Ele Wolff - Mordsplan

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  • Ein schöner, stiller Krimi


    Die Privatdetektivin Henriette Honig wird von Femke Ahlrichs, einer Druckereierbin, beauftragt herauszufinden, warum ihr Ehemann Harm Ahlrichs sich in den letzten Jahren so verändert hat. Leider kommt die Detektivin nicht sehr weit. Ihre Klientin wird ermordet aufgefunden. Die Tochter nun, fordert Henriette auf weiter zu ermitteln und Licht in diese Sache zu bringen. Etwas, was sich Henriette Honig nicht zweimal sagen lässt. Gemeinsam mit ihrer Nichte Jantje macht sie sich an die Arbeit.


    „Mordsplan“ ist bereits der fünfte Fall für Henriette Honig. Auch wenn man die Vorgänger nicht gelesen hat, kann man hier durchaus mitlesen. Der Fall in sich ist abgeschlossen. Der Erzählstil von Ele Wolf, ist angenehm zu lesen. Allerdings wird dem Leser schon ziemlich schnell klar, wer der Täter ist, nur die Hintergründe der Tat decken sich erst so nach und nach auf.


    Es ist schon interessant zu verfolgen, wie sich alles klärt. Der Plan hinter der Geschichte ist gelungen, nur fand ich es dann etwas seltsam, als die Protagonistin und auch die Polizei so ganz plötzlich mit der Lösung um die Ecke kamen. Für mich als Leser war es klar, aber woher hatten die anderen die Informationen? Oder habe ich es am Ende überlesen?


    Auch fand ich es nach der dritten Tasse Tee etwas nervig ständig zu lesen, wie Tee mit Klüntje zubereitet wurde. Sicherlich sollen hier die friesischen Traditionen erzählt werden, aber es kann davon auch zu viel geben. Ein bis dreimal Tee hätte gereicht, fast war ich schon dankbar, als jemand nach einer Tasse Kaffee verlangte.


    „Mordsplan“ ist ein netter, kleiner Krimi, der sich gut lesen lässt, nicht mit brutalen Szenen und rumgeballere daherkommt und auf seine feine, stille Art Lust auf mehr macht. Drei Sterne gibt es von mir, weil mir die Krimispannung dann doch zu wenig war, die Lösung einfach zu offensichtlich.


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  • „Bewegungslos blieb er im Flur stehen. Ob sie schon tot war?“

    Als Henriette Honig einen Anruf von Femke Ahlrichs bekommt, weiß sie nicht, was der Auftrag für sie bringen wird. Nach dem Gespräch ist klar, dass es eine langweilige Beschattung wird, denn sie soll herausfinden, was der Ehemann so treibt. Er hat sich sehr verändert und da will die Ehefrau, die im Rollstuhl sitzt und nicht selbst tätig werden kann, einfach Gewissheit.

    Auch Jantje, die Nichte von Henriette die ihr in der Detektei zur Hand geht, ist enttäuscht, denn sie möchte gerne wieder in einem Mordfall mit ermitteln. Aber nicht jeder Auftrag ist mit Spannung gewürzt.

    Alles ist unauffällig und Henriette will eigentlich schon Bericht erstatten, als sich das Blatt wendet. Sie beobachtet, wie sich Harm Ahlrichs mit einer Frau trifft. Dazu kommt es dann nicht mehr, denn Femke Ahlrichs wird erwürgt in ihrem Bett gefunden. Nun geht Jantjes Wunsch in Erfüllung und die Ermittlungen führen sie in eine ganz andere Richtung.

    Fazit:

    Die Autorin Ele Wolff schreibt hier den 5. Fall für Henriette Honig.

    Rätsel gibt mir der Fall keine auf, denn ich erkenne sofort, wer hier der Täter ist und warum er das alles tut.

    Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr flüssig lesbar. Spannung empfinde ich nicht wirklich, interessant aber zu erfahren, wie sich das so alles zusammenfügt.

    Die Charaktere beschreibt die Autorin mit sehr viel Feingefühl. Ich mag ja Henriette gern und auch hier wieder bekommen wir noch mehr Hintergrundwissen, was mir immer sehr gut gefällt.

    Das Ende ist mir dann aber ein wenig schnell abgehandelt. Woher kamen plötzlich die Erkenntnisse, wo vorher nicht eine wirklich gute Spur vorhanden war? Ich als Leser wusste ja, wie es gelaufen ist, aber die Polizei und auch Henriette hatten dieses Wissen nicht, denn der Täter hatte doch wirklich sehr gut geplant und ausgeführt.

    Ein netter Krimi, den man mal eben zwischendurch lesen kann. Hier kommen von mir 3 Sterne, zu mehr reicht es dieses Mal leider nicht.

    "Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."

    Antoine de Saint-Exupéry. Aus: Der kleine Prinz

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