Bücherwichteln im BücherTreff

Cornelia Funke- Tintenwelt (ab 21.11.2016)

Tintenwelt 1: Tintenherz

4.2 von 5 Sternen bei 425 Bewertungen

Band 1 der

Verlag: Dressler

Bindung: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 576

ISBN: 9783791504650

Termin: September 2003

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  • Hallo zusammen!
    So, hier ist er, unser offizieller Thread zu unserer Leserunde zu den Tintenwelt-Büchern von Cornelia Funke :winken:
    Teilnehmer sind:
    @LaRelieuse
    @Mietze008
    @Susannah1986
    @Buchmaus1001


    Wer noch mit einsteigen möchte, ist sehr herzlich willkommen.
    Wir lesen zu montags und donnerstags jeweils vier Kapitel. Der erste Postingtag wäre somit der kommende Donnerstag, 24.11. mit den ersten vier Kapiteln.


    Ich wünsche uns allen viel Spaß mit den Büchern und natürlich unserer MLR! :winken::colors::cheers:

    Das Unmögliche ist eine Möglichkeit, die du nur noch nicht erkannt hast.
    -Matt Haig, Ein Junge namens Weihnacht


    :study: So many books. So little time. :study:

  • Auch hier nochmal - ich muss mich leider wieder ausklinken. Ich schaffe es zeitlich nicht.

    :study: Rebecca Gablé - Der Palast der Meere

    :study: Philip Kerr - Böhmisches Blut

    :study: Victor Klemperer - LTI. Notizbuch eines Philologen

    :musik: Colin Dann - Als die Tiere den Wald verließen

    :pale:
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    aktueller SUB: 211
    gelesene Bücher 2018: 22

    gelesene Bücher 2019: 16

  • Hallo @Susannah1986! Das ist schade, aber eine Leserunde sollte ja niemals in Stress ausarten. Vielleicht klappt es ein andernmal :friends:


    Also, ich habe die ersten vier Kapitel wieder sehr genossen zu lesen- für mich ist es ja ein Re-Read. Besonders liebe ich den ersten Satz- selten habe ich einen ersten Satz gelesen, der so viel verheißt.
    In den ersten vier Kapiteln wird direkt sehr viel Fahrt aufgenommen- ich meine, am Ende von Kapitel vier ist man schon bei Tante Elinor angekommen und es ist klar, dass es ein großes Geheimnis in Mos und Meggies Vergangeheit gibt, das sie mit Staubfinger verbindet.
    Ich mag den Schreibstil unheimlich gerne. Er ist klangvoll und Frau Funke schafft es, Verhältnisse und Zwischentöne nur durch ein paar "Pinselstriche" darzustellen. Einfach fantastisch.
    Die Charaktere sind auch sehr gut eingeführt bis jetzt. Ich mag Mo unheimlich gerne. Wegen ihm und Frau Funkes wunderbarer Beschreibung des Buchbindens bin ich Buchbinderin geworden. :uups: Außerdem grandios- die Liebe zu Büchern, die aus jeder Seite spricht. Da hüpft mein Herz vor Freude.
    Und immer wieder beeindruckend finde ich Tante Elinors Bibliothek. Da würde ich mich gerne einmal einschließen lassen. Ich würde auch keine getrockneten Salamischeiben als Lesezeichen verwenden :wink:


    Ansonsten ist das Buch an sich wunderschön gemacht. Angefangen von dem Gedicht von Paul Celan zur Einführung und über die Zitate aus anderen Büchern am Anfang eines jeden Kapitels (ich denke immer kurz darüber nach, was das Zitat mit dem kommenden Kapitel zu tun haben könnte :uups: ) bis hin zu den liebevoll gezeichneten Bildern am Ende der Kapitel- auch so ist das Buch wirklich schöner und bibliophiler gemacht als manch anderes Jugendbuch.


    Das sind so meine ziemlich ungeordneten Eindrücke, bei den nächsten Kapiteln wird es hoffentlich besser, jetzt bin ich einfach zu müde :wink: Ich freue mich jedenfalls schon auf das Weiterlesen!

    Das Unmögliche ist eine Möglichkeit, die du nur noch nicht erkannt hast.
    -Matt Haig, Ein Junge namens Weihnacht


    :study: So many books. So little time. :study:

  • Wollte mich nur kurz melden: Ich hab die ersten vier Kapitel natürlich schon durch, komme aber erst heute Abend zum Posten. :wink:

    Ich :study: gerade:

    Flora Annie Steel - Englische Märchen

    Susan Elizabeth Phillips - Dinner für Drei

    Sherianna Boyle - Emotional Detox

  • Auch für mich ist es ein Re-Read, wobei ich wirklich sagen muss, dass es Ewigkeiten her ist, dass ich es gelesen habe. Ich weiß zwar noch einige Szenen, aber kann mich längst nicht an alles erinnern.

    Die Charaktere sind auch sehr gut eingeführt bis jetzt. Ich mag Mo unheimlich gerne. Wegen ihm und Frau Funkes wunderbarer Beschreibung des Buchbindens bin ich Buchbinderin geworden. Außerdem grandios- die Liebe zu Büchern, die aus jeder Seite spricht. Da hüpft mein Herz vor Freude.

    Ich liebe Meggie und Mo beide sehr. Mo ist ein so fürsorglicher und guter Vater, Meggie für ihr Alter unheimlich schlau. Wobei es ja schon seltsam ist, dass Meggie Elinor etwas vormacht in Sachen Wissen. Elinor müsste doch in ihrem Leben schon einiges an Büchern gelesen haben. Da wundert man sich, wie viel die kleine Meggie schon mehr weiß als sie.
    Staubfinger wirkt grad noch sehr geheimnisvoll und ein wenig unheimlich, aber ist ja nur natürlich, wenn er aus Meggies Sicht dargestellt wird.


    LaRelieuse, das finde ich total schön, dass du deswegen Buchbinderin geworden bist! Dann war dieses Buch für dich also eine wahre Inspiration. :)
    Mir gefällt es auch unheimlich, über Charaktere zu lesen, die eine bestimmte Verbindung zu Büchern haben. Da fühlt man sich gleich verstanden und gut aufgenommen. In diesem Buch gibt es auch so viel Bücher-Talk, dass man es als Buchliebhaber einfach toll finden muss!


    Ich war auch sofort wie eingesogen in dieses Buch. Montag hatte ich schon drei Kapitel von den vieren gelesen und musste mich erstmal bremsen. :uups: Ich verliere mich einfach gerne in dieser Welt.

    Ich :study: gerade:

    Flora Annie Steel - Englische Märchen

    Susan Elizabeth Phillips - Dinner für Drei

    Sherianna Boyle - Emotional Detox

  • Wobei es ja schon seltsam ist, dass Meggie Elinor etwas vormacht in Sachen Wissen. Elinor müsste doch in ihrem Leben schon einiges an Büchern gelesen haben. Da wundert man sich, wie viel die kleine Meggie schon mehr weiß als sie.

    Da stimme ich dir zu. Besonders als sie über das Druckerzeichen an der Tür zur Bibliothek reden fällt es auf. Jetzt, wo du es sagst :wink: Eigentlich sollte Elinor doch wissen, wessen Zeichen sie sich da an die Tür malt- und zwar genauer als nur, dass es das Zeichen eines berühmten Druckers ist.

    LaRelieuse, das finde ich total schön, dass du deswegen Buchbinderin geworden bist! Dann war dieses Buch für dich also eine wahre Inspiration.

    Ja, das war und ist es wirkllich. Inzwischen habe ich ja noch eine Ausbildung zur Buchhändlerin absolviert und arbeite auch als solche, aber immer wenn ich mal wieder diese Magie der Bücher zu verlieren drohe, zwischen all dem Konsum und dem ach so gelehrten literarischen Gerede über Bücher, dann denke ich an Tintenherz und der Zauber ist wieder da.


    Mann, das ist ja mal kitschig :shock: Keine Sorge, ich werde garantiert nicht die ganze Zeit so rumschwadronieren :lol:

    Das Unmögliche ist eine Möglichkeit, die du nur noch nicht erkannt hast.
    -Matt Haig, Ein Junge namens Weihnacht


    :study: So many books. So little time. :study:

  • Ja, das war und ist es wirkllich. Inzwischen habe ich ja noch eine Ausbildung zur Buchhändlerin absolviert und arbeite auch als solche, aber immer wenn ich mal wieder diese Magie der Bücher zu verlieren drohe, zwischen all dem Konsum und dem ach so gelehrten literarischen Gerede über Bücher, dann denke ich an Tintenherz und der Zauber ist wieder da.

    Ich habe heute einen sehr schönen Spruch von Kurt Tucholsky gelesen, der ein bisschen dazu passt: Kitsch ist das Echo der Kunst. :uups:
    Hör bitte nicht auf damit. Ich darf das nur hier im Büchertreff, meine Freunde und Verwandten würden mich sonst vermutlich für bescheuert halten. Ist doch immer wieder schön, auf Gleichgesinnte zu treffen. :friends:

    Ich :study: gerade:

    Flora Annie Steel - Englische Märchen

    Susan Elizabeth Phillips - Dinner für Drei

    Sherianna Boyle - Emotional Detox

  • Huhu, @Mietze008: Kommst du zum Lesen?


    Kapitel 5-8 waren ziemlich spannend. Meggie sieht Gwin auf einer Seite des Buches und fängt an, Fragen zu stellen. Ihr Vater reagiert darauf abweisend, ausweichend und teilweise sogar verärgert.


    Das Haus von Elinor ist toll beschrieben. Bei mir taucht lustigerweise vor dem inneren Auge ein englisches Landhaus auf, das ich sehr gut kenne und liebe. Auch wenn die Beschreibung nie hunderprozentig auf mir bekannte Orte passt, projiziere ich die Beschreibungen aus Büchern doch darauf. Teilweise dann mit abgewandelten Räumen, aber immer noch ganz klar nach einer bekannten Vorlage. Geht euch das auch so oder sehen für euch die Orte in Büchern vollkommen imaginär aus?


    Meggie tut mir unheimlich leid, als ihr Vater verschwindet. Staubfinger scheint leider etwas damit zu tun zu haben. :cry: Schade! Er wirkte zuletzt etwas sympathischer.
    Elinor ist vollkommen hilflos angesichts der vollkommen verzweifelten 12-Jährigen. Mit Kindern kann sie wohl nicht so gut umgehen, aber man hat trotzdem das Gefühl, dass sie Meggie doch eher akzeptiert als andere Kinder und bald auch einen Draht zu ihr finden wird. Toll fand ich ja irgendwie den letzten Satz von Kapitel 8:


    Und dann dachte sie an das Buch, das neben ihrem Bett auf sie wartete, und mit einer Mischung aus Vorfreude und sehr schlechtem Gewissen verschwand sie in ihrem Schlafzimmer.

    Das erinnert mich total an mich früher bei Familienfesten. Ich hatte immer ein Buch dabei, hatte aber immer auch ein schlechtes Gewissen, es herauszuholen und mich in eine Ecke zu setzen und zu lesen vor meinen Verwandten. Hab es natürlich trotzdem gemacht. :lol: Als man noch ganz jung war, ging sowas noch durch. Heute würden die Verwandten wahrscheinlich denken, man hat einen an der Klatsche oder ist einfach extrem unfreundlich.

    Ich :study: gerade:

    Flora Annie Steel - Englische Märchen

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  • Geht euch das auch so oder sehen für euch die Orte in Büchern vollkommen imaginär aus?

    Hm, das kommt bei mir immer so ein bisschen drauf an. Tante Elinors Haus ist für mich zum Beispiel vollkommen imaginär, aber wohl aus Versatzstücken von Häusern, die ich kenne, bzw. Bildern, die ich davon gesehen habe, zusammen gebastelt. Andere fiktive Orte verlege ich auch gerne mal an mir bekannte Orte. Denke ich. Ich muss gestehen, so genau habe ich da noch nie drüber nachgedacht :uups::pale::-k


    Mir haben die Kapitel 5 bis 8 auch wieder sehr gut gefallen. Vor allem mag ich, dass man Elinor zum Ende hin aus einem anderen Blickwinkel kennen lernt- auch wenn es natürlich schrecklich ist, dass es durch Mo's Verschwinden passiert.


    Ich mag auch hier wieder die Beschreibung des Buchbinderhandwerks- dass Buchbinder Büchern neue Kleider schneidern. Das ist eine dieser Formulierungen, die mich jedes Mal unheimlich verzaubert.
    Erschreckend finde ich die Spannungen, die jetzt zwischen Mo und Meggie herrschen- nur wegen einem Buch. Und das Staubfinger -ich liebe Elinors Namen für ihn, Streichholzfresser :totlach: , auch wenn er eigentlich gemein ist, aber er drückt aus, wie wunderbar Frau Funke mit Worten umgehen kann- etwas damit zu tun hat, vermute ich auch ganz stark. Er ist einer dieser ambivalenten Charaktere, die ich sehr gerne mag. Die Fotos von Staubfinger aus dem Film haben mir einen richtigen Schrecken eingejagt, so habe ich ihn mir nie vorgestellt. Ich hätte mir ja Viggo Mortensen für die Rolle gewünscht :love: Apropos, ein bisschen off topic, aber habt ihr den Film gesehen? Und wie besetzt ihr die Charaktere in einem Buch? Mir geht es ganz oft so, dass ich da Schauspieler sehe, die die Rolle gut verkörpern würden, oder ich denke sie mir wirklich komplett aus.


    @Buchmaus1001 Dieses Gefühl kenne ich auch zu gut :uups: Nicht so sehr bei Familienfeiern (da bin ich mir auch heute nicht zu schade, mein Strickzeug raus zu holen, je nachdem, wer am Tisch sitzt) aber jeden Abend,wenn ich doch eher mein Buch raus hole, als den Haushalt zu machen :uups:

    Das Unmögliche ist eine Möglichkeit, die du nur noch nicht erkannt hast.
    -Matt Haig, Ein Junge namens Weihnacht


    :study: So many books. So little time. :study:

  • Hallo Leute! Ja ich lese fleißig mit, dass einzige Problem gerade ist das Internet bei mir. Ich hab zuhause gerade kein WLAN und bin eigentlich nur über WLAN erreichbar. Nun schnorre ich mich seit letzter Woche bei Freunden am Hotspot durch, das ich mal so das wichtigste mit erlebe. Bis Ende dieser Woche soll sich das aber behoben haben. Dann kann ich auch wieder am PC schreiben, was deutlich schneller ist. Ich hoffe das geht in Ordnung.

  • Und wie besetzt ihr die Charaktere in einem Buch? Mir geht es ganz oft so, dass ich da Schauspieler sehe, die die Rolle gut verkörpern würden, oder ich denke sie mir wirklich komplett aus.

    Das ist bei mir ganz seltsam. Meine Figuren haben keine konkreten Gesichter meistens, nur verschwommene Konturen. Bei Meggie stelle ich mir zum Beispiel einen zierlichen Körper vor und dunkelblonde bis braune Haare mittellange Haare. Das Gesicht könnte ich nicht beschreiben, dafür stelle ich es mir zu oberflächlich vor.
    Auch bei Staubfinger habe ich kein richtiges Gesicht vor Augen, nur seine Statur, seine Kleidung und eine etwas schmutzige allgemeine körperliche Verfassung. :loool: Aber interessante Frage!

    Ja ich lese fleißig mit, dass einzige Problem gerade ist das Internet bei mir. Ich hab zuhause gerade kein WLAN und bin eigentlich nur über WLAN erreichbar. Nun schnorre ich mich seit letzter Woche bei Freunden am Hotspot durch, das ich mal so das wichtigste mit erlebe. Bis Ende dieser Woche soll sich das aber behoben haben. Dann kann ich auch wieder am PC schreiben, was deutlich schneller ist. Ich hoffe das geht in Ordnung.

    Klar geht das in Ordnung. :thumleft: Ich wollte nur sichergehen, dass hier niemand auf der Strecke bleibt, der mitlesen möchte.

    Ich :study: gerade:

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  • Ich wollte nur melden, dass ich beruflich bedingt nicht zum Lesen gekommen bin. Ich melde mich morgen! :winken:

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    -Matt Haig, Ein Junge namens Weihnacht


    :study: So many books. So little time. :study:

  • Mit den nächsten vier Kapiteln wird es richtig spannend und wir lernen den Bösewicht kenne- Capricorn. Aber der Reihe nach.


    Meggie tut mir so leid, nachdem Mo verschwunden ist. Die Szene, als sie bei ihm im Bett schläft, mit dem Pullover im Arm, finde ich rührend und herzzerreißend. Und sie ist tapfer, dass sie ihn suchen möchte. Irgendwie kopflos, aber auch tapfer. Und das Elinor das Buch getauscht hat...! Wobei, wirklich verwunderlich ist es bei einer Büchersammlerin wie Elinor nicht. Die Szene, in der sie sich umzieht, macht sie zum ersten Mal...menschlicher, finde ich. Ach ja, und wir sehen natürlich das Objekt der Begierde endlich in voller Pracht und erfahren seinen Namen. Wie könnte es anders sein- "Tintenherz"!
    Der Beginn von "Die Höhle des Löwen" ist wirklich wunderschön. Es trifft so wunderbar das buchversessene, liebevolle, familiäre Vater-Tochter-Miteinander- herrlich! Wobei das Zuspätkommen, weil man zu viel liest mir durchaus nicht unbekannt ist. Total süß finde ich es ja, dass Meggie das Lesen nachts ab und an sein lässt, wenn Mo sie ermahnt, damit er das Gefühl hat "ein wirklich guter Vater zu sein". An diesen ganzen Absatz habe ich mir ein Zettelchen geklebt "Lieblingsstelle".
    Interessant fand ich die Formulierung, dass Meggie in "Tintenherz" hinein muss. Ein Vorbote, auf das, was noch kommt?! Ach ja, und Staubfinger taucht wieder auf. Aber so ganz traue ich dem Frieden ja nicht. Seine Geschichte ist ja sehr unwahrscheinlich. Und das ganze verdichtet sich ja noch zu Beginn von "Feigling":


    Das Buch und Zauberzunges Tochter dazu, so lautete der neue Auftrag.

    Hier klebt bei mir ein Zettel mit "Schlüsselstelle", denn Staubfinger steht tatsächlich in Cparicorns Diensten. Wobei ich finde, dass eine reine Bösartigkeit nicht zu Staubfinger passt. Ich bin gespannt, wie viele Böden der Mann noch hat.
    Und er scheint ja auch eine sehr enge Verbindung zu "Tintenherz" zu haben. Was steht wohl in dem Buch, dass er sich nicht traut, es zu lesen?
    In "Weiter nach Süden" geht die Reise dann wieder weiter- auf Mos Spuren und unter Staubfingers Führung (ob das eine gute Idee ist?) auf zu Capricorns Dorf- nach dem, was Staubfinger noch so erzähl, ist das ja wirklich ein übler Zeitgenosse. Was sie da wohl erwartet? Und ob es eine gute Idee von Meggie ist, Staubfinger zu trauen? Wirklich schön finde ich die Bezüge, die Frau Funke immer wieder zur Literatur herstellt- hier ssehr schön zu sehen an den Büchern, die Meggie auswählt, mit auf die Reise zu kommen. Königs Artus und Frodo sind wirklich ein gute Wahl, finde ich. Tapferkeit, Ritterlichkeit und eine Gruppe von Gefährten, die gegen das Böse besteht, was könnte man besseres auf einer solchen Reise lesen?


    Apropos, wie wählt ihr eure Lektüre aus, wenn ihr auf Reisen geht? Vollkommen willkürlich, oder bewusst?


    Mir haben diese vier Kapitel wieder gut gefallen, weil es immer spannender wird, aber Frau Funke ihren wunderbaren poetischen Schreibstil nicht zu Gunsten des Geschitstempos fallen lässt. Diese Mischung aus Poesie und Spannung finde ich grandios :applause:
    Und auch die Auswahl der einleitenden Zitate finde ich wieder sehr gelungen. Da bekommt man immer direkt Lust, auch die zitierten Bücher zu lesen. Nicht, dass der SuB nicht groß genug wäre :pale:

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  • Huhu, ist hier noch wer? :winken:@Buchmaus1001? @Mietze008? :friends:


    Ich setze heute mal mit den Kapiteln aus, damit wir dann alle wieder gleichauf sind... :wink:

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    :study: So many books. So little time. :study:

  • Huhu :winken:
    Entschuldige bitte! Ich habe es vor meinem Urlaub nicht mehr geschafft, mich abzumelden. Es war alles so stressig. :-?
    Ich war in New York, habe aber weitergelesen und könnte jetzt auch wieder einsteigen.

    Ich :study: gerade:

    Flora Annie Steel - Englische Märchen

    Susan Elizabeth Phillips - Dinner für Drei

    Sherianna Boyle - Emotional Detox

  • Apropos, wie wählt ihr eure Lektüre aus, wenn ihr auf Reisen geht? Vollkommen willkürlich, oder bewusst?

    Meistens nehme ich mir leichte Lektüre auf Reisen mit, etwas, das mich unterhält. Dieses Mal habe ich aber tatsächlich nach Reiseziel mein Buch gewählt. Der Junge, der Träume schenkte spielt in New York, und den habe ich mir dann auch direkt mitgenommen. :wink:

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    Flora Annie Steel - Englische Märchen

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  • Huhu :winken:
    Entschuldige bitte! Ich habe es vor meinem Urlaub nicht mehr geschafft, mich abzumelden. Es war alles so stressig. :-?
    Ich war in New York, habe aber weitergelesen und könnte jetzt auch wieder einsteigen.

    Wow, New York! Da möchte ich auch unbedingt nochmal hin. Wie war es, hat es dir gefallen? Was hast du dir angesehen?


    Also, ich würde mich freuen, wenn wir weiter machen würden. Ich bin jetzt bis Kapitel 12 (Und weiter nach Süden), das habe ich ja auch schon gepostet.Wie weit bist du? Wollen wir dann zu Donnerstag mit den nächsten vier Kapiteln weiter machen?

    Das Unmögliche ist eine Möglichkeit, die du nur noch nicht erkannt hast.
    -Matt Haig, Ein Junge namens Weihnacht


    :study: So many books. So little time. :study:

  • Wow, New York! Da möchte ich auch unbedingt nochmal hin. Wie war es, hat es dir gefallen? Was hast du dir angesehen?
    Also, ich würde mich freuen, wenn wir weiter machen würden. Ich bin jetzt bis Kapitel 12 (Und weiter nach Süden), das habe ich ja auch schon gepostet.Wie weit bist du? Wollen wir dann zu Donnerstag mit den nächsten vier Kapiteln weiter machen?

    New York war toll, total faszinierend! Was die da für Häuser aufgebaut haben :shock:
    Wir haben uns alle fünf Stadtteile angesehen, aber natürlich hauptsächlich Manhattan :love:


    Ich habe schon bis einschließlich "Basta" gelesen. :lol: Bin wohl ein bisschen vorgeprescht. Willst du Bescheid sagen, wenn du soweit bist?

    Ich :study: gerade:

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  • @Buchmaus1001 Da muss ich wirklich noch ein bisschen aufholen, obwohl ich auch schon weiter gelesen habe :wink: Ich melde mich, kann aber ein paar Tage dauern. Jetzt vor Weihnachten bin ich beruflich sehr eingespannt, so dass ich wenig zum Lesen komme :(

    Das Unmögliche ist eine Möglichkeit, die du nur noch nicht erkannt hast.
    -Matt Haig, Ein Junge namens Weihnacht


    :study: So many books. So little time. :study:

  • Jetzt nimmt die Geschichte Fahrt auf und wir begegnen zum ersten Mal Capricorn... :vampire: Aber der Reihe nach...


    Capricorns Dorf
    Die Beschreibung der Autofahrt finde ich sehr gelungen. Man sitzt gerade zu selbst mit im Auto und spürt die angespannte Stille. Putzig finde ich die Stelle, als Staubfinger Elinor fragt, ob sie nicht in der falschen Geschichte geboren sei. Das finde ich schön, denn kennt nicht jeder von uns das Gefühl, mal in der falschen Geschichte oder der falschen Zeit zu sein? Gerade, wenn ich wieder ein tolles Buch gelesen habe, geht es mir so.
    Capricorns Dorf ist wirklich weit ab vom Schuss. Wie sollen sie da nur wieder weg kommen?


    Ich frage mich ja auch, wie Frau Funke ausgerechnet auf Ligurien als Ort für die Handlung gekommen ist. Ob es ihr da im Urlaub gut gefallen hat? :-k


    Der erfüllte Auftrag
    Es tut mir leid, aber irgendwie stelle ich mir Capricorn wie Voldemort aus den Harry Potter Filmen vor. Nur mit Haaren und mehr Nase. Oder wie den Schauspieler, der Finn McCool in der einen Theateraufführung von "Dairmuid und Grania" spielt (in dem Video ab 1:32)
    Ich habe mir auch die Stelle markiert, an der Meggie sich wünscht, die Haut eines ihrer Helden aus den Büchern überzustreifen. Auch das ist wieder eine schöne, philosophische Idee :thumleft:
    Und es ist so traurig, dass Staubfinger sie wirklich verraten hat... :cry: Aber vielleicht gibt es für alles ja noch eine Erklärung.


    Glück und Unglück
    In diesem Kapitel habe ich gemerkt, wie sympathisch Elinor mir inzwischen geworden ist, auf ihre schroffe Art, unter der sie ein großes Herz schützt.
    Und es scheint tatsächlich eine Erklärung für Staubfingers Verhalten zu geben- schließlich seien er und Mo jetzt quitt, wie Mo meint.


    Damals
    Und hier erfahren wir jetzt, was es wirklich damit auf sich hat, dass Capricorn Mo und Tintenherz so dringend haben möchte. Mo kann Dinge aus Büchern heraus lesen! Wie wunderbar, aber auch wie gefährlich- wie man ja an Meggies Mutter sieht. Trotzdem würde ich gerne so vorlesen können.
    Auch hier fallen mir wieder die wunderschönen Formulierungen und Ideen auf. Allein bei

    Es knisterte, als sie sich zu uns umdrehten- so als entfalte jemand ein Stück Papier.

    ist mir irgendwie das Herz aufgegangen.
    Interessant ist, dass Meggie nach allem, was sie erfährt, als erstes an den Glasmann denkt und was aus ihm geworden ist. Das zeigt, was für ein liebes, mitfühlendes Wesen sie ist.
    Und Staubfinger- ja, er stammt auch aus dieser Welt, aus der Welt von Tintenherz. Und es ist kein Wunder, dass er sich in unserer Welt nicht wohl fühlt. Und irgendwie bin ich ganz bei Mo, dass er Mitleid mit ihm hat und ein kleines Eckchen in meinem Herzen versteht, was er getan hat. Damit er wieder nach Hause kann.
    Und ich habe hier mal wieder ein Lieblingszitat gefunden:

    Vielleicht gibt es hinter der gedruckten Geschichte eine andere, viel größere Geschichte, die sich ebenso wandelt, wie unsere Welt es tut? Und die Buchstaben verraten und gerade so viel wie ein Blick durch ein Schlüsseloch. Vielleicht sind sie nicht mehr als der Deckel zu einem Topf, der viel mehr enthält, als wir lesen können.

    Das ist so der Gedanke, der glaube ich auch, hinter Michael Endes Phantásien steckt. Ich finde die Idee faszinierend und toll. Wurde ja auch von Jasper FForde aufgegriffen. Das in den Geschichten viel mehr passiert als wir lesen können. Ich würde den Figuren wirklich eine Geschichte ausserhalb der Romanhandlung gönnen. Ein vorher und ein nachher und allen anderen ein drumherum.


    Habt ihr euch gefragt, wenn ihr die gleiche Gabe hättet wie Mo, welches Buch ihr als erstes vorlesen würdet, in der Hoffnung, dass etwas darauf hervor käme?


    Der verratene Verräter
    Gruselig, diese rot gestrichene Kirche. Eine wirklich beklemmende, latent gefährliche Athmosphäre.
    Ich frage mich, warum Basta Staubfinger das erste Mal das Gesicht zerschnitten hat.
    Und Capricorns Angewohnheit, mit dem kleinen Finger beim Sprechen über seine Lippen zu streicheln finde ich einfach schauderhaft. Erinnert mich an diese schreckliche Szene aus "Das Schweigen der Lämmer".
    Und Staubfinger tut mir so leid. Wie kann man nur Bücher verbrennen?
    Was wohl noch aus Darius wird? Er scheint ja ganz nett zu sein...


    Zauberzunge
    Mo liest das erste Mal vor. Wie gerne würde ich auch so vorlesen können! Es muss ja noch nicht mal was dabei herauskommen. Nur so lesen können, dass die Zuhörer versinken. Rainer Strecker, der das Hörbuch zu Tintenherz liest, kann das. Einfach beneidenswert. Und zwar, ohne die Stimme groß zu verstellen, wie Rufus Beck das macht.
    Und der arme Junge aus 1001 Nacht...


    Düstere Aussichten
    Staubfinger rettet sie! Mal sehen, was draus wird. Man merkt jetzt, dass die Geschichte voran getrieben wird. Die fantastischen, philosophischen, malerischen Gedanken treten in den Hintergrund und man wird mitgezerrt, durch das Dorf, auf der Flucht. Ich liebe diese Mischung aus Wortmagie und Spannung!


    Schlangen und Dornen
    Und weiter geht die Flucht. Eine wirklich sehr ungemütlich Gegend, durch die sie dort stolpern. Da ist man ja richtig froh, das nur vom gemütlichen Sofa aus mitzumachen.
    Und wo hat Elinor wohl ihre Wertsachen versteckt? :lol:


    Basta
    In diesem Kapitel sind die Seiten noch mehr geflogen als sonst. Basta und Flachnase finden sie! Aber dank Staubfinger und Mo können sie entkommen. Ob es wohl eine dauerhafte Rettung ist? Ob Staubfinger noch mal zurück geht? Schließlich gibt es noch ein einziges Exemplar von Tintenherz. Und ich könnte mir vorstellen, dass Mo mitgeht. Schließlichh ist dieses Buch die einzige Verbindung zu Meggies Mutter, zu seiner Frau.


    Ich weiß ja, wie das alles weiter geht, aber es macht mir gerade unheimlich Spaß, das alles noch mal zu lesen. Und all die Kleinigkeiten und wunderschönen Ideen wieder zu entdecken- und auch bewusster wahrzunehmen, da ich mich ja hier mit euch darüber unterhalte. Mit diesem Lesen ist meine Ausgabe von Tintenherz gespickt mit diversen Post its, auf denen auch noch der ein oder andere Kommentar steht :lol:


    Zu Montag dann die nächsten vier Kapitel? @Buchmaus1001

    Das Unmögliche ist eine Möglichkeit, die du nur noch nicht erkannt hast.
    -Matt Haig, Ein Junge namens Weihnacht


    :study: So many books. So little time. :study:

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