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Agatha Christie - Ruhe unsanft - Start 01.01.2018

Ruhe unsanft

4.3 von 5 Sternen bei 24 Bewertungen

Band 13 der

Verlag: Fischer Scherz

Bindung: Broschiert

Seitenzahl: 194

ISBN: 9783502510734

Termin: März 2001

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  • Teilnehmer dieser Leserunde bisher:
    @Pöppel
    @Bridgeelke
    @funny-valentine43


    Weitere Mitleser sind natürlich herzlich willkommen :winken:


    Wir möchten es gemütlich angehen lassen und streben daher ein tägliches Lesepensum vom ca. 20-30 Seiten an.
    Das sähe dann wie folgt aus:
    Mo, 01.01. bis Seite 26, einschließlich Kapitel 3
    Di 02.01. bis Seite 49, einschließlich Kapitel 6
    Mi 03.01. bis Seite 70, einschließlich Kapitel 9
    Do 04.01. bis Seite 90, einschließlich Kapitel 12
    Fr 05.01. bis Seite 113, einschließlich Kapitel 16
    Sa 06.01. bis Seite 132, einschließlich Kapitel 18
    So 07.01. bis Seite 152, einschließlich Kapitel 21
    Mo 08.01. bis Seite 174, einschließlich Kapitel 23
    Di. 09.01. den Rest des Buches


    Sollten wir merken, dass wir das nicht schaffen oder einen Tag Pause brauchen, handhaben wir das wie immer ganz flexibel. :)


    Ist das so OK für Euch?

    Isenhart musste grinsen, ihre Blicke begegneten sich. "Du hast nur tausend Mal", wisperte er.
    Konrads müdes Schmunzeln wuchs sich zu einem breiten Grinsen aus. "Ich verrat dir was", flüsterte er zurück, "das ist Mumpitz."


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  • Alles klar, habe gestern abend heute morgen vor dem Einschlafen schon mal reingelesen. Gefällt mir.
    Wenn alle Fondue-Überbleibsel weggeräumt und abgewaschen sind, geht es weiter

    Die Erfindung des Buchdruckes ist das größte Ereignis der Weltgeschichte (Victor Hugo).

  • Ich bin nun wieder zu Hause, geduscht und ernährt, nun geht es auf die Couch und ich beginne mit dem Buch. :)

    Isenhart musste grinsen, ihre Blicke begegneten sich. "Du hast nur tausend Mal", wisperte er.
    Konrads müdes Schmunzeln wuchs sich zu einem breiten Grinsen aus. "Ich verrat dir was", flüsterte er zurück, "das ist Mumpitz."


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  • Uah, ich habe das ja eher selten, dass es mich bei Büchern von Agatha Christie gruselt....aber dieses Buch stellt definitiv eine Ausnahme dar!
    Wie Gwenda im Haus immer wieder diese Anwandlungen von Unbehagen bzw. Horror hat und dann auch noch die Tapete im runden Zimmer "vorhersieht"...aber das Tüpfelchen auf dem I ist die Schlussszene von Kapitel 3.
    Natürlich überlege ich nun, was Gwenda widerfahren ist, denn dass Sie bereits in Hillside gewesen ist, steht für mich fest und dass sie dort Schreckliches erlebt hat auch....Aber irgedwie ist das Ganze nun wieder ZU offensichtlich, so dass ich schon darüber grübele, ob Gwenda das alles nur schauspielert. Und im ersten Kapitel hatte ich ein komisches Gefühl, als es darum ging, dass sie alleine das Haus aussuchen soll, weil Giles immer so viel unterwegs ist. Irgendwie kommt mir das nicht so ganz koscher vor.
    Auf jeden Fall habe ich viel zum drüber Nachdenken, wie sich diese Geschichte denn nun aufdröseln wird. :thumleft:


    Ich überlege schon, das Pensum von morgen gleich noch im Bett zu lesen.... :-,

    Isenhart musste grinsen, ihre Blicke begegneten sich. "Du hast nur tausend Mal", wisperte er.
    Konrads müdes Schmunzeln wuchs sich zu einem breiten Grinsen aus. "Ich verrat dir was", flüsterte er zurück, "das ist Mumpitz."


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  • Ich habe viele Agatha-Christie-Bücher vor ca. 50 Jahren aus der Schulbücherei geliehen und die Inhalte wieder vergessen. Auf den Täter kam ich vorzeitig nur bei einem Buch (Die Katze im Taubenschlag, aber das habe ich heute auch wieder vergessen). Ein Buch wurde mein Lieblingsbuch, weil es mich zu meinem Lieblingshobby gebracht hat (mit offenen Karten), das habe ich schon mehrfach gelesen bzw. gehört. Das eine oder andere habe ich im Laufe der letzten Jahre nochmal gelesen.


    @funny-valentine43, ich stimme Dir zu: So viel übernatürliches habe ich bei Agatha Christie noch nie erlebt. Die ersten Kapitel haben ein rasantes Tempo vorgelegt, obwohl der Schauplatz Devonshire doch eigentlich ländlich-gemütlich sein sollte.
    Schön ist die Beschreibung der 'kleinen' Villa, die 'nur' 6 bis 7 Schlafzimmer hat. Ich kann mir das richtig gut vorstellen, die doppelten Fenstertüren auf die Terasse, der steil abfallende Steingarten und der Blick zwischen den Sträuchern/Bäumen aufs Meer.
    Auf den Gedanken, dass Gwenda das Haus irgendwie aus einem früheren Leben kennt, bin ich allerdings nicht gekommen, obwohl das jetzt, wo Du es sagst, eigentlich auf der Hand liegt. Ich denke eher in Richtung Spukhaus: hier ist etwas schreckliches passiert (das klingt ja beim Ende von Kapitel drei schon an) und Gwenda soll herausfinden, was das war. Ich hoffe, dass 'Ruhe unsanft' auf die Geschehnisse in der Vergangenheit anspielt und nicht auf Gwenda selbst. Oder spielt doch der Ehemann ein böses Spiel und will sie des Geldes wegen los werden?


    Neugierig gemacht haben mich Gwendas Gedanken, sie könne ähnliches erleben wie es John William Dunne in seinen Büchern beschrieben hat. Da habe ich gleich mal Wikipedia bemüht, aber immer, wenn es um mehrdimensionale Sachen geht (hier: die Zeit ist nicht linear, sondern Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft existieren gleichzeitig, wenn ich es richtig verstanden habe) schaltet mein Gehirn ab.

    Ich überlege schon, das Pensum von morgen gleich noch im Bett zu lesen...

    Ja, ich habe auch über Kapitel drei hinausgelesen, aber nicht viel. Ich bin dann doch (sehr spät) sanft entschlafen und der Tolino hat sich dann auch automatisch schlafen gelegt.

    Die Erfindung des Buchdruckes ist das größte Ereignis der Weltgeschichte (Victor Hugo).

  • Am heutigen Pensum fehlt mir noch Kapitel 6 (die anderen habe ich tatsächlich noch gestern im Bett gelesen). Aber mit dem Posten warte ich erst noch einmal, bis @Pöppel sich gemeldet hat - nicht dass wieder das Buch mit mir durchgeht. :wink:


    Ich habe viele Agatha-Christie-Bücher vor ca. 50 Jahren aus der Schulbücherei geliehen und die Inhalte wieder vergessen. Auf den Täter kam ich vorzeitig nur bei einem Buch (Die Katze im Taubenschlag, aber das habe ich heute auch wieder vergessen).

    Ich kann mich teilweise nicht mal daran erinnern, ob ich das Buch überhaupt schon gelesen habe, wenn ich nur den Titel sehe - es gibt wenige Ausnahmen. Aber oft habe ich die Geschichte oder Teile davon noch präsent und es fällt mir beim Lesen plötzlich wieder ein. Anders herum: in der vorherigen Leserunde haben wir "Auf doppelter Spur" gelesen. Ich hatte alles total vergessen, kam mir beim Lesen auch überhaupt nicht bekannt vor, aber als der Name Flossie Gapp erwähnt wurde, konnte ich mich zumindest an den erinnern. Kein Wunder, bei DEM Namen... :loool:

    Ein Buch wurde mein Lieblingsbuch, weil es mich zu meinem Lieblingshobby gebracht hat (mit offenen Karten), das habe ich schon mehrfach gelesen bzw. gehört.

    Stimmt, das wurde schon mal an anderer Stelle hier im Forum erwähnt und ich habe das Buch daraufhin gelesen - tolle Geschichte!

    Schön ist die Beschreibung der 'kleinen' Villa, die 'nur' 6 bis 7 Schlafzimmer hat.

    Stimmt, da musste ich auch schmunzeln. Aber von der Beschreibung her, muss das Haus wirklich toll sein...und erst der Garten dazu... :love: Häuser und Gärten hübsch aussehen lassen, das haben die Engländer an der Südküste wirklich drauf. :wink:

    Oder spielt doch der Ehemann ein böses Spiel und will sie des Geldes wegen los werden?

    Dieser Verdacht könnte einem kommen, ich habe ihn jedoch wieder verworfen, da relativ am Anfang erwähnt wird, dass sowohl Gwenda als auch Giles recht vermögend seien.

    Neugierig gemacht haben mich Gwendas Gedanken, sie könne ähnliches erleben wie es John William Dunne in seinen Büchern beschrieben hat.

    Und darüber habe ich komplett hinweg gelesen....ich werden den guten Herren auch gleich einmal googeln.

    Isenhart musste grinsen, ihre Blicke begegneten sich. "Du hast nur tausend Mal", wisperte er.
    Konrads müdes Schmunzeln wuchs sich zu einem breiten Grinsen aus. "Ich verrat dir was", flüsterte er zurück, "das ist Mumpitz."


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  • So, auf geht's in eine neue Runde :lechz:


    Das Buch fängt wieder schön an, ich konnte mir das Haus wunderbar vorstellen und bin mal gespannt, wie Grusel und Visionen zu Agatha Christie paßt.
    So ein Haus einzurichten und zu renovieren muß wirklich super sein und bei dem Gedanken an den abgeschlossenen Schrank kribbelte es mir schon in den Fingern :lol:


    Witzigerweise habe ich schon geahnt, daß die Tür, die Gwenda zum Speisezimmer haben möchte, schon vorhanden war - und natürlich frage ich mich gleich, warum diese mal zugemauert wurde. Oder warum der Weg durch den Garten zugepflanzt wurde. Jede Menge Geheimnisse :lechz:


    Es ist wirklich eine Idee, daß Gwenda das Haus bereits kennt, denn das mit der Tapete im Schrank kann schon kein Zufall mehr sein - allerdings wäre es mir neu, wenn Agatha Christie wirklich über Ahnungen oder so schreibt. Normalerweise geht es ja um harte (versteckte) Fakten :twisted:


    DAs Ende von Kapitel 3 ist wirklich heftig gewesen, da mußte ich mir definitiv auf die Finger klopfen, um nicht weiterzulesen :lol:

  • Aber mit dem Posten warte ich erst noch einmal, bis @Pöppel sich gemeldet hat - nicht dass wieder das Buch mit mir durchgeht.

    :totlach: Ich hab da gerade mächtig Kino im Kopf dazu :loool:

    Dieser Verdacht könnte einem kommen, ich habe ihn jedoch wieder verworfen, da relativ am Anfang erwähnt wird, dass sowohl Gwenda als auch Giles recht vermögend seien.

    Och, manche Menschen können nie genug Geld haben - aber das wäre jetzt doch etwas weit her geholt, denn die Wahrscheinlichkeit, daß Gewnda dieses Haus findet und auch haben will, war ja eh schon mehr als Zufall. Hätte ja auch sein können, daß sie es eben NICHT hätte haben wollen, weil es ihr unheimlich ist...

    Ich kann mich teilweise nicht mal daran erinnern, ob ich das Buch überhaupt schon gelesen habe,

    Ich kann mich oft schon kurz nach den Leserunden nicht mehr an die Bücher erinnern... :pale:


    Bis Kapitel 5:
    Ich mußte gleich im 4. Kapitel mächtig schmunzeln: "Dann fragen Sie gleich per Luftpost bei ihr an" :loool:
    Hach ja, wie konnten diese Menschen nur so ohne Smartphone und Social Media überleben 8)


    Es kristallisiert sich also heraus, daß Gwenda wohl wirklich eine Zeit lang in dem Haus gelebt hat. Miss Marples Rückschlüsse sind aber auch wirklich immer sowas von genial, oder?


    Jetzt ist die Frage: wer war Helen? Gwens Mutter und Stiefmutter ja wohl nicht.
    Was mich so verwundert ist, daß Miss Marple so abrät sich weiter mit dem Mord zu beschäftigen. Ich hätte jetzt darauf gewartet, daß sie sich die Hände reibt und sich auf Hillside einlädt, um zu ermitteln :loool:
    Aber es läßt ihr dann ja doch keine Ruhe und das Geplänkel mit ihrem Arzt fand ich klasse :thumleft:

  • Jetzt ist die Frage: wer war Helen? Gwens Mutter und Stiefmutter ja wohl nicht.

    Also ich hätte es nicht für unmöglich gehalten , dass Helen Gwendas Stiefmutter ist/war. Und dass der Vater etwas mit ihrem Tod zu tun hatte. Dafür spricht, dass der alte Makler in Calcutta Lodge die Frau ihres Vaters als sorgenvoll, als hätte sie Kummer beschrieben hat.
    Dagegenspricht allerdings, dass so deutlich betont wird, dass Gwendas Vater sie kurz vor seinem Tod zur Alleinerbin machte (was dann seine zweite Frau vom Erbe ausschloss). Das wäre nicht nötig gewesen, wenn er genau gewußt hätte, dass sie tot ist.

    Was mich so verwundert ist, daß Miss Marple so abrät sich weiter mit dem Mord zu beschäftigen. Ich hätte jetzt darauf gewartet, daß sie sich die Hände reibt und sich auf Hillside einlädt, um zu ermitteln

    Das zeigt mir, dass sie Gwenda Kummer ersparen will und so eine Ahnung hat, dass Gwendas Vater in dieser Sache nicht gut wegkommt: Ich vermute, dass Gwendas Vater etwas mit dem Tod von Helen zu tun hat.. Und in ihrem Unterbewußtsein versucht Gwenda, das zu verdrängen und erinnert sich stattdessen an Affenpfoten.


    Zum Schluss des Kapitels wird es dann aufgelöst: Helen war tatsächlich die zweite Frau von Gwendas Vater. Dass die beiden so lange brauchten, beim Standesamt nachzufragen, hat mich sehr gewundert. Das hätte ich als erstes getan und auch gleich ermittelt, wo der Vater nach Gwendas abreiste lebte und starb. Zumindest in Deutschland konnte man das zu dieser Zeit doch bei den Standes- bzw. Einwohnermeldeämtern erfragen. Es ging nur nicht so schnell wie heute und ich kann mir auch nicht mehr so recht vorstellen, wie das ohne Internet war.

    Die Erfindung des Buchdruckes ist das größte Ereignis der Weltgeschichte (Victor Hugo).

  • um Schluss des Kapitels wird es dann aufgelöst: Helen war tatsächlich die zweite Frau von Gwendas Vater

    Hm, es hieß doch, daß diese weggegangen und neu geheiratet hat. Aber gut, wenn sie ermordet wurde und es keiner mkitbekommen hat, erklärt das, daß man nichts im Sterberegister findet. Und eine Geschichte, daß sie weggeht um neu zu heiraten ist ja plausibel und glaubhaft...
    Jetzt wäre aber ausgerechnet Gwendas Vater der Hauptverdächtige - oder?


    Der Bruder von Helen mauert ja ziemlich, was Gwendas Vater angeht - und ich bin nicht so sicher, ob ich das wirklich glauben soll, was er letztendlich erzählt.


    Mir geht gerade eine andere Theorie durch den Kopf: was wenn der Bruder so einen hass auf seine Schwester wegen deren liederlichem Lebenswandel hatte, sie umgebracht hat und das dem Vater von gewn in die Schuhe geschoben hat? Als Arzt hätte er ja irgendwelche Drogen verabreichen können, damit er letztendlich glaubt, der hätte es getan.
    Nur - warum hat er sich dann auf die Anzeige gemeldet? :scratch:


    Mal schauen, ob der Besuch im Sanatroium neue Erkenntnisse bringt.

  • Das heutige Pensum will ich gleich erst noch lesen, darum noch was zu gestern.



    allerdings wäre es mir neu, wenn Agatha Christie wirklich über Ahnungen oder so schreibt. Normalerweise geht es ja um harte (versteckte) Fakten

    Das macht ihre Romane in meinen Augen so reizvoll - man denkt an Übernatürliches und am Ende wird eine plausible Lösung präsentiert.

    DAs Ende von Kapitel 3 ist wirklich heftig gewesen, da mußte ich mir definitiv auf die Finger klopfen, um nicht weiterzulesen

    Ich habe gar nicht erst geklopft sondern gleich gelesen.... :loool:

    Ich hab da gerade mächtig Kino im Kopf dazu

    sehr schön :loool:

    Ich kann mich oft schon kurz nach den Leserunden nicht mehr an die Bücher erinnern...

    wie beruhigend... :-,

    Ich mußte gleich im 4. Kapitel mächtig schmunzeln: "Dann fragen Sie gleich per Luftpost bei ihr an"
    Hach ja, wie konnten diese Menschen nur so ohne Smartphone und Social Media überleben

    Ja, das macht für mich einen Teil des Reizes an diesen Büchern aus - das altmodische. Wobei ich mich an Luftpost auch noch erinnern kann....
    Mein Lieblingssatz aus Kapitel 4 lautet: "Kinder sind seltsame kleine Wesen." :totlach: (sagt Jane Marple)

    Was mich so verwundert ist, daß Miss Marple so abrät sich weiter mit dem Mord zu beschäftigen. Ich hätte jetzt darauf gewartet, daß sie sich die Hände reibt und sich auf Hillside einlädt, um zu ermitteln

    Sie tut es, um keine schlafenden Hunde zu wecken. Schließlich fehlt dem jungen Paar die Erfahrung, um sich im Zweifel vor dem Mörder schützen zu können.

    Aber es läßt ihr dann ja doch keine Ruhe und das Geplänkel mit ihrem Arzt fand ich klasse

    Ich glaube, dass sie sich eher um Gwenda und Giles sorgt und deshalb nach Dillmouth reisen will. Allerdings finde ich es bemerkenswert, dass sie eine offizielle Erklärung braucht, um zu verreisen. Man gut, dass sie ihrem Arzt vertrauen kann.

    Dagegenspricht allerdings, dass so deutlich betont wird, dass Gwendas Vater sie kurz vor seinem Tod zur Alleinerbin machte (was dann seine zweite Frau vom Erbe ausschloss). Das wäre nicht nötig gewesen, wenn er genau gewußt hätte, dass sie tot ist.

    Himmel, was bist Du logisch! :shock::friends:
    Aber ja, Du hast recht.

    Das zeigt mir, dass sie Gwenda Kummer ersparen will und so eine Ahnung hat, dass Gwendas Vater in dieser Sache nicht gut wegkommt: Ich vermute, dass Gwendas Vater etwas mit dem Tod von Helen zu tun hat.. Und in ihrem Unterbewußtsein versucht Gwenda, das zu verdrängen und erinnert sich stattdessen an Affenpfoten.

    Du hast wirklich kriminalistischen Spürsinn. :)
    Ich bin wirklich gespannt, wie die Affenpfoten aufgelöst werden.


    Was mich bei der ganzen Geschichte erstaunt: keinen regt es auf oder findet es nur bemerkenswert, dass Gwenda ein Mordopfer gesehen hat! Scheint etwas sehr alltägliches zu sein... :wink:
    Die Diskrepanz in der Anzahl der vorherigen Bewohner war mir beim Lesen auch aufgefallen, aber das wird ja zum Glück relativ bald richtig gestellt.

    Isenhart musste grinsen, ihre Blicke begegneten sich. "Du hast nur tausend Mal", wisperte er.
    Konrads müdes Schmunzeln wuchs sich zu einem breiten Grinsen aus. "Ich verrat dir was", flüsterte er zurück, "das ist Mumpitz."


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  • Hm, es hieß doch, daß diese weggegangen und neu geheiratet hat. Aber gut, wenn sie ermordet wurde und es keiner mkitbekommen hat, erklärt das, daß man nichts im Sterberegister findet. Und eine Geschichte, daß sie weggeht um neu zu heiraten ist ja plausibel und glaubhaft...
    Jetzt wäre aber ausgerechnet Gwendas Vater der Hauptverdächtige - oder?

    Ich glaube ja inzwischen, dass der Mord inszeniert wurde und es gar keine Leiche gibt. Ich denke, Gwendas Vater wurde systematisch in den Wahnsinn getrieben um ihn dann ins Sanatorium abschieben zu können. Nur zu welchem Zweck, dafür habe ich noch keine Erklärung. Und irgendwie muss es ja auch wichtig sein, dass die Ehe zwischen Kelvin und Helen nie geschieden wurde. Sowieso war den beiden das ziemlich egal, was ich auch irgendwie seltsam finde :-k
    Aber zum Glück ist ja nun Jane Marple informiert und involviert - die Ermittlungen laufen nun an. :thumleft:

    Isenhart musste grinsen, ihre Blicke begegneten sich. "Du hast nur tausend Mal", wisperte er.
    Konrads müdes Schmunzeln wuchs sich zu einem breiten Grinsen aus. "Ich verrat dir was", flüsterte er zurück, "das ist Mumpitz."


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  • So, mit einiger Verspätung (gestern habe ich gearbeitet, musste dringend in die Stadtbibiliothek, hatte Bridgekurs und danach noch Bridgeturnier und kam erst kurz vor Mitternacht heim) meine Eindrücke:


    Ich muss sagen, das Lesepensum ist gut gewählt! Immer wenn die Tagesration zu Ende geht ist es so spannend, dass man nicht aufhören kann.


    Während ich nach Kapitel 6 den Vater verdächtigte, bin ich nun nach Kapitel 9 wieder verwirrt: war er es oder war er es doch nicht? Die Zweifel sät Agatha hier sehr schlau. Sie lässt die Protagonisten Kevlin beschreiben als jemanden, der nie einen Mord verüben könnte und dann wieder den Arzt sagen, dass er ihm am Anfang ohne wenn und aber sein Geständnis geglaubt hat. Am Ende von Kapitel 10 (habe schon Kapitel 10 gelesen, weil es so spannend war) tendiere ich dazu, dass er es nicht war. Aber das kann sich wieder ändern :lol:
    Genauso geht es mir mit Helen: ist sie nun tot oder doch nicht? Hier tendiere ich zu diesem Zeitpunkt: Ja, sie ist tot. Und ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass sie mit einem anderen Mann abgehauen ist bzw. abhauen wollte. Der senile Immobilienmakler hat sie ja als 'sehr besorgt und bekümmert' beschrieben und das heißt für mich, dass sie nicht das Flittchen ist, das der Halbbruder in ihr gesehen hat.
    Miss Marple hat es ja auf raffinierte Art und Weise geschafft, an den Ort des Geschehens zu kommen. Sie konnte den Bekannten und Freunden in St. Mary Mead ja schlecht sagen, dass sie nach so langer Abwesenheit sofort wieder weg will um zu 'kriminalisieren' und hat sich mit Hilfe ihres Arztes schlau herausgeredet. Nun ist sie da und zieht die Strippen, um von ihren Freunden, den Freunden der Freunde und deren Freunden alles wissenwerte zu erfahren.
    Und noch etwas: irgendeiner (Helens Bruder?) hat das junge Paar gefragt, wie sie mit dem Gärtner zufrieden sind. Das fand ich komisch. Könnte es sein, dass der Mörder hier auch der Gärtner war, wie weiland bei Reinhard Mey? Motiv könnte sein: er war der erste Liebhaber von Helen, eine Beziehung, die ja laut Bruder absolut intolerabel war.


    Morgen früh/mittag melde ich mich zum heutigen Pensum wieder

    Die Erfindung des Buchdruckes ist das größte Ereignis der Weltgeschichte (Victor Hugo).

  • :ergeben: Ich hinke etwas hinterher - mitten in Kapitel 11 wurde ich gestern sooo müde, dass ich direkt schlafen musste :sleep:
    Aber nachher, werde ich zum Lesen und dann hoffentlich auch zum Posten kommen. Eure Beiträge habe ich gelesen und es beruhigt mich, dass Ihr auch etwas sprunghaft in Euren Verdächtigungen seid. :wink:

    Isenhart musste grinsen, ihre Blicke begegneten sich. "Du hast nur tausend Mal", wisperte er.
    Konrads müdes Schmunzeln wuchs sich zu einem breiten Grinsen aus. "Ich verrat dir was", flüsterte er zurück, "das ist Mumpitz."


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  • Beim Besuch im Sanatorium erfahren Gwen und Giles unschöne Neuigkeiten. Der Vater hat zwar nach außen hin getan, als ob er glaube, dass Helen mit einem anderen Mann durchgebrannt sei, aber sein Tagebuch sagt was anderes. Er war fest überzeugt, sie umgebracht zu haben und hat Selbstmord begangen. Wie kann es sein, dass er sich nicht an den Ablauf erinnerte? Giles‘ Theorie dazu finde ich sehr spekulativ, was den Ablauf des Mordes angeht. Aber ich glaube schon, dass ihm Mr. X den Mord eingeredet haben könnte.


    Miss Marple hat gut gearbeitet: sie hat die damalige Köchin gefunden und bald werden sie die Dame treffen. Und der junge Mann, den Helen in Indien heiraten wollte, lebt seit Jahren als Rechtsanwalt auch wieder in Dillmouth, welch ein Zufall! Gwen will ihn genauer anschauen und macht einen Beratungstermin mit dem Anwalt aus.


    Sehr gut haben die drei Detektive herausgearbeitet, wer Mr. X sein könnte:
    - die erste Liebe? (da verdächtige ich den Gärtner, die erste Liebe zu sein)
    - der abgeblitzte Verlobte, Rechtsanwalt Fane? Macht sich sehr verdächtig, da er als Hagestolz bei seiner Mutter lebt. Hat er Helen nicht vergessen können?
    - eine dritte Person, die (von den beiden Damen sehr logisch entwickelt, wäre ich nie drauf gekommen) nach Helens Abreise nach Indien aber vor der Ankunft bei Mr. Fane ins Spiel gekommen ist und Helens Herz gewonnen hat? Halte ich nicht für so wahrscheinlich, denn dieser Mann kennt wohl Helens neuen Wohnort nicht. Außerdem: was hätte er davon, Helen zu ermorden? Sie liebt ihn ja, da könnte er sie ja lebendig kriegen, wenn er sich scheiden ließe.
    Wenn es denn Mr. X gewesen sein sollte, ist mein derzeitiger Favorit (wie bereits zuvor schon gesagt) der Gärtner.


    Ein weiterer Zeitzeuge taucht auf: das ehemalige Hausmädchen Lily. Sie begründet, warum Helen nicht abgehauen sein kann und macht Andeutungen über einen Liebhaber. War es doch der Rechtsanwalt? Aber warum sollte Helen jetzt mit ihm was anfangen, wenn sie ihn doch im Jahr zuvor zurückgewiesen hat?
    Sehr spannend, ich muss gleich weiterlesen.

    Die Erfindung des Buchdruckes ist das größte Ereignis der Weltgeschichte (Victor Hugo).

  • Hatte heute das Auto in der Werkstatt und deshalb ausnahmsweise tagsüber gelesen (sonst höre ich nur). Morgen bin ich den ganzen Tag abwesend und werde das Pensum wieder auf die Abend-/Nachtstunden verschieben.
    Mal sehen, was Ihr dann bis morgen Abend berichtet. Wer ist Euer Favorit?


    Gwenda nimmt Walter Fane unter die Lupe. Entscheidendes zur Auflösung des Falles erfährt man nicht, außer, dass Fane zur fraglichen Zeit tatsächlich wieder in Dillmouth war. Und wieder ein Testament. Geht es vielleicht doch ums Geld? Oder ist das meine Bilanzbuchhalter-Einbildung?


    Alle drei treffen sich mit der ehemaligen Köchin. Zwei interessante Neuigkeiten:
    1. Sie berichtet von einem Captain, der mit seiner Frau öfter zu Gast bei den Hallidays war. Ist das der Mann, dessen Gespräch mit Gwen von Lily belauscht wurde? Ist das jetzt Mr. X Nr. 4? Oder etwa sogar identisch mit Mr. X Nr. 3, der Schiffsbekanntschaft? Und wovor hat Gwen ‚schon immer‘ Angst gehabt? ‚Schon immer‘ schließt meiner Meinung nach alle Liebhaber aus und deutet auf den Bruder hin.
    2. Gwen wollte umziehen, gegen den Willen von Kevlin Halliday. Sieht aus wie eine Flucht. Wer ist der Anlass? Mr. Fane, der Captain, der Gärtner, der Bruder?


    Giles betätigt sich im Hotel als Detektiv und wird fündig: aus dem Captain wird Major Erskirne aus Northumberland. Da wollen Gwen und Giles jetzt hin. Auch ungewöhnlich für Agatha Christie, dass so viel Recherchereisen unternommen werden.


    Miss Marple checkt unterdessen Mrs. Fane. Interessante Ausbeute: Walter Fane ist ein liebenswürdiger Charakter, wenn er aber bis aufs Blut gereizt wird, tickt er aus. Und der Gärtner als erster Liebhaber fällt aus, denn es war Jack, ein Reiseunternehmer :(
    Eine weitere Sache, die, wie ich finde, wiederholt betont wurde, obwohl es eigentlich egal ist: damals war neben dem Haus der Hallidays das Krankenhaus, heute ist dort eine Mädchenschule. Ist das Krankenhaus so relevant, dass es mehrmals vorkommen muss? Z.B. weil der Bruder, wenn er im Krankenhaus bei den Patienten war, mal rasch rüber konnte, um seine Schwester zu ermorden?


    Von den Affenpfoten gibt es leider nichts Neues. Schade, denn das könnte der Lösung nahekommen.


    Meine Verdächtigen nach Kapitel 16:
    - Mr. X Nr. 1: aus dem Gärtner wurde ein Reiseunternehmer, Wahrscheinlichkeit 5%
    - Mr. X Nr. 2: Walter Fane, 25%
    - Mr. X Nr. 3: Die Schiffsbekanntschaft 0%
    - Mr. X Nr. 4: Major Erskirne (vielleicht die Schiffsbekanntschaft?), 10%
    - Mr. X Nr. 5: Der Bruder, der behauptet, Helen lebe noch: 60%


    Und da bin ich jetzt bei Pöppels Hauptverdächtigen aus ihrem Fazit Kapitel 7-9, das sie gut begründet hat.

    Die Erfindung des Buchdruckes ist das größte Ereignis der Weltgeschichte (Victor Hugo).

  • Ich muss sagen, das Lesepensum ist gut gewählt! Immer wenn die Tagesration zu Ende geht ist es so spannend, dass man nicht aufhören kann.

    :uups: Ich fühle mich so schuldig... :uups:

    Hagestolz

    Den Begriff kenne ich nicht, was ist das?

    eine dritte Person, die (von den beiden Damen sehr logisch entwickelt, wäre ich nie drauf gekommen)

    finde ich auch! :thumleft:

    Außerdem: was hätte er davon, Helen zu ermorden?

    Ich bin ja nach wie vor der Meinung, dass Helen gar nicht tot ist. Aber das Warum bekomme ich nicht konstruiert.


    Zu den heutigen - oder sind es die gestrigen :-k - Kapiteln möchte ich gar nicht mehr so viel schreiben, denn Du, @Bridgeelke hast das alles sehr schön zusammengefasst.
    Ich finde jedoch noch bemerkenswert, dass man eindeutig merkt, dass wir ein älteres Buch lesen....welcher Arzt kann heute zugeben, einen Fehler gemacht zu haben und entschuldigt sich bei Angehörigen eines Verstorbenen? :wink:


    Ich freue mich darauf, gleich noch weiterzulesen. :)

    Isenhart musste grinsen, ihre Blicke begegneten sich. "Du hast nur tausend Mal", wisperte er.
    Konrads müdes Schmunzeln wuchs sich zu einem breiten Grinsen aus. "Ich verrat dir was", flüsterte er zurück, "das ist Mumpitz."


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  • Und wovor hat Gwen ‚schon immer‘ Angst gehabt? ‚Schon immer‘ schließt meiner Meinung nach alle Liebhaber aus und deutet auf den Bruder hin.
    2. Gwen wollte umziehen, gegen den Willen von Kevlin Halliday. Sieht aus wie eine Flucht. Wer ist der Anlass? Mr. Fane, der Captain, der Gärtner, der Bruder?

    Du meinst Helen, wenn Du Gwen schreibst, oder? :scratch:

    Auch ungewöhnlich für Agatha Christie, dass so viel Recherchereisen unternommen werden.

    Findest Du? Ich kann es jetzt gerade nicht belegen, aber mir sind die Reisen nicht als ungewöhnlich aufgefallen.

    Eine weitere Sache, die, wie ich finde, wiederholt betont wurde, obwohl es eigentlich egal ist: damals war neben dem Haus der Hallidays das Krankenhaus, heute ist dort eine Mädchenschule. Ist das Krankenhaus so relevant, dass es mehrmals vorkommen muss? Z.B. weil der Bruder, wenn er im Krankenhaus bei den Patienten war, mal rasch rüber konnte, um seine Schwester zu ermorden?

    :-k Ja, da hast Du recht, das wird öfter erwähnt....mehr als notwendig? :scratch:

    Von den Affenpfoten gibt es leider nichts Neues. Schade, denn das könnte der Lösung nahekommen.

    Genau deshalb werden Sie nicht mehr erwähnt! :loool:

    Und da bin ich jetzt bei Pöppels Hauptverdächtigen aus ihrem Fazit Kapitel 7-9, das sie gut begründet hat.

    Es ist bei AC nie der Hauptverdächtige, der sich der Leser ausgeknobelt hat, oder? :totlach:


    Ich muss sagen, dass ich das Kombinieren eingestellt habe...ich glaube, ich bin verwirrt von den ganzen Informationen 8-[ Aber gespannt auf die Lösung bin ich auf jeden Fall! :thumleft:

    Isenhart musste grinsen, ihre Blicke begegneten sich. "Du hast nur tausend Mal", wisperte er.
    Konrads müdes Schmunzeln wuchs sich zu einem breiten Grinsen aus. "Ich verrat dir was", flüsterte er zurück, "das ist Mumpitz."


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  • Okay, das Gespräch mit der Klinik war sehr aufschlußreich und daß Gewns Vater nicht der Mörder war, war mir eigentlich von voneherein klar. Sonst wäre das Buch ja schon zu Ende :lol:
    Vielleicht wurde irgendein Hypnotiseur(?) beauftragt, ihm das alles einzureden?! :scratch: Oder können Drogen so etwas verursachen? Das ist ja auch der Verdacht, den Giles hegt.


    Erwas verwirrt war ich von den Uafzeichnungen des Vaters, wurde ihm suggeriert, daß Helen noch lebt, damit er nicht denkt, er hätte sie ermordet?! ?( James war es, der ihm das gesagt hat...


    Und ich denke die Sätze "Sie liebt jemanden, den sie nicht heiraten kann" und "Da ist ein Mann, ein Mann, vor dem sie Angst hat" sind garantiert noch wichtig.


    Ich habe immer noch ein bißchen den Bruder von Helen im Verdacht... er könnte Drogen verabreichen. Und vielleicht hat er sich auf die Anzeige gemeldet, um zu sehen, wie nah sie ihm bei den Nachforschungen kommen?


    Miss Marple ist ja auch wieder cool in ihren Ermittlungen :lol:


    welcher Arzt kann heute zugeben, einen Fehler gemacht zu haben und entschuldigt sich bei Angehörigen eines Verstorbenen?

    Ganz sicher keiner, der würde ja auf Milliarden verklagt werden :wink:

  • Ganz sicher keiner, der würde ja auf Milliarden verklagt werden

    Eben :wink:

    Isenhart musste grinsen, ihre Blicke begegneten sich. "Du hast nur tausend Mal", wisperte er.
    Konrads müdes Schmunzeln wuchs sich zu einem breiten Grinsen aus. "Ich verrat dir was", flüsterte er zurück, "das ist Mumpitz."


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