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Sylvain Prudhomme - Ein Lied für Dulce / Les Grands

Ein Lied für Dulce

1.5 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

Verlag: Unionsverlag

Bindung: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 224

ISBN: 9783293005143

Termin: Februar 2017

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  • Klappentext:


    Couto, einst Gitarrist der legendären Band Super Mama Djombes, schlägt sich mehr schlecht als recht in Guinea-Bissau durchs Leben. Da erfährt er eines Morgens vom Tod seiner ersten großen Liebe Dulce, der Sängerin der Band. Aufgewühlt zieht er durch die Straßen, von Bar zu Bar, von Freund zu Freund. Dreißig Jahre Erinnerung ziehen an ihm vorüber: Bilder der Geliebten, triumphale Konzerte rund um die Welt, Tragödien des Befreiungskampfes.


    Die Stadt steht unter Hochspannung. Alle erwarten den drphenden Putsch der Generäle. Da beschließen die Musikerkollegen, ein Konzert für die verstorbene Sängerin zu geben. Als sich der Abend über die Stadt legt, scheint sich zunächst niemand an die Hits der ehemals berühmten Band zu erinnern. Bereits hört man die ersten Schüsse. Der Staatsstreich beginnt. Aber auch das Konzert im Chiringuitó ...


    Eigene Beurteilung:


    Die fragliche Combo hat es wirklich gegeben und die Sängerin Dulce auch, wenn auch in anderer Form – und einen Couto überhaupt nicht. In mehr oder minder – und eher minder – systematischer Form zeichnet dieser Roman die „Biographie“ der Band nach und auch die innenpolitischen Entwicklungen in Bissau. Dies allerdings so sprunghaft und so mit für die Erzählung aktuellen, oft eher nebensächlichen Beobachtungen durchsetzt, dass es schwer fällt, ein größeres Interesse an einzelnen Charaktere außer vielleicht an Couto – aufrechtzuerhalten. Auch als Band-Historie ist das Buch nur bedingt ergiebig, da es erzählerisch sehr stark aus der Sicht des gealterten Musikers ausgeht, der Vieles für selbstverständlich nimmt, das Leserinnen und Leser, die weder die Band, Arbeit von Bands allgemein und insbesondere auch Guinea-Bissau kennen größtenteils schleierhaft bleiben dürfte. So ist es mehr eine atmosphärische Darstellung als eine geschlossene Erzählung. Das mag einigen Leuten gefallen – mir aber nicht so sehr.

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