Reihen vernachlässigen - kennt ihr das?

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  • Hallo zusammen :huhu:


    Kennt ihr das? Man liest den ersten Band einer Reihe und ist sehr angetan. Dann schafft man es vielleicht noch, relativ zeitnah den zweiten Band zu lesen, und dann - verläuft es sich im Sande. Man fängt mal ne andere Reihe an, muss vielleicht auf den nächsten Band warten oder vergisst es schlicht und ergreifend. Dann wird man durch Zufall wieder daran erinnert - und stellt fest, dass man fast alles vergessen hat und eigentlich wieder von vorne beginnen müsste. Für Re-Reads ist angesichts des SUB aber nicht wirlich Platz ...


    Klassisches Beispiel bei mir ist die Ulldart-Reihe - der letzte Teil, den ich gelesen habe, war Band 3, und das ist über vier Jahre her :-?


    Kennt ihr das Problem auch? Wie schützt ihr euch davor, Reihen versauern zu lassen? Habt ihr vielleicht Tips für mich? :winken:

    :study: Bob Woodward - Fear. Trump in the White House

    :study: Bernard Cornwell - Sharpes Degen

    :musik:John Grisham - Die Akte

    :pale:
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    gelesene Bücher 2019: 18

    gelesene Bücher 2020: 22

  • Reihen vernachlässigen - das kenne ich sehr gut! :)
    Einen Tipp kann ich Dir aber leider nicht geben, es sei denn, Du machst es wie Gernot, Hiyanha usw., die eine Reihe erst beginnen, wenn sie vollständig ist. Ich nehme an, die lesen die Reihe dann auch zügig hintereinander weg.
    Gründe für meine Vernachlässigung gibt es einige:
    - ich habe ziemlich viele angefangene Reihen am Wickel, so dass zwangsläufig die eine oder andere zu kurz kommt
    - 80% meiner konsumierten Bücher sind Hörbücher; da muss man manchmal nach Erscheinen des Buches Geduld haben, bis das Hörbuch kommt (bei übersetzten Reihen) und verliert die Reihe dann aus den Augen. Außerdem kommt es vor, dass ein Buch der Reihe nicht als Hörbuch besprochen wird. Ich muss dann ausnahmsweise das Buch lesen, und meine Lesezeit ist deutlich begrenzter als meine Zeit zum Hörbuchhören, so dass Bücher nicht so schnell an die Reihe kommen, gelesen zu werden. Beispiel dafür ist die Meyerhoff-Trilogie: Band eins habe ich gehört, Band zwei gibts komischerweise nicht als Hörbuch, Band drei aber schon.
    - früher sehr oft, seit meiner Zeit im Büchertreff nur noch sehr selten kommt es vor, dass ich ein Buch höre/lese, das nicht der erste Teil der Reihe ist. So geschehen bei den Waringhams. Da habe ich vor Jahren 'Die Hüter der Rose' gehört, das mir sehr gut gefallen hat. Ich habe recherchiert und herausgefunden, dass es der mittlere Teil einer (damals) dreibändigen Reihe war. Ich habe dann über ebay Teil eins und drei als Hörbuch erstanden. Da die onleihe Band vier und fünf als Hörbuch anbietet, stünde dem Hören jetzt nichts mehr im Wege. Ich habe inzwischen Band eins gehört, aber ich muss Band zwei wiederholen (und wohl auch das Ende von Band eins). Dann aber sollte ich rasch den Rest hören, sonst muss ich nochmal wiederholen.

    Die Erfindung des Buchdruckes ist das größte Ereignis der Weltgeschichte (Victor Hugo).

  • Kennt ihr das? Man liest den ersten Band einer Reihe und ist sehr angetan. Dann schafft man es vielleicht noch, relativ zeitnah den zweiten Band zu lesen, und dann - verläuft es sich im Sande. Man fängt mal ne andere Reihe an, muss vielleicht auf den nächsten Band warten oder vergisst es schlicht und ergreifend. Dann wird man durch Zufall wieder daran erinnert - und stellt fest, dass man fast alles vergessen hat und eigentlich wieder von vorne beginnen müsste. Für Re-Reads ist angesichts des SUB aber nicht wirlich Platz ...

    Das Problem kommt dann oft vor, wenn zwischen den Veröffentlichungen so viel Zeit liegt, dass man wieder etwas anderes/eine andere Serie beginnt. Bei manchen Serien, die ich anfange zu lesen, warte ich immer, bis mehrere Bücher davon vorhanden sind und finde es natürlich besonders gut, wenn ich erst auf die Serie stoße, wenn sie bereits abgeschlossen ist. Letzteres passiert mir öfter, da ich häufig erst durch Mängelexemplare auf Serien stoße. Wenn die so geschrieben sind, dass man den einzelnen Teil auch für sich lesen kann, ohne die Vorgeschichte zu kennen, dann wird eine Serie für mich erst so richtig interessant. Ansonsten kann sie mir gern gestohlen bleiben.
    Ich denke, dass George R.R. Martin nicht gerade wenig Schuld daran trägt, dass ich so reagiere. Am Anfang konnte ich kaum noch abwarten, dass ein neuer Teil herauskommt und habe sogar von Beginn an neu gelesen. Da die Reihe aber immer länger und unübersichtlicher wurde, habe ich es aufgegeben. So kann man sich seine Leser auch vergraulen :roll:
    Grundsätzlich lasse ich meinen SuB aber gar nicht erst so groß werden, sodass es für mich weniger problematisch ist, die Serie noch einmal von Beginn an zu lesen.

    "deine beschreiebung alleine lässt vermuten, dass es sich um schmöckerroman einzigartiger klasse handelt, nämlich übertriebenem bullshid, der mit der wirklichkeit keinene hinreichenden effekt auf die wirklichkeit erstreckt." (Simon Stiegler)

    Stimmt! Ich schreibe spannende Unterhaltungsliteratur, die den Leser aus der Wirklichkeit entführt, bis zum Ende gelesen wird und bei der der Leser am Ende fragt: Wann erscheint der nächste Band? Schreiben will halt gelernt sein

  • Wie schützt ihr euch davor, Reihen versauern zu lassen?

    Wenn ich den ersten Band einer Reihe gelesen habe, frage ich mich "Möchte ich einen weiteren Band lesen?". Lautet die Antwort "ja", frage ich mich "Möchte ich den Band jetzt sofort oder zumindest in den nächsten ca. 6 Monaten lesen?". Lautet die Antwort wieder "ja", tue ich das. Will ich nicht sofort weiterlesen und verschiebe das in eine ungewisse Zukunft, stehen die Chancen gut, dass das ganze eine "Wunschlisten-Leiche" wird. Natürlich gibt es da auch bei mir immer wieder Ausnahmen, aber damit, Reihen nicht weiterzulesen (auch wenn mir vielleicht der erste Band sogar gut gefallen hat), fahre ich ganz gut. Bei Trilogien ist es vielleicht etwas anders weil ein Ende abzusehen sind, aber Endlosreihen aus dem Krimi/Thriller- oder dem Fantasy-Bereich schrecken mich mittlerweile ziemlich ab. Lange Rede, kurzer Sinn, mein Tipp ist: Mann muss Reihen nicht unbedingt weiterlesen.

  • Habt ihr vielleicht Tips für mich?

    Du könntest eine MLR starten. Es würde für dich zwar bis Band 3 ein Re-Read werden, der dir jedoch im besten Fall Spaß macht. Oder, nur die Kommentare bis Band 3 der MLR lesen und später einsteigen. Vielleicht hilft es auch bei nicht angefangenen Reihen. Zusammen verliert man eine Reihe nicht so schnell aus den Augen.

  • Wie schützt ihr euch davor, Reihen versauern zu lassen?

    Bei den Reihen, die ich schon zu lesen begonnen habe, die aber noch nicht vollständig veröffentlicht sind, kenne ich das auch. :-? Und daran kann man, glaube ich, auch nicht allzu viel ändern.
    Wenn zwischen den einzelnen Büchern eine Wartezeit von einigen Jahren liegt, sacken sie halt zwangsläufig im Gedächtnis mehrere Etagen nach unten. 8-[


    Inzwischen habe ich mir aber angewöhnt neue Reihen erst zu lesen, wenn sie vollständig erschienen sind. Und dann lese ich sie in einem Rutsch hintereinander weg.
    Erstens spart mir das jahrelange Wartezeiten, zweitens kann es mir dann nicht mehr passieren dass ich eine Reihe beginne die mittendrin nicht mehr weiter übersetzt (oder überhaupt weitergeschrieben) wird und drittens verliere ich da zwischendurch nicht mehr den Anschluss.


    Für mich ist das die einzig mögliche Lösung um das "versacken im Gehirnnirvana" zu verhindern und ich komme damit echt gut zurecht. :thumleft:

    Ich :study: gerade: Alexander-Trilogie 01 ~ Alexander von Gisbert Haefs

  • Kennt ihr das Problem auch? Wie schützt ihr euch davor, Reihen versauern zu lassen? Habt ihr vielleicht Tips für mich?


    Also mein Plan sieht so aus:

    • Das Problem erkennen :wink:
    • Keine weiteren Bände mehr zusammenraffen, wenn man Bd. 1 gelesen hat, bis Bd. 15 rumstehen hat und vielleicht auch noch gefühlte 100 erscheinen.
    • Anfangen, zu lesen, lesen, lesen, sich immer eine Reihe vornehmen, sie sichtbar hinstellen, damit die Bücher nicht wieder untergehen.
    • Und auch radikal rauswerfen, wenn man merkt, das wird eh nichts mehr.
    • Bei Neuzugängen nicht mehr einlagern, sondern sie anschaffen, wenn man sie auch zeitnah lesen kann … und dazu bei einigen Reihen erstmal Punkt 3 erledigen :uups:

    Punkt 1 habe ich erledigt. Punkt 2 kriege ich momentan auch hin, wie auch den letzten. An 3 und 4 arbeite ich, dazu muss ich mich noch ein wenig aufraffen. Aber das will ich auch endlich hinkriegen.

  • Wenn die so geschrieben sind, dass man den einzelnen Teil auch für sich lesen kann, ohne die Vorgeschichte zu kennen, dann wird eine Serie für mich erst so richtig interessant. Ansonsten kann sie mir gern gestohlen bleiben.Ich denke, dass George R.R. Martin nicht gerade wenig Schuld daran trägt, dass ich so reagiere. Am Anfang konnte ich kaum noch abwarten, dass ein neuer Teil herauskommt und habe sogar von Beginn an neu gelesen. Da die Reihe aber immer länger und unübersichtlicher wurde, habe ich es aufgegeben. So kann man sich seine Leser auch vergraulen :roll:

    Du bist echt radikal. xD Ich find die Bücher trotzdem gut und warte einfach bis die letzten erscheinen. Ich finde es selbst nicht so schlimm, kann dich aber echt verstehen. :D


    @Topic
    Ja, das, was du meinst, kenne ich auch, kann dir aber nicht helfen. :D Ich finde nämlich nicht, dass es etwas ist, wovor ich mich schützen müsste. Im Gegenteil. Ich mag es sogar, eine Reihe aus den Augen zu verlieren. Dann muss ich sie nämlich nochmal komplett lesen, wenn ich den neuen Band da habe. So haben das mein Bruder und ich früher immer mit Harry Potter gemacht.
    Das setzt natürlich voraus, dass die Reihe gut ist. Wenn der 1. band schon ätzend ist, dann gibt es auch keine Fortsetzung für mich. =)

  • Das kenne ich auch. Die Highlander-Saga von Diana Gabaldon hatte ich verschlungen - die ersten vier Teile - dann musste ich lange auf den fünften Teil warten, den ich dann auch noch abgebrochen habe, weil ich nicht mehr reinkam. Dabei fand ich die Serie richtig toll und überlege schon, ob ich sie noch einmal beginne. Inzwischen sind ja Jahre vergangen, dass ich sie gelesen habe.


    Auch die Lynley-und-Havers-Serie lese ich sehr sporadisch und in großen Abständen. Noch dazu nur auf dem Smartphone in den Arbeitspausen, sodass ich recht lange an einem Buch lese.


    Auf eine Serie warten, bis man alle Bücher hat, stelle ich mir irgendwie schwierig vor, da man unter Umständen dann Jahre warten muss. Und wie ich mich kenne, hätte ich dann sicher keine Lust, alle nacheinander weg zu lesen.

  • Vielleicht hilft dir so ein Thread weiter: Serien-Thread. Hier kann man die Serien festhalten, um vielleicht einen besseren Überblick darüber zu haben.
    Aber das Problem habe ich auch, ich verliere hin und wieder Überblick darüber. Damit es nicht passiert, führe ich ein Notizbuch für die Bücher-Reihen, dennoch bin ich manchmal nicht auf dem Laufenden.

    2021: Bücher: 8/Seiten: 3 788
    2020: Bücher: 139/Seiten: 60 837
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    "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"

    Dalai Lama

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    Lese gerade:

    Bergmann, Renate - Wir brauchen viel mehr Schafe

    Eschbach, Andreas - Eines Menschen Flügel

  • Mann muss Reihen nicht unbedingt weiterlesen.

    Ich will aber :cry::P:mrgreen:


    Es beruhigt mich doch irgendwie ungemein, dass es auch anderen so geht wie mir :wink: Funktionieren tut das interessanterweise bei Hörbüchern, liegt aber wohl daran, dass mein SUB da nicht weiter erwähnenswert ist.

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    :pale:
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    aktueller SUB: 222
    gelesene Bücher 2019: 18

    gelesene Bücher 2020: 22

  • ... Und auch radikal rauswerfen, wenn man merkt, das wird eh nichts mehr.

    Hm, das kann aber auch manchmal ganz schön täuschen. :-?


    Ich war z.B. kurz davor die "Carl Mørck" - Reihe von Jussi Adler Olsen abzubrechen.
    Die ersten Teile fand ich total toll, aber dann wurde der Hauptprotagonist immer ätzender und hat sich zu so einem derart ignoranten Blödmann entwickelt dass ich echt gar nicht mehr mit ihm klarkam und dass es mir total den Spaß an den Büchern verdorben hat. :-?


    Letzten Monat habe ich mich dann aber doch nochmal aufgerafft und habe die bisher letzten beiden Teile Serie gelesen - und fand sie dann doch wieder richtig, richtig gut. :thumleft:



    Für mich ist es also schon ein großer Unterschied, ob eine Serie mich zu Anfang mal so richtig begeistern konnte oder eben nicht.
    Für letzteres kann ich die "Tempe Brennan" - Reihe von Kathy Reichs anführen.
    Die fand ich von Anfang an nur durchschnittlich und als sie dann so richtig öde wurde, habe ich sie rigoros abgebrochen.

    Ich :study: gerade: Alexander-Trilogie 01 ~ Alexander von Gisbert Haefs

  • Ich habe mit Reihen nur dann ein Problem, wenn man ein halbes Dutzend Bände vorher gelesen haben muss, um die drölfzig Bände nachher zu verstehen. Oder wenn man endlos lang auf den nächsten Band warten muss. Patrick Rothfuss zum Beispiel - ich habe alle bisher von ihm erschienenen Bände schon mehrmals gelesen und warte wie alle seine Fans sehnsüchtig seit Jahren auf den nächsten Band. Aber der gute Mann kommt nicht in die Pötte und ich weiß nicht, ob überhaupt noch der angekündigte nächste Band jemals erscheint. Sowas finde ich absolut ätzend.


    Endlos lange Reihen wie bei G.R. Martin fange ich gar nicht erst an. Das nervt mich zu sehr, wenn ich mich durch zehn oder mehr Bände mit unzähligen Seiten durchwühlen soll. Ich habe auch überhaupt keine Lust, sowas auf einen Rutsch zu lesen, auch deshalb, weil es mir wie @Hiyanha geht, dass ich nicht selten die ersten zwei, drei Bände einer Reihe gut finde (oder auch sogar nur den ersten), und die folgenden Bände mir immer weniger zusagen. Peter Brett ist so ein Beispiel bei mir. Den fand ich anfangs noch relativ gut, aber beim zweiten Band ließ das schon nach, und den dritten habe ich dann abgebrochen und werde auch die weiteren Bände nicht mehr in Erwägung ziehen.


    Eine Reihe vom ersten bis zum letzten Band habe ich nur äußerst selten ganz gelesen. Ich mag Reihen grundsätzlich nicht besonders, weil ich finde, dass die Autoren nur selten ihr Niveau vom ersten Band weiter über Jahre oder zig Folgebände halten können. Meistens werden - meine Meinung - die Folgebände zunehmend langweiliger, umständlicher und langatmiger, und so springe ich fast immer unterwegs ab, weil ich keine Lust habe, mir die Folgebände noch anzutun.

  • und habe die bisher letzten beiden Teile Serie gelesen - und fand sie dann doch wieder richtig, richtig gut.

    Verheißung und Selfies? Dann bin ich beruhigt, denn ich fand auch Verheißung ätzend. Das Thema ist für mich erledigt, wobei ich aber auch die davor durchwachsen fand, irgendwie hat er das Versprechen des ersten Buches nur mit einem weiteren erfüllen können. Hätte er mich vom ersten bis zu den richtig schlechten mehr überzeugt, sähe ich das vielleicht anders.


    Allerdings habe ich auch die Flavia-de-Luce-Reihe, von der ich die ersten fünf Bände genial fand, gecancelt, weil sie ab Bd. 5 so dämlich wurde, als hätte sie ein anderer Autor übernommen. Irgendwann ist es mal gut, es gibt zu viele gute Autoren/Bücher, da renne ich nicht jedem neuen Buch nach, in der Hoffnung, dass es mal wieder besser wird.


    Das sind aber Serien, die ich bis zum "jetzt wird es mir zu blöd"-Band gelesen habe. Ich meinte eher die, die ich komplett ungelesen rumstehen habe und möglicherweise auch nur sporadisch ein paar Bände. Die schaue ich gerade durch, um zu entscheiden, ob ich sie überhaupt noch lesen will und gerade wenn ich von der Endlos-Reihe ohnehin nur ein paar Bände querbeet habe, geht die Tendenz eher zu rausschmeißen.

  • Kennt ihr das Problem auch? Wie schützt ihr euch davor, Reihen versauern zu lassen? Habt ihr vielleicht Tips für mich?

    :friends: Du sprichst haargenau mein Reihen-weiterlesen-Problem an. Auch mir gefällt oft der 1. Band ausgesprochen gut und die vollständige Reihe steht meist lesebereit in meinem Regal und trotzdem lese ich im Anschluss etwas anderes. :roll: Logische Gründe gibt es dafür absolut keine. Ich finde es selber total bekloppt. Als ob ich mir die weiteren Bände aufheben möchte. So nach dem Motto: "Ohhhhhh, wenn ich die jetzt lese, sind sie weg." #-o
    Und wenn ich dann irgendwann die Reihe mal fortsetzen möchte, weiß ich oftmals den kompletten Inhalt nicht mehr. Meist bleiben nur Fetzen einer Grundstimmung übrig.
    Mein blödes Leseverhalten hat mich schön einige Re-Reads gekostet. Manchmal finde ich irgendwo in den tiefen des Internet eine Zusammenfassung und kann mir ein Re-Read sparen. Denn eine Rezi bringt einen nicht wirklich weiter, da die meisten ja extrem darauf achten, nicht zu Spoilern. Versteht mich nicht falsch, ich mag grundsätzlich auch nicht gespoilert werden, doch in den Fällen wäre es echt hilfreich.
    In letzter Zeit habe ich mir dann einige Male die Hörbuchversion gegönnt (waren meist Schnäppchen oder mein Audible-Guthaben), um es nicht nochmal lesen zu müssen. Ist bei einigen Büchern, die mir wirklich sehr gut gefallen haben, für mich eine echte Alternative.


    Um diese Lese-Macke irgendwie in den Griff zu bekommen, habe ich für mich selber eine eigene Challenge daraus gemacht. Ich dachte mir, wenn es mit Vernunft alleine nicht funktioniert, warum nicht so. Und was soll ich sagen, im letzten Jahr habe ich damit "spielerisch" 12 Reihen beendet. :loool:

    Ich :study: gerade: Stein und Flöte von Hans Bemmann

    [-X 2021: SuB 6.517

    gelesen/gehört insgesamt: 15 davon 9 :study: = 3.094 Seiten / 6 :musik: = 44:37 Stunden

    (2020 gelesen: 111 B. / 36.338 S. + gehört: 56 HB. / 582:11 Std.

    2019 gelesen: 104 B. / 27.397 S. + gehört: 29 HB. / 282:59 Std.

    2018 gelesen: 142 B. / 51.327 S. + gehört: 21 HB. / 193:41 Std.)

