Beiträge von Junyper

    Kapitel 11


    Lauf, Ondine,LAUUUUF! will man ihr zurufen. Oder sie etwas unter Wasser drucken. Gibt's denn das?! Nur ein bisschen, bis sie wieder klaren Verstandes ist. Mit schlechtem Gefühl und wackligen (aber immerhin) Vorsätzen fährt sie zur Villa, bekommt mit, wie zwei Liebhaberinnen Picassos sich streiten, erfährt von seiner Ehefrau, sieht, dass es ihn bestens amüsiert, was um seine Person geschieht und was macht sie??? Wegrennen? Den Frauen Steine reichen, damit sie ihn bewerfen können? Nein, Fräulein O. geht mit dem Herrn picknicken. Stürzt sich für ihn in eiskalte Fluten. Will ihn nicht demütigen, weil er nicht schwimmen kann. Himmel!!!

    Kapitel 10


    Arme, naive Ondine. Sie hat ihr Herzchen wahrlich an Picasso verloren und kommt fast um vor Eifersucht.

    Sein Auftreten ist unterdessen einfach nur abscheulich. Vieles lasse ich durchgehen, weil Künstler einfach andere Menschen sind, früher vielleicht noch mehr als heute. Aber die Kleine so zu demütigen. Nein, das geht nicht.

    Dora Maar ist zu Besuch. Eine wunderschöne Frau mit unglaublicher Ausstrahlung. Allerdings auch mit leichten Auffälligkeiten, denn die Geschichte mit dem Handschuh hat die Autorin nicht erfunden.

    Picassos Blicke gelten dementsprechend fast nur Dora. Wobei... Blicke.... Ist sie schon da, lässt er es sich nicht nehmen ihr eine besondere Führung *hust* durch das Atelier zu gewähren. :roll: Odine muss alles mit anhören. Nach diesem Kapitel wundert es mich, dass es den Krug überhaupt noch gibt.

    In P. hätte er jedenfalls seinen Meister gefunden, was Sadismus angeht. 8-[


    Ich glaube, dass Picasso beweisen will, dass er mit ihr machen kann, was er will. Je mehr Widerstand und Distanz, desto interessanter. Das ist der Hunger. Hat er sie bekommen und ist satt, ist die Energie und die Lust am Spiel vorbei und er braucht das nächste Mädchen.


    Das Alter scheint sich deutlich mehr zu schockieren als mich. :wink:

    Naja... Es ist ein hübscher Krug. 8-[

    Davon abgesehen geht es ihr in einem Heim vermutlich besser als bei den Zwillingen.

    Denke schon, dass das so geht. Du bekommst in so einem Zustand einen Betreuer gestellt, der im schlechtesten Falle aus der eigenen Familie kommt und dieser darf per Vertrag über alles entscheiden. Medizinisch, finanziell. Da ist ein verlorenes haus noch das wenigste. Wir haben oft Betreuer, die sagen, dass wir diese und jene Medikamente nicht geben sollen und uns diese und jene Versorgung verbieten, wohlwissend, dass das die Verbesserung behindert, bzw das Leben beendet. Manche stehen entsetzt bei uns auf Station, weil sie das Erbe schon verplant haben und plötzlich sagen wir ihnen, dass wir den Menschen wieder hinbekommen haben. Die Welt ist schlecht....

    C.s Kapitel sind unterirdisch, keine Frage. Allein der Ausruf auf der letzten Seite #-o


    In allen Beschreibungen, die ich je über Picasso in den Händen hatte, gilt er als soooo charaktervoll, dass er wirklich alle und jede hatte haben konnte.

    Kapitel 8


    Wie bitte WAS????? Der gestreifte Krug wurde entsorgt??? Diese Ausgeburten der Hölle! Ich sage es ja immer: nur ausgewählte Familie, ist gute Familie. Celines Mutter hatte einen Schlaganfall und wurde kurzerhand entmündigt. Besitz und Rechte weg. Abgeschossen mit Medikamenten. Ich habe es zuerst für eine Provokation gehalten, dass sie alles ausgeräumt haben, aber Tatsache, das Haus ist leer. Wie unfassbar schmerzhaft.

    In einem Geheimversteck findet C. Reiseunterlagen zum Thema "Die Küche der Provence". Wärst du so freundlich und würdest es auch bei uns auf die Liste setzen? Geplant war die Reise mit Tante Matilda, aber aus dramaturgischen Gründen fährt C. natürlich statt ihrer Mutter mit.

    Ein gemeinsames ausgehen mit -Kermit steht sowieso schon lange auf meiner To-do-Liste.

    Das sollte auf jeder Liste ganz zuoberst stehen. :love:


    kapitel 7


    Na, ob die Mutter DAS meinte, als sie sagte, dass Ondine gehorchen soll?! 8-[Madame wird nach ein paar Tagen Abstinenz (endlich Zeit zum Drachensteigen lassen!) Wieder zu "ihrem" Künstler gerufen. Eine Sintflut und ein schmerzhafter Unfall später, sitzt sie bei ihm, regengetränkt und wird verarztet. Hätte ich ihm nicht zugetraut, dass er das macht. Eher hatte ich erwartet, dass er nicht möchte, dass ihr Blut etwas beschmutzt.

    Es scheint offensichtlich, dass in den vergangenen Tagen Frauenbesuch anwesend war. Natürlich ist Ondine nicht eifersüchtig^^ natürlich sieht sie ihn nicht als Sprungbrett oder sogar potentiellen Liebhaber^^ Sie richtet flink das Essen an, putzt schnell durch und verhält sich möglichst unauffällig ach nein, warte. Sie nimmt das Angebot an sich herzurichten und schläft während des Haarekämmens ein. Ups. Die Situation wird genutzt und schwupps muss sie Modell sitzen. Liegen. Ohne Unterhose. Aber mit Armbanduhr. Aha. Unsere kleine Küchenprinzessin, die wir natürlich über alles lieben, wird ganz warm ums "Herz" *hust*.

    Mir scheint, ich kenne das Bild. Also hat sie doch auf ihn gewirkt.

    Er wird ihr weh tun, das steht leider außer Frage. Das Machtgefälle ist so groß, er zu umtriebig.

    Das ist kein "Besuch", das ist MATISSE!!!!!!


    Für jemanden mit Ahnung von Kunst liest sich das nochmal ganz anders, oder :pale::-,?

    Bin dann mal Matisse googlen :loool:

    Froschi!!!!! Matisse musst du doch kennen! Ich habe vor vielen Jahren am Center Pompidou zwei völlig überteuerte Posterdrucke von Matisse gekauft. War früher mein Lieblingsmaler und wäre eines der Quäppchen ein Bub gewesen, wäre es ein Henri geworden.

    Hallo ihr beiden,

    es ist toll, euren Schlagabtausch zu lesen und zu verfolgen! :applause:

    Könntet ihr bitte noch das betreffende Buch verlinken, damit ich weiß, welches von den vielen Picasso-Büchern gemeint ist?

    Danke :winken:

    Schlagabtausch! :shock: Literarische Auseinandersetzung, bitte. Als Sekundärliteratur empfehle ich dringend unseren WA-Austausch und einen gemeinsamen Sushi-Abend. Nach dem 20. Röllchen kommen wir so richtig in Fahrt.

    Jetzt mal im Ernst, die verschiedenen Zeitebenen sind doch im Leben nicht von ein und der selben Autorin geschrieben.

    Absolut. Ein Unterschied von mindestens zwei Sternen. SEP und Harris in einer Brust.


    Die Gerichte klingen unglaublich! Habe das ganze Buch durchgeblättert und im Internet recherchiert (grob, um nicht gespoilert zu werden), aber es scheint tatsächlich keine richtigen Rezepte zu geben. Waruuuuuuum????? :cry: Wir könnten sie rausschreiben und versuchen nachzukochen.

    Das ist kein "Besuch", das ist MATISSE!!!!!! :love: Auch 100jährig wäre ich ihm überall hin gefolgt. Picasso war und ist mir schon immer unsympathisch. Bin gespannt, wie das mit allen weitergeht. Eine Muse von P. war sie nie, soweit ich mich erinnere.

    ....mit leckeren Rezepten! Die fünf Sterne wären der Autorin gewiss. :love:


    kapitel 5

    Wie finden wir die Mutter? Sie hat bekannte Züge, aber diese Leckereien! Schreibst du mit? Warum sind die Rezepte nicht abgedruckt???!?! Ich werde es jedenfalls ganz genau so machen, wenn die Quäppchen Weihnachten nach Hause kommen.

