Judith Lennox - Der Garten von Schloss Marigny / The Italian Garden

  • Klappentext (Quelle Amazon):


    Frankreich, im 16. Jahrhundert: Joanna ist nicht nur eine geniale Künstlerin, sondern auch eine ungebändigte junge Frau aus dem Volk, die barfuß über die Hügel stürmt, um den Wind in den Haaren zu spüren. Genauso ist sie aber auch die Lady, die man sich in Samt und Seide am Königshof vorstellen kann. Immer aber ist sie unabhängig, will von niemandem besessen werden und hat nur einen Wunsch: den italienischen Garten des Schlosses Marigny zu entwerfen. Zwei Adlige begehren diese schöne Frau – und das Schloss Marigny, das sie in ihren Besitz bringen wollen. Joanna gerät in einen gefährlichen Machtkampf … Ein farbenprächtiges Bild einer Epoche und einer ungewöhnlichen Frau.


    Meine Meinung:


    Wir werden in das 16. Jahrhundert entführt und begleiten Joanna Zulian in den Jahren zwischen 1500 und 1517 in ihrem Leben.


    Sie wächst unbeschwert und frei auf mit ihrer Mutter und ihrem Vater, die als Heiler durch das Land ziehen. Joanna ist in ihrer Kindheit frei und unbeschwert.


    Das ändert sich, als ihre Mutter stirbt und ihr Vater sie zu seinem Bruder, also Joannas Onkel nach Venedig schickt. Dort lernt sie, dass Frauen in dieser Zeit nicht die gleichen Rechte und Freiheiten haben wie Männer. Ihr Onkel hat eine Malerwerkstatt und Joanna verliebt sich in die Malerei, wird allerdings nicht ausgebildet wie die jungen Männer, die bei ihrem Onkel in die Lehre gehen. Schließlich ist sie ja eine Frau.


    Als sie schließlich in eine Ehe flüchtet um Venedig zu verlassen, muss sie schmerzlich erkennen, dass sie eine Fehlentscheidung getroffen hat. Unter großen schmerzlichen Erfahrungen und Schicksalsschlägen findet sie einen Weg für ihr Leben. Begleitet wird sie dabei von drei Freunden, dem Arzt Martin Gefroy, dem Söldner Toby Crow und dem Adligen Guillaume du Chantonnay.


    Das Buch hat mich wieder einmal von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Joanna hat mich beeindruckt. Sie hat einfach nie aufgegeben, auch wenn es manchmal so aussah, dass sie nicht mehr weitermachen kann. Aber sie hat sich durchgekämpft. Durch Schicksalsschläge, Missverständnisse, Trauer und Leid. Ihr Charakter hat mir sehr gut gefallen.


    Toby fand ich eigentlich ziemlich verwirrend. Leider hat mir die Figur, obwohl es sich um eine Hauptfigur handelt, nicht richtig zugesagt. Ich hatte öfter Schwierigkeiten seinen Gedankengängen und seinen Handlungen zu folgen. Das hat meinem Lesegenuss allerdings keinen Abbruch getan.


    Martin war mir die ganze Zeit über sehr sympathisch. Er hatte einen sehr menschlichen Part in diesem Buch und das hat mir äußerst gut gefallen.


    Fazit:


    Ich kann für dieses Buch nur eine klare Leseempfehlung aussprechen.

    Liebe Grüße
    Pokerface


    Tu es oder tu es nicht. Es gibt kein Versuchen (Yoda) :study: