Hakan Nesser - Der Fall Kallmann / Eugen Kallmanns ögon

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Der Fall Kallmann

3.6|10)

Verlag: btb Verlag

Bindung: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 576

ISBN: 9783442757282

Termin: Oktober 2017

  • Spiegelungen


    Wie lebt es sich im Schatten eines Mordes? Wer war Eugen Kallmann? Warum musste der beliebte Gesamtschullehrer in der beschaulichen schwedischen Kleinstadt sterben? Wirklich nur ein Unglücksfall, wie die Polizei behauptet?


    Das sind nur einige Fragen, mit denen sich der neue Roman „Der Fall Kallmann“ von Hakan Nesser beschäftigt. Als Leon Berger, nach der langen Sommerpause seinen Dienst antritt, findet er im Pult unter Kallmanns Sachen eine Reihe von Tagebüchern, die sich als eine Mischung aus Dichtung und Wahrheit entpuppen und ihn schon bald daran zweifeln lassen, dass sein Vorgänger tatsächlich eines natürlichen Todes gestorben ist. Denn in seinen Einträgen behauptet Kallmann unter anderem, er würde die Gabe besitzen, in den Augen anderer Menschen erkennen zu können, ob sie gemordet haben. Und er scheint in den letzten Monaten seines Lebens einem nie entdeckten und nie gesühnten Verbrechen auf der Spur gewesen zu sein. Leon Berger will den Fall Kallmann lösen – seine privaten Ermittlungen setzen etwas in Gang, das schließlich die ganze Kleinstadt erschüttert.
    Das Cover ist ein echter Hingucker, der alle Blicke auf sich zieht. Eigentlich ist es gar nicht so spektakulär; es zeigt eine typisch skandinavische Landschaft, wie man sie überall und nirgends findet. Der Betrachter sieht einen düster wirkenden See, der rundum mit dichten Bäumen bewachsen ist. Von ihm geht eine leicht mystisch wirkende Stimmung aus, und man fühlt sich eher unbehaglich in seiner Haut. Der einprägsame Titel fällt aus dem Rahmen des Üblichen. Er ist nicht reißerisch aufgemacht, sondern zeichnet sich durch eine bewusste Zurückhaltung aus.
    Der Plot ist originell. Auch das Setting ist perfekt gewählt. Die Handlung spielt in einer ruhigen schwedischen Kleinstadt, hinter deren heiler Fassade dunkle Geheimnisse und menschliche Abgründe verborgen sind. Wir erfahren weder ihren exakten Namen noch ihre geographische Lage. Allzu weit entfernt von Stockhholm kann sie nicht sein, aber mehr gibt der Autor nicht über den Schauplatz der Handlung preis. Die Kleinstadt „K.“ kann überall und nirgends in Schweden liegen.
    Das Geschehen wird aus der Sicht von mehreren Protagonisten, mit zeitlichen Rückblenden, erzählt. Hierbei hat sich der Autor jeweils für die Ich-Perspektive entschieden. Die Aufzeichnungen der verschiedenen Erzähler erinnern in ihrer äußeren Form an Tagebücher. Auch Eugen Kallmann hat mehrere Tagebücher hinterlassen, die gewisse Rückschlüsse auf sein Leben ermöglichen und zahllose Fragen aufwerfen. So schließt sich der Kreis.
    Alle Protagonisten sind keine makellos strahlenden Helden, sondern kompliziert und vielschichtig angelegte Figuren, die mit ihren eigenen Dämonen kämpfen. Auch Eugen Kallmann ist eine komplexe Figur, die für andere Menschen schwer zu fassen ist.
    Meiner Ansicht nach handelt es sich weniger um einen Krimi oder Thriller als um eine psychologische Studie. Denn es steht nicht die Aufklärung eines mysteriösen Todesfalles, sondern die Auseinandersetzung mit menschlichen Abgründen im Mittelpunkt des Handlungsgeschehens. Längst vergangene Taten werden wieder ans Tageslicht gezerrt, und die Bewohner der schwedischen Kleinstadt müssen sich ihrer Vergangenheit stellen. Gleichzeitig werden sie aber auch mit antisemitischen Strömungen im liberalen Schweden konfrontiert, die ihre Spuren im Schulalltag hinterlassen.
    Das Buch trägt die Handschrift eines großen Literaten. Hakan Nesser schreibt in einem angenehmen Stil. Seine Sprache ist einfach, klar und schnörkellos, und der Roman lässt sich mühelos lesen. Das Buch ist vielschichtig angelegt, der Autor legt zahlreiche falsche Fährten, der Spannungsbogen wird zum Ende durchgehalten und eine Lösung des Falles im klassschen Sinne gibt es nicht. Auf diese Weise bleibt das Buch bis zur letzten Seite mysteriös und spannend. .Von mir gibt es für diese Leistung 5 Sterne. :-)

  • LEON BERGER, DER LEHRER, DER DEN FALL INS ROLLEN BRACHTE...
    Rätselhafte Todesfälle werden im neuen Buch des Bestsellerautors Nesser angekündigt! Trotzdem ist es kein Krimi, wie man ihn vom Autor gewohnt sein mag. „Der Fall Kallmann“ kommt für mich als Roman mit kriminalistischen Elementen daher.
    Roman, das steht auch so auf dem schön gestalteten, stimmigen Cover. Also, diese Bemerkungen im Vorfeld für alle diejenigen, die einen spannenden Kriminalroman erwarten. Das ist dieses Buch definitiv nicht!


    Aus verschiedenen Blickwinkeln (manchmal zu ausschweifend), in der Ich-Perspektive, wird der Fall Kallmann erzählt. Wer war dieser Eugen Kallmann? Was macht ihn zum Fall? Was meinte er, wenn er vom ungesühnten, nie entdeckten Verbrechen sprach bzw. schrieb? Starb er wirklich eines natürlichen Todes? Oder wurde bei seinem Sturz im Deutschen Haus nachgeholfen? Sein Nachfolger als Lehrer an der Bergtunaschule in K., Leon Berger, nimmt sich seinem geheimnisvollen Nachlass in Form der Tagebücher an. Diese Niederschriften erzeugen erst einmal neue Fragen, zumal ein letztes, möglicherweise wesentlich zur Erhellung des Falles beitragendes Tagebuch, zu fehlen scheint. Der junge Witwer Berger bleibt hartnäckig, initiiert eine kleine Detektivgruppe mit Mathe- und Physiklehrer Igor Masslind und der Beratungslehrerin Ludmilla Kovacs. Gemeinsam wollen sie den Fall Kallmann lösen und rühren damit an ein unheilvolles Geschehen in der Vergangenheit...


    Hakan Nesser versteht es mit seinen realen Schilderungen die Geschichte voranzutreiben, indem er seine Charaktere einfach agieren läßt. Das sind die 15jährige Schülerin Andrea Wester und ihre Mutter Ulrika sowie die bereits erwähnten drei Lehrer. Durch sie erfährt man von anderen Personen wie z. B. von Charlie Mattis, dem genialen Schüler, von Emma, der schwedisch/argentinischen Freundin von Andrea u. v. m.
    Durch sie bekommt man Einblicke in die gesellschaftlichen Verhältnisse in Schweden, in den Schulalltag, in die Lebensumstände der Menschen in der Mitte der neunziger Jahre und in die Probleme mit Rassismus und jungen Neonazis. Konkret berichtet wird von 1995 und 1996 mit Rückblicken ab 1980 in insgesamt 57 Kapiteln auf 570 Textseiten. Es endet im Mai 2015. Die furchtbaren Geheimnisse werden entwirrt. Auf alle meine Fragen erhielt ich eine Antwort.


    „Der Fall Kallmann“ konnte mich durch Sprachstil und Entwicklung der Geschichte trotz einiger Längen überzeugen.
    Von mir bekommt dieser Roman 4 von 5 Sternen und eine Lese-/Kaufempfehlung! :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Für geduldige Leser


    Wer bei diesem Buch einen spannenden Krimi oder gar Thriller erwartet, wird ziemlich enttäuscht sein. Zwar ist der Autor für kriminalistische Literatur bekannt, doch ,,Der Fall Kallmann“ ist eher ein ruhiger Roman, ein literarisches Puzzle rund um den Tod des Lehrers Kallmann.


    In einer Art Tagebuchform erzählen verschiedene beteiligte Personen aus der Ich-Perspektive, wie sie der Fall Kallmann beschäftigt.


    Zunächst steht der Lehrer Leon Berger im Mittelpunkt. Er verlor seine Frau und seine Tochter bei einem Schiffsunglück und zieht, auf Anraten seiner früheren Studienkollegin Ludmilla, in die schwedische Kleinstadt K., um dort ein neues Leben zu beginnnen. Dort tritt er die Nachfolge des sehr beliebten, doch auch sehr exzentrischen Lehrers Eugen Kallmann an. Dieser war am Ende des letzten Schuljahres tot in einem verlassenen Haus aufgefunden worden. Ein Unglücksfall?


    Als Leon Berger im Pult seines Vorgängers Tagebücher findet, die erkennen lassen, dass Kallmann sich mit alten und ungelösten Kriminalfällen beschäftigte und sogar behauptet, als Elfjähriger seine eigene Mutter ermordet zu haben, beginnt Berger zu recherchieren. Dabei wird er von Ludmilla Kovacs und seinem Kollegen Igor Masslind unterstützt, was die drei einander näher bringt.


