Petra Schier: Kleiner Streuner - große Liebe

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Kleiner Streuner - große Liebe

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Verlag: Mira Taschenbuch

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 304

ISBN: 9783956497513

Termin: Oktober 2017

  • Glaubt ihr noch an den Weihnachtsmann? Nicht? Hoho, dann müsst ihr unbedingt den neuen Roman "Kleiner Streuner - große Liebe" von Petra Schier lesen. Hier kann man nachlesen, wie Weihnachtswünsche in
    Erfüllung gehen...



    Im Mittelpunkt dieses Romans steht ein kleiner Streuner, der pünktlich zum ersten Schnee ein warmes Zuhause und einen Namen bekommt. „Socke“ gefällt ihm ganz wunderbar. Es passt zu seinen weißen Pfötchen. Er wohnt jetzt bei André und darf jeden Tag mit ihm zur Arbeit fahren und dort Eva sehen. Sie ist nun Sockes neues Frauchen. Warum sie allerdings nicht auch bei ihm und André einzieht, versteht Socke nicht ganz, aber das scheint so ein Menschending zu sein. Das will Socke unbedingt lösen – am besten noch vor Weihnachten.



    Das Cover ist hinreißend. Man muss sich auf den ersten Blick in den kleinen wuscheligen Hund mit den auffälligen weißen Pfötchen verlieben, der so dekorativ vor einer verschneiten Winterlandschaft in Szene gesetzt
    worden ist. Auch der Titel ist eingängig; er weckt gewisse Erinnerungen an die berühmte norwegische Schriftstellerin Berte Bratt, die in ihrem Buch "Kleiner Hund und große Liebe" ebenfalls einen verlassenen Hund zum
    Amor auf vier Pfoten avancieren ließ.



    Der Plot ist also ganz und gar nicht neu; aber Petra Schier hat ihn geschickt auf die heutige Zeit übertragen und mit ihrer Santa-Claus-Variante verbunden. Auch das Setting in einer vorbildlichen Sozialstation ist gut gewählt. Nicht nur in der Weihnachtszeit sollten wir alle ein Herz für einsame, verlassene Menschen und Tiere haben!



    Für mich war es die erste Begegnung mit Petra Schier, und ich bin sehr neugierig auf dieses Buch gewesen. Der Einstieg in den Roman fällt durch ihren angenehmen Schreibstil leicht, und die Geschichte lässt sich mühelos lesen. Trotz der "himmlischen" Einflussnahme auf das Schicksal der Protagonisten scheint die Handlung weitgehend glaubwürdig. Das Geschehen wird aus wechselnden Perspektiven erzählt. Hierbei geht es um Santa Claus auf der himmlischen beziehungsweise Eva und André auf der irdischen Seite ; hin und wieder meldet sich der kleine Streuner "Socke" zu Wort und kommentiert aus der tierischen Sicht, was optisch durch eine kursive Schrift deutlich gemacht wird.



    Petra Schier ist es gelungen, allen handelnden Personen in ihrem Roman Leben einzuhauchen; sie sind liebenswert, aber nicht perfekt und machen sich manchmal aufgrund von tief verwurzelten Ängsten das Leben schwer. Wie ich im Laufe des Buches erfahren habe, agieren sie nicht nur in diesem Roman, sondern treten bereits in den vorhergegangenen Weihnachtsromanen auf und werden auf diese Weise zu guten alten Bekannten.



    Alles in allem hat mir dieses Buch gut gefallen. Petra Schier erzählt eine zauberhafte Romanze um zwei tierliebe Menschen, die sich gemeinsam um einen ausgesetzten Hund kümmern und ihre Liebe zueinander wiederentdecken. Ihre Geschichte trifft mitten ins Herz - und nicht nur zur Weihnachtszeit. Trotz aller Begeisterung muss ich eine kleine Warnung aussprechen: Dieses wunderschöne Buch ist aufgrund der zahlreichen explizit geschilderten erotischen Szenen nicht für Kinder geeignet!

  • Die Autorin (Quelle: Amazon)


    PETRA SCHIER, Jahrgang 1978, lebt mit Mann und Hund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur an der Fernuniversität Hagen, und seit 2003 arbeitet sie als freie Autorin.
    Ihre sehr erfolgreichen historischen Romane erscheinen im Rowohlt Taschenbuch Verlag, ihre Weihnachts- und Liebesromane bei Rütten & Loening sowie MIRA Taschenbuch und Weltbild.
    Sie ist Mitglied im Syndikat und bei DELIA sowie Vorsitzende der Jury des DELIA-Literaturpreises sowie des DELIA-Jugendliteraturpreises.
     
    MILA ROTH ist ein Pseudonym der Autorin Petra Schier. Unter diesem Namen veröffentlicht sie verlagsunabhängig verschiedene Buchserien und -reihen.




    Produktinformation (Quelle: Amazon)


    • Taschenbuch: 304 Seiten
    • Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (9. Oktober 2017)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3956497511
    • ISBN-13: 978-3956497513



    Kleiner Streuner Socke


    Eva hatte es geschafft, sie war mit dem Packen ihrer Sachen fertig. Denn demnächst würde sie umziehen…


    Eva war einmal mit André liiert gewesen, doch hatte sie eines Tages die Notbremse gezogen, wie sie es ausdrückte…


    Die Elfen von Santa Claus sahen in den Straßen der Stadt einen kleinen, struppigen, halbverhungerten Hund…


    Der kleine Hund erzählt seine Geschichte und die Elfen versprachen ihm, ihm zu helfen…


    Als Eva mit den Einkäufen in der Sozialstation ankam, war André noch da. Widerwillig ließ sie zu, dass er ihr half…


    Doch als André den Wagen auf seinen Standplatz fahren wollte, hätte er beinahe einen kleinen Hund überfahren, denn Eva konnte ihn gerade noch zum Bremsen bringen…


    Sie entschlossen sich, den kleinen Hund hochzupäppeln. Allerdings würde er die meiste Zeit bei André verbringen müssen…


    Der kleine Hund, sie nannten ihn Socke, war sehr glücklich bei seinen neuen Menschen. Doch noch hatte sich Eva zu nichts entschlossen….


    Und dann gab es noch Evas Eltern, die ihre Tochter unbedingt mit einem ihnen genehmen Menschen verheiraten wollten…


    Warum zog Eva um? War ihr die Wohnung gekündigt worden? Weshalb hat Eva, wie sie selbst sagt, bei André die Notbremse gezogen? Wie sahen die Elfen den Hund? Und wollten sie ihm helfen? Warum war eigentlich Eva nicht zufrieden, dass André ihr half? Wie konnte sie André zum Bremsen bringen? Und wie konnten sie den kleinen Hund retten? Warum musste der Hund bei André bleiben? Warum wollte Eva Andrés Nähe nicht mehr zulassen? Mit wem wollten ihre Eltern Eva verkuppeln? Alle diese Fragen – und noch viel mehr – beantwortet dieses Buch.




    Mein Meinung


    Ich habe schon viele Weihnachtsbücher mit Hund von Petra Schier gelesen. Alle waren super, genauso wie dieses neue Buch auch wieder super war. Immer geht es um einen Hund, der ein neues Zuhause sucht oder braucht. So auch mit Socke, den seine Menschen ausgesetzt haben. Es ist überhaupt schon eine Unverschämtheit ein Tier, egal ob Hund oder Katze oder sonst was auszusetzen, aber dieser kleine struppige Kerl. Wenn ich das Cover sehe, möchte ich ihn ab liebsten streicheln. Und Eva ist diejenige, die Socke, wie sie den Hund nennen, erst zum Tierarzt bringt, und dann notgedrungen bei André lässt. In der Geschichte war ich wieder schnell drinnen. Auch konnte ich mich in die Protagonisten gut hineinversetzen. Wie immer war die Schreibweise von Petra Schier unkompliziert, denn es gab keine Fragen nach dem Sinn von Worten oder gar ganzen Sätzen. Dass in einem Liebesroman - denn das ist dieses Buch – auch Sexszenen vorkommen ist ja wohl klar. Doch es wirkt nicht überladen damit. Denn wenn ein Roman damit überladen ist, dann mag ich das gar nicht. Doch dieses Buch war wieder super. Zu lesen wie ein Hund es schafft letztendlich zwei Menschen zusammen zu bringen die sich lieben, es nur noch nicht, oder zumindest einer davon, kapiert haben ist toll beschrieben. Auch habe ich mich gefragt, wie in der heutigen Zeit Eltern noch versuchen können, ihre Tochter zu verkuppeln. Ich habe das Buch genossen und es hat mich super unterhalten und auch köstlich amüsiert. Daher bekommt es von mir eine Lese-/Kaufempfehlung und natürlich volle Bewertungszahl.

  • Eva und André entdecken im Dezember einen Streuner. Sie retten den kleinen Hund, nennen ihn aufgrund seiner weißen Pfoten „Socke“ und päppeln den kleinen Kerl wieder auf. Dazu darf dieser bei André wohnen. Eva kommt Socke oft besuchen und er versteht nicht, warum diese nicht auch einfach in das große Haus mit einzieht. Aber das scheint so ein kompliziertes Menschending zu sein. Vielleicht können ihm aber der Weihnachtsmann und seine Elfen helfen, denn er würde es wunderschön finden, wenn sein Frauchen und sein Herrchen gemeinsam unter einem Dach leben würden.


    Petra Schier schreibt mit großer Regelmäßigkeit Weihnachtsromane, bei denen der Weihnachtsmann und seine Elfen versuchen die Menschen in die richtige Richtung zu lenken, und bei denen Teile der Geschichte aus Sicht eines Hundes geschildert werden. Überraschend war für mich der Umfang des Romans, denn dieser war mit ca. 300 Seite ungefähr doppelt so groß, wie bei den letzten Hunde-Weihnachtsromanen, die ich von der Autorin gelesen habe. Es ist Schier jedoch problemlos gelungen diese Seiten sinnvoll zu füllen.


    Dank des flüssigen Schreibstils fliegt man durch die Seiten. Die beiden Protagonisten waren mir sympathisch und auch Socke schließt man sofort in sein Herz. Natürlich war der Roman ziemlich vorhersehbar und Eva und Andre machen sich das Leben selbst schwer, aber so sind wir Menschen nun einfach einmal. Wer andere Weihnachtsromane von Petra Schier mochte, wird auch diesen wieder lieben. Es ist übrigens nicht notwendig, die Vorgänger zu kennen oder sie in einer bestimmten Reihenfolge zu lesen.


    Fazit: Eine romantische, weihnachtliche Geschichte mit Hundeperspektive, die eine perfekte Unterhaltung in der Winterzeit bietet.
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