Kylie Scott - Dirty, Sexy, Love / Twist

Dirty, Sexy, Love

3.9 von 5 Sternen bei 13 Bewertungen

Band 2 der

Verlag: LYX

Bindung: Broschiert

Seitenzahl: 320

ISBN: 9783736302822

Termin: Mai 2017

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  • Wenn aus einer Online-Freundschaft plötzlich so viel mehr wird ...


    Alex Parks würde am liebsten im Erdboden versinken. Da hat sie all ihren Mut zusammengenommen, um Eric Collins gegenüberzutreten - dem Mann, mit dem sie seit Monaten online flirtet -, doch der hat keine Ahnung, wer sie ist! Völlig gedemütigt will sie nur eins: nichts wie weg aus Coer d’Alene. Das muss Joe - Erics Bruder - mit allen Mitteln verhindern. Der in sich gekehrte Barkeeper wollte eigentlich nur den Online-Dating-Account seines Bruders löschen, ist dabei aber auf Alex’ Profil gelandet - und hat augenblicklich sein Herz an die lustige, wunderschöne Frau verloren. Doch kann er Alex überzeugen, dass er der Mann ist, in den sie sich online verliebt hat?


    Quelle: Amazon.de



    Der erste Eindruck, den Alex Parks in Coeur d’Alene hinterlässt, könnte peinlicher nicht sein. Aus der lesenden Perspektive allerdings ist es ein humorvoller Einstieg in „Dirty, Sexy, Love“. Diesen Humor konnte Kylie Scott aber nicht durchgehend halten. Er war nicht gänzlich verschwunden, aber hin und wieder habe ich ihn gesucht.


    Nachdem Alex zuerst zum Bleiben gezwungen und dann von Joe überredet wurde, lernen sie sich auch persönlich langsam besser kennen. Der Funke zwischen den beiden wollte bei mir aber nicht so ganz springen. Dass zwischen ihnen ein Band bestand, hat man gesehen. Aber damit, dass sie Gefühle füreinander entwickelt haben, konnte Kylie Scott mich nicht zu 100 % überzeugen bzw. zufrieden stellen.
    Einen richtigen Draht konnte auch nicht zu Joe und Alex aufbauen. Ja, ich mochte sie beide. Aber andererseits, ach ich weiß auch nicht wie ich das erklären soll, ich konnte mich nur schwer in sie hineinversetzen. Da die Geschichte ausschließlich Alex erzählt, habe ich mir hier wirklich regelmäßig gewünscht, zu wissen, was in Joes Kopf vor sich geht.


    Teilweise waren den Kapiteln die Nachrichten zwischen Alex und „Eric“ vorangestellt. Um sich einen Einblick über ihr virtuelles Kennenlernen zu verschafften, fand ich dies zum einen gut gelöst und zum anderen interessant und passend.


    Nebenkriegsschauplätze gab es natürlich auch, die aber gut in die Geschichte integriert waren. Zum einen war da Eric, Joes Bruder, der doch endlich erwachsen werden solle. Er konnte bei mir zwar Pluspunkte sammeln, verspielte diese jedoch so schnell, wie er sie gesammelt hatte.


    Auch mit Nell und Pat geht es weiter. Hier näheres zu erfahren, habe ich entgegengefiebert. Ich habe mit ihnen gehofft und gelitten. Einen Punkt sah ich nicht kommen - wie auch, es war ja dunkel :wink: nein Scherz beiseite – und möchte mich im weiteren Lydias Worten anschließen. Sie hatte den Sachverhalt treffend zusammengefasst.


    Mit Star konnte ich gar nichts anfangen, ihr Auftreten war in meinen Augen unnötig. Damit, dass sie Nells beste Freundin sein soll, konnte mich die Autorin wirklich nicht überzeugen. Das wirkte alles andere als passend.


    Was das Ende angeht, war es mir zu sprunghaft und ich kam nicht mehr so richtig mit. Gerade noch dort, dann plötzlich hier und schwuppdiwupp ist alles nur noch halb so schlimm? So ganz zufrieden bin ich damit nicht.


    Von mir gibt es :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb: .

    :study: Elias & Laia - In den Fängen der Finsternis von Sabaa Tahir

  • Ich fand den Titel dieses Romans vielversprechend und daher war meine Neugier geweckt. Der Klappentext lockte mich auch und so musste ich es einfach lesen. Ich habe erst später entdeckt, dass dies der zweite Teil einer Reihe ist, jedoch war mir das beim Lesen gar nicht aufgefallen. Also man kann diesen Roman ohne Vorkenntnisse lesen, da sich jeder Roman um einen anderen Charakter aus der Dive Bar dreht. Ich hatte zumindest nicht das Gefühl, dass mir da irgendwelches Wissen fehlt. Sicherlich ist es ganz schön, wenn man "Crazy, Sexy, Love" vorweg liest, so sind einem die Charaktere schon bekannt, aber ich hatte nicht das verwirrte Gefühl der Leere, dass entsteht wenn einem der Vorgänger unbekannt ist und der Autor sich immer wieder darauf bezieht ohne näher zu erläutern. In diesem Roman dreht es sich größtenteils um Joe und Alex und diese beiden Charaktere zeichnet die Autorin ziemlich deutlich.
    Wir erleben die Handlung aus Alex' Sicht und sind dadurch mit ihr stark verbunden. Ihr Charakter war für mich etwas schwierig, so wirklich warm bin ich mit ihr nicht geworden. Sie hat so ihre Macken und Denkweisen, die mir auf eine Weise etwas zu locker und auf andere Art wieder zu merkwürdig waren. Manches passte nicht so wirklich zusammen, aber das ist nur mein Gefühl. So wirklich nachvollziehen konnte ich manches nicht. Joe ist ein sehr sympathischer Mensch, der seine Familie und Freunde unterstützt und dabei sich selbst gerne mal vergisst. Ein Mann, der sich bei mir wirklich ins Herz geschlichen hat. Aber so im letzten Drittel legt er ein Verhalten an den Tag, das mir etwas suspekt war. Da hätte ich mir doch etwas anderes erhofft, was auch glaubwürdiger wirkt. Jedenfalls wirkte sein Handeln gegenüber den ersten zwei Dritteln für mich widersprüchlich.
    Trotzdem fand ich die Grundidee ziemlich klasse auch wenn ich zu Beginn mehr Chatverläufe erwartet hatte. Diese werden später zwar mit eingebaut, aber doch eher im Mindestmaß.
    Ich habe sicher schon bessere Erotikromane gelesen und werde daher diese Reihe auch nicht weiter verfolgen. Denn dieser Roman konnte zumindest bei mir nicht die Neugier auf Band 1 oder Band 3 wecken, auch wenn er sich locker und leicht weglesen ließ.


    Bewertung: :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Meinung
    Nachdem ich "Crazy, Sexy, Love" so begeistert beendet hatte, konnte ich nicht anders, als mich gleich auf den zweite Band zu stürzen und mich in "Dirty, Sexy, Love" zu verlieben. Ich hatte natürlich sehr hohe Erwartungen, habe mich gefreut, einen weiteren Charakter aus der Dive Bar unter die Haube zu bringen und auch die anderen Protagonisten wiederzutreffen. Und auch wenn mir "Dirty, Sexy, Love" im Grunde gut gefallen hat, fand ich es doch um einiges schwächer als sein Vorgänger.


    Fangen wir mal vorne an: Die Charaktere. Joe lernt man im ersten Teil der "Dive Bar"-Reihe schon ein wenig kennen, doch wirklich präsent war er dort nicht, weswegen ich vor dem Lesen des zweiten Teils auch kein wirkliches Bild von ihm hatte und ihn nicht richtig einzuschätzen wusste. Und obwohl ich die Figuren und die Charakterzeichnung in Band eins noch so gelobt habe, habe ich es diesmal leider nicht wirklich schaffen können, eine Bindung zu Joe oder zu Alex aufzubauen.


    Bei Joe lag es zum einen daran, dass er von seiner Beschreibung her einfach nicht in mein Beuteschema passt. Vaughan aus Band eins ist zwar auch nicht unbedingt mein Typ, aber er war sexy dargestellt mit Bad-Boy-Charme und Einfühlungsvermögen, während bei Joe immer wieder durch die Autorin selbst die Wikinger-Assoziation aufgegriffen und von "so vielen Haaren" gesprochen wird, so dass mich das irgendwann nur noch genervt hat. Was ich aber viel schlimmer fand, war sein Verhalten Alex gegenüber. Joe wird im ersten Teil und auch am Anfang des zweiten Teils, trotz seines Wikinger-Auftretens, als sehr sanft dargestellt, als jemand, der empathisch ist, einfühlsam und rücksichtsvoll. Als jemand, bei dem man sich wohlfühlen kann. Aber er verhält sich nicht so. Er ist Alex gegenüber mehr als ein Mal unfair, er behandelt sie nicht gut, er lügt und letztlich steht er auch am Ende der Geschichte nicht seinen Mann. Nicht mal, als er weiß, wie Alex empfindet. Stellenweise kam es mir leider so vor, als habe Kylie Scott sich nicht so viel Mühe gegeben wie bei Lydia und Vaughan oder als sei ihr Joe und Alex nicht so wichtig wie das Paar aus dem ersten Band gewesen. Ich bin auf jeden Fall gespannt, ob sie mich in Band drei mit den Figuren wieder mehr wird überzeugen können.


    Und auch Alex ist leider für mich ein Stück weit oberflächlich und wankelmütig geblieben. Während sie am Anfang über Joes Verrat tobt und ausrastet und ihm ordentlich ihre Meinung sagt, lässt sich im Laufe der Geschichte immer mehr gefallen. Und auch sie steht nicht ihre Frau, was ich gerade aufgrund ihres Auftretens am Anfang des Buches, überhaupt nicht nachvollziehen konnte und was im Grunde dazu geführt hat, dass ich mich mit beiden Hauptprotagonisten nicht wirklich identifizieren konnte, keinen wirklich authentisch oder tiefgründig fand und ich mir auch sehr oft die Haare habe raufen müssen.


    Dementsprechend oberflächlich habe ich leider auch die Entwicklung der beiden beobachtet. Ich fand es eigentlich ganz schön, zu lesen, wie Joe mit seinen Schuldgefühlen umgeht und Alex immer mehr lernt, ihm zu vertrauen, wie sie zusammen arbeiten und er sich um sie kümmert. Die beiden passen trotz ihres fragwürdigen Verhaltens ganz gut zusammen und geben ein schönes Paar ab. Und auch die Entwicklung gegen Ende des Buches haben mich über viel Frust bezüglich der Charakterzeichnung hinweggetröstet, so dass ich mich letztlich auch für die beiden gefreut habe und auch viele positive Seiten an ihrer Beziehung feststellen konnte.


    Der Schreibstil der Autorin war bei Dirty, Sexy, Love nicht ganz so leicht und humorvoll wie im ersten Band, allerdings ist die Geschichte wieder aus Sicht der weiblichen Hauptprotagonistin geschrieben und Alex ist viel ernster und ruhiger, als Lydia. Trotzdem ließ sich das Buch gut durchlesen und der Schreibstil hat mich durch die Seiten fliegen lassen.


    Fazit
    "Dirty, Sexy, Love" ist bei weitem nicht so gut gelungen wie der Vorgänger, konnte mich aber doch recht gut unterhalten. Ich konnte mich schlichtweg nicht mit den Charakteren und deren Verhalten anfreunden, jedoch fand ich die Liebesgeschichte schön umgesetzt und auch den Schreibstil fand ich wieder gelungen. Ich bin sehr sehr sehr gespannt auf Eric in Band drei.

    "Das, was mir am meisten leidtut, ist, dass ich erst sterben musste, um zu verstehen, wie wunderbar das Leben sein kann."
    :study: Anne Freytag | Mein bester letzter Sommer | Seite 182

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