    Eine weitere involvierte Figur ist die fünfzehnjährige Schülerin Andrea Wester, die Leon Berger stark an seine verschollene Tochter erinnert. Andrea vermutet schon lange, dass ihr Vater nicht ihr biologischer Vater ist. Auch ihre Suche hängt in irgendeiner Form mit Kallmann zusammen. Interessant ist, wie der Autor jeder Figur eine ganz eigene Sprache gibt. So sind die Kapitel aus Sicht des Lehrers Igor sehr intellektuell, fast schon gestelzt, während die Schülerin Andrea im jugendlichen Jargon erzählt. Dabei wirken alle Figuren authentisch und unverwechselbar. Die Geschichten der verschiedenen Figuren kreisen zwar um den Fall Kallmann, schweifen aber auch gelegentlich weit ab, sodass nicht der Kriminalfall im Mittelpunkt steht, sondern eher die verschiedenen Perspektiven der Beteiligten. Für diese klärt sich ,,Der Fall Kallmann“ erst 20 Jahre später tatsächlich auf.


    Für geduldige und literarisch interessierte Leser empfehlenswert. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Langatmig


    Leon hat den Verlust seiner Frau und Tochter nicht richtig verarbeitet, als sich ihm die Möglichkeit bietet in K. eine Stelle als Lehrer anzunehmen. Freigeworden ist diese nach dem Tod von Eugen Kallmann. Starb er tatsächlich ohne Fremdeinwirkung, wie ich Polizei vermutet oder hatte doch jemand seine Finger im Spiel? Fragen, die sich nicht nur Leon nach dem Fund der Kallmannschen Tagebücher stellen. Weitere Konflikte in der Schule und K. sorgen für Unruhe.


    An sich war das Thema spannend und auch das Setting Schule spricht mich an, jedoch ist der Schreibstil nicht meine Welt. Mir war vieles deutlich zu langatmig, nicht selten erwischte ich mich beim Querlesen (mir entging trotzdem nicht großartig was, da man mit der Zeit irgendwann spürt, wenn weniger wichtiges kommt oder zumindest habe ich das Gefühl nichts in diesen Lesephasen verpasst zu haben). Ganz klar ging es mir zu langsam und detailverliebt voran. Hätte ich mit den Protagonisten mehr anfangen können, bzw. wären sie mir irgendwie ans Herz gewachsen, hätte ich es vielleicht auch geschätzt all ihre Facetten kennenzulernen, aber so hoffte ich,dass sich endlich mal was tut. In der zweiten Hälfte wurde es auch besser, aber so weit hätte ich erst gar nicht gelesen, hätte ich keine Rezension verfassen müssen. Die Kritik liegt auch daran,dass ich nach dem Klappentext eine spannende Geschichte erwartet habe und leider fast nur mit sozialen Gegebenheiten in K. gelangweilt wurde. Solche Aspekte mag ich eigentlich sehr in Büchern, aber hier ging es um fast nichts anderes, obwohl ich gänzlich anderes erwartet hatte.


    Die Auflösung war soweit gelungen, aber unter dem Strich bleibt einfach,dass das Buch deutlich zu viele Seiten hatte, die für mich ersatzlos gestrichen hätten werden können. Fazit: Mein erster und letzter Nesser

  • Klappentext:
    Wer war Eugen Kallmann? Warum musste der beliebte Gesamtschullehrer in der beschaulichen schwedischen Kleinstadt sterben? Wirklich nur ein Unglücksfall, wie die Polizei behauptet? Als sein Nachfolger im Schwedischunterricht, Leon Berger, nach der langen Sommerpause seinen Dienst antritt, findet er im Pult unter Kallmanns Sachen eine Reihe von Tagebüchern, die sich als eine Mischung aus Dichtung und Wahrheit entpuppen und ihn schon bald daran zweifeln lassen, dass sein Vorgänger tatsächlich eines natürlichen Todes gestorben ist. Denn in seinen Einträgen behauptet Kallmann unter anderem, er würde die Gabe besitzen, in den Augen anderer Menschen erkennen zu können, ob sie gemordet haben. Und er scheint in den letzten Monaten seines Lebens einem nie entdeckten und nie gesühnten Verbrechen auf der Spur gewesen zu sein. Leon Berger will den Fall Kallmann lösen – seine privaten Ermittlungen setzen etwas in Gang, das schließlich die ganze Kleinstadt erschüttert. (von der btb-Verlagsseite kopiert)


    Zum Autor:
    Håkan Nesser, geboren 1950, ist einer der beliebtesten Schriftsteller Schwedens. Für seine Kriminalromane erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, sie sind in über zwanzig Sprachen übersetzt und mehrmals erfolgreich verfilmt worden. Håkan Nesser lebt abwechselnd in Stockholm und auf Gotland.


    Allgemeine Informationen:
    Originaltitel: Eugen Kallmanns ögen
    Erstmals erschienen 2016 bei Albert Bonniers Förlag, Stockholm
    Aus dem Schwedischen übersetzt von Paul Berf
    Kapitelweise wechselnd aus der Ich-Perspektive verschiedener Figuren erzählt
    570 Seiten



    Meine Meinung:
    Nesser schreibt Krimis.


    Schreibt Nesser wirklich Krimis? Oder nutzt er ganz einfach das gut verkäufliche Genre und sein Renommee darin, um etwas ganz Anderes zu transportieren?
    Das Personal des Buches ist nicht sicher, ob überhaupt ein Verbrechen geschehen ist, ob nicht die unfähigen Ermittler Recht hatten mit Kallmanns Todesursache "Unfall". Der Leser geht selbstverständlich davon aus, dass ein Mord geschehen ist. Damit hat er zwar Recht, aber alles ist ganz anders als gedacht.


    Auch darin ist Nesser groß: Hunderte von Seiten lang und breit eine Geschichte zu erzählen, sie aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten und dann eine Auflösung anzubieten, auf die man nicht kommen kann. Es scheint, als interessiere den Autor die Entwicklung seiner Figuren, die er nahe an der Realität und behutsam schildert, mehr als Verbrechen, Ermittlung und Mörder.
    Eine zusätzliche politische Dimension kommt dazu, und der Leser erfährt, dass selbst im dünn besiedelten nordschwedischen Raum das Vorpreschen politisch rechter Gesinnung Sorge bereitet.


    Wer Krimispannung erwartet, für den ist die Enttäuschung vorprogrammiert; wer einen ruhigen Schul- und Entwicklungsroman mit Rätseln aus der Vergangenheit, angesiedelt einer kleinstädtischen Region in Nordschweden mag: Zugreifen und lesen.

    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)


    Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)

  • @Marie
    Du weißt, dass ich mit manchmal mit Hakan Nesser und vor allem mit zu viel Philosophiererei meine Probleme hatte/ habe. Würde es sich Deiner Einschätzung nach für mich lohnen, dieses Buch zu lesen oder eher nicht?

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study: 
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • @€nigma, ob Du es glaubst oder nicht: Schon während des Lesens habe ich mich gefragt, ob es ein Buch für Dich wäre, weil ich weiß, dass Du eine ambivalente Beziehung zu Herrn Nesser pflegst. :-k


    Es ist in diesem Buch nicht das Philosophieren an sich oder über Gott und die Welt, das es so "breit" macht und wie man es aus den Barbarotti-Krimis kennt, sondern viele viele Gedanken, die sich die Personen zu den Vorgängen in Vergangenheit und Gegenwart machen. Manchmal sogar wiederholt. Und manche Szenen sind breit ausgewalzt.


    Ich würde es aus der Bücherei leihen und anlesen. Wie ich Deine Bücherei kenne, hat sie es schon.

    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)


    Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)

  • Leon hat Frau und Tochter durch ein Fährunglück vor der tansanischen Küste verloren. Die Leiche seiner Frau Helena wurde gefunden und konnte identifiziert werden, während seine Tochter Judith weiterhin als vermisst gilt. Leon unterrichtet Schwedisch und Geschichte. Einem Monat vor seinem 45. Geburtstag verlässt er Stockholm und zieht in die schwedische Kleinstadt K. Dort findet er an der Bergtuna-Gesamtschule einen neuen Job. Ludmilla Kovacs, eine alte Bekannte aus der Studentenzeit an der Pädagogischen Hochschule in Uppsala, hatte ihm von der freien Stelle erzählt. Sie ist an dieser Schule Beratungslehrerin


    Leon tritt in große Fußstapfen. Sein Vorgänger Kallmann, war bei den Schülern beliebt. Er war unglaublich präsent und gleichzeitig distanziert. Um Kallmann rankten sich zahlreiche unbestätigte Gerüchte. Er starb bei einem Treppensturz und brach sich das Genick. Hinweise auf Fremdverschulden lagen nicht vor, dennoch gibt es viele Fragezeichen.
    Die einzelnen Kapitel werden von verschiedenen Personen erzählt. Neben Leon, erzählen die 15-jährige Andrea, Igor (ein Kollege), Ludmilla (Leons Jugendbekannte) und Ulrika (Andras Mutter), sie geben Einblick in ihre Gedankenwelt. Diese Personen versuchen alle auf ihre Weise, die Person Kallmann zu durchleuchten und Antworten zu finden. Interessant wird es, als Leon Kallmanns Tagebücher in seinem Schreibtisch entdeckt.


    Mir hat der Roman sehr gefallen. Er ist in einer wunderbaren Sprache geschrieben. Nesser versteht es die Spannung kontinuierlich anzufachen, so dass ich immer wieder gespannt war, wie es weitergeht. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, so dass es leichtfällt, sie sich vorzustellen. Meine Lieblingsprotagonistin ist die Schülerin Andrea, die sich in ihrer Familie als Fremdkörper empfindet. Eine geheimnisvolle Aura umgibt den Jungen Charlie Mattis, der zu Kallmann anscheinend in einer engeren Verbindung stand. Sympathieträgerin ist für mich Ludmilla, die Beratungslehrerin, die für Schüler wie Lehrer immer ein offenes Ohr hat und sehr einfühlsam ist. Die neonazistischen Strömungen an der Schule brachten einen verstörenden Aspekt in die Geschichte.


    Irgendwo hieß es: „Es gefiel Kallmann auf der Grenze zwischen Dichtung und Wahrheit zu balancieren.“ Ich würde sagen, genau wie sein Schöpfer, der Autor Håkan Nesser.


    Ein rundum gelungener Roman. Kein Krimi, aber eine wunderbare Charakter- und Gesellschaftsstudie, allerdings mit Krimielementen.
     :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Mord im Auge des Betrachters
     :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: 
    Obwohl das Buch von Klappentext und Thema her so klingt, ist es in meinen Augen weder ein Thriller noch ein Krimi, sondern ein Roman mit Spannungselementen, der seinen ganz eigenen Sog entwickelt. Der Unterschied liegt für mich darin, dass hier streng genommen nicht immer viel passiert: die Ermittlungen im Fall Kallmann stehen tatsächlich über lange Passagen nicht im Mittelpunkt, während das Augenmerk auf den Gedanken und Gefühlen der handelnden Personen liegt, auf der Dynamik ihrer Familien, auf den gesellschaftlichen Strukturen ihres Umfelds – und dennoch wurde es mir niemals langweilig.


    Ganz im Gegenteil! Ich war beim Lesen ganz verliebt in das Buch, und mehr als einmal fragte ich mich, wie ich das später in meiner Rezension nur begründen sollte...


    Zum großen Teil lag es sicher am Schreibstil des Autors: literarisch, subtil, mit viel Gespür für Atmosphäre und menschliche Zwischentöne. Er erzählt die Geschichte aus mehreren Perspektiven und verleiht dabei jedem Charakter seine ganz eigene Stimme.


    Auch wenn es den Protagonisten selber nicht immer bewusst ist, überschneiden sich ihre Perspektiven und Erlebnisse, und irgendwie ist der Dreh- und Angelpunkt immer wieder Eugen Kallmann. Auch er selber kommt über seine Tagebücher posthum zu Wort, und er ist ein faszinierender Charakter! Man weiß nie so recht: was ist hier Wahrheit, was Fiktion? Meint Kallmann wirklich alles ernst, was er schreibt?


    So behauptet er zum Beispiel, er habe seine Mutter getötet, als er gerade mal 11 Jahre alt war, und könne andere Mörder seitdem erkennen, wenn er ihnen in die Augen blickt. Tatsächlich erinnern sich Schüler und Kollegen daran, dass er niemals Augenkontakt aufnahm, unter gar keinen Umständen. Ob man das als Leser nun für ein Hirngespinst Kallmanns hält, vielleicht sogar Wahnsinn, so fragt man sich doch schnell, ob er vielleicht wirklich einem Mörder auf der Spur wahr, wie er in seinen Tagebüchern behauptete – und ob dies letztendlich sein Tod war.


    Das fragen sich auch diejenigen Protagonisten, durch deren Augen man die Geschichte hauptsächlich sieht. Es sind mehrere Gruppierungen, die jeweils ihre eigenen Ermittlungen anstellen, ohne zu ahnen, dass sie damit nicht alleine sind. Das entwickelt eine Eigendynamik, die noch ganz andere Dinge bewirkt, so kommen zum Beispiel gut gehütete Familiengeheimnisse zum Vorschein.


    Dazu kommt noch, dass der Fall Kallmann nicht das Einzige ist, mit dem sich die Charaktere beschäftigen müssen: eine jüdische Lehrerin bekommt Drohbriefe von einer mysteriösen "Puztkolonne", Schüler mit Migrationshintergrund werden drangsaliert und verprügelt... Und schließlich kommt es zu einer erschreckenden Tat.


