Elias Vorpahl - Der Wortschatz

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Der Wortschatz

4.1|8)

Verlag: Buchblatt Verlag

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 176

ISBN: 9783000571695

Termin: Januar 2018

  • Klappentext:In diesem Buch begegnest Du einem Wort, das seinen Sinn verloren hat. Auf seiner fantastischen Reise durch die Welt der Sprache versucht es, ganz auf sich allein gestellt, diesen wiederzufinden. "Wir dürfen die Menschen nicht nur verteufeln. Wir brauchen sie, sie lesen und schreiben uns. Sie lassen uns existieren." Diesen Satz des Vaters kann das Wort nicht glauben. Als es jedoch dazu gezwungen ist, sich auf eine ungewisse Suche durch das Reich der Worte zu begeben, erkennt es erst, wie sehr gerade dieser Satz für das kleine Wort selbst von Bedeutung ist.


    Ein Wort auf der Suche nach seinem Sinn. Das findet man hier in diesem kleinen, feinen Büchlein. Man merkt, dass es dem Autor wichtig war, hier etwas besonderes zu kreieren, denn das Buch ist total liebevoll gestaltet. Die Illustrationen die man auf den Seiten innen findet sind wirklich schön gestaltet und passen schön zum Text. Auch die Idee der Geschichte an sich ist etwas neues und besonderes. Man braucht allerdings sehr viel Fantasie, um mit der Geschichte klar zu kommen. Obwohl der Schreibstil schön ist, recht wortgewandt und schon ein wenig poetisch, habe ich mich teilweise schwer getan der Hanldung zu folgen. Das zweite drittel des Buches hat mir dann so gar nicht mehr gefallen, denn ab dem Thema Basel ging es vollkommen bergab. Dennoch bin ich froh es gelesen zu haben, denn an sich ist das Buch wie gesagt etwas ganz besonderes. Daher tue ich mir diesmal mit der Bewertung auch ein wenig schwierig, gute zweieinhalb Sterne - Mittelfeld - da ich es weder besonders großartig noch besonders schlecht fand.

  • Kurzbeschreibung (Quelle: amazon)
    In diesem Buch begegnest Du einem Wort, das seinen Sinn verloren hat. Auf seiner fantastischen Reise durch die Welt der Sprache versucht es, ganz auf sich allein gestellt, diesen wiederzufinden.
    »Wir dürfen die Menschen nicht nur verteufeln. Wir brauchen sie, sie lesen und schreiben uns. Sie lassen uns existieren.«
    Diesen Satz des Vaters kann das Wort nicht glauben. Als es jedoch dazu gezwungen ist, sich auf eine ungewisse Suche durch das Reich der Worte zu begeben, erkennt es erst, wie sehr gerade dieser Satz für das kleine Wort selbst von Bedeutung ist.
    Die Suche nach unserem eigenen Sinn - davon erzählt dieser bewegende, fantastische und liebevoll gestaltete Roman.


    Ein Buch für Erwachsene als sie noch Kinder waren.


    Autor (Quelle: amazon)
    Elias Vorpahl, *1985, studierte nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr in Südafrika Mathematik in Münster und Christchurch, Neuseeland. Er arbeitet heute als Consultant in der freien Wirtschaft und testet bereits die 3-Tage-Woche, um seiner Leidenschaft, dem Schreiben, nachzugehen. Seine Texte werden regelmäßig auf der Internetseite der Prosathek veröffentlicht, ein Zusammenschluss von neun Autoren, die sich zur Aufgabe gemacht haben, im Wochenrhythmus neue Kurzgeschichten zu veröffentlichen. ›Der Wortschatz‹ ist sein Debütroman.



    Inhalt
    Es handelt sich um die Geschichte eines Wortes. Dieses Wort glaubt seinen Sinn verloren zu haben und begibt sich auf die Suche. Auf diesem Weg begegnet es vergessenen Wörtern.
    Der Autor möchte mit diesem Roman ausdrücken, wie wichtig und wertvoll Worte sind.
    Ein modernes Märchen für Erwachsene.


    Beurteilung
    Ein wunderschönes Cover und tolle Zeichnungen heben das Buch von vielen anderen Büchern ab.
    Um die Geschichte genießen zu können, braucht man jedoch sehr viel Fantasie und muss auch einen Sinn für Wortspielereien haben.
    Der Schreibstil des Autors ist zwar flüssig aber auch gewöhnungsbedürftig.
    Das Buch verleitet zum Nachdenken, wobei der Zweck des Autors ja erreicht wurde.
    Bezüglich der Leser denke ich, entweder man mag solche Bücher oder eben nicht. Hiermit will ich keine Wertung aussprechen. Die Leseprobe hatte mich gereizt, das Buch aber war nicht meins.


