Zitate u. Sätze, die mir gut gefallen haben....

  • Zitat

    Eine Sekunde und wenige Zentimeter, bevor er auf Kates Auto auffuhr, gelang es dem Fahrer, den Bus zum Stehen zu bringen. Sein Bremsmanöver kostete dem Reiseleiter, der stehend in ein Mikrofon gesprochen hatte, das Gleichgewicht, wodurch er mit einem Schlag amFenster zu kleben schien wie eine Garfield-Sonnenblende. Nicht lange allerdings, denn anders als die Garfields hatten seine Hände und Füße keine Saugnäpfe, weshalb er wie ein Häufchen Elend auf der untersten Stufe hinter der Bustür landete.

  • Zitat

    Manchmal kann ein einziges willkürliches, törichtes Ereignis ein Leben verändern - eine zufällige Begegnung, ein Unfall oder ein Moment des Wahnsinns. Doch häufiger geschieht es allmählich, wie eine auflaufende Flut, so langsam, dass wir es nicht bemerken.


    Zitat

    Der Tod ist angeblich der letzte Akt, aber so vieles bleibt unvollendet, wenn ein Mensch plötzlich und unerwartet stirbt. Es ist, als wäre er mitten in der Aufführung von der Bühne gegangen in der Hoffnung, später zurückzukommen, um die Handlung zu erklären und lose Enden zu verknüpfen.


    Zitat

    Jeder Mensch hat drei Herzen - eins, das er Fremden zeigt, eins, das er denen zeigt, die er liebt, und eins, das er niemandem zeigt. Es ist jenes letzte Herz, nach dem ich suche, weil es in der Regel am meisten beschädigt ist.

    "Vergiss nie, was du bist, denn die Welt wird es ganz sicher nicht vergessen. Mach es zu deiner Stärke, dann kann es niemals deine Schwäche sein. Mach es zu deiner Rüstung, und man wird dich nie damit verletzen können."
    (Aus "Die Herren von Winterfell" von George R. R. Martin)


    :study: "Auris - Die Frequenz des Todes" von Vincent Kliesch

  • Who cares when someone's time runs out
    If a moment is all we are?

  • Zitat von Sebastian Fitzek

    "Ich hab Platzangst", hörte ich Frida sagen, als es von dem wasserüberfluteten Tunnel in eine noch engere Abzweigung mit gebogenenen Klinkerwänden gehen sollte."Sie meinen Klaustrophobie", korrigierte sie Fish allen Ernstes. "Platzangst ist die Angst vor weiten Flächen."

    Sehr empathisch dieser Fish. :lol:

    "The stories we love best do live in us forever,
    so whether you come back by page or by the big screen,
    Hogwarts will always be there to welcome you home."

    (J.K. Rowling)

  • Zitat von Sebastian Fitzek

    Menschen müssen verdrängen, und mir war das in den letzten fünfundzwanzig Jahren erstaunlich gut gelungen. Ich hatte die Erinnerung an die Schrecken meiner Kindheit in eine schwarze Truhe gesteckt, die mit schweren Ketten umwickelt, nach unten in den Keller meines Bewusstseins getragen, wo sie hinter einem Bretterverschlag über die Jahre verstaubt und vermodert war.

    "The stories we love best do live in us forever,
    so whether you come back by page or by the big screen,
    Hogwarts will always be there to welcome you home."

    (J.K. Rowling)

  • Ich wünschte, jeder Tag wäre Halloween. Wir könnten alle immerzu Masken tragen.
    Dann könnten wir uns in Ruhe kennenlernen, bevor wir zu sehen kriegen, wie wir unter den Masken aussehen.
    Raquel J. Palacio - Wunder

    Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt.
    (Jorge Luis Borges)

  • "Es war einmal – so beginnen die Märchen und so begann auch mein Leben. Und es hätte tatsächlich eines werden können, doch das ist lange, lange her. So lange, dass sich die Jahre zu Staub verwandelten, zu Bruchstücken einer sich selbst vergessenden Zeit. Und nicht einmal ich kann sagen, wann mein erstes Es war einmal seinen Anfang fand."