    Ich fand zutiefst originell, wie der Autor zwar einige Motive verwendet, die in einem 'Standardkrimi' nicht fehl am Platz wären, daraus aber etwas macht, dass sich nicht in diese Schublade zwängen lässt. Auch die Charaktere sind meines Erachtens alle wunderbar geschrieben.


    Es gibt eine Liebesgeschichte, die mich zunächst nicht überzeugte, die Geschichte aber auch nicht störte. Im Laufe des Buches habe ich mich damit auch noch mehr angefreundet, obwohl sie in meinen Augen nicht unbedingt nötig gewesen wäre.


    Fazit:
    Der beliebte Lehrer Eugen Kallmann hatte so seine Marotten. So glaubte er, in den Augen eines Menschen erkennen zu können, ob dieser schon einmal getötet hat, und wähnte sich einem Mörder auf der Spur. Hirngespinste? Tatsache ist, Kallmann ist tot, und sein Tod möglicherweise kein Unfall. Die Polizei tritt dennoch nur am Rande auf, stattdessen folgt man den Gedanken verschiedener Menschen, denen der Tod Kallmanns keine Ruhe lässt.


    Das wirkte auf mich weder wie ein Krimi noch wie ein Thriller – und dennoch spannend, auf subtile, ruhige, oft langsame Weise. Man muss sich darauf einlassen, dass die Dinge in diesem Buch ihre Zeit brauchen und das Augenmerk oft mehr auf dem Zwischenmenschlichen liegt als auf dem Kriminalfall.


    Der Schreibstil ist in meinen Augen außergewöhnlich, die Charaktere authentisch, die Handlung intelligent konstruiert... Dies war mein erstes Buch von Håkan Nesser, aber ganz sicher nicht mein letztes.

  • Meine Meinung:

    Håkan Nesser steht für mich automatisch für gute Krimis. Aufgrund des Buchtitels, des wirklich gut gestalteten Covers und auch der Beschreibung, war ich der festen Überzeugung, dass es sich hier um einen Krimi handelt. Dem ist jedoch leider nicht so und meine Erwartungen waren, was diesen Roman angeht wohl leider etwas zu hoch.


    Leon Berger tritt nach einer langen Sommerpause die Nachfolge im Schwedischunterricht für seinen verstorbenen Kollegen Eugen Kallmann an. Umstände des Todes wurden nie eindeutig geklärt. Die Polizei war sich zwar sicher, dass es sich um einen Unglücksfall handelte, aber nicht jeder war davon überzeugt. Einige Schüler und Kollegen zweifelten diesen Unglücksfall immer an. Als nun Leon Berger den Schreibtisch seines Vorgängers ausräumt, fallen ihm Tagebücher in die Hand und plötzlich beginnt auch er sich zu fragen, ob Kallmann eines natürlichen Todes gestorben ist.


    In Nessers neuestem Roman wird die Geschichte aus Sicht von mehreren Charakteren erzählt. Doch das, was Romane sonst immer auflockert, bewirkt hier eher das Gegenteil. Zwar lassen sich die Charaktere gut unterscheiden, der Lesefluss wird jedoch erheblich gestört. Die Schilderungen sind sehr monoton und den Figuren fehlt es an Tiefe. Mit keiner konnte ich mich so richtig anfreunden. Auch Leons Vergangenheit wird irgendwie so nebenbei abgehandelt. Seine Frau und seine Tochter kentern im Urlaub. Während die Leiche seiner Frau gefunden wird, bleibt seine Tochter verschwunden. Hier habe ich die ganze Zeit darauf gewartet, dass sich bezüglich seiner Tochter noch irgendetwas tut. Aber außer der Tatsache, dass eine Schülerin seiner Tochter bis aufs Haar gleicht, passiert irgendwie nichts. Die Geschichte zieht sich wie Kaugummi und verliert leider von Seite zu Seite mehr an Spannung. Erst ganz zum Schluss nimmt das Ganze etwas an Fahrt auf.


    „Der Fall Kallmann“ ist zwar ein solider Roman, für einen Nesser kann ich aber leider nicht mehr als drei Sterne vergeben.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    "Wirklich reich ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann!"


    :love: :love: :love:

  • Der Fall Kallmann - Hakan Nesser


    Leider kein spannender Krimi, aber ein durchgehend interessanter Roman


    Der Lehrer Eugen Kallmann war bei seinen Schülern sehr beliebt. Sein unerwarteter Tod wirft einige Fragen auf. Doch die Polizei kommt zu dem Ergebnis, dass Kallmann durch einen Unfall ums Leben kam und stellt die Ermittlungen ein. Leon Berger, der Kallmanns Nachfolge im Schwedischunterricht antritt, findet im Schreibtisch seines Vorgängers einige Tagebücher. Er kann der Versuchung nicht widerstehen, sie zu lesen. Der Inhalt gibt ihm jedoch Rätsel auf. Wie viel Wahrheit mag wohl in dem Geschriebenen stecken? Denn Kallmann behauptet dort von sich selbst, dass er die Gabe hat, in den Augen anderer Menschen zu lesen, ob sie irgendwann in ihrem Leben einen Mord begangen haben. Außerdem deutet einiges darauf hin, dass Kallmann einem alten, ungesühnten Verbrechen auf der Spur war. Ist ihm das zum Verhängnis geworden? Und war sein Tod gar kein Unfall? Gemeinsam mit zwei Kollegen versucht Leon Berger das Rätsel zu lösen....


    Die Geschichte um den rätselhaften Tod des Lehrers Eugen Kallmann wird aus wechselnden Ich-Perspektiven geschildert. Da die unterschiedlichen Blickwinkel zu Beginn stets mit dem Namen der Person, die gerade ihre Sicht der Dinge beschreibt, kenntlich gemacht werden, fällt es leicht, die Übersicht zu behalten. Außerdem kommt es im Verlauf der Handlung zu einigen Zeitsprüngen, doch auch diese kann man leicht einordnen, da die entsprechenden Wechsel mit der Jahreszahl versehen sind.
    Durch die unterschiedlichen Ich-Perspektiven erfährt man sehr viel über die einzelnen Akteure. Man bekommt einen genauen Einblick in ihre beruflichen und privaten Hintergründe. Außerdem kann man dadurch ihre Gedanken und Gefühle sehr gut einschätzen. Da es sich um sehr unterschiedliche Charaktere handelt, bekommt man einen guten Gesamtüberblick.


    Der Schreibstil des Autors ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Es gelingt ihm hervorragend, die einzelnen Charaktere voneinander abzugrenzen und sie lebendig wirken zu lassen. Man kann sich mühelos in die unterschiedlichen Protagonisten hineinversetzen und dabei beobachten, was sie zur Lösung des Fall Kallmanns beizutragen haben. Der Fall selbst steht dabei aber nicht unbedingt im Zentrum der Handlung, denn man erfährt einiges aus dem privaten und beruflichen Umfeld der jeweiligen Person, das zunächst nichts damit zu tun haben scheint. Dadurch hat man beim Lesen manchmal leider das Gefühl, etwas auf der Stelle zu treten, da die Nebenstränge ziemlich viel Raum einnehmen. Das Geschehen wird zwar durchgehend interessant geschildert, doch echte Ermittlungsarbeit und Spannung sind eher rar gesät. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass es sich um einen Roman und nicht um einen Krimi handelt. Wenn man sich das bewusst macht, kann man sich entspannt zurücklehnen und genießen, wie die Handlungsfäden sich langsam miteinander verbinden, am Ende schlüssig zusammenlaufen und sogar noch mit einer Überraschung aufwarten können.


    Ich habe mich beim Lesen dieses Romans gut unterhalten. Allerdings muss ich zugeben, dass ich mir vom Fall Kallmann eigentlich einen spannenden Kriminalroman erhofft hatte. In dieser Hinsicht wurde ich leider enttäuscht, doch auf dem Buchcover ist ja deutlich zu erkennen, dass es sich um einen Roman handelt. Deshalb bin ich wohl mit falschen Erwartungen an dieses Buch herangegangen. Die Handlung selbst wirkte auf mich durchgehend interessant und die Charaktere äußerst lebendig. In meiner Bewertung bin ich hin- und hergerissen. Einem Krimi würde ich an dieser Stelle lediglich wohlwollende drei Bewertungssternchen geben, doch da es ja offensichtlich keiner ist, runde ich großzügig auf und bewerte diesen Roman mit vier von fünf Sternen.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Der Fall Kallmann...


    Es hört sich am Anfang nach einen Krimi an...


    Leon Berger tritt im Jahre 1995 in der Kleinstadt K. die Nachfolge des unter rätselhaften Umständen ums Leben gekommenen Lehrers Eugen Kallmann an. Für Leon ist es ein kompletter Neuanfang nachdem er Frau und Tochter bei einem Schiffsunglück verloren hat. Vermittelt wird er durch seine ehemalige Studienkollegin Ludmilla, die aktuell an dieser Schule unterrichtet. Er entdeckt beim Aufräumen des Schreibtischs die Tagebücher seines Vorgängers, wodurch er und zwei weitere Kollegen zu Nachforschungen auf eigenen Faust ermuntert werden. Im weiteren Verlauf geschieht noch ein Mord an einem Schüler, der bei den örtlichen Neonazis wohl eine recht bedeutende Rolle gespielt hat. Auch Drohbriefe mit rassistischem Inhalt tauchen an der Schule auf. Besteht hier ein Zusammenhang?


    Was nach einem soliden Krimi klingt ist aber keiner. Die „Krimihandlung“ dient nur als Rahmen für das Bild, das Hakan Nesser von der Gesellschaft zeichnet, kombiniert mit seinen gewohnt philosophischen Betrachtungen über Menschen, deren Verhalten und Einstellungen zum Leben. Dadurch dass er die Geschichte aus immer wechselnden Perspektiven in der Ich-Form erzählt, kommt am Anfang etwas Verwirrung auf, bis man die ganzen Personen eingeordnet hat. Aber es ist dadurch auch der Blick aus der Sicht von mehreren Generationen, was dem ganzen einen zusätzlichen Reiz verleiht.


    Die Auflösung geschieht erst nach Jahren und ist meiner Meinung nach sehr schlüssig und rundet das Gesamtbild ab.


    Alles in allem ein Buch mit dem an sich Zeit lassen sollte um sich drauf einzulassen, weit weg vom manchen Krimis bei denen Aktion die mangelnde Handlung übertüncht.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Tiefe Einblicke in schwedische Seelen


    Ohne viel Action oder dem Leser überbordende Gefühle aufzudrängen, schafft Nesser es in diesem Roman, vielschichtige Psychogramme komplett fiktiver und unterschiedlicher Menschen zu erstellen. Er lässt Schüler und Lehrer einer Gesamtschule eines kleinen Ortes in Schweden abwechselnd zu Wort kommen. Es sind sehr persönliche, intensive Abschnitte, die sich an Tagebucheinträge anlehnen.


    An der Schule gehen seltsame Dinge vor, die Stimmung scheint alle paar Wochen zu drehen und das zu einer Zeit, als die Belegschaft noch nicht verdaut hat, dass am Ende des vergangenen Schuljahres ein Lehrer zu Tode kam. Und auch wenn alle Beteiligten aktuell mit Rassismus und tiefgreifender Unruhe unter den Schülern zu kämpfen haben, gibt es noch einige Personen, die nicht glauben, dass die Polizei wirklich alles tat, um den Fall des toten Lehrers, Herrn Kallmann, aufzuklären. Sowohl Schüler als auch ehemalige Kollegen beginnen auf eigene Faust zu ermitteln.
    In die Krimihandlung wunderbar eingeflochten sind alle anderen alltäglichen Begebenheiten und Probleme der Protagonisten. Die Beschreibungen, die Sprache wandelt immer zwischen klar und leicht verständlich sowie vielen Metaphern und anspruchsvollen Passagen.


    Jeder Charakter hat einen unverwechselbaren Erzählstil und im Verlauf des Buches scheint man die Hauptpersonen immer besser kennenzulernen, sodass man sich als Leser erst wieder bewusst machen muss, dass sie nicht existieren. Schicksale und freudige wie traurige Momente gehen unter die Haut. Auch wenn es der Schreibstil manchmal etwas schwieriger macht, sich ganz in die Geschichte fallenzulassen, kann man sich durchaus mit den Charakteren identifizieren. Manche ihrer Beweggründe versteht man sofort, anderes erst später und manches wird nicht aufgelöst und bleibt der Phantasie des Lesers überlassen.


    Überhaupt fühlt man sich eher wie eine zusätzliche Person der Geschichte und ist hautnah dabei, kann somit versuchen, Zusammenhänge selbst zu erkennen, die die einzelnen Protagonisten nicht sehen, weil sie nicht alle Sichtweisen kennen wie der Leser.
    Mit dem einen oder anderen losen Faden am Ende kann ich gut leben, zwischendrin gab es im 570 Seiten starken Roman die eine oder andere Länge. Dies ist aber sowohl den Eigenheiten der Charaktere als auch deren Erzählschwerpunkten geschuldet. Leider gibt es keine Anmerkungen des Autors, worauf ich gehofft hatte. Somit erklärt sich für mich nicht, warum zwar Städte wie Uppsala oder Stockholm erwähnt werden, die Orte an denen sich die Handlung konzentriert, aber lediglich mit einem Buchstaben bezeichnet werden. Das wirkt zuerst so, als wäre die Geschichte doch auf einem wahren Kern aufgebaut. Fiktive Ortsnamen könnten doch einfach geschrieben werden. Dennoch glaube ich, nach der gesamten Lektüre, nicht, dass etwas daraus wirklich passiert ist. Auch wenn der klassische Hinweis (“Sämtliche Personen… sind erfunden und Ähnlichkeiten...zufällig”) hier ebenso fehlt wie ein Dank oder Anmerkungen Nessers.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: 

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