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Cixin Liu - Jenseits der Zeit / Death’s End / Sishen Yongsheng

Jenseits der Zeit

4.5 von 5 Sternen bei 4 Bewertungen

Band 3 der

Verlag: Heyne Verlag

Bindung: Broschiert

Seitenzahl: 992

ISBN: 9783453317666

Termin: April 2019

  • Kurzmeinung

    Sushan
    Immer noch gut, aber der schwächste Band der Reihe.
  • Kurzmeinung

    Leserausch
    Toller Abschluss der "Drei Sonnen" Trilogie ;o)

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  • Eigenzitat aus amazon.de:


    Nach dem interessanten Einstieg im ersten Band der Reihe und der schon etwas gezogeneren Fortsetzung im zweiten Band stellt dieser dritte Teil der Trilogie den geneigten Leser vor einige Herausforderungen. Die Trisolaner stellen eine weitere Bedrohung für die Menschen auf der Erde dar und so müssen diese einen Weg finden, diese in den Schranken zu halten. Die Möglichkeit, das Universum – den dunklen Wald – von der Existenz der beiden Planeten zu verständigen und damit ihrer beider Vernichtung sicherzustellen wirkt wie eine Waagschale zum Gleichgewicht des Schreckens, bis die Trisolaner nach dem Austausch des Schwertträgers – als desjenigen, der den Sendeaktivator in der Hand hat – eine etwas zögerlichere Person vor sich haben, deren Zögern sie nutzen um die Anlagen zu vernichten. Direkt danach beginnen sie den Marsch auf die Erde, die sie zu übernehmen gedenken, bis auf eine Art Reservatsgebiet in Australien, in das sich alle Menschen zurückziehen sollen. Wer zu einem bestimmten Stichtag noch außerhalb des „Gegengewichtskontinents“ ist, der wird gnadenlos vernichtet. Doch tatsächlich reichen die Pläne der Trisolaner für die Menschen noch wesentlich weiter.


    Diese Situation wird vergleichsweise überraschend aufgelöst, und die Menschen und Trisolaner sehen sich danach ganz neuen Problemen gegenüber, die dann im Laufe des Restbuchs zunehmend unwahrscheinlicher werden und auf Grund dieser Unwahrscheinlichkeit – und der Präsentation – auch zunehmend uninteressant werden. Ein Universum voller gottgleicher Gefährdungen, denen man irgendwie versucht auszuweichen und eine Hauptfigur, die trotz ständiger Seelensuche vergleichsweise farblos bleibt und die ständige hibernierend erst durch die Jahrzehnte und dann durch die Jahrmillionen reist, ist schon für sich genommen auf Grund der fehlenden emotionalen Identifikationsmöglichkeiten nicht unbedingt leserfreundlich – besonders, da diese Person erstaunlich lernresistent zu sein scheint.


    Daneben werden ständig alle möglichen – und unmöglichen – Projekte unnötig ausgiebig erläutert und dies zum Teil doppelt, so dass ein Handlungsfluss und auch ein Spannungsaufbau in ungefähr einem Drittel der Erzählung vermieden werden. Die Versuchung quer zu lesen wird dabei nahezu übermächtig. Zumindest nach dem ersten Drittel des Buchs.


    Die einzige Ausnahme – neben den zum Teil interessanten Grundkonzepten und – prämissen – sind dann noch drei Rätselmärchen, die erzählerisch wesentlich mehr hergeben, als der langatmige Abschluss dieses Romans. Hier kann ich einen frühen Leseabbruch nur empfehlen. Die Sterne gibt es für die Konzepte, die Prämissen und die drei Märchen.

  • Teil 1 habe ich da. Über Teil 2 und 3 habe ich wie bei Dir noch nicht viel gutes gelesen. Macht es dementsprechend überhaupt Sinn mit Teil 1 anzufangen? Lohnt sich der für sich alleine irgendwie? Bitte um Rat!

  • Teil 1 fand ich interessant und Teil 2 ging noch. Teil 3 kann man danach in meinen Augen aber problemlos weglassen. 8)

  • Gut dass ich diese Diskussion gefunden habe, denn gerade heute wollte ich mir Death's End für den Urlaub besorgen. Jetzt habe ich das Buch erst einmal zurück gestellt.

    Viele Grüße von Yurmala


    :study:

    :musik:


    »You can never get a cup of tea large enough or a book long enough to suit me.«. C.S. Lewis

  • Inhaltsangabe:


    "Ein halbes Jahrhundert nach der Entscheidungsschlacht hält der Waffenstillstand mit den Trisolariern immer noch stand. Die Hochtechnologie der Außerirdischen hat der Erde zu neuem Wohlstand verholfen, auch die Trisolarier haben dazugelernt, und eine friedliche Koexistenz scheint möglich. Der Frieden hat die Menschheit allerdings unvorsichtig werden lassen. Als mit Cheng Xin eine Raumfahrtingenieurin des 21. Jahrhunderts aus dem Kälteschlaf erwacht, bringt sie das Wissen um ein längst vergangenes Geheimprogramm in die neue Zeit. Wird die junge Frau den Frieden mit Trisolaris ins Wanken bringen – oder wird die Menschheit die letzte Chance ergreifen, sich weiterzuentwickeln."


    Quelle : Klappentext Amazon


    Der Abschluss der Trisolaris Reihe, den ich eigentlich überhaupt nicht gebraucht hätte, da mir das Ende von Band zwei vollkommen genügte.

    Gut hat mir wieder der Einstieg gefallen, der im Mittelalter beginnt und dessen Sinnhaftigkeit sich erst am Ende des Buches offenbart, wenn man genau aufpasst. Mir wäre es beinahe im Wust der Story entgangen, um ehrlich zu sein.


    Erst dann steigen wir in die eigentliche Geschichte ein, die erstaunlicherweise vor dem Erstkontakt beginnt.

    Cixin Liu holt anfangs wieder sehr weit aus, um die Hauptfigur zu etablieren, dieses Mal ist es eine Frau, namens Chen Xin. Auf etwas mehr als 200 Seiten bekommen wir ein ziemlich genaues Bild dieser Figur und der Autor offenbart erneut seine Schwächen, wenn es um Charaktere geht. Hier ist wieder einiges an Durchhaltevermögen gefragt.

    Der eigentliche Plot beginnt dann, als Chen Xin zum neuen Wandschauer gewählt wird. Dieses Amt hat immer noch der Protagonist des vorherigen Bandes Luo Ji inne.

    Ausgerüstet mit einem Totmannschalter ist er der einzige Mensch auf der Welt, der das Gleichgewicht zwischen der Menschheit und den Trisolariern hält und die Macht hat, beide Zivilisationen zu vernichten.

    Kaum hat er das Amt an seine Nachfolgerin übergeben, beginnen die Trisolarier mit dem Angriff auf die Erde. Xen Xin muss sich nun also entscheiden ob sie die Trisolarier stoppt und damit die Menschheit der Vernichtung preisgibt.

    Dieses Szenario ist dann der Auftakt zu einer ganzen Reihe von Ereignissen die uns quer durch Zeit, Raum und das Universum führen.


    Und genau hier liegt auch mein Problem, denn der Geschichte fehlt so ein wenig der rote Faden.

    Die Menschheit verfügt nämlich inzwischen über verlässliche Technologie um sich einfrieren und später wecken zu lassen. So springen wir munter durch die Jahrhunderte und auch gern mal wieder zurück. Während des Lesens hatte ich einige Male den Effekt das ich dachte: "Jetzt geht es richtig los" nur um dann doch wieder in einem ganz anderen zeitlichen Abschnitt zu landen.

    Und weil die Geschichte so zerfahren wirkt, sind auch die ganzen wissenschaftlichen Erläuterungen nicht mehr so leicht verdaulich und haben mich teilweise überfordert bzw. sogar gelangweilt.

    Ein anderes Problem ist noch das Cixin Liu versucht romantisch zu sein, was ihm allerdings genauso wenig gelingt wie seine Charaktere lebendig zu gestalten. Und nebenher zeichnet er noch ein höchst problematisches - aber typisch chinesisches - Frauenbild, der uns bestimmte (Ur) Instinkte zuschreibt, gegen die wir angeblich nicht agieren können.

    Auch an dem Versuch nebenher noch eine Love Story einzubauen, scheitert er grandios, weil es irgendwann richtig kitschig wirkt.

    Was mir wiederum sehr gut gefallen hat, ist die Verwendung von Märchen!

    Denn die sind ein fester Bestandteil meiner Kultur und ich habe schon im zweiten Band vermutet das noch welche eingebaut werden.

    Das war für mich dann tatsächlich auch der schönste Teil des Buches und die Idee finde ich wiederum absolut klasse!

    Wer beim Lesen meiner Rezension jetzt etwas verwirrt ist, ob dieser ganzen Versatzstücke, der hat ungefähr einen Eindruck was ihn erwartet.


    Fazit:


    "Jenseits der Zeit" ist im Gesamtkontext der Trisolaris Reihe wahrscheinlich der schwächste Roman.

    Immer noch lesenswert und mit einigen guten, auf jeden Fall ungewöhnlichen Ideen, die richtig Spaß machen. Hervorgehoben seien hier die Dimensionswaffen, deren Wirkungsweise mich unglaublich beeindruckt hat. So etwas hatte ich tatsächlich noch nie gelesen!

    Aber ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren das sich der Autor erstens übernommen hat und zweitens dann doch auf westliche Klischees zurückgegriffen hat, die durch seine chinesische Denkweise erst recht daneben gingen.

    Die Grundidee für den Abschluss fand ich insgesamt richtig gut, aber an der Umsetzung wären wahrscheinlich bessere Autoren gescheitert.

    Trotzdem habe ich es nicht bereut und hier - gesamt gesehen - eine der besten Buchreihen gefunden, die ich jemals gelesen habe.

    Nach langem Überlegen würde ich "Jenseits der Zeit" mit irgendwas zwischen 3.5 und 4 Sternen bewerten.

    Vielleicht 3.75

  • K.-G. Beck-Ewe

    Hat den Titel des Themas von „Cixin Liu - Death’s End“ zu „Cixin Liu - Jenseits der Zeit / Death’s End“ geändert.
  • K.-G. Beck-Ewe

    Hat den Titel des Themas von „Cixin Liu - Jenseits der Zeit / Death’s End“ zu „Cixin Liu - Jenseits der Zeit / Death’s End / Sishen Yongsheng“ geändert.
  • Wobei sich mir die Logik nicht recht erschließt.

    Denn wer wie ich nach "Jenseits der Zeit" sucht, der findet über die SuFu schlicht keinen Eintrag.

    Vielleicht sollte man dann den Titel des Threads ändern und das Englische hinten dran hängen.

    Die allermeisten Leser hier werden ihre Bücher auf Deutsch lesen und nicht erst schauen wie der englische Titel heißt. "Jenseits der Zeit" ist nun einmal gerade auf Deutsch erschienen.

    Und die ganzen Sternebewertungen, die schon für die deutsche Version vorhanden waren, sind nun damit auch hinfällig. Der Roman hatte nämlich 4.5 Sterne auf Deutsch.

    Passt also hinten und vorne nicht mehr, da nun nur noch Deine Bewertung relevant ist.

  • Die Logik ist, dass es 2016 noch keine deutsche Übersetzung gegeben hat. Der Startbeitrag ist entsprechend heute angepasst worden. Und es ist nicht nur meine Bewertung relevant, sondern nun die aller, die entweder die deutsche, oder die englische Fassung gelesen haben. Und das ist sicherlich ein etwas ausgewogeneres Bild auf Grund der größeren Datenmenge.


    Was die Suchmuster der Mitglieder angeht, habe ich auch als Moderator da im Moment keine Daten zu weswegen ich nicht weiß, ob eher über den Titel oder den Autorennamen gesucht wird. Und zu dem Zeitpunkt, an dem Du Deinen Beitrag geschrieben hast, hatte ich den deutschen Titel bereits seit zwei Stunden nach vorne gezogen ;-)

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