    "There are many reasons why novelists write – but they all have one thing in common: a need to create an alternative world."
    - John Fowles -


    :study: 2019 - 114 Bücher/ 44.897 Seiten

    :study: 2018 - 124 Bücher / 44.801 Seiten

    :study:2017 - 100 Bücher / 34339 Seiten

    :study: 2016 - 73 Bücher / 30013 Seiten
    :study: 2015 - 63 Bücher / 21176 Seiten
    :study: 2014 - 36 Bücher / 13286 Seiten
    :study: 2013 - 30 Bücher / 8625 Seiten



  • Ein Mann beschwert sich im Gespräch mit einem anderen Mann über einen Schriftsteller, bei dessen Lesung sie waren. Er zweifelt an der Haltung des Schriftstellers und seinen Motiven, ein Buch zu schreiben:

    Zitat

    "Er sagt nicht: Hier habe ich ein Stück Wirklichkeit, über das ich ein Buch schreiben kann. Nein, er drückt das so aus: Ich will ein Buch schreiben, und deshalb brauche ich ein Stück Wirklichkeit. Es ist nicht einerlei, was zuerst kommt."

    (S. 83) Wie wahr! :wink:

    Roger Deakin "Wilde Wälder" (283/436)


    Jahresbeste: Tove Jansson (2020), Herbert Lieberman (2019), Emil Ferris (2018), Willa Cather (2017), Adrian Tomine (2016), Derek Raymond (2015), James Agee (2014), Ken Kesey (2013), Jim Nisbet & Richard Ford (2012) :king:
    Gelesen: 48 (2020), 80 (2019), 145 (2018), 119 (2017), 180 (2016), 156 (2015), 77 (2014), 58 (2013), 39 (2012)
    Letzter Buchkauf: André Malraux "Der Königsweg" (3.7.)

  • »Oh, mit Namen musst du vorsichtig sein, meine Liebe«, tadelt er mich sanft. »Weißt du denn nicht, dass sie der Schlüssel zu unserer Existenz sind? Ohne sie sind wir nur halb vollkommen. Deswegen ist es so wichtig, seinen Namen zu hüten, zu schützen. Er ist die Wurzel, der Ursprung«, erklärt er summend und sucht hier und da Stoffe aus.

    "There are many reasons why novelists write – but they all have one thing in common: a need to create an alternative world."
    - John Fowles -


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  • »Danke. Sie haben wohl eine große Jagd vor sich?«
    Elena fragte nicht, woran er erkannt hatte, dass sie eine Jägerin war. »Nein. Aber sehr wahrscheinlich werde ich innerhalb der nächsten Stunden eines grausamen Todes sterben. Eine gute Tat verbessert meine Chancen, in den Himmel zu kommen.«

    "There are many reasons why novelists write – but they all have one thing in common: a need to create an alternative world."
    - John Fowles -


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  • Hauptfigur Jørgen hört dem etwas lahmen Vortrag eines Sachverständigen zu:

    Zitat

    Er versucht, sich auf die Worte des Redners zu konzentrieren, und ermahnt sich selbst: Was ich jetzt höre, ist keine Anhäufung von Allgemeinplätzen, wie ich mir einbilde, sondern das Ergebnis jahrelanger Untersuchungen und Analysen, vorgenommen von vielen begabten Männern und Frauen.

    (S. 192f.) :loool:

    Roger Deakin "Wilde Wälder" (283/436)


    Jahresbeste: Tove Jansson (2020), Herbert Lieberman (2019), Emil Ferris (2018), Willa Cather (2017), Adrian Tomine (2016), Derek Raymond (2015), James Agee (2014), Ken Kesey (2013), Jim Nisbet & Richard Ford (2012) :king:
    Gelesen: 48 (2020), 80 (2019), 145 (2018), 119 (2017), 180 (2016), 156 (2015), 77 (2014), 58 (2013), 39 (2012)
    Letzter Buchkauf: André Malraux "Der Königsweg" (3.7.)

  • Die Studenten sollen Ihrem Professor "Interessante Tatsachen" berichten:


    Zitat von Patrick Rothfuss

    "Eine unendliche Zahl kann man unendlich oft teilen und erhält dabei immer wieder unendliche Zahlen", sagte Uresh mit seinem eigentümlichen Lenatti-Akzent. "Teilt man aber eine nicht unendliche Zahl unendlich oft, erhält man nicht unendlich kleine Zahlen. Da sie nicht unendlich klein sind, es aber unendlich viele sind, ist die Summe daraus wieder unendlich. Daraus folgt, dass letztlich jede Zahl unendlich ist."
    "Wow", sagte Elodin nach längerem Schweigen. Dann richtete er mit ernster Miene einen Zeigefinger auf den Mann aus Lenatt. "Uresh, deine nächste Hausaufgabe besteht darin, dich sexuell zu betätigen. Falls du nicht weißt, wie du das anstellen sollst, sprich mich bitte nach der Veranstaltung an."

    :totlach:

    Isenhart musste grinsen, ihre Blicke begegneten sich. "Du hast nur tausend Mal", wisperte er.
    Konrads müdes Schmunzeln wuchs sich zu einem breiten Grinsen aus. "Ich verrat dir was", flüsterte er zurück, "das ist Mumpitz."


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  • Zitat

    Er lernte Facetten des Lebens kennen, von denen er vorher keine Ahnung gehabt hatte, und er erkannte rasch, dass das Treiben hier in Kopenhagen sich nur unwesentlich von dem in anderen Großstädten unterschied. Was ihm aber immer wieder auffiel, waren die vielen ausdruckslosen Gesichter. Lächeln sah man die Menschen höchstens dann, wenn sie jemandem über den Weg liefen, den sie kannten. (S. 119)

    Zitat

    Lieber ein Furunkel an einer gewissen Körperstelle als Rose auf dem Kriegspfad. (S. 162)

    Zitat

    Sie sahen sich einen Moment an, dann prustete Assad los.
    »Alles Blödsinn, Carl. Er hat keinen feuchten Schimmer.«
    Carl lächelte. »Blassen Schimmer, Assad. Keinen blassen Schimmer.« (S. 163)

    Zitat

    Mitleid zu bekommen mit denen, die man bestahl, war das Schlimmste, was einem passieren konnte. (S. 200)

    Zitat

    »Man sieht eben, was man sieht. Und manchmal neigt man zu Überinterpretationen.« (S. 408)

    Zitat

    »Also, erstens: Sind wir uns einig darüber, dass deine Verhörmethoden ein bisschen übers Ziel hinausschießen, Assad?«
    »Übers Ziel hinausschießen? Wie meinst du das? Sind die nicht einfach kreativ?«
    Carl schüttelte entnervt den Kopf. Kreativ? Herrje, sie waren doch hier nicht im Bastelworkshop. (S. 460)

    Zitat

    Nein, Geldgier kennt keine Grenzen, dachte René. (S. 471)

    Zitat

    Gefühle wie Angst oder Furcht hatte man, solange man am Leben hing, vom Glauben an die Zukunft erfüllt war und Menschen hatte, die einem etwas bedeuteten. Der Hass aber verdrängte sowohl die Liebe als auch die Furcht. (S. 488)

    Zitat

    Die einzelnen Elemente einer Katastrophe erkennt man meist erst dann als solche, wenn die Welt in Millionen kleine Stücke zerbricht, während die Katastrophe ins Unermessliche wächst. (S. 518)

  • "Versuch den Bogen gerade zu halten, Sam."
    "Er ist so schwer", jammerte der fette Junge, legte trotzdem den zweiten Pfeil auf und spannte. Dieser flog hoch in die Luft und segelte drei Meter über dem Ziel durch die Äste.
    "Ich glaube, du hast ein Blatt von dem Baum abgeschossen", sagte der Schwermütige Edd. "Der Herbst kommt bald genug, da brauchst du nicht noch nachzuhelfen."

    "Habe ich ihn getötet?", wollte der Dicke wissen.
    Tollett zuckte die Achseln. "Vielleicht hättest du seine Lunge durchbohrt, wenn er eine hätte. Die meisten Bäume haben in der Regel keine."

    "Du hast einen Baum getroffen", sagte Chett. "Wollen wir doch mal sehen, wie du schießt, wenn es Manke Rayders Leute sind. Die werden nicht mit ausgestreckten Armen und raschelndem Laub dastehen, o nein. Die laufen auf dich zu und schreien dir ins Gesicht, und ich wette, dann machst du dir in die Hose. Einer von ihnen wird dir seine Axt mitten zwischen deine kleinen Schweinsäuglein pflanzen. Das Letzte, was du in deinem Leben hörst, wird das Krachen sein, mit dem sie dir den Schädel spaltet."
    Der Dicke zitterte. Der Schwermütige Edd legte ihm eine Hand auf die Schulter. "Bruder", sagte er feierlich, "nur weil es dir so ergangen ist, muss es Samwell nicht auch passieren."
    "Worüber redest du, Tollett?"
    "Über die Axt, die dir den Schädel gespalten hat. Stimmt es, dass dir dabei der halbe Verstand rausgefallen ist und dass deine Hunde ihn aufgefressen haben?"

    Someday you will be old enough to start reading fairy tales again. C.S. Lewis :love:


    Logic will get you from A to B. Imagination will take you everywhere. Albert Einstein :love:

  • Aber um zu ermessen, wie ihr gewachsen seid, muss man sich nicht die Zentimeter anschauen oder wieviele Runden ihr jetzt auf dem Sportplatz laufen könnt und nicht einmal euren Notendurchschnitt - auch wenn all diese Dinge natürlich wichtig sind. Es ist das, was ihr mit eurer Zeit angefangen habt, wie ihr euch entschlossen habt, eure Tage zu verbringen, und wen ihr in diesem Jahr menschlich berührt habt. Dies ist für mich die bedeutendste Maßeinheit des Erfolgs.

    Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt.
    (Jorge Luis Borges)

  • Zitat

    "Wahrlich, es gibt keinen besseren Ort, um euch das Leiden zu lehren, als diese Insel hier!"


    Der Mensch verdrängt. In jeder Sekunde seines Daseins. Sonst wäre er nicht überlebensfähig. Würden wir uns dem Grauen stellen, dass sich jeden Morgen allein auf den Startseiten der Nachrichtenportale vor uns ausbreitet, wären wir nicht mehr in der Lage, ein normales Leben zu führen. Wie könnten wir lachen, lieben, arbeiten, in den Urlaub fahren in dem ständigem Bewusstsein zum Beispiel, dass allein in Deutschland jährlich zweihunderttausend Kunder brutal misshandelt werden? Das jeden einzelnen, verdammten Tag, den wir mit Essen, Autofahren, Tanzen, Lesen oder Fernsehen verbringen, zwei Babys in den Tod geschüttelt werden. Vielleicht gerade in diesem Moment?
    Würden wir diese uind Hunderttausende andere Schreckensmeldungen nicht rasch wieder verdrängen können, müssten wir unser gegenwärtiges Leben sofort aufgeben, alles stehen und liegen lassen um anderen in ihrer Not zu helfen. Doch würde es keinen Tag dauern, bis wir unsere Ohnmacht erkennen. Bis wir vor der schier überwältigenden Anzahl an Krisen kapitulieren. (...)

    Tränen haben etwas heiliges, sie sind kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke.
    Sie sind Botschafter überwältigender Trauer und unaussprechlicher Liebe.

    :love:
    -Washington Irwing-