Nicola Yoon - Ein einziger Tag für die Liebe / The Sun is Also a Star

  • Buchdetails

    Titel: Ein einziger Tag für die Liebe


    Verlag: Oetinger Taschenbuch

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 384

    ISBN: 9783841505231

    Termin: September 2018

  • Bewertung

    4.1 von 5 Sternen bei 16 Bewertungen

    81,3% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Ein einziger Tag für die Liebe"

    Wie viele Zufälle müssen zusammenkommen, damit sich die Wege zweier Menschen kreuzen? Als Daniel an einer Ampel in New York auf Natasha trifft, verliebt er sich sofort in das jamaikanische Mädchen. Einen ganzen, einzigen Tag lang reden die beiden über das Leben, ihren Platz darin und die Frage: Ist das zwischen ihnen Liebe? Doch das Schicksal kommt ihnen in die Quere: Natasha soll noch am selben Abend abgeschoben werden. Der neue Liebesroman von Bestsellerautorin Nicola Yoon (DU NEBEN MIR) ist ein erzählerisches Kunstwerk, romantisch, realistisch und hochaktuell.
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  • Autorin: Nicola Yoon
    Übersetzerin: Susanne Klein
    Verlag: Dressler
    Seiten: 400
    Alter: ab 14 Jahre


    Inhalt:
    Es geht um zwei Jugendliche. Natasha und Daniel. Daniel verliebt sich in Natasha, doch beide haben nur einen Tag Zeit, denn am Abend soll Natasha aus Amerika abgeschoben werden.


    Beide treffen sich zufällig in New York. Oder gibt es keine Zufälle? Eine Frage, die in dem Buch beleuchtet wird. Wenn bestimmte Dinge an diesem Morgen, so wohl bei Daniel als auch bei Natasha, nicht geschehen wären, hätten beide sich nicht getroffen. Daniel muss wegen UBahn Problemen früher aussteigen. Natasha dagegen wird aufgehalten.
    Man bekommt auch Einblicke in die Personen, die zu der Situation beigetragen haben, dass Natasha und Daniel sich treffen.


    Das Buch handelt nicht nur von einer Liebesgeschichte. Es geht auch um Immigration, Rassismus, Schubladen-Denken,~ Zukunftsfragen.
    Ich erzähle nicht so viel mehr, da ich finde, dass das Buch von seinen überraschenden Wendungen lebt.


    Besonderheit:
    Das Buch ist in kurze Abschnitte eingeteilt, die jeweils die Perspektive einer Person zeigt. Daniel, Natasha, der UBahn-Fahrer usw.
    Immer wieder werden auch sachliche Abschnitte eingefügt. ZB ein sachlicher Abschnitt zum Thema Schicksal.


    Autorin:
    Die Autorin kommt selbst aus Jamaika, das Land, wohin Natasha abgeschoben werden soll. Frau Yoons Eltern sind Immigranten in den USA. Man spürt, dass die Figuren dadurch eine andere Glaubwürdigkeit bekommen.


    Meine Meinung:
    Am Anfang tat ich mich etwas schwer. Man merkt, das Buch ist eindeutig an jüngere Leser gerichtet. Etwas unrealistisch fand ich auch, die Schnelle der hochgradigen Verliebtheit.
    Aber mir hat der Schicksalsgedanke sehr gefallen. Auch die sachlichen Abschnitte zwischen durch. Fand ich das Buch am Anfang noch etwas holprig, durch die vielen Perspektivenwechsel, nahm es irgendwann rasant an Tempo zu und ich habe beim Lesen alles um mich herum vergessen. Es war nicht mehr so wichtig, ob die Verliebtheit in der Geschwindigkeit ein bisschen unrealistisch wäre. Ich habe einfach nur noch mitgefiebert für die beiden. Ich war aufeinmal völlig verliebt in diese Geschichte. Ich war am Ende wirklich richtig geflasht.


    Leider, leider hebte die Autorin das Gefühl bei mir mit dem letzten Kapitel und dem Epilog wieder auf. Ich finde den Epilog wirklich albern. Das letzte Kapitel und der Epilog zerstören für mich einen großen Teil der Geschichte.
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

  • Zufall oder Schicksal?



    In „The Sun is also a Star – Ein einziger Tag für die Liebe” erzählt die Autorin Nicola Yoon die Geschichte von Natasha und Daniel, die beide in New York City leben und sich eines Tages zufällig begegnen. Wie der Klappentext bereits verrät, treffen diese beiden zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt aufeinander, denn Natasha soll noch an diesem Abend abgeschoben werden.


    Die Kapitel in „The Sun is also a Star“ werden nicht nur abwechselnd aus Sicht der beiden Hauptpersonen dieser Geschichte (nämlich Natasha und Daniel) erzählt, auch die Menschen, die Natashas und Daniels Weg an diesem Tag auf die eine oder andere Art kreuzen, erhalten ihre eigenen Kapitel. Außerdem werden bestimmte Informationen in Form von Kapiteln in die Geschichte eingebunden. Dies ermöglicht es dem Leser, die Handlung besser einzuordnen und ist definitiv ein geschickter Schachzug von Nicola Yoon. Der Schreibstil der Autorin verleiht dabei sowohl Natasha als auch Daniel eine eigene Stimme. Besonders witzig fand ich die „Schlagzeilen“ mit denen die Kapitel von Daniel hin und wieder eingeleitet werden – dabei verpasst Daniel selbst dem gerade erlebten eigene Headlines, die einen mehr als einmal während der Lektüre von „The Sun is also a Star“ zum Schmunzeln bringen.


    Der Spannungsbogen in „The Sun is also a Star“ wird relativ zügig aufgebaut und wird über die gesamte Handlung hinweg konstant gehalten. Der Roman beschäftigt sich meiner Meinung nach nicht nur mit dem Thema Abschiebung, sondern wirft noch weitere Fragen auf. Unter anderem geht es natürlich um Liebe, aber auch um die mitunter komplizierten Beziehungen innerhalb der Familie, um Hoffnungen und Träume und etliches mehr.


    Dabei driftet der Roman meiner Meinung nach keineswegs ins Kitschige ab, sondern erzählt eine berührende Geschichte.


    In einer Gesamtbewertung komme ich daher auf 5 von 5 Sternen und kann „The Sun is also a Star“ definitiv weiterempfehlen.

  • "The Sun is also a Star" von Nicola Yoon ist das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe. Der Titel hat mich angesprochen, außerdem finde ich die Fadengrafik am Cover einen absoluten Hingucker. Dieses Buch erschien im März 2017 als gebundene Ausgabe im Dressler Verlag.


    Worum geht es?
    Natasha soll abeschoben werden, Daniel soll in Yale mit dem Medizinstudium beginnen. Und durch eine Verkettung von Zufällen lernen sie einander an Natashas letztem Tag in den USA kennen.


    Meine Meinung:
    Natasha als Protagonistin gefällt mir. In dem Mädchen, dass sich in der Welt der Zahlen, Daten, Fakten und Naturwissenschaften wiederfindet, erkenne ich mein jüngeres Selbst wieder und kann mich daher besonders gut in die Protagonistin hineinversetzen. Dass sie verzweifelt alles daran setzt, eine Möglichkeit zu finden, dass ihre Familie nicht abgeschoben wird, kann ich sehr gut nachvollziehen.
    Daniel mit koreanischer Herkunft kann ich mir lebhaft vorstellen. Er soll den Traum seiner Eltern leben, den er jedoch nicht im geringsten teilt. Durch den Wohlstand weiß er nicht, wie wichtig finanzielle Sicherheit in den Augen seiner Eltern ist, denn die haben es ihm nie gesagt. Daniel soll sich mit einem Absolventen von Yale für ein Empfehlungsschreiben treffen, doch an diesem Tag läuft scheinbar alles schief, bis er auf Natasha trifft.
    Ich finde die große Liebe im Zeitraffer sehr gut aufgearbeitet. Tash und Daniel haben nur diesen einzigen Tag, um sich kennenzulernen und Natasha versucht auch noch, Daniel von sich wegzuschieben und sich abzugrenzen. Daniel jedoch weiß nicht, was mit Tash los ist, und kämpft um seine Chance bei ihr, obwohl dieses Verhalten sehr atypisch ist. Erschwerend hinzu kommt noch, dass Daniel asiatischer und Natasha jamaikanischer Abstammung ist und besonders Daniels Familie rassistisch eingestellt ist.
    Die Erzählperspetkive aus beiden Sichten und eingeschobene Extrakapitel haben ein abgerundetes Bild des Tages entstehen lassen, und ich habe mit Natasha mitgefiebert, da ich die Welt eher aus ihren denn aus Daniels Augen gesehen habe. Mein Kopfkino ist auch sofort angesprungen und ich war überall mit. Die unterschiedlichen Personen kommen auch mit unterschiedlicher Sprache zu Wort und nennen unterschiedliche Motive, so dass deren Handlungen klar nachvollziehbar werden und die allwissende Erzählerin die Leserin auch an den Hintergründen teilhaben lässt.
    Schön finde ich auch, dass die Geschiche in sich abgeschlossen ist und die Leserin erfährt, wie es mit den einzelnen Charakteren der Geschichte nach dem Ende des Tages weitergeht und wie weitreichende Folgen einzelne Entscheidungen haben können.
    "Liebe ändert alles" finde ich eine gelungene Aussage, die Einbettung in die Quantenmechanik und andere naturwissenschaftliche Theorien von Natasha haben mir auch gut gefallen und mich beim Lesen gut unterhalten.



    Fazit: Gute Unterhaltung, große Gefühle, abgeschlossene Handlung, ein hervorragendes Buch für ältere Jugendliche.

  • Von Träumen, Wirklichkeiten und dem Schicksal


    Natasha lebt seit ihrem 8. Lebensjahr illegal in den USA. Da macht ihr Vater einen Fehler, der die Familie auffliegen lässt. Als Folge sollen Natasha und ihre Familie zurück in ihre Heimat Jamaika abgeschoben werden.
    An ihrem letzten Tag in Amerika setzt Natasha alles daran, doch bleiben zu dürfen, und versucht, alle Chancen zu nutzen, die es noch gibt. Dabei begegnet sie dem Koreaner Daniel, der sich auf den ersten Blick in sie verliebt, nicht ahnend, dass noch am selben Abend ihre Ausreise bevor steht.



    Diese Geschichte von Nicola Yoon hat mich absolut gefesselt und berührt. Es ist nur ein einziger Tag im Leben von Natasha und Daniel, den man miterlebt, und doch erfährt man so viel über die beiden, dass man sie gut zu kennen glaubt und mit ihnen mitfühlt.
    Es passiert viel an diesem Tag, und die beiden machen sich tiefgründige Gedanken über das Leben und das Schicksal. Immer abwechselnd erzählt die Autorin mal aus Natashas und mal aus Daniels Perspektive. Nebenbei kommen auch Personen zu Wort, die auf die beiden einen Einfluss haben und auf die sie wiederum einen Einfluss haben. So verweben sich die verschiedenen Lebensläufe miteinander, ohne dass sie selber etwas davon ahnen. Ein Satz kann tatsächlich für einen sensiblen Menschen das ganze Leben verändern. Es ist der Autorin unheimlich gut gelungen, solche komplexen Gedankengänge in eine einfache Geschichte zu integrieren, so dass es an keiner Stelle aufgesetzt oder künstlich wirkt. Die Liebesgeschichte steht zwar im Vordergrund, aber dahinter finden sich zahlreiche wertvolle Themen, über die es sich nachzudenken lohnt.



    Sowohl die Geschichte als auch die Charaktere haben mich vom ersten Moment an in ihren Bann gezogen, und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Definitiv ein Lese-Highlight für alle Romantiker und Poeten da draußen!

  • Klappentext:
    Schicksalsfäden einer großen Liebe! Wie viele Dinge müssen geschehen, welche Zufälle passieren, damit sich die Wege zweier Menschen kreuzen? Als Daniel und Natasha in New York aufeinander treffen, verguckt er sich sofort in das jamaikanische Mädchen. Die zwei teilen einen Tag voller Gespräche über das Leben, ihren Platz darin und die Frage: Ist das zwischen uns Liebe? Doch ihr Schicksal scheint bereits festzustehen, denn Natasha soll noch am selben Abend abgeschoben werden.
    Eine besondere Liebesgeschichte: Poetisch, berührend, ein Herzensbuch für junge Frauen!


    Zum Buch:
    Das Cover leuchtet in bunten Sommerfarben und zeigt viele miteinander verbundene Fäden, die sich zu einem Ganzen zusammentun. Hinter der Gestaltung verbirgt sich eine Botschaft, die den Inhalt greifbar erscheinen lässt. Unter dem Schutzumschlag ist das Design ebenfalls abgedruckt, was ich sehr schön finde. Im Inneren des Buches befinden sich bei den Kapitelanfängen immer andere Grafiken. Jeder Protagonist hatte sein eigenes Symbol.


    Erster Satz:
    "CARL SAGAN HAT GESAGT: Wenn wir uns in den Kopf setzen sollten, einen Apfelkuchen von Grund auf selbst zu machen, müssen wir erst das Universum erfinden."


    Meine Meinung:
    Mit "The Sun is also a Star" schreibt Nicola Yoon ihren zweiten Jugendroman mit poetischen Zügen. Als ich das Buch erhalten habe, war ich außer mir vor Freude und konnte kaum erwarten endlich loszulegen. Meine Schwärmerei löste sich allerdings schnell in Luft auf.


    Natasha soll am Abend mit ihrer Familie abgeschoben werden und das versucht sie zu verhindern.
    Daniel ist auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch. Der Zug, in dem er sitzt, bleibt unerwartet stehen und er muss eine Station eher aussteigen. Dann treffen die Beiden aufeinander. War es Zufall oder Schicksal? Daniel verliebt sich in Natasha, aber ihm bleibt nur ein Tag, um ihr Herz zu gewinnen.


    An den Schreibstil der Autorin musste ich mich erst gewöhnen. Es liest sich flüssig, doch beinhaltet dieser einige poetische Zeilen, für die man sich Zeit lassen sollte. Diese besonderen Sätze haben mir an dem Buch am besten gefallen. Sie bewirkten, dass ich tiefgründige Gedankengänge zulassen konnte.
    Doch Emotionen suchte ich hier vergeblich. Das Buch konnte mich mit seiner Geschichte nicht erreichen. Ich fühlte mich meilenweit von den Charakteren entfernt und konnte mich nicht mit ihnen anfreunden oder in sie eintauchen.


    Bis zur Mitte des Buches fand ich es sogar noch gut lesbar, doch dann schwenkte es um, und ich fühlte mich durchweg gelangweilt. Es passierte einfach nichts, was mein Leserherz zum Schlagen gebracht hätte. Für mich wurde die Story einfach viel zu weit ausgedehnt. Im Grunde hätten 1/3 des Umfanges gereicht.


    Die Kapitel sind aus den Sichtweisen vieler Personen geschrieben, die man mit der Zeit kennenlernt. Die Hauptcharaktere sind dabei Daniel und Natasha. Jede einzelne Persönlichkeit steht in einer Verbindung zueinander und am Ende setzen sich die Fäden zusammen – wie in einem gesponnenem Netz einer Spinne.
    Es gibt Abschnitte, die von interessanten, sachlichen Themen handeln und erklärt werden.
    Der Plot an sich, war einige tolle Idee, aber bei der Umsetzung hat es mir an vielen Ecken und Kanten gefehlt.


    Fazit:
    "The Sun is also a Star" von Nicola Yoon ist ein aktueller Roman der über Rassismus, Integration, Schicksals- und Zukunftsfragen und über die "Liebe" schreibt. Ein interessanter Plot, der mich trotz schöner poetischer Abschnitte nicht überzeugen konnte. ~ unrealistische Handlungen ~ emotionslos ~ langatmig


    Meine Wertung: :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

  • Anders als erwartet, aber wunderschön geschrieben
    Natasha ist siebzehn Jahre alt und hat bereits einen Plan für ihre Zukunft, sie möchte Datenanalystin werden. Doch von heute auf morgen zerplatzt ihr Traum, denn ihre Familie und sie selbst leben illegal in Amerika. Als ihr Vater in einen Autounfall verwickelt wird, kommt man ihnen auf die Spur und sie sollen abgeschoben werden, zurück nach Jamaika. Natasha kann es kaum glauben, denn ihre Heimat ist doch Amerika. Sie versucht noch einen letzten Ausweg über einen Rechtsanwalt und macht bevor sie dorthin muss, noch einen Abstecher in ihren Lieblingsmusikladen. Hier lernt sie durch Zufall Daniel kennen, einen koreanischen Jungen einer Einwandererfamilie, der heute zu seinem Gespräch für Yale soll. Nach einem kurzen Gespräch trennen sie sich, doch das Schicksal möchte es scheinbar anders, denn ihre Wege kreuzen sich wieder. Sind sie füreinander bestimmt? Doch Natasha muss doch das Land verlassen.
    Meine Meinung:
    Dieses Buch macht gleich durch seine wirklich gelungene Optik auf sich aufmerksam, auch wenn es eigentlich doch recht einfach gehalten ist, ziehen diese Farben doch magisch an. Mit The Sun is also a Star hat Nicola Yoon ein etwas aussergewöhnliches Buch geschrieben, denn auch wenn es in erster Linie eine jugendliche Liebesgeschichte ist, hat es doch etwas sehr eigenes. Dazu verfügt die Autorin wirklich über einen wunderschönen Schreibstil, der einfach und flüssig zu lesen ist, dabei aber auch voller Poesie steckt. Aus diesem Buch könnte ich gleich seitenweise Zitate herausschreiben, denn es gibt so viele Zeilen voller tiefgründiger Gedanken, die die ganze Geschichte aussergewöhnlich werden läßt.
    Die Liebesgeschichte zwischen der Jamaikanerin Natasha und dem Koreaner Daniel allein zu verfolgen, hat schon sehr viel Spaß gemacht. Doch die Autorin streut hier immer wieder kurze Kapitel ein, die entweder einfach nur Fakten widergeben oder kurz die Geschichten der Nebencharaktere. Mal erfährt man etwas vom Zugführer, mal von Natashas Vater, mal von Daniels Vater und noch viele mehr. Genau diese Einwürfe machen das Buch lebendig und tiefgründig und immer wieder zeigen diese Ausschnitte, was im Leben doch eigentlich wichtig ist und was zählt, was passiert, wenn man den falschen Weg einschlägt und welche Folgen dies alles haben kann.
    Die Kapitel sind zum größten Teil sehr kurz gehalten und manches Mal geben sie nur kurze Denkansätze wieder. Doch dieses verlockt auch immer wieder dazu, weiterzulesen und alles in allem ist das Buch in kürzester Zeit verschlungen.
    Somit gibt es in diesem Buch eine Menge Perspektiven, wobei allerdings in erster Linie aus Natashas und Daniels Perspektive erzählt wird. In der Ich-Form erzählen die Beiden, wie sie diesen einen Tag in ihrem Leben erlebt haben. Dabei merkt man durchaus, dass hier einige Veränderungen in den Gedanken der Protagonisten vonstatten gehen. Ob hier die Liebesgeschichte realistisch ist, sei einmal dahin gestellt, wobei ich es mir doch irgendwo vorstellen kann, denn beide Protagonisten sind jung und strotzen nur so vor jugendlicher Energie. Wie schnell hat man sich da einmal verliebt?
    Mir haben die beiden Protagonisten auf jeden Fall sehr gut gefallen. Natasha ist in erster Linie eine sehr geradlinige, junge Frau, die eigentlich genau weiß, was sie will. Durch und durch eine Realistin, die ihre Ziele verfolgt und doch im Moment auch ein wenig hoffnungslos ist. Doch Daniel gibt ihr auch durchaus andere Perspektiven und man merkt so manches Mal, dass sie durchaus anfängt innezuhalten und zu grübeln. Er ist hier in dem Buch auf jeden Fall mein Lieblingscharakter, den ich sehr sympathisch fand. Er ist ein Träumer, der gerne Gedichte schreibt, der sich in seiner Haut aber auch absolut wohl fühlt. Auch wenn er gerade einen Weg einschlägt, die die Eltern sich für ihn wünschen, ist er doch eigentlich eine ganz andere Persönlichkeit und dieses kommt auch im Laufe der Geschichte sehr gut raus.
    Nebencharaktere gibt es hier einige, aber sie bekommen auch tatsächlich kurze eigene Kapitel, die immer eine Botschaft für den Leser dabei haben.
    Mein Fazit:
    Ein Buch, das mich in erster Linie mit der wunderschönen Sprache fesseln konnte, dabei ist es aber leicht zu lesen und einfach mitreißend geschrieben. Ich denke, das es hier durchaus für alle Altergruppen geeignet ist, aber auch die jugendliche Zielgruppe von der Geschichte gefesselt wird. Eine bunte Geschichte, die ich gerne weiterempfehlen möchte.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Zuallererst mussdieses Cover ausreichend gewürdigt werden- es ist einfach wundervoll gestaltetund wenn man gerade in philosophischer Stimmung ist, könnte man das Cover imZusammenhang mit dem Inhalt des Buches sicher unendlich analysieren! Aber dadas hier weder der richtige Ort, noch der richte Zeitpunkt ist, stelle ich daseinfach mal hinten an.
    Die Perspektivewechselt von Kapitel zu Kapitel hauptsächlich zwischen Natasha und Daniel. Aberes gibt auch immer wieder "Geschichten" von anderen nur kurzerwähnten Personen und Nebencharakteren, sowie Begriffen und philosophischenAndeutungen. Dabei hat es die Autorin jedoch geschafft, dass man nicht aus demHauptgeschehen heraus kommt, sondern sich alles wie ein Puzzle zusammensetzt.
    Dabei war derSchreibstil der Autorin von entscheidender Bedeutung! Nicola Yoon hat esgeschafft eine tiefgründige philosophische und zum Nachdenken anregendeGeschichte so zu verpacken, dass man es erst nicht so richtig mitkriegt, was esmit einem selbst macht. Erst hinterher wird einem klar, was für Gedankenplötzlich im Kopf auftauchen und, so war es zumindest bei mir, welche neuenPerspektiven auf das Leben und die eigenen Pläne allgemein auftauchen.
    Die beidenHauptcharaktere Natasha und Daniel haben mir beide sehr gut gefallen. Durch diejeweilige Ich-Perspektive und die deutliche Überschrift, bei wem man als Lesergerade in den Kopf schaut, haben sich viele Zusammenhänge erschlossen und manhat mir beiden mitgefiebert und mitgeliebt, sowie mitgelitten! Auch in diesebeiden könnte man viel hineininterpretieren über den Wunsch alles belegen undbeweisen zu wollen und auf der anderen Seite an Dinge wie Magie und Schicksal,sowie Bedeutungen etc. zu glauben... aber das würde hier wirklich zu weitführen ;)
    Wie man vielleichtgemerkt hat, kann dieses Buch auch durchaus eine Welle von PhilosophienGedanken und Interpretationswut auslösen, aber auf eine gute Art und Weise.
    Da ich bisher nurwenig solcher Bücher gelesen habe kann auch nur ein paar kleine weiterenEmpfehlungen geben. Jene denen "Nur ein Horizont entfernt" von LoriNelson Spielman gefallen hat, oder möglicherweise auch Daniel Glattauers"Gut gegen Nordwind", sind bestimmt auch gut mit diesem Buch soglücklich wie ich es war! Mein absolutes Herzensbuch und Monatshighlight!

    :study:Alberto Angela - Pompeji: Die größte Tragödie der Antike

    :study:Ray Celestin - Höllenjazz in New Orleans

  • Ein ganz normaler Tag in New York bricht an. Doch für Natasha soll es der letzte Tag in Amerika werden, denn ihr droht die Abschiebung in ihr Heimatland Jamaika, denn sie ist mit acht Jahren mit ihrer Familie illegal eingewandert. Mit letzter Kraft versucht sie eine Abschiebung zu verhindern. Zu gleicher Zeit ist Daniel auf dem Weg zu einem Interview, um eine Empfehlung für Yale zu bekommen. Doch eigentlich will er gar nicht aufs College, sondern Dichter werden. Aber um seiner Familie einen Gefallen zu tun, macht er sich auf den Weg zu dem Gespräch. Dabei macht er eine Schicksalhafte Begegnung, denn er rettet Natasha das Leben - und verliebt sich auf den ersten Blick in sie. Doch da Natasha nicht weiß, ob sie das Land verlassen muss oder nicht, will sie Daniel keine Chance geben. Doch dieser bittet sie um ein paar Stunden Zeit und Natasha willigt ein....


    "The sun is also a star" war das erste Buch, dass ich von der Autorin gelesen habe. Der Erzählstil ist recht eigenwillig, jeweils abwechseld aus der Perspektive von Daniel und Natasha. Teilweise gibt es aber auch kleinere Exkursionen die in die Köpfe von Nebencharakteren blicken lassen, oder gewisse Situationen beschreiben bzw. verständlicher machen. Diese Abwechslung hat mir richtig gut gefallen, weil es mal etwas anderes ist.


    Der Klappentext verspricht eine Liebesstory. Die gibt es auch definitiv, nur ein bisschen anders als erwartet. Durch den flotten Schreibstil und die kurzen Kapitel flog man nur so durch das Buch und verfolgte gerne den Tag mit Daniel und Natasha.


    Beide sind überaus tolle Charaktere. Witzig, aber auch tiefgründig und ernst. Das Thema Rassismus und Abschiebung wird hier überaus gut erzählt und mich hat das Buch auf jedenfall positiv überrascht und zählt zu meinen Highlights des bisherigen Jahres.

  • Inhalt:
    Daniel und Natasha sind auf dem Weg zu einem wichtigen Termin, als sie sich an einer Kreuzung begegnen. Während Daniel sind direkt in Natasha verliebt glaubt sie nicht an die Liebe. Doch Daniel gibt nicht auf und möchte Natasha überzeugen. Nicht ahnend das sie einen guten Grund hat ihn auf Abstand zu halten, denn am Abend soll sie abgeschoben werden.


    Meine Meinung:
    Nachdem mir Du neben mir so gut gefiel war ich auch sehr gespannt auf Nicola Yoons nächstes Werk. Schon von der Optik passt es gut zum Vorgänger und auch die Geschichte begeisterte mich genauso sehr wie Du neben mir.


    Dabei ist dieses Buch anders geschrieben und für mich recht ungewöhnlich. Der Leser lernt Daniel und Natasha durch ihre Erzählungen kennen, doch auch Nebenfiguren bekommen ihre eigenen Kapitel und gar Ereignisse werde in besonderen Kapitel einzeln beleuchtet. Hier bleibt wirklich nichts im Unklaren.


    Man einer mag es nicht wenn Abschnitte auch mal nur aus einem Satz bestehen. Hier kommt es hin und wieder vor und auch das es nur wenige Absätze sind, was die Protagonisten erleben und zu erzählen haben. Ich empfand das als sehr fesselnd, denn ein Kapitel geht ja noch und dann noch eins und so weiter.


    Protagonisten sind Natasha und Daniel. Die sich zum Beginn der Geschichte noch gar nicht kennen. Doch der Leser lernt zunächst jede Person für sich kennen. Ihre Wünsche und Träume und auch ihre Gedanken zu ihrer Zukunft.
    Während Natasha nicht zurück in ihre Heimat möchte, an die Wissenschaft glaubt und auf ihren Vater böse ist. Will Daniel nicht den Beruf erlernen den seine Eltern für ihn vorgesehen haben und hat Stress mit seinem Bruder. Beide Figuren könnten vom Denken und Handeln nicht verschiedener sein. Und doch nähern sie sich an, sehr zaghaft und langsam mit vielen wenn und aber, doch da stimmt die Chemie.


    Die zentrale Frage dieser Geschichte, die für mich trotz des ungewöhnlichen Stils, leicht und flüssig zu lesen war, ist ob es sowas wie Schicksal gibt. Ist es vorbestimmt das man bestimmte Leute trifft oder doch eher Zufall. Hätte man die Person die man liebt auf jeden Fall getroffen nur eben anders. Wenn das Ereignis was zum Zusammen kommen geführt hat nicht existiert hätte. Eine Frage, die auch hier nicht wirklich beantwortet werden kann, denn Daniel hat Natasha ja getroffen. Ob es auch geschehen wäre wenn die Gegebenheiten anders gewesen wären weiß man einfach nicht.


    Das Ende hatte mir gut gefallen. Allerdings hätte für mich der Epilog nicht sein müssen. Denn bevor man diesen liest war schon alles geklärt und in dem Fall auch zu meiner Zufriedenheit. Doch die Autorin hatte es sich wohl anders gedacht und hat einen Epilog geschrieben, der wohl nicht jedem gefallen wird, aber die Schicksalsfrage wieder aufgreift. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Liebe Grüße
    Natalie




    Gelesen 2013: 231 - 2014: 195 - 2015: 185 - 2016: 138 - 2017: 122 - 2018: 89 - 2019: 84

    Gelesen 2020: 47

  • Nicola Yoon kann einfach grandiose schreiben!


    Klappentext
    „Schicksalsfäden einer großen Liebe! Wie viele Dinge müssen geschehen, welche Zufälle passieren, damit sich die Wege zweier Menschen kreuzen? Als Daniel und Natasha in New York aufeinander treffen, verguckt er sich sofort in das jamaikanische Mädchen. Die zwei teilen einen Tag voller Gespräche über das Leben, ihren Platz darin und die Frage: Ist das zwischen uns Liebe? Doch ihr Schicksal scheint bereits festzustehen, denn Natasha soll noch am selben Abend abgeschoben werden.“


    Gestaltung
    Die Idee für das Covermotiv finde ich grandios! Den Titel mit bunten Fäden, die um Nägel gespannt sind, darzustellen ist außergewöhnlich und einmal etwas absolut neues. Zudem passen die Fäden auch inhaltlich gut zur Geschichte. Klasse finde ich dabei auch die bunten Farben, die schön miteinander harmonisieren und dem Cover so ein warmes Äußeres verleihen.


    Meine Meinung
    Nachdem ich „Du neben mir“, den Debütroman der Autorin Nicola Yoon, so gerne mochte, wollte ich natürlich auch unbedingt ihr neues Buch lesen. Die Thematik von „The sun is also a star“ finde ich sehr ansprechend, denn es geht um das Schicksal und Vorherbestimmung. Ein Thema, über das sich bestimmt jeder schon mal seine ganz eigenen Gedanken gemacht hat. Gleichzeitig greift das Buch aber auch alltäglichere bzw. greifbarere Aspekte wie Freundschaft, Loyalität, Rassismus und vieles mehr auf.


    Mit der jamaikanischen Protagonistin Natasha, die aus Amerika abgeschoben werden soll, ist das Buch zudem gerade in Zeiten der Flüchtlingskrise hochaktuell und ermöglicht so einen Blick über den Tellerrand, in die Gefühlswelt der Betroffenen. Diese Aktualität hat mir persönlich sehr gut gefallen, weil ich so einen tiefen Einblick in das Gefühlsleben erhalten konnte und dieses gleichzeitig auch sehr nachvollziehbar dargestellt war.


    Hierzu trägt vor allem auch der grandiose Schreibstil von Nicola Yoon bei. Schon in „Du neben mir“ konnte ich mich aufgrund dessen kaum von den Seiten lösen und auch in „The sun is also a star“ überzeugt die Autorin mich mit jedem einzelnen Wort. Selten findet man einen Schreibstil, der so leicht und locker zu lesen und dabei gleichzeitig so intensiv und poetisch ist. Sehr schön fand ich auch die Länge der Kapitel, denn diese sind immer recht kurz, sodass ich beim Lesen super schnell vorankam.


    Außerdem wird das Buch aus den verschiedenen Perspektiven der unterschiedlichen Figuren erzählt. Diese Erzählweise kannte ich von der Autorin bereits aus „Du neben mir“. In ihrem neuen Buch hat Nicola Yoon aber zudem auch noch viele der Nebencharaktere zu Wort kommen lassen. Manchmal wurde mir dies etwas zu viel bzw. es wurde auch auf Dinge eingegangen, die für mich nicht zwingend für die Handlung notwendig gewesen wären, aber alles in allem passten die Perspektivwechsel gut zur Geschichte.


    Mir persönlich war die Liebesgeschichte zwischen Natasha und Daniel etwas zu kitschig. Gerade zu Beginn hatte ich hier einige Schwierigkeiten ihr zu glauben. Mir fehlte einfach etwas die Authentizität und der Realismus, sodass ich mich doch das ein oder andere Mal dabei erwischt habe, wie ich meine Stirn gerunzelt und den beiden Figuren ihre Gefühle nicht ganz abgenommen habe. Mit der Zeit und dem Fortschreiten der Handlung wurde dies aber besser und ich konnte mich mehr auf die Beziehung zwischen Daniel und Natasha einlassen und den beiden glauben.


    Fazit
    Mit „The sun is also a star“ hat Nicola Yoon wieder ein unglaublich poetisches Buch geschrieben, das sich rasend schnell verschlingen lässt. Eine Geschichte über Liebe, Schicksal und Vorherbestimmung, die unter die Haut geht! Zwar hatte ich anfangs Schwierigkeiten damit, den beiden Protagonisten ihre Gefühle füreinander abzunehmen, aber der fesselnde Schreibstil der Autorin und die Sogwirkung der Geschichte haben dafür schnell entlohnt.
    4 von 5 Sternen!


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