Kendare Blake - Die Schwestern / Three Dark Crowns

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Der Schwarze Thron 1 - Die Schwestern

3.6|13)

Verlag: Penhaligon Verlag

Bindung: Broschiert

Seitenzahl: 448

ISBN: 9783764531447

Termin: Mai 2017

  • Klappentext:
    Düster und unglaublich fantasievoll: Die Fantasy-Entdeckung aus den USA!


    Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Töchter der Königin. Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, aber nur eine wird ihn besteigen können. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren ― doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten. Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod ― er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages …


    Zum Buch:
    Das Cover finde ich ansprechend, obwohl es für ein Fantasybuch ziemlich schlicht gehalten ist. Die Krone ist ein Blickfang mit ihren verschiedenen kleinen Details, wie den Pferden, der Schlange und den Bären – die im Buch eine Rolle spielen. Absolut charakteristisch für diesen Roman sind die Krähen im Nebel, die sich wie ein Schleier, um die Krone winden. Im Inneren befindet sich ein Plan, auf der alle Ortschaften abgebildet sind. Die Karte ist beeindruckend und phantasievoll illustriert.


    Erster Satz:
    "Eine junge Königin steht barfuß auf einem Holzblock, ihre Arme sind weit ausgestreckt."


    Meine Meinung:
    Ich hatte das Glück vor dem Erscheinen von "Der schwarze Thron - Die Schwestern" von Kendare Blake, die Geschichte im Rahmen einer Bloggeraktion lesen zu dürfen. Ich war gespannt, was mich in dieser Story erwartete und wagte mich ohne große Erwartungen an den ersten Teil der Quadrologie heran.


    Katharina die Giftmischerin, Arsinoe die Naturbegabte und Mirabella die Elementwandlerin sind getrennt voneinander aufgewachsen, in ihren Fähigkeiten ausgebildet und Anwärterinnen auf den Thron. Das Volk ihres Heimatdorfes der Insel Fennbirn verlangt nach einer neuen Königin und so müssen sich die Schwestern dem Volk an ihrem sechzehnten Geburtstag stellen. Nur die Stärkste und Begabteste Schwester kann den Thron als Königin besteigen, was bedeutet, dass zwei Schwestern sterben müssen.


    Die Geschichte beginnt direkt am sechzehnten Geburtstag der Drillingsschwestern und ich fand mich mitten im Geschehen wieder.
    Kendare Blake schreibt abwechselnd in der Erzählperspektive über die Schwestern und ich lernte nach und nach die Charaktere Katherine, Arsinoe und Mirabella, sowie zahlreiche Nebencharaktere und die Ortschaften kennen.
    Die Landschaften sind bildhaft beschrieben und es kam mir fast so vor, als würde ich meine Lieblingsserie "Game of Thrones" schauen, weil das Lesen in mir unbeschreibliche Gefühlsregungen erweckte, wie ich sie beim Anschauen der Serie empfunden habe. Ich konnte die Menschen und das Bühnenbild sehen, mitfühlen und teilweise riechen und schmecken.
    Die Schriftstellerin erschafft eine düstere, gefährliche und elegante Atmosphäre, in der ich verschmolz.


    Die Protagonisten sind komplex und in zahlreichen Plots ineinander verflochten. Ich brauchte einige Zeit, um mich in dem gesamten gesponnenen Netz zurechtzufinden.
    Die Gaben der Schwestern waren raffiniert und ich las gerne darüber, wie sie diese anwendeten, was mir allerdings zu kurz kam.
    Die Leidenschaft und Gefühle unter den Protas war spürbar, aber nicht im Mittelpunkt der Erzählung.


    Der Geschichtsverlauf baut sich nur schleppend voran und es passierte in diesem ersten Teil nicht wirklich viel.
    Erst zum Schluss begann ich mit der Handlung mitzufiebern, als die Erwachsenenzeromie stattfand. Eine aufbauende und konstante Spannung hätte ich mir gewünscht. Vielleicht finde ich das im zweiten Band.
    Ein erahnter Cliffhanger ließ mich am Ende zurück, wobei ich ehrlich gesagt mehr erwartet hätte und etwas enttäuscht darüber war, dass mich das Ende nicht um den Verstand gebracht hat. Auf die Fortsetzung bin ich trotzdem sehr gespannt und hoffe, dass dieser Band mich komplett überzeugen, und mich mit spannungsgeladener Action, Intrigen und Leidenschaft überrascht wird.


    Der zweite Band "Die Königin" erscheint am 25. September 2017 und laut Information von Filmstarts.de wird diese Fantasyreihe verfilmt.


    Fazit:
    "Der schwarze Thron - Die Schwestern" von Kendare Blake ist der erste Band einer Quadrologie, der sich Schritt für Schritt aufbaut. Die Autorin erschafft dabei eine düstere, brutale und elegante Atmosphäre die der bekannten Serie "Game of Thrones" ähnelt. ~ bildhafte Kulissen ~ zahlreiche verknüpfte Verhältnisse ~ fehlender konstanter Spannungsbogen ~


    Meine Wertung: :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • und das Original dazu :wink:


    @Katis-Buecherwelt bitte lass die Reihentitel aus der Titelzeile raus, die Reiheninfo erscheint oben bei der Buchinfo. Danke :)

    1. (Ø)

      Verlag: Macmillan Children'S Books


    viele Grüße vom Squirrel

     :study: Viet Thanh Nguyen - Der Sympathisant
     :study: Norman Davies - Verschwundene Reiche (Langzeit-MLR)

     :study: Yuval Noah Harari - Homo Deus (Bücherwürmer-Langzeitprojekt)

  • Inahlt:
    Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Töchter der Königin.
    Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn,
    aber nur eine wird ihn besteigen können.


    Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren
    — doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten.
    Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod
    — er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages...


    (Quelle: Klappenbroschur)


    Eigene Meinung:
    Wieder einmal ein Buch, welches förmlich in guter Kritik ertrank und in aller Munde war. Für mich hingegen war es leider eine äußerst herbe Enttäuschung.


    Ich empfand die Idee als etwas recht Besonderes und schon mit den ersten Seiten mochte ich die mit der Geschichte einhergehende Dunkelheit und andere, leicht düstere Atmosphäre. Zumindest war ich für ein paar wenige Kapitel beeindruckt von dem Buch, zumal mich die unterschiedlichen Gaben faszinierten, auch wenn man sie in ähnlicher Form oft antrifft. Allerdings merkte man schnell, dass die drei Schwestern, welche abwechselnd erzählen, im Grunde genommen sehr gleich sind. Sie sind ein wenig geprägt von ihrer Kindheit, haben winzige Unterschiede, aber sogar ihre Freundinnen haben den gleichen Charakter. Man könnte es durchaus als Metapher dafür nehmen, dass sie eben nicht so anders und fremd voneinander sind, sondern der Mensch von seinen Erfahrungen geprägt und geformt wird, andererseits werden einzelne Charakteristika immer wieder stark hervorgehoben, vor allem in den Zeitpunkten, in denen die Schwestern aufeinander treffen. Aufgrund dessen, dass sich die Mädchen so ähnlich sind und auch ihre Geschichte, fügen sich die einzelnen Kapitel nicht schön zu einem Ganzen zusammen. Eher liest man alles mehrfach und wird das Buch dadurch in die Länge gezogen. Es hätte wesentlich mehr Spannung gebracht, wäre nur aus der Sicht einer der Schwestern und tiefgründiger erzählt worden.


    Allgemein war für mich das Buch überaus oberflächlich, ihm fehlte die richtige Substanz. Während sich vorrangig auf die Charaktere mit ihren kleinen, jugendlichen Problemen konzentriert wurde, entstanden immer mehr Lücken in der dargestellten Welt. Man bekam nur Bruchstücke der geheimnisvollen Vergangenheit der Insel zu hören, die dann nicht einmal schlüssig mit den Handlungen und dem Leben der Handlungsträger war, bespielweise die sprichwörtliche Verwendung des Wortes „Gott“, obwohl an eine Göttin geglaubt wird. Zudem waren die wünschenswerten Informationen überaus simpel und wenig durchdacht. Ebenso wählte man bei Problemen oder Beweggründen den einfachsten Weg. Dass es ein Jugendbuch ist, bedeutet nicht, dass man es nicht tiefgründig und durchdacht gestalten kann.


    Wenn man jedoch Traumvorstellungen und Liebe bevorzugt, ist dieser Titel genau richtig. In die Leben der Schwestern treten gutaussehende junge Männer, sodass es schon zeitig zu heißer Leidenschaft und Küssen kommt. Wahrhaftig bestand dieses Buch für mich ab der Hälfte fast nur noch aus diesen Elementen, zumal sich die meisten am Ende eines Kapitels küssten. Von all diesen Gefühlen sind die Charaktere wohl derart verblendet, dass sie vieles schlichtweg übersehen, Dinge, die für den Leser noch extra betont werden, damit wohl Spannung aufkommt. Diese fehlt dem Buch jedoch gänzlich. Es ist vorhersehbar und Fragen, die ich mir immer wieder stellte und die entweder sehr schlicht oder nie beantwortet wurden, ergaben dann den großen, unsinnigen Plottwist. Zusammengefasst war von Anfang an zu denken, dass nichts so laufen wird, wie es ursprünglich geplant war und die Liebe das nötige Drama schafft.


    Diese Lektüre besteht wieder einmal aus bloßen Worten, die sich nicht zu einem Gefühl vereinen wollen, bedenkt man, dass sie schnell an Bedeutung verlieren. In einem Moment wird eine Tat als unglaublich grausam beschrieben und im nächsten ist sie gänzlich vergessen. Teilweise kamen noch Logikfehler hinzu oder allgemeine Fehler, beispielsweise dass die Kapitelüberschrift auf die Westküste verweist, sie sich aber an der Ostküste befinden.


    Fazit:
    Schlussendlich war es ein Reihenauftakt, welcher großes Potential mit seiner Idee, angesiedelt in der typischen, mittelalterlichen Fantasywelt, hat, doch durch sich nicht entwickelnde Freundschaften oder plötzlich unrealistische Leidenschaft nur zu einem Gefühl der Tiefenlosigkeit führt. Wieder einmal sind die Charaktere in ihrer Art sehr schön und finden ihre große Liebe oder sexuelle Beziehung, sodass bei Jugendlichen eher falsche Vorstellungen entstehen. Man muss sich nicht anstrengen, um bei diesem Buch mitzukommen und werde ich mich in einem Jahr auch nicht mehr daran erinnern, denn geht es in der Masse der immer gleichen Jugendbücher unter.


    :bewertung1von5::bewertungHalb:


    Zur Leseprobe

  • Beitrag an bestehenden Thread angehängt :wink:

    viele Grüße vom Squirrel

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     :study: Yuval Noah Harari - Homo Deus (Bücherwürmer-Langzeitprojekt)

  • ?( Jetzt ist gar keiner mehr da. Oder bin ich blind? :-k 

    danke fürs aufmerksam machen - hab den Beitrag wiederhergestellt


    @hiddenbookparadise Ich hab den von Dir doppelt erstellten Thread gelöscht, da wir alle Beiträge zu einem Buch in einem einzigen Thread sammeln. Also Dein Post hier im Thread ist richtig platziert und ich hab ihn wiederhergestellt. :wink:

    viele Grüße vom Squirrel

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  • Inhalt:
    Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Töchter der Königin. Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, aber nur eine wird ihn besteigen können. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren — doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten. Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod — er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages …


    Rezension:
    Katharine, Arsinoe und Mirabella sind Drillinge, doch mit sechs Jahren sind sie voneinander getrennt worden, denn jede von ihnen kann die Königin von Fennbirn werden, doch am Ende wird nur eine die Krone tragen. Mit ihrem sechzehnten Geburtstag rückt das Jahr des Aufstieges näher und damit ein Kampf auf Leben und Tod.


    "Die Schwestern" ist der Auftakt von Kendare Blakes vierteiliger Der Schwarze Thron Reihe.
    Das Buch wird aus vielen verschiedenen wechselnden personalen Erzählperspektiven erzählt, sodass der Leser in die Sichten von Katharine, Arsinoe und Mirabella, aber auch in die von wichtigen Personen aus dem Umfeld der drei Königinnen, wie Juillenne Milone, Pietyr Renard, Natalia Arron und der Hohepriesterin Luca, eintauchen durfte.


    Die Drillinge sind nach ihrer Trennung völlig unterschiedlich aufgewachsen. Während die auf den ersten Blick zerbrechlich und naiv wirkende Katharine bei den Arrons, der mächtigsten Giftmischerfamilie Fennbirns die Geheimnisse von Giften erforscht, lebt die wilde Arsinoe bei der Naturbegabtenfamilie Milone, deren Tochter Jules nicht nur Arsinoes beste Freundin ist, sondern auch eine äußerst mächtige Gabe besitzt. Die Elementwandlerin Mirabella wuchs bei den Westwoods und unter der schützenden Hand des Tempels auf. Mirabellas Gabe ist schon früh erwacht, sodass sie auf den ersten Blick stärker erscheint, als ihre Schwestern Arsinoe und Katharine, die immer noch darauf warten, dass ihre Gaben erwachen. Jede der drei Schwestern ist auf ihre Weise stark und ich fand es richtig spannend, die drei besser kennenzulernen, auch weil sie so unterschiedlich sind!


    Die Idee und das Setting haben mir wirklich richtig gut gefallen! Auch die wunderschöne Karte von Fennbirn mochte ich sehr!
    Mehrlinge, die sonst so eine starke Zuneigung zueinander besitzen, werden getrennt und so erzogen, dass sie ihre Schwestern nicht nur hassen, sondern auch töten wollen, um die Krone zu gewinnen. Eine spannende Ausgangslage und auch die Gaben, die es auf der Insel Fennbirn gibt, fand ich sehr interessant! Es gibt Giftmischer, denen Gift nichts anhaben kann, Naturbegabte, die ein Tier zum Familiaris haben können, Elementwandler, die die Macht haben die Elemente zu kontrollieren und auch die seltene Gabe des Krieges. Die letzten Königinnen waren allesamt Giftmischer, sodass die Familie Arron, die als königliche Verwalter der Giftmischerkönigin fungiert, sehr mächtig geworden ist und ihre Hoffnung natürlich in die eher schwach wirkende Katharine setzt, damit sie an der Macht bleiben kann. Doch dank Mirabellas starker Gabe, hofft der religiöse Tempel auf einen Machtumschwung.
    Wir landen in einer magischen Welt voller Intrigen, denn jeder möchte seine Königin auf den Thron sehen, komme was wolle und so verfolgen der Tempel, die Arrons und auch die Naturbegabten ihre eigenen Ziele und ziehen im Hintergrund die Strippen.


    Die Ausgangslage war also schon mal sehr vielversprechend. Spannende Idee, tolle Welt und interessante Charaktere! Doch so richtig wollte der Funke lange nicht auf mich überspringen.
    Ich weiß nicht, ob es an den häufigen Sichtwechseln oder den vielen Charakteren lag, aber leider konnte mich die Geschichte nicht so mitreißen, wie ich es mir erhofft habe. Erst als die Geschichte aufs Ende zuging und Beltane vor der Tür stand, der Beginn des Jahres des Aufstieges, wurde die Geschichte für mich spannender und konnte mich auch wirklich packen. Auch, dass es am Ende noch die eine oder andere Überraschung gab, hat mir richtig gut gefallen, aber leider reißt das gelungene Ende nicht alles wieder raus.


    Fazit:
    "Der Schwarze Thron - Die Schwestern" von Kendare Blake ist ein Auftakt, von dem ich mir etwas mehr versprochen habe.
    Eigentlich schien alles zu passen: Spannende Idee, eine tolle Welt und interessante Charaktere, aber die Geschichte konnte mich leider nicht so mitreißen, wie ich es mir gewünscht habe.
    Erst das Ende konnte mich packen, und da es noch einige Überraschungen gab, möchte ich die Reihe auf jeden Fall weiterlesen, weil ich echt gespannt bin, wie es mit Katharine, Arsinoe und Mirabella weitergehen wird.
    Ich vergebe gute drei Kleebätter und hoffe, dass mich der zweite Band so richtig begeistern kann!
     :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Titel: Der Schwarze Thron: Die Schwestern

    Autorin: Kandare Blake

    Verlag: Penhaligon Verlag

    Seitenzahl: 448

    Erscheinungsdatum: 09.05.2017


    Eine Geschichte über drei Schwestern, sie sind Drillinge und doch so grundverschieden. Wir werden von der Autorin auf eine Insel mit dem Namen Fennbirn entführt. Eine sehr detailreiche und auch gut gestaltete Karte finden wir zu Beginn des Buches und können uns so einen Eindruck verschaffen. Auf dieser Insel leben die drei Töchter der Königin. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden von verschiedenen Familien großgezogen, denn jedes Kind wird an eine Familie weitergegeben, dass es in seinen Fähigkeiten unterstützen und ausbilden kann. In der Generation gibt es eine Naturbegabte, eine Giftmischerin und eine Elementarierin. Sie sollen lernen ihre Gabe zu beherrschen und am Ende gegen ihre Schwestern zu nutzen, denn es kann nur eine der Schwestern überleben, die Stärkste wird Königin. So befinden wir uns in den jeweiligen Kapiteln an unterschiedlichen Stellen der Insel und lernen langsam die drei Anwärterinnen kennen und eben auch die Familien in denen sie aufgezogen wurden. An ihre Schwestern können Sie sich kaum noch erinnern, wurden sie doch mit dem sechsten Lebensjahr voneinander getrennt. Vorher kannten sie ihre eigene Mutter nicht, da sie gleich zu einer Amme kamen. Sie sollen sich auch nicht kennen und lieben, denn alles in ihrem Leben wird nur getan, damit sie nach der Erwachenszeremonie soweit sind ihre Stärke gegen die anderen zu nutzen. Viele Pläne werden geschmiedet, viele Intrigen werden gestiftet, aber auch Freundschaft und Liebe sind mit ihm Spiel.

    Für mich war der Schreibstil sehr flüssig und ich konnte mich gut in Fennbirn zurechtfinden. Immer mehr wurde deutlich, was für ein System auf der Insel herrscht, wer die Macht hat und was dafür getan wird diese Macht zu halten oder eben zu verstärken. Es gibt viele Regeln die beachtet werden sollen und trotzdem scheinen diese Regeln im aktuellen Geschehen immer wieder missachtet zu werden, aber das macht es gerade so interessant, denn wenn man Ende keiner mehr nach den Regeln spielt, wo führt das dann alles hin? Ich fand es sehr interessant mitzuerleben, wie junge Frauen damit umgehen, wenn sie wissen, dass sie entweder ihre Schwestern töten müssen oder eben selbst getötet werden. Aber was macht man, wenn die Gabe bei einem noch nicht deutlich wurde? Wird man noch bis kurz vor der Zeremonie endlich seine wahre Stärke erlangen und somit gegen die Intrigen der anderen trotzen?

    Jede Schwester macht im Verlauf des Buches eine Wandlung durch, das ist allein schon wegen der Ereignisse zwingend notwendig und erschließt sich für mich auch sehr logisch. Die Charaktere der Schwestern grenzen sich sehr stark voneinander ab, was jede etwas anders macht. Auch die Grundidee des Buches finde ich sehr interessant und fand sie auch gut umgesetzt, doch manchmal gab es Situationen, die sich zogen, gefühlt wiederholten oder eben doch etwas verwirrend machten.

    Aber eben durch die charakterliche Ausarbeitung der drei Hauptpersonen, kommt die teilweise wenige Färbung der Nebencharaktere nicht ganz so zur Geltung. Sie sind da, haben ihre Aufgabe und könnten, aber wahrscheinlich wieder ersetzt werden, so aber nicht die drei Prinzessinnen und eben deshalb bin ich schon auf den zweiten Teil gespannt und wie die drei Schwestern mit den Ereignissen der Zeremonie umgehen und was es für eine Auswirkung auf die jeweilige Lebensgeschichte hat.

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