"Backsteine" für ausdauernde Leser und solche, die es werden wollen

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  • Irgendwie scheine ich Backsteine (auch gerne dicke Schinken, Wälzer oder Schmöker genannt :) ) regelrecht anzuziehen. Backsteine - das sind Bücher mit gewichtigem Umfang über 7 :wink: 00 Seiten und deutlich mehr, bei denen man erst mal tief durchatmet, "uff" sagt, und sich dann beherzt ans Lesen macht, weil man sich nicht nur neue Erkenntnisse (bei Sachbüchern), sondern auch Lesevergnügen verspricht. Was nicht unbedingt immer gewährleistet ist, denn manche Backsteine liegen einem schwer zur Hand und noch schwerer im Kopf, so dass man aufgibt.


    Ich fange nun nicht wieder mit den deutschen Professoren an, kann mir aber trotzdem den Geheimtipp nicht verkneifen, dass englische Autoren und Journalisten es für gewöhnlich viel besser drauf haben, gewichtiger Lektüre die Leichtigkeit und den Witz zu verleihen, die einem das Lesen garantiert nicht zur Arbeit, sondern zum Vergnügen machen. :wink:


    Solche Backsteine, die einem Freude beim Lesen bereitet haben, die man trotz des Umfangs toll findet und gerne weiterempfiehlt, sind Schätze, die man nicht für sich behalten sollte, wie ich finde.


    Deshalb habe ich das Thema hier eröffnet, damit wir unsere übergewichtigen Schätzchen mit anderen teilen und anderen empfehlen können, sozusagen mit der Garantie "etwas schwer, aber keineswegs unverdaulich". :loool:

  • Bislang lediglich angeschmökert, weil mir anderes dazwischenkam, aber schon nach ein paar Dutzend Seiten für gut, lesenswert und hochinteressant befunden.


    Nur 480 Seiten, also noch nicht wirklich Backstein-Kategorie, dafür vom Format ziemlich heftig, 24,5 x 3,3 x 28,4 cm, und somit unhandlich genug, um von mir für würdig befunden zu werden, dass man es hier nennt. :lol: Was das Lesevergnügen angeht, sowieso.

  • Und meine nächste Lektüre, die schon bereit liegt und für die ich wohl auch kein Verdauungsschnäppchen (geistig, nur geistig!) nach dem Lesen brauchen werde. Eindeutig für die Kategorie Backstein qualifiziert, weil 1024 Seiten umfassend.


    Ich bin schon richtig neugierig auf das Buch. Dreimal dürft ihr raten, warum. :lol:

  • Vielleicht weil er Schweizer ist, sind die Bücher von Felix Philip Ingold durchaus in einem gut verständlichen Deutsch geschrieben, wie dieser 'Backstein' hier über die Aufbruchstimmung 1913 in Russland.

    Viele Grüße von Yurmala


    :study:

    :musik:


    »You can never get a cup of tea large enough or a book long enough to suit me.«. C.S. Lewis

  • Faszinierend zu lesen/verschlingen, war The Sleepwalkers. How Europe Went to War in 1914 von Christopher Clark. Über die deutsche Übersetzung kann ich sprachlich nichts sagen, da ich das englische Original las.

    Viele Grüße von Yurmala


    :study:

    :musik:


    »You can never get a cup of tea large enough or a book long enough to suit me.«. C.S. Lewis

  • @Mirielle
    Bezieht sich Deine Frage eigentlich nur auf Sachbücher - so habe ich es verstanden - oder suchst Du auch nach Romanen (z.B. die ganzen dicken Wälzer des 19. Jahrhunderts)?

    Viele Grüße von Yurmala


    :study:

    :musik:


    »You can never get a cup of tea large enough or a book long enough to suit me.«. C.S. Lewis

  • Backsteine - das sind Bücher mit gewichtigem Umfang über 500 Seiten

    Dann besteht der Inhalt meiner Regale zu mehr als der Hälfte aus Backsteinen :lol: Als dicken Wälzer bezeichne ich Bücher mit mindestens 800 Seiten, eher schon ran an die 1000.

    Gelesen in 2019: 17 - Gehört in 2019: 14 - SUB: 389


    "Wenn der Schnee fällt und die weißen Winde wehen, stirbt der einsame Wolf, doch das Rudel überlebt." Ned Stark

  • Bei den Themen wird man auch fündig: Hier.

    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)


    Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)



  • Bei den Themen wird man auch fündig: Hier.

    Bei solchen Tipps verfluche ich manchmal meinen SuB und wünsche mir leere Bücherregale und einen Leseneuanfang.

  • Faszinierend zu lesen/verschlingen, war The Sleepwalkers. How Europe Went to War in 1914 von Christopher Clark. Über die deutsche Übersetzung kann ich sprachlich nichts sagen, da ich das englische Original las.

    Oh, super, dass du das Buch hier erwähnst. Das habe ich auch gelesen, allerdings die deutsche Übersetzung, und fand es sehr gut!

    @Mirielle
    Bezieht sich Deine Frage eigentlich nur auf Sachbücher - so habe ich es verstanden - oder suchst Du auch nach Romanen (z.B. die ganzen dicken Wälzer des 19. Jahrhunderts)?

    Meine Frage bezieht sich nicht nur auf Sachbücher, sondern auf dicke Wälzer an sich - allerdings unter der Voraussetzung, dass man sie gelesen hat, gut fand, und sie empfehlen kann.

    Dann besteht der Inhalt meiner Regale zu mehr als der Hälfte aus Backsteinen :lol: Als dicken Wälzer bezeichne ich Bücher mit mindestens 800 Seiten, eher schon ran an die 1000.

    O.k., 500 Seiten sind ein bißchen niedrig angesetzt. Zuerst hatte ich 700 Seiten als Umfang geschrieben, dann dachte ich mir, dass für manche vielleicht auch schon 500 Seiten ein "Backstein" sind. Aber du hast schon recht - ich ändere es, falls es noch geht.

  • Mal schaun, ob mein buch angezeigt wird. 926 Seiten dick ist der Schmöker Kristin Lavranstochter von Sigrid Undset. Was habe ich den verschlungen. Auf meinem Blog habe ich darüber berichtet.

  • Ich fange nun nicht wieder mit den deutschen Professoren an, kann mir aber trotzdem den Geheimtipp nicht verkneifen, dass englische Autoren und Journalisten es für gewöhnlich viel besser drauf haben, gewichtiger Lektüre die Leichtigkeit und den Witz zu verleihen,

    Dieses Buch ist mit nur 240 Seiten zwar weit davon entfernt, ein Backstein zu sein, aber es ist zumindest ein Beispiel dafür, dass manchmal auch Deutsche ein gut lesbares Sachbuch schreiben können.

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • 1280 Seiten und lt. meiner Küchenwaage ca 1120 g schwer - ich habe es gerne gelesen:

    Ich habe es regelrecht verschlungen. Und da es für meine geschundenen Hände zu schwer war, habe ich mir verrückterweise zur Printausgabe auch noch die teure E-Book-Ausgabe gekauft.

  • Mit 924 Seiten war zu DDR-Zeiten Vom Winde verweht von Margaret Mitchell mein dickstes Buch. Es war damals bei uns wegen Kriegsverherrlichung verboten. Und es war reiner Zufall, wie es zu mir kam. Ich hatte eine Bekannte, die sich unbedingt eine Schallplatte von mir ausleihen wollte. Im Gegenzug bot sie mir dieses Buch an. Als ich die Platte nicht zurückbekam, behielt ich es. Es war ein guter Tausch, denn der Plattenspieler, es war ein altes Gerät, hielt nicht mehr lange und als alleinerziehende Mama konnte ich mir damals keinen neuen leisten. - Vom Winde verweht aber habe ich damals wohl zwei oder dreimal gelesen :lol:

  • Faszinierend zu lesen/verschlingen, war The Sleepwalkers. How Europe Went to War in 1914 von Christopher Clark. Über die deutsche Übersetzung kann ich sprachlich nichts sagen, da ich das englische Original las.

    Bücher aus den Pantheon-Verlag kannst du im Sachbuch-Bereich immer ungesehen kaufen. Das sind Werke mit sehr viel Informationsgehalt, oft Standardwerke im Bereich Biografien und Geschichte, sehr detailliert und gut recherchiert. Habe schon mehreres aus diesem Verlag gelesen und kann ihn nur empfehlen.

  • Mit knapp 2000 Seiten das dickste Buch, das ich je gelesen habe, und dabei auch noch ein gutes!

    ....dann sollte ich es wohl bald vom SuB befreien, gehört mittlerweile zum Alt-SuB bei mir. :uups: Zum Glück habe ich die Taschenbuch-Ausgabe.


    @Biografiefan - ich glaube, da bist du nicht die Einzigste mit dem Kauf von Print- und e-book-Ausgabe. Ich meine, das schon irgendwo so gelesen zu haben. :wink:

    Jeder trägt die Vergangenheit in sich eingeschlossen wie die Seiten eines Buches, das er auswendig kennt und von dem seine Freunde nur den Titel lesen können. (Virginia Woolf)

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