  • und die vollständige Reihe steht meist lesebereit in meinem Regal und trotzdem lese ich im Anschluss etwas anderes.

    Also wenn ich die ganze Reihe schon habe, lese ich sie auch komplett durch. Einzig ein Stimmungswechsel kann dann noch dafür sorgen, dass ich zwischendurch mal etwas anderes lesen muss, aber normalerweise bin ich bei längeren Reihen so in der Geschichte, dass ich das nicht brauche.

    Mein blödes Leseverhalten hat mich schön einige Re-Reads gekostet.

    Kluge Autoren gestalten ihre Bücher so, dass das eigentlich gar nicht nötig ist, indem sie entweder am Anfang eine Zusammenfassung bringen oder aber die Begebenheiten der Vorgeschichten geschickt im Text verpacken :)

    Um diese Lese-Macke irgendwie in den Griff zu bekommen, habe ich für mich selber eine eigene Challenge daraus gemacht. Ich dachte mir, wenn es mit Vernunft alleine nicht funktioniert, warum nicht so. Und was soll ich sagen, im letzten Jahr habe ich damit "spielerisch" 12 Reihen beendet.

    Klingt gut :thumleft: Wenn man denn alle Bücher bereits hat, ist das ja auch durchaus möglich. Das funktioniert nur nicht, wenn die Reihe noch nicht komplett ist :wink:

    "deine beschreiebung alleine lässt vermuten, dass es sich um schmöckerroman einzigartiger klasse handelt, nämlich übertriebenem bullshid, der mit der wirklichkeit keinene hinreichenden effekt auf die wirklichkeit erstreckt." (Simon Stiegler)

    Stimmt! Ich schreibe spannende Unterhaltungsliteratur, die den Leser aus der Wirklichkeit entführt, bis zum Ende gelesen wird und bei der der Leser am Ende fragt: Wann erscheint der nächste Band? Schreiben will halt gelernt sein

  • Ich kenne das Problem in dieser Form eher nicht, obwohl ich ein Leser bin, der Abwechslung braucht. Daher lese ich Reihen in der Regel auch nicht am Stück, auch wenn sie mir gut gefallen. Dann lese ich zwischendurch was anderes, bis die Neugier wie es weitergeht so groß wird (meist schon nach kurzer Zeit), dass ich dann zum nächsten Band greife. Um diese Abwechslung zu gewährleisten lese ich auch nicht selten mehrere Reihen parallel. Dann wechsele ich immer zwischen den aktuellen Reihen. Wieder reinkommen ist für mich meistens kein größeres Problem. Meist bin ich nach relativ wenigen Seiten wieder mitten im Geschehen, auch wenn ich mich an vergangene Details oft erst im Laufe der Lektüre erinnere.

    :study: Oliver Pötzsch - Die Henkerstochter und der schwarze Mönch

  • Mh, das ist sehr unterschiedlich bei mir.
    Krimireihen, wo die einzelnen Bände ja eher in sich abgeschlossene Fälle sind, da les ich zum Teil den letzten Band nochmal und dann den aktuellen um die Charaktere genauer zu erinnern.


    Fantasy Reihen les ich an sich gern hintereinander weg, wenn ich sie da hab. Aber ich warte nicht mit dem Lesen, bis ich alle habe.
    Einmal muss ich Band 1 lesen um überhaupt zu entscheiden, ob die Reihe mich weiter interessiert. Wenn nicht, wird die Reihe nicht fortgesetzt.
    Wenn die Reihe mir gefällt, dann schau ich, dass ich die Folgebände bekomme..aber das kann ruhig von Geburtstag zu Weihnachten etc. dauern;)


    Da ich keinen nennenswerten SuB habe und gute Bücher gerne nochmals lese, habe ich kein Problem damit, Reihenanfänge oder sogar ganze Reihen nochmal zu lesen.

  • Ich denke, dass George R.R. Martin nicht gerade wenig Schuld daran trägt, dass ich so reagiere. Am Anfang konnte ich kaum noch abwarten, dass ein neuer Teil herauskommt und habe sogar von Beginn an neu gelesen. Da die Reihe aber immer länger und unübersichtlicher wurde, habe ich es aufgegeben. So kann man sich seine Leser auch vergraulen

    So unterschiedlich sind die Geschmäcker. :mrgreen:
    Gerade die Länge und diese total verschachtelte, komplexe Geschichte mit ihren hunderten von einzelnen Handlungssträngen find ich so toll. :) Ich liebe es, in solche, bis ins kleinste Detail ausgearbeiteten Geschichten zu schlüpfen. Das ist wie eine Art Parallelwelt zum Urlaubmachen. :love:
    Ich hoffe nur dass Mr. Martin es auch gebacken bekommt die fünfunddrölfzig Handlungsstränge zu einem schlüssigen Ende zu kriegen (wobei ich es schon begrüßen würde wenn er sie überhaupt mal irgendwann zu einem Ende bringt... :-# )





    Verheißung und Selfies?

    Japp, genau die beiden. :)

    Dann bin ich beruhigt, denn ich fand auch Verheißung ätzend

    :totlach: Tja, so ist das mit den Geschmäckern. :loool:
    Ich fand es toll dass Carl in diesem Band endlich mal wieder von seinem Ego-Ätz-Trip runtergekommen ist und bei "Selfies" fand ich die Hintergrundgeschichte von Rose ziemlich gut. :)

  • Ich bin auch ein Serien-Junkie - und ich habe oft Lese-Amnesie - ich vergesse zwar meist nicht die Handlung, aber Details bleiben selten lange in meinem Kopf :uups: .
    Für mich gibt es 2 Arten von Serien - Je nachdem welcher Serientyp vorliegt passe ich meine Lese/Hörverhalten an.
    1: Serien die eine Handlung über mehrere Bände erzählen, aber irgendwann auch ein Ende haben (Bei mir meist Fantasy-Serien)
    2: Serien bei denen Jeder Band Grundsätzlich eine eigene Haupthandlung hat, es aber Buchübergreifende Elemente gibt.


    Bei Fall 1 gehöre ich auch zu der Fraktion die Abwarten bis die Serie komplett ist (Bei mir war es nicht George RR Martin, sondern Stephen King mit seinem Dunklen Turm der dafür gesorgt hat das ich das so handhabe :lol: ). Dann lese ich die Serie zügig durch (Natürlich nur wenn sie mir auch wirklich gefällt). Komplett an einem Stück lese ich zwar trotzdem nicht, aber ich achte darauf das maximal 1-2 andere Bücher zwischen jedem Band liegen. Und ich achte dann auch darauf das ich nicht 2 ähnliche Serien aus dem gleichen Genre lese, sonst steig ich auch schnell nicht mehr durch. Aktuell lese ich z.B. den "Drachenbeinthron" da könnte ich Paralell nie sowas wie "Herr der Ringe" lesen...


    Im Fall 2 höre ich die Bände die draußen sind auch relativ dicht hintereinander, und versuche auch nicht zu viele Serien gleichzeitig anzugehen, bin da aber nicht so riguros. Sobald ein neuer Band erscheint lese ich diesen, falls die Serie mich noch weiter interessiert. Das klappt recht gut, allerdings bekomme ich dann oft Bezüge zu älteren Fällen nochmal hin. Da Carl Moerk schon mehrfach genannt wurde: Da habe ich mir in Selfies schon die Frage gestellt was jetzt eigentlich über Assad bekannt ist, wie das nochmal mit dem "Druckluftnaglerfall" war, und ach ja, Gordon... Stimmt, der ist ja relativ neu in der Ermittlertruppe... Was war nochmal mit dem... Sowas vergesse ich dann immer recht schnell, bin aber auch zu undiszipliniert um mir sowas aufzuschreiben. :pale:
    Wenn ich eine Serie mal mag verzeihe ich mal einen schwachen Band, oder gebe einer Serie nach einem schlechten Serienstart noch eine weitere Chance wenn ich denke das da noch Luft nach oben ist die genutzt wird (Bestes Beispiel: Jo Nesbo's Harry Hole Serie 3). Wenn die Serie sich dann aber mehrere Schwache Bände hat, oder so gar nicht in die Pötte kommt ( @Hiyanha hat da Tempe Brennan genannt die mir auch einfällt) dann wird sie abgebrochen.


    Klar lassen sich Serien nicht immer problemlos in eine der beiden Kaegorien einordnen, aber ich komme damit recht gut klar.

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