwar noch von dem
    Rettungsassisten ins Freie gebracht, aber dort kann er nur noch ein paar
    Worte hervorbringen. Ich bin kein Mörder, sagen sie das Fiona


    Ben war erst vor kurzem aus der Haft entlassen worden und wohnte in der
    Wildhütte der Familie. 18 Jahre hatte er verbüßt für den Mord an seiner
    Geliebten. Aber immer hatte er seine Unschuld beteuert. So wie jetzt
    auch. Im Anblick des Todes.


    Fiona , seine Tochter, von Kindesbeinen an als Mörderkind beschimpft,
    will nicht an die Unschuld des Vaters glauben. Aber Matthias, dem
    Rettungsassisten gelingt es doch noch Fionas Neugierde zu wecken, sodass
    diese anfängt, Nachforschungen zu betreiben. Was ist damals geschehen?
    Warum hatte ihr Vater eine Geliebte, warum tötete er sie? Wo ist
    überhaupt die Leiche? Warum hatte ihre Mutter gleich nach der
    Urteilsverkündung einen tödlichen Autounfall?


    Als Leser wird man schon zwischendurch etwas aufgeklärter, denn der
    Kriminalroman spielt in zwei Zeitebenen. Fiona und Matthias müssen das
    alles mit wenigen Angaben viele Jahre später herausfinden.


    Ich fand den Krimi richtig gut und auch Spannung war genug vorhanden Allerdings andere als in einem 'normalen ' Krimi

    Mit Bella Clara findet die Jahrrhundertwind-Trilogie von Petra Durst-Benning ein gelungenes Ende.
    Clara bricht aus ihrem unglücklichen Familienleben aus, indem sie sich durch einen Trick schuldig scheiden läßt. Leider fällt das Urteil härter aus als erhofft und sie muß auf ihre beiden Kinder und die ererbte Apotheke zu Gunste ihres Ehemanns verzichten. Auch mit einer Anstellung in einer Apotheke klappt es in Berlin nicht.
    Plötzlich winkt das Schicksal, Lilo ist ebenfalls geschieden und leitet in Meersburg am Bodensee ein Hotel und sucht dringend Personal. Clara zögert nicht lange und zieht dorthin. Durch weitere schicksalhafte Ereignisse bekommt sie sogar eine Anstellung in einer Apotheke, darf dort ihre erste Creme herstellen und findet gleich eine adlige Fürsprecherin ihres Produktes. Der Anfang ihrer Kosmetikserie ist geschafft.
    So toll der Erfolg und Aufstieg als 'Schönheitskönigin' auch ist, Clara vergeht fast vor Sehnsucht nach ihren Kindern.


    Petra Dunst-Benning hat mit dieser Trilogie ein tolles Werk geschrieben. Man erhält Einblick in die Problematik der unemanziperten Frauen um die Jahrhundertwende und gleichzeitig erfährt man einiges über die Anfänge des Fahrrades, der Champagner-Herstellung und den Champagner-Witwen und auch über die Anfänge der Kosmetiklinien.
    Der Schreibstil ist flüssig und baut viele Spannungsbögen auf, sodass ich, als Krimi- und Thrillerliebhaberin, voll auf meine Kosten gekommen bin.
    Nur der Einband von Bella Clara hätte in den Farben grün/lavendel noch besser zu dem Buch gepaßt.

    Das Buch fängt etwas langsam und verwirrend an. Die Story wird aus
    der Sicht von drei Hauptpersonen beschrieben; die beim Erzählen oft in
    die Vergangenheit schweifen, sodass man langsam die Hintergründe
    versteht. Leider wechselt die jüngste Vergangenheit auch öfter; es wäre
    schöner gewesen, wenn bei dem Namen der/des Erzählenden das Datum dabei
    gestanden hätte. Dann nimmt es plötzlich an Spannung zu (in der
    Erzählung von vor 30 Jahren und auch in der Gegenwart). Das Ende ist
    dann doch etwas überraschend. Zwischendurch erscheinen immer wieder mal
    Personen(Pflegekinder), mit denen ich nicht so recht etwas anfangen
    kann. Ihre Vergangenheit bleibt total im Dunkeln; daher kann ich mir
    einige Handlungen von Ihnen auch nicht erklären.


    Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig.