Stefan Bonner & Anne Weiss - Wir Kassettenkinder

  • Buchdetails

    Titel: Wir Kassettenkinder


    Verlag: Knaur TB

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 272

    ISBN: 9783426788530

    Termin: November 2017

  • Bewertung

    3.9 von 5 Sternen bei 8 Bewertungen

    78,8% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Wir Kassettenkinder"

    Das charmante, zum Schwelgen und Grinsen einladende Retrobuch für alle Fans der Achtziger: Die Bestsellerautoren Stefan Bonner und Anne Weiss, selbst Kinder der Achtziger, nehmen uns mit auf eine Zeitreise in das 'Lieblingsjahrzehnt der Deutschen' (dpa). Heute sind sie legendär: die Achtziger. Es war das Jahrzehnt, als wir mit dem Kassettenrekorder Mix-Tapes aus dem Radio aufnahmen und Dallas-Frisuren und Hawaiihemden trugen. Wer in dieser Zeit zwischen Bandsalat und Neuer Deutscher Welle, Indiana Jones und YPS-Heft, Atomwaffen und Ententanz aufwuchs, erlebte ein epochales, seltsam unbekümmertes, oft albernes Jahrzehnt, in dem alle trotz des drohenden Weltuntergangs durch sauren Regen und Kalten Krieg den Eindruck einer lustig-bunten Zeit hatten. Und: irgendwie fing irgendwann in jener Zeit die Zukunft an! Mit einem Augenzwinkern schauen Stefan Bonner und Anne Weiss, selbst Kinder der Achtziger, zurück auf das Jahrzehnt, das uns prägte wie kein anderes.
    Weiterlesen
  • Bestellen

  • Aktion

Anzeige

  • Neonfarben, Dauerwellen, Schulterpolster ... Tschernobyl, saurer Regen und Anti-Atomkraft-Demos ... und die heilige Dreifaltigkeit der modernen Technik: Videorecorder, Walkman und Spielecomputer!


    Ja, genau, es geht um die 80er Jahre, dieses Jahrzehnt des seltsamen Modegeschmacks, der merkwürdigen Frisuren, der aufkeimenden Friedens- und Umweltschutzbewegung und des ultimativen Grauens für alle, die in stundenlanger Kleinarbeit ihre Lieblingshits aus dem Radio mitgeschnitten hatten: fieser, schrecklicher Bandsalat.


    Stefan Bonner und Anne Weiss, beide Mitte der 70er geboren und somit waschechte Kassettenkinder, lassen das Jahrzehnt, das inzwischen schon Kultstatus unter denen hat, die es (üb)erlebt haben, liebevoll und augenzwinkernd Revue passieren und laden alle, die sich daran erinnern können, zum nostalgischen Schwelgen in Reminiszenzen ein.


    Diese amüsante Zeitreise umfasst so ziemlich alles Typische aus den 80er Jahren und lässt die eigenen Erinnerungen an den Samstagabend wach werden, wenn die Kinder frisch gebadet in Schlafanzug und Frotteebademantel "Wetten, dass" mitgucken durften, an die ersten eigenen Mixtapes, das rätselhafte Piepen am Ende des Tagesschau-Wetterberichts (das im Buch auch eine Erklärung findet) oder die ersten, heiß begehrten Computerspiele.


    Bei aller Nostalgie wird aber auch nicht unter den Teppich gekehrt, dass dieses Jahrzehnt zwar für die damaligen Kinder sich wie eine Rundum-Sorglos-Zeit anfühlte und weltpolitisch auch tatsächlich hoffnungsfroh zu Ende ging, aber auch einige nicht so schöne Seiten hatte, allen voran die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl.


    Die beiden Autoren finden auch stimmige Gründe dafür, warum viele diese Zeit so idealisieren und schaffen das, was in vielen ähnlichen Büchern nicht so ganz gelingt, nämlich bis zum Ende prima zu unterhalten und die einzelnen Aspekte von "damals" nicht einfach nur fade aneinanderzureihen, sondern zu einem Gesamtlesevergnügen zu verknüpfen, bei dem man in jedem zweiten Absatz am liebsten irgendwen in den Arm kneifen möchte, der damals auch dabei war, um eine ausgiebige Runde des "Weißt du noch"-Spiels zu starten.


    Ein echtes Muss für alle, die zu den entsprechenden Jahrgängen gehören und eine nostalgische Ader ihr eigen nennen!

  • Ich kann mich echt an alles erinnern, was Du aufgezählt hast, außer an dieses Piepen :loool:

    Dito! Aber mein Walkman war ge(n)i(a)l, den hatte ich immer dabei. :mrgreen:

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • Herr Magdalena und meine Mutter konnten sich angeblich auch nicht daran erinnern, bis ich es nachgemacht habe :lol:


    Hier kommt es, bei ca. 1:25 :wink:


    Diese kleine Zeitreise war echt schön, da hatte ich gleich wieder dieses wohlige Gefühl eines sonnigen Samstagnachmittags ... nach erledigtem gemeinsamem Hausputz wanderten wir alle nacheinander in die Badewanne, während aus dem Küchenradio "Heute im Stadion" zu hören war, und wenn dann die Schlusskonferenz lief mit "TOOOOR in Dortmund! Das ist ja sensation-" "TOOOOOR in Frankfurt!" :lol: , waren alle frisch gesäubert und es gab das erste Stück vom Sonntagskuchen. Danach gab's Kirchgang und was Leckeres zum Abendessen (wir hatten bestimmte Samstagabendgerichte :) ) und anschließend die TV-Show, die gerade dran war. Rudi Carrell, Wetten dass, Verstehen Sie Spaß und was es sonst noch so gab.

  • Ich kann mich echt an alles erinnern, was Du aufgezählt hast, außer auch an dieses Piepen

    Ich wüsste schon gerne, warum es gepiept hat. Waren es irgendwelche Morsezeichen? :-k


    Hier könnt Ihr Euch das Piepen nochmal anhören (ziemlich am Ende), das hilft Eurer Erinnerung sicher auf die Sprünge. :)


    edit: Da war Magdalena einen Moment schneller. :lol:

    Bücher sind auch Lebensmittel (Martin Walser)


    Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero)



  • Klasse, Du hast auch noch genau dasselbe Video verlinkt wie ich :totlach: Great minds think alike!


    Gut geraten, @Marie. Darauf bin ich nie gekommen - es ist der Morsecode "QAM", der international für "Wie wird das Wetter" steht.


    Das rhythmische Piepen zu Beginn der Heute-Sendung ist übrigens Morse für "h-e-u-t-e".

  • Herr Magdalena und meine Mutter konnten sich angeblich auch nicht daran erinnern, bis ich es nachgemacht habe :lol:


    Hier kommt es, bei ca. 1:25 :wink:

    jetzt weiß ich es wieder :totlach: und was war der Grund dafür? Bitte lass uns nicht dumm sterben O:-)

  • Hörte sich wirklich an wie Morsen.
    Ich hatte so ein starkes deja-vu bei der Sonne. An irgendwas erinnerte die mich zusätzlich. Muster einer Schokoladen-Stanniolverpackung? :-k Ich komm noch drauf...
    @Magdalena: Es gibt ja verschiedene solcher Erinnerungsbücher. Hast Du noch andere gelesen? Wenn ja, wie war dieses hier im Vergleich?

  • wohlige Gefühl eines sonnigen Samstagnachmittags

    Klar, früher war mehr Sonne. :applause::flower: Und wir wurden immer zu zweit in die Badewanne gesteckt. Um das Procedere abzukürzen, vermute ich, denn von Wassersparen war damals noch keine Rede. Für den Schaum sorgte badedas in einer hellgrünen, geriffelten Flasche.


    Wir sind seit ein paar Tagen hier irgendwie auf dem Nostalgietrip. Siehe auch Konsalik-Thread. Hach, wie schön. :friends:

    Bücher sind auch Lebensmittel (Martin Walser)


    Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero)



  • Hörte sich wirklich an wie Morsen.
    Ich hatte so ein starkes deja-vu bei der Sonne. An irgendwas erinnerte die mich zusätzlich. Muster einer Schokoladen-Stanniolverpackung? :-k Ich komm noch drauf..

    Capri-Sonne war's nicht, oder?


    Ich kenne noch "Generation Golf", das ich auch ganz gut fand und "Fernsehen gernsehen" von Alexander Emmerich, was mich nicht sooo umgehauen hat (ist ein Roman und die Rahmenhandlung doch eher dünn). Das hier hat mir bisher am besten gefallen.


    Ich überlege gerade, womit wir als Kinder immer gebadet haben. Mein Shampoo hieß jedenfalls "Plantschi" oder so ähnlich, und ich hab, bis ich sieben oder acht war, jedesmal beim Haarewaschen oder spätestens beim Kämmen geheult (Wasser in den Augen, Shampoo in den Augen oder Ziepen beim Durchkämmen der langen Haare ...)


    Als meine Schwester alt genug war, haben wir freiwillig zusammen gebadet, weil das immer viel lustiger war. Abgesehen von dem einen Mal, bei dem sie die Wanne wohl mit dem Klo verwechselt hat 8) )

  • Ne, Caprisonne war es nicht. Ich habe mal gerade nach Blockschokolade gegoogelt. Zumindest hatte die Schrift dort die selbe Farbe wie die Sonne im Wetterbericht. Ob es das war?
    Egal. Ich erinnere mich stattdessen gerade an diese Enttäuschung, wenn nichts Süßes im Haus war und man sich heimlich, unter Einsatz aller Kräfte, ein paar Raspel Blockschokolade abgeraspelt hatte - um festzustellen, dass sie überhaupt nicht schmeckte :-? .

  • Mir ist jetzt wieder eingefallen, an was mich diese Sonne erinnerte.
    An Eiskonfekt Marke "Moritz" der Firma Wawi. Die Verpackung sah bzw. sieht genauso aus.


    Zurück zum Buch.
    Das einzige Erinnerungsbuch, das ich neben "Generation Golf" gelesen habe, ist das unten angezeigte.
    Es war 1999 das erste seiner Art.
    Allerdings stammt es aus Österreich und daher werden einige Dinge vorgestellt, die man in Deutschland in den 70ern nicht kannte.
    Das Buch basiert auf einem Online - Forum und dementsprechend sind als Text nur die Chatverläufe der User abgedruckt.
    Gewöhnungsbedürftig, aber damals fand ich es dennoch ganz lustig, auch wegen der vielen Fotos aus der damaligen Zeit.

  • :D Ja, und die steinharten Keksen aus diesen Überlebenspaketen der Bundeswehr, die mein Vater, der damals beim Bund war, immer mit nach hause brachte.

    Panzerkekse :lol: Die kenne ich allerdings nur vom Hörensagen.

  • Panzerkekse :lol: Die kenne ich allerdings nur vom Hörensagen.

    Ich hatte mal das Vergnügen gehabt und durfte mal eines probieren, da beißt du dir sonstwas ab. Die Kekse sind wirklich so hart wie Stein. :shock:

Anzeige