Stella Tack - Luzifer - des Teufels Sünden

  • Buchdetails

    Titel: Luzifer: Des Teufels Sünden


    Verlag: Herzsprung Verlag GbR

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 378

    ISBN: 9783960740087

    Termin: September 2016

  • Bewertung

    4 von 5 Sternen bei 2 Bewertungen

  • Inhaltsangabe zu "Luzifer: Des Teufels Sünden"

    In einem dunklen Kampf um den Thron der Unterwelt scheint alles verloren, bis verborgene Gefühle erwachen, die die Macht besitzen, alles zu verändern. „Also schön, dann bin ich eben verdammt“, knurrte ich grimmig und entschied mich. Triumphierend hob der Teufel seinen Kopf und begann zu lachen. Bittersüße Genugtuung in der honigweichen Stimme, während die brennenden Flammen der Hölle über unseren Köpfen zusammenschlugen. Als die junge Evening einem sprechenden, orange-roten Kater mit Teufelshörner über den Weg läuft, ahnt sie noch nicht, dass ihre Welt nie wieder dieselbe sein wird. Schon bald muss sie erkennen, dass Teufel, Hexen und Dämonen nicht nur in Märchen existieren, sondern diese auch in den dunklen Gassen von Iuvavum umherstreifen. Unaufhaltsam wird sie zum Spielball im blutigen Machtkampf um die Hölle, in dem sie sich entscheiden muss: Wählt sie den Tod oder wird sie selbst zu einem Wesen des Bösen?
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  • Im Dienste eines Teufels


    Klappentext:

    In einem dunklen Kampf unter den mächtigsten Fürsten der Unterwelt, inmitten zweiköpfiger Höllenhunde, dem paranoiden (und verdammt noch mal sexy) Teufel Luzifer und einem depressiven Zombie, versucht die 599 Jahre junge Hexe Evening eigentlich nur, nicht auf grausame Weise zu sterben!
    Das einzige Hindernis: Sie kann absolut nicht zaubern, Luzifer wird aus der Hölle geworfen und Himmel sowie Hölle versinken ins absolute Chaos, sodass sie nicht nur vor machthungrigen Höllenfürsten und himmlisch angepissten Engeln gejagt werden, sondern auch vom Tod höchstpersönlich, der absolut keinen Sinn für Humor besitzt.


    Rezension:
    1415 erlebt die 19-jährige Bäckerstochter Evening mit, wie in ihrem Heimatdorf die Angst vor Hexen, aber auch vor der Inquisition umgeht. Kurz darauf werden ihre beste Freundin und deren Bruder Erhard, in den Evening verliebt ist, der Hexerei verdächtigt. Doch bald darauf trifft sie auf Luzifer persönlich, der ihr verspricht, sie zu einer Hexe auszubilden.
    600 Jahre später wollen andere Teufel Luzifer stürzen, um selbst die Macht in der Hölle zu übernehmen. Evening, die ihm die ganzen Jahrhunderte über in einer Hass-Liebe verbunden blieb, gefällt das gar nicht. Doch wird sie ihm helfen können, seine Macht zu erhalten? Im Hintergrund sind jedoch Mächte am Wirken, die drohen, Himmel und Hölle ins Chaos zu stürzen.
    Ein Buch über Hölle und Himmel. Aber keine Panik: Christlich ist dieses Buch garantiert nicht. Im Gegenteil; im Mittelalter wäre die Autorin für dieses Buch wahrscheinlich selbst auf dem Scheiterhaufen gelandet. Im steten Wechsel zwischen den beiden Zeitebenen erzählt Stella Tack auf humorvolle und immer wieder unterschwellig erotische Art die Abenteuer Evenings und Luzifers. Politische Unruhen drohen, die Hölle auf den Kopf zu stellen. Nach der Flucht aus der Hölle müssen die beiden ‚Helden‘ feststellen, dass die Verhältnisse im Himmel auch nicht viel besser sind. Selbst der Tod persönlich – mit Vornamen übrigens Adam – und seine Frau Eva blicken nicht mehr durch. Wer hier gut oder böse ist, kann bis zum Ende nicht eindeutig gesagt werden. Der Leser wird dabei schnell derart gefesselt, dass er das Buch fast nicht mehr zur Seite legen kann. Der Schreibstil nimmt ihn einfach mit. Und schließlich will er doch wissen, wie das ganze Chaos endet! Das ganze Buch schäumt einfach über vor gänzlich unerwarteten Einfällen.


    Fazit:
    Ein humorvoll-erotischen Höllentrip, wie man ihn noch nicht gelesen hat. Alle Daumen hoch!
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:


    Alle meine Rezensionen auch zentral im Eisenacher Rezi-Center: rezicenter.wordpress.com

  • Es gibt unterschiedliche Vorstellungen von der Hölle, doch eines ist klar, kalt ist es dort nicht. Von der brutalen Version bis hin zur kinderfreundlichen Variante finden wir alle nur erdenklichen Arten der Hölle. Auch Luzifer hat viele Gesichter und wird immer wieder unterschiedlich beschrieben.


    Wir erleben alles aus der Sicht von Evening und dürfen miterleben wie sie vom frommen Dorfmädchen zu einer wahr gewordenen Sünde wird. Denn sie lernt niemand anderes als Luzifer kennen, einen Fürst der Hölle. Dabei liebt sie doch Erhart. Oder doch nicht?


    Evening war für mich als Charakter sehr schwer zu durchschauen. Denn aus dem braven Mädchen wurde ein durchtriebenes, selbstsüchtiges Weib. Dieses konnte ich aber um so weniger leiden, je mehr ich las. Das teils kindische Verhalten nervte sehr schnell. Auch Luzifer konnte ich mir nicht als Höllenfürst vorstellen, denn auch er war viel zu verspielt. Zudem hätte ich gerne erfahren wie er das Land regiert und was seine Aufgaben sind.


    Das Buch thematisiert sehr stark die Zeit der Hexenverbrennungen. Wir dürfen jene selbst erleben, was aber auch reicht, da die Beschreibungen selbst schon als Abschreckung reichen.


    Leider muss ich sagen, das ich viel mehr von dem Buch erwartet habe, als ich am Ende bekam. Die Kurzbeschreibung der Autorin klang dermaßen überzeugend und einfallsreich, das ich mich auf ein Feuerwerk der Ideen freute.
    Doch leider blieb dieses aus da mich die Geschichte kaum fesselte und man einfach das Gefühl bekam das etwas fehlte. Ich freute mich darauf von den himmlisch angepissten Engeln zu lesen oder den depressiven Zombies. Sowohl Engel als Auch Zombies waren im Buch vorhanden aber weder himmlisch angepisst noch depressiv. Ich hätte mir gewünscht das man mehr auf dieser Schiene geblieben wäre um der Sache mehr Pepp zu geben.


    Die Schreibweise war sehr gut und gefiel mir sehr, auch wenn ich mit den Details oder Beschreibungen manchmal nicht ganz hinter her kam. Alles ging teilweise sehr schnell, so das man ganz genau lesen musste.


    Ein bisschen mehr schwarzer Humor hätte der Geschichte, meiner Meinung nach, ganz gut getan. So war ich immer am Wanken ob ich das Gelesene wirklich ernst nehmen soll oder nicht. Auch war es für mich als Fan der griechischen Mythologie, fast ein Unding Zeus in dieser Geschichte wieder zu finden und das auch noch als einer der Bösen. So richtig damit anfreunden konnte ich mich nicht.


    Ganz überzeugen konnte "Luzifer" mich leider nicht, trotz goldener Augen. Sehr schade.

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