David Wong - Das infernalische Zombie-Spinnen-Massaker / This Book is Full of Spiders

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  • Inhaltsangabe (Amazon): gekürzt, um nicht zu spoilern
    David und John wohnen am Arsch der Hölle, in einer Stadt, die nicht nur völlig abgefu... ist, sondern heimgesucht wird. Alles beginnt damit, dass David aufwacht, weil er von einer riesigen Spinne angefallen wird. Das Monster läutet eine Zombie-Spinnen-Apokalypse ungeahnten Ausmaßes ein und schon bald ist die ganze Stadt verseucht. Das Perfide: Nur John und er können die Biester sehen: Für alle anderen sind sie unsichtbar.


    Meine Rezension:
    Das infernalische Zombie-Spinnen-Massaker ist das zweite Buch von David Wong (alias Jason Pargin) und kann unabhängig von John Dies at the End gelesen werden (das (bis jetzt) nicht übersetzt wurde, jedoch mit deutschem Ton als Film erhältlich ist). Es gibt nur eine Handvoll Anspielungen zum ersten Teil, die aber in der Regel erklärt werden, sodass man dem Buch ohne Probleme und Vorkenntnisse folgen kann.


    Was ist das Buch?
    Es ist ein Thriller. Moment … es ist ein Horrorbuch - logisch, es kommen Zombies vor. Es kratzt an Dystopie und ist kurz auf den Weg dahin, aber nur gaaaaanz wenig, dass man es gar nicht erwähnen sollte, somit … vergesst es. Oh sorry, ich meinte Fiction und davon ganz viel. Manchmal konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen, also ist es lustig, und lustig bedeutet Humor. Ihr seht schon, es ist ein verdammt abgefu... sch... Buch.


    Was ist schon normal?
    David und John sind unsere wichtigsten Hauptcharaktere und ganz normal, bis auf die Tatsache, dass sie anormal sind. Im ersten Augenblick macht das keinen Sinn und im zweiten auch nicht ...


    … also weiter
    Aber das macht die beiden so sympathisch. Sie sind wie du und ich – mögen ihren Job *hust* nicht *hust* und wollen einfach nur ihre Ruhe haben und an Geburtstagen vom Wasserturm pinkeln (letzteres mach ich nicht - ehrlich nicht). Was in Ungenannt leider schwieriger ist als vermutet, denn wo die beiden sind, ist immer was los. Es gibt keinen Moment, in dem ich mich gelangweilt habe. Die verschiedenen Zeitsprünge und Blickwinkel der ganzen Situation, von David, zu John, zu Amy und zurück, oder kreuz und quer, lassen keine Lücken zu und schließen sich am Ende zu einem Kreis. Sinn macht das alles, das muss man dem Autor lassen. Mit einigen lockeren Sprüchen wird das alles noch verfeinert.
    Es ist zwar nicht über das komplette Buch verteilt, und doch kommt es immer mal wieder vor, dass es blutiger zur Sache geht. Wer das nicht mag, kann die entsprechenden Stellen überspringen, dadurch wird man nichts verpassen. Sollte man auf weggeschossene Köpfe, viel Blut und was-weiß-ich-nicht-noch stehen, sollte sich keinen Zwang antun und die Stellen immer und immer wieder lesen.


    Was hat das Buch?
    Ganz klar, John und David (was will man mehr) wie auch Davids Freundin Amy und ihre Hündin Molly. Wenn euch das nicht reicht, könnt ihr euch auch auf Zombie-Spinnen gefasst machen (wer hätte das bei dem Titel gedacht). Einen Detective. Viele Waffen. Einen Porsche und *Trommelwirbel* die Kiste.


    Der gewisse Pepp
    Es bringt die Handlung zwar nicht sonderlich weiter und doch hat sich jemand darangemacht und etwas Leben in die ganze Buchstabensuppe gebracht.
    Jedes Kapitel wird mit einem Countdown eingeläutet und zeigt, wie nah wir an ABC oder XYZ sind. Und damit nicht genug - Papierschnipsel, der E-Mail Verkehr usw. werden optisch hervorgehoben. Es kommt auch vor, dass der Autor uns was sagen möchte und Sternchen im Text zu finden sind, um uns auf die Erklärung am Rand hinzuweisen. Für mich spricht das für eine große Detailverliebtheit, die ich hier loben möchte.


    Und nun?
    Wenn du dich jetzt fragst, ob du das Buch lesen sollst oder nicht, ist die Antwort eine Frage, und zwar: Was würde David tun?



    So seltsam die Rezension ist, so seltsam ist auch das Buch. Okay, nicht ganz so schlimm (oder doch?), aber wann bekommt man schon die Chance so eine verrückte Rezi zu schreiben, hä?

  • Hehe, gar nicht so unpassend die Rezi ;)


    Leider fand ich das Buch dann doch nicht so richtig toll.... Cover, Klappentext und Titel versprechen etwas total abgefahrenes, aber dies Erwartungen werden dann leider doch nicht so recht erfüllt.
    Es fängt gut an, hört im Epilog gut auf - aber dazwischen hat es doch arge Längen

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