Tanja Wekwerth - Madame Cléo und das große kleine Glück

  • Buchdetails

    Titel: Madame Cléo und das große kleine Glück


    Verlag: Harpercollins

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 304

    ISBN: 9783959672016

    Termin: Neuerscheinung August 2018

  • Bewertung

    5 von 5 Sternen bei 5 Bewertungen

    100% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Madame Cléo und das große kleine Glück"

    Einst war Madame Cléo ein erfolgreiches Pariser Mannequin, heute kann sie kaum noch ihre Altbauwohnung in Berlin bezahlen. Daher vermietet sie ein Zimmer unter und findet in Adamo und seiner kleinen Tochter Mimi wahre Freunde. Doch die Vergangenheit lässt Madame Cléo, die Grande Dame mit Herz, nicht los. Ein großer unerfüllter Traum erwacht zu neuem Leben, als Mimi eines Tages auf eine riesige Summe Geld stößt. Madame Cléo hat eine bezaubernde Idee und jede Menge Briefumschläge … Ein Roman von charmanter Sehnsucht und mit einer Prise Großstadt-Märchen 'Leicht und spritzig geschrieben, nicht immer ganz ernst zu nehmen, sorgt die Geschichte für ein Lächeln und heitere Lesestunden.' belletristik-couch.de
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  • Madame Cléo ist eine stilvolle ältere Dame, die seit dem Tod ihres Mannes eine Berliner Altbauwohnung ihr alleiniges Zuhause nennt und dort in bescheidenen Verhältnissen lebt, obwohl sie in den 60er Jahren mal ein erfolgreiches Mannequin war, die sogar in Paris für Chanel gelaufen ist. Sie hat noch immer Träume und ist mit ihren Gedanken oft in der Vergangenheit. Nun steht die Renovierung des Hauses an und weil Cléo höhere Mieten befürchtet, hat sie sich dazu durchgerungen, ein Zimmer ihrer Wohnung zur Untermiete anzubieten. Schnell hat sie mit dem Italiener Adamo und dessen Tochter Mimi geeignete Untermieter gefunden, die ihr sehr sympathisch sind. Adamo leidet noch sehr unter dem Tod seiner Frau und träumt von einem eigenen Restaurant. Tochter Mimi ist ein kleines 8-jähriges Mädchen, dass ebenfalls unter dem Verlust der Mutter und der momentanen familiären Situation leidet. In Cléo findet Mimi eine liebevolle neue Freundin. Eines Tages findet Mimi im Park einen Rucksack. Der Inhalt dieses Rucksacks ist sowohl für Cléo als auch für Adamo und Mimi geradezu unglaublich und könnte ihr aller Leben verändern. Werden sich ihre geheimen Träume erfüllen?


    Tanja Wekwerth hat mit ihrem Buch „Madame Cléo und das große kleine Glück“ einen zauberhaften und geradezu poetischen Roman über generationenübergreifende Freundschaft und geheime Träume vorgelegt. Das Buch wirkt fast wie ein modernes Märchen und beschert dem Leser viele Glücksmomente, die direkt in die Seele gehen. Der Schreibstil ist liebe- und gefühlvoll und trifft den Leser mitten ins Herz. Mit Beginn der Erzählung ist der Leser am Leben von Cléo beteiligt, ein unsichtbares WG-Mitglied, dass ihr bei ihren Selbstgesprächen, ihren Gedanken und ihren Gefühlen beisteht und alles hautnah verfolgt, was in ihrem Leben von nun an passieren wird. Auch versteht es die Autorin mit ihren Beschreibungen perfekt, dem Leser die Stadt Paris so nahe zu bringen, als wäre er selbst vor Ort und könnte sich von dieser großen Metropole einfangen und verführen lassen. Die Art und Weise, wie die Autorin Menschen verschiedener Altersgruppen miteinander agieren lässt, ist wunderbar positiv und geradezu herzlich, so dass man gar nicht anders kann, als mit den Protagonisten mit zu fiebern und mitzufühlen.


    Die Charaktere sind so liebevoll gestaltet und ausgearbeitet, dass der Leser das Gefühl hat, sie würden schon immer zum eigenen Leben gehören, so sympathisch und lebensbejahend sind sie. Sie wirken mit ihren Schicksalen sehr authentisch und real. Cléo ist eine sympathische alte Grand Dame, die seit Jahren ihr Leben einsam und allein in ihrer Wohnung zubringt und mit Selbstgesprächen ihre Vergangenheit lebendig werden lässt. Sie träumt noch immer von Paris und ihrer damaligen Zeit dort. Eine Notsituation zwingt sie dazu, Fremde in ihrer Wohnung aufzunehmen,, doch dies erweist sich für sie und die neuen Bewohner geradezu als Glücksfall, denn so kommt Cléo zu neuen „Familienmitgliedern“ und ist ihre Einsamkeit los. Adamo ist noch immer gebrochen durch den Tod seiner Frau. Er ist ein liebevoller Vater, der allerdings düster in die Zukunft blickt und noch keine Lösung parat hat, wie es jetzt weitergehen soll. Tochter Mimi ist ein kleiner Wirbelwind, die manchmal etwas altklug daher redet, aber sie wünscht sich insgeheim doch nur Geborgenheit, Liebe und Aufmerksamkeit. Der Verlust der Mutter hat auch bei ihr Spuren hinterlassen. Die neue Wohnsituation bei Cléo beschert ihr eine neue Freundin und einen liebevollen Großmutterersatz, an den sie sich anlehnen kann.


    „Madame Cléo und das große kleine Glück“ mag vielleicht einiges an Aberglauben oder zu viel Schicksal enthalten, aber das Buch selbst macht beim Lesen einfach nur rundum zufrieden und glücklich. Das ganze Gefühlsbarometer wird innerhalb der Handlung bedient, zeigt aber einmal mehr, mit welch kleinen Mitteln Glück eigentlich daher kommt. Ein wundervolles Buch über Freundschaft, geheime Träume und das Glück der kleinen Dinge. Absolute Leseempfehlung für ein wirkliches Highlight!!!


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    Bücher sind Träume, die in Gedanken wahr werden. (von mir)


    "Wissen ist begrenzt, Fantasie aber umfasst die ganze Welt."
    Albert Einstein


    "Bleibe Du selbst, die anderen sind schon vergeben!"
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    SUB: ca. 1.800 / gelesen 2019: 367/ 143788 Seiten