    Fazit
    Ein kleines Buch mit viel Bedeutung und für Leser gemacht, die gerne „Wort“-spielereien mögen.
    Insgesamt möchte ich für die liebevolle Aufmachung und Ausstattung :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: vergeben.
    Sehr gefreut hat mich auch, dass das Buch vom Autor (über vorablesen) signiert zu mir kam. Hierfür ein besonderes Dankeschön.

  • Ich wollte dieses Buch wirklich mögen. Weil es vom Autor selbst signiert war, weil es so hübsch ist, weil die Idee so süß ist und weil der Autor es selbst verlegt. Allerdings hat es mich leider nicht ganz überzeugt.


    Zunächst das Gute: Das Buch ist wunderschön! Die Illustrationen sind so liebevoll gemacht, die Seiten fühlen sich sehr gut an und das Cover ist einfach ein Traum. Rein optisch also wirklich ein Augenschmaus!


    Inhaltlich hat es mir leider nicht so gut gefallen. In der Leseprobe war ich noch ganz angetan von der Idee, sich Worte quasi wie Lebewesen vorzustellen und in die Welt der Sprache einzutauchen. Auch kleine sprachliche Details wie "Sein kleiner Buchstabe fühlte sich ganz taub an" fand ich witzig und interessant.


    Doch je weiter ich im Buch vorankam, desto häufiger habe ich vor Genervtheit gestöhnt. Die Handlung kam mir vielerorts recht unzusammenhängend und unlogisch vor. Das Protagonisten-Wort macht sich auf die Suche nach seinem Sinn, nachdem es von einem Menschen ausgesprochen wurde und seine Erinnerung verloren hat. Es kommt an verschiedene Orte, zu einem Paar (Dichter und Denker), zu Verrückt und einem Esel, in den Wortfluss, in die Stadt Sprachen und zu den Wortspielen. Doch man hat nicht so richtig das Gefühl, dass diese Orte zur Geschichte beitragen oder wichtig sind. Es fühlt sich alles irgendwie unzusammehängend an. Von keiner der Situationen und Szenen kann ich letztendlich die Bedeutung für die Handlung und das Ende der Geschichte erkennen. Auch kommen immer mal wieder unlogische Sachen vor - warum zerschneidet der Esel das Seil der Brücke? Ich denke, der Autor hatte halt verschiedene Ideen - Wortspiele, den Wortfluss und so - die er unterbringen wollte in der Geschichte, doch es geschieht irgendwie auf eine Art und Weise, die den Leser etwas ratlos zurücklässt.


    Ein bisschen erinnerte mich darum das Buch auch an Alice im Wunderland - da passieren auch ständig total unlogische und unzusammenhängende Sachen. Allerdings wird da ja auch ein Traum beschrieben. Gut, Alice im Wunderland war ein wahnsinniger Erfolg und ist ja nun auch zum Klassiker geworden. Ich fand es trotzdem ziemlich furchtbar. Aber das ist wohl Geschmackssache.


    Letztendlich habe ich auch die Moral von der Geschichte oder Message des Buches nicht wirklich verstanden. In den letzten Kapiteln wurde dann so viel erklärt, aber verständlich wurde es für mich nicht. Ich war letztendlich froh über den geringen Umfang des Buches.


    Außerdem habe ich einige Kommafehler in dem Buch gefunden, besonders das im Deutschen nicht korrekte Oxford-Komma kam häufig vor. Das liegt wahrscheinlich daran, dass das Buch eben vom Autoren selbst verlegt wurde und darum vielleicht nicht professionell lektoriert ist? Das ist natürlich nicht tragisch, ich empfinde es aber trotzdem als störend.


    Um es zusammenzufassen: Die Idee der Geschichte fand ich sehr nett, auch äußerlich ist das Buch wunderschön, aber inhaltlich finde ich es nicht gut umgesetzt und kann es darum auch nur eingeschränkt weiterempfehlen. Wer aber nicht dazu neigt, beim Lesen ständig die Logik eines Buches zu hinterfragen, sondern sich gerne auf etwas absurdere Inhalte einlässt und Alice im Wunderland auch super fand, der sollte unbedingt zugreifen!

  • Ein Buch für Erwachsene als sie noch Kinder waren...
    So steht es auf dem Einband und im Buch zu lesen - und genau das bewahrheitete sich auch!


    Es handelt sich hier um einen Roman-Erstling, nicht nur des Autors sondern auch der Illustratorin und der Designerin. Man merkt es nicht! Das Buch ist rundum gelungen - hier stimmt und passt alles für den ersten Auftritt. Angefangen bei der Papierfarbe und -haptik - die durchaus etwas altertümlich daher kommt, was jedoch hervorragend zur Geschichte harmoniert - über die einfallsreichen Illustrationen um die Initiale des jeweils beginnenden Kapitels, die sich hier über die komplette gegenüberliegende Seite erstreckt bis hin zum ganz zauberhaft gestalteten Einband. Perfekt! So können die Drei ruhig weitermachen!


    Jetzt zur Geschichte selbst:
    Es handelt sich um ein Märchen, in dem ein Wort die Hauptrolle übernimmt. Das Wort ist noch recht jung - pubertär vielleicht, denn es streitet nach Herzens Lust mit seinem Vater über den Sinn seines Lebens. Während eines ausführlichen Gesprächs mit seinem taubstummen Wort-Freund Zeig werden er und sämtliche Bedienstete Zeigs (allesamt ebenfalls Wörter) durch zwei bedrohliche Stimmbänder geradewegs in einen Menschen hinein gesogen und von diesem ausgesprochen - was für ein Wort nahe an den Tod heran kommt. Als es wieder zu sich kommt, kann es sich an kaum etwas erinnern, nicht einmal an seinen Sinn, seine Bedeutung. Also macht es sich auf die Suche.
    Elias Vorpahl entführt uns in die märchenhafte Welt der Wörter. Und das macht er so vortrefflich, dass ich schon auf Seite 2 der Geschichte wissen wollte, wie der Protagonist - das Wort - denn wohl heißen mag. Wörter bekamen plötzlich vor meinem geistigen Auge Gestalt und Wesen. Und ich tatsächlich fast ein schlechtes Gewissen, weil ich sie tagtäglich unbedarft ausspreche. Irgendwann fand ich mich dann sogar selbst in dieser Geschichte wieder.


    Man muss sich darauf einlassen können. Man muss eine latente Schwäche für das Märchenhafte haben und genügend Phantasie, um mit dem Wort durch dieses Buch zu streifen und lauter kleine Geschichten zu erleben. Es ist z. T. eine paradoxe Geschichte, jedoch im besten Sinne des Wortes. Es ist auch eine gewisse Vorliebe für Wortspiele förderlich, um dieses Buch richtig genießen zu können. Ich habe es definitiv genossen, auch wenn die ein oder andere Stelle kleinere Längen aufwies. Die Story ist auch durchaus spannend, denn man tappt doch lange Zeit im Dunkeln, wie denn das Wort wohl heißt.
    Kein Buch, das man eben mal so runter reißt. Eher eines für den ruhigen Leseabend mit Kakao und Plätzchen am Kaminofen. Ein echtes Wohlfühlbuch.


    Fazit: Ein Buch für Erwachsene die sich kindliche Neugier bewahrt haben!


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Worum geht’s ?
    In diesem Buch begegnest du einem Wort, das seinen Sinn verloren hat. Auf seiner fantastischen Reise durch die Welt der Sprache versucht es, ganz auf sich allein gestellt, diesen wiederzufinden. »Wir dürfen die Menschen nicht nur verteufeln. Wir brauchen sie, sie lesen und schreiben uns. Sie lassen uns existieren.« Diesen Satz des Vaters kann das Wort nicht glauben. Als es jedoch dazu gezwungen ist, sich auf eine ungewisse Suche durch das Reich der Worte zu begeben, erkennt es erst, wie sehr gerade dieser Satz für das kleine Wort selbst von Bedeutung ist.
    Die Suche nach dem eigenen Sinn – davon erzählt dieser bewegende, fantastische und liebevoll gestaltete Roman. Ein Buch für Erwachsene, als sie noch Kinder waren.
    Meine Meinung
    Das Cover ist wirklich ein echter Hingucker, im Laden hätte ich es auf jeden Fall in die Hand genommen. Übertroffen wird es nur noch von den wundervollen Illustrationen die man am Anfang jeden Kapitels und auch zwischendurch im Buch findet.
    Der Autor hat einen sehr angenehmen, leicht zu lesenden Schreibstil. Die Seiten flogen nur so dahin. Die Geschichte des kleinen Wortes auf der Suche nach seinem Sinn ist süß, niedlich aber auch unvorhersehbar. Es fehlte zwar etwas die Spannung, allerdings ist das nicht weiter schlimm, denn man erwartet das auch nicht vom Buch. Schon das Cover lässt die gemütliche, leicht dahin plätschernde Geschichte erahnen.
    Die Welt die mit diesem Buch erschaffen wurde ist wirklich einmalig. Es gab zwar einen kleinen Mangel an bildlichen Beschreibungen dieser Welt, aber wozu hat man denn seine Fantasie? Hier gibt es Worte, die in Büchern leben; Schildkröten die am Meeresboden vergessen ewig in ihren Gedanken versinken; ein Esel, der eine Eselsbrücke besitzt, und das Wort Verrückt, das elf Mal am Tag seinen Anzug wechselt. Man erlebt sogar die Verschmelzung eines Artikels mit seinem dazugehörigen Nomen. Fantastisch würde das Buch am besten beschreiben.
    Fazit
    Das Buch hat ich auf eine angenehme, niedliche Reise durch die Welt der Worte genommen. Trotz der wenigen Spannung blieb es unvorhersehbar. Lediglich an bildlichen Beschreibungen hat es mir etwas gefehlt. Ich kann das Buch allen Geschichtenliebhabern empfehlen, im Besonderen ist es zu Weihnachten geeignet.

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