    Doch neben heißer schokolade, erfahren wir auch von den dunklen Seiten in Julies Kindheit. Ihr Vater, ein Monster. Er hat die Familie gequält, gedemütigt, Julie sogar misshandelt. Wie sehr ich solche Männer verabscheue.... Gut, dass er stirbt. Viel zu spät, aber immerhin. Die Zwillinge sind kaum besser. :roll:

    Auch andere "Besonderheiten" ihres Lebens erfahren wir. So kam sie als Frühchen und löste den Platz auf der Welt mit Großmutter Ondine ab, die am Tag ihrer Geburt einem Herzinfarkt erlag. Grausame Bürde! Zumal ich nicht wissen will, dass sie tot ist.

    All das führt wohl dazu, dass Julies Mutter den weihnachtlichen Moment nutzt, um ihr ein besonderes Erbe zu übergeben: das Rezeptbüchlein mit Picassos Gerichten.:lechz:

    Kapitel 3


    Sag ich doch. Eine Konfrontation mit schwierigen Müttern umgeht man zu nahezu jedem Preis. Sie MUSS jetzt leiiiider das Haus durchsuchen und landet dabei in Picassos Atelier. Überall verteilt liegen dort Arbeiten aus seiner Minotaurus-Phase. Die sind natürlich schon heftig, wenn man eine 17jährige in den 1930ern ist. Schön als Sekundärliteratur ist da "Dora und der Minotaurus" von Slavenka Drakulic. Aber es wäre nicht Picasso, wenn er sein lustvolles Auge nicht direkt auf Ondine geworfen hatte. Der alte Schwerenöter! Er liebt es einfach so sehr mit Frauen zu spielen. Bei all der Flirterei vergisst Ondine natürlich nach dem Krug zu fragen.

    Kaum zurück, bekommt sie den nächsten Auftrag. Gehe nicht näher drauf ein (oder wirds noch wichtig?) (Milchkälber! Großartig!), Aber erstaunlich ist doch, dass es sie schon so arg in Richtung Villa zieht. Das arme Ding träumt so sehr von einem anderen Leben. Aber doch bitte nicht mit P. als Brücke.

    Mir hats ebenfalls ausnehmend gut gefallen! Ondine muss natürlich eine weitere unserer verlorenen Schwestern sein. Ich mochte es auch so sehr, wie sie juchzend auf ihrem Fahrrad gesaust ist. Mir passiert das manchmal auf einer Wasserrutsche. :uups: Allein der Gedanke an einen französischen Markt ist atemberaubend und appetitanregend.

    Wenn sie wüsste, dass der Zettel mit der gemalten Chili ein Vermögen wert ist. :totlach:

    Ich will noch ganz viele Briefe zwischen den beiden lesen.

    Der Krug. Wenn ihre Mutter noch mehr Ähnlichkeiten zu meiner hat, dann muss Ondine das Haus durchkämmen, weil unter keinsten Umständen ohne das gute Stück zurück kann.

    Bin mit haushohen Erwartungen in den Prolog eingestiegen. Der Dämpfer kam durch die ich-Perspektive, etwas Aufschwung durch die Dinge, die du erwähnt hast. Habe auch direkt an meinen Urlaub gedacht. :love: Mein Herz vollends verloren habe ich einige Seiten später, als es mit dem ersten Kapitel los ging.


    kapitel 1


    Das sind soooo wir, oder?! Wenn sie jetzt noch die frischen Erbsen mit einem Eichhörnchen geteilt hätte. :lechz:

    Wir lernen Ondine Belange kennen, im Jahre 1936 17 Jahre. Ihre Eltern betreiben das Cafe Paradis. Ihre große Liebe Luc ist zur See gefahren, um Geld zu verdienen, damit er vor ihrem Vater bestehen kann. Leider hört sie nichts mehr von ihm. :-?

    Ihr Koffer steht gepackt unterm Bett, er braucht nur zu kommen und die abzuholen. Armes Ding.

    In einer nahen Villa hat der berühmte Picasso sein Lager aufgeschlagen. Er soll durch das Cafe verköstigt werden, also schickt man Ondine hoch.


    Mir hat der Einstieg ausgesprochen gut gefallen. Diese Gerichte!!! Hoffentlich kommen irgendwann Rezepte. Wundervoll! Fast glaubte ich die Gerüche in der Nase zu haben. Die Autorin schreibt detailreich triggert bei mir erfolgreich das klischeehafte Frankreich-Gefühl. Ich finds super!