Jane Gardam - Eine treue Frau / The Man in the Wooden Hat

  • Buchdetails

    Titel: Eine treue Frau


    Band 2 der

    Verlag: Hanser Berlin

    Bindung: Gebundene Ausgabe

    Seitenzahl: 272

    ISBN: 9783446250741

    Termin: März 2016

  • Bewertung

    4.1 von 5 Sternen bei 14 Bewertungen

    82,1% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Eine treue Frau"

    Manchmal vergisst Betty, dass sie keine Chinesin ist, so selbstverständlich nah ist ihr das Land, dessen Sprache sie seit Kindertagen beherrscht. Diese elementare Liebe zum Fernen Osten verbindet sie tief mit ihrem künftigen Mann Edward Feathers, dem jungen Star unter den Richtern der Krone in Hongkong. Als Betty Edward ewige Treue verspricht, weiß sie intuitiv, dass ihre Ehe kaum auf wilder Leidenschaft gründen wird. Doch sie ahnt nicht, dass sie nur eine Stunde später der Liebe ihres Lebens begegnen wird, Edwards Erzrivalen Terry Veneering … Jane Gardams 'Eine treue Frau' ist ein umwerfend kluger, zarter Roman über die Spielarten von Liebe und Begehren.
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  • Klappentext
    Ist Liebe eine Frage der Haltung? Nach "Ein untadeliger Mann" folgt nun Band zwei der hinreißenden Trilogie von Jane Gardam.
    Manchmal vergisst Betty, dass sie keine Chinesin ist, so selbstverständlich nah ist ihr das Land, dessen Sprache sie seit Kindertagen beherrscht. Diese elementare Liebe zum Fernen Osten verbindet sie tief mit ihrem künftigen Mann Edward Feathers, dem jungen Star unter den Richtern der Krone in Hongkong. Als Betty Edward ewige Treue verspricht, weiß sie intuitiv, dass ihre Ehe kaum auf wilder Leidenschaft gründen wird. Doch sie ahnt nicht, dass sie nur eine Stunde später der Liebe ihres Lebens begegnen wird, Edwards Erzrivalen Terry Veneering … Jane Gardams "Eine treue Frau" ist ein umwerfend kluger, zarter Roman über die Spielarten von Liebe und Begehren.
    (Quelle: Hanser Verlag)


    Meinung
    Ich habe Eine treue Frau mit Spannung erwartet, hat mir der erste Band dieser Trilogie rund um Edward "Old Filth" Feathers doch schon sehr gut gefallen. Und tatsächlich wurden meine Erwartungen mehr als erfüllt.


    Eigentlich erzählt Jane Gardam hier die selbe Geschichte wie in Ein untadeliger Mann. Allerdings ist nun eher Old Filth's Ehefrau Betty die Protagonistin. Das Leben (und auch das Leiden) der Feathers wird hier nochmal etwas anders beleuchtet. Tragisches wird manchmal beiläufig, aber immer mit Herz erzählt. Immer wieder lächelt man über witzige Formulierungen.
    Auch einige offene Fragen bzw. lose Enden werden in Eine treue Frau beantwortet bzw. wieder aufgenommen. So sind nun etwa die Gründe für die Kinderlosigkeit des Paares klar geworden. Und natürlich wird die Ménage-à-trois näher beleuchtet. Dabei waren mir alle Hauptpersonen – Betty und Edward Feathers und sogar Terry Vaneering – stets sympathisch.


    Technisch gibt es an dem eBook nichts auszusetzen. Erfreulicher Weise wird es ohne hartes DRM sondern lediglich mit einem Wasserzeichen vertrieben.


    Ich bin gespannt, was der dritte Band Letzte Freunde zu bieten hat.

  • Dass dasselbe Geschehen, von zwei verschiedenen Personen erlebt, in zwei verschiedenen Variationen erzählt wird, davon wissen Polizisten bei Zeugenvernehmungen oder Biographen bei Recherchearbeiten ein Lied zu singen.
    Um also das Zusammenleben zweier Menschen zu schildern, braucht man deren beide Stimmen. So ist dieses Buch praktisch die Kehrseite von „Ein untadeliger Mann“.


    Ebenso wenig „untadelig“ wie Edward ist Betty „treu“. Die deutschen Titel beider Bücher glänzen also schon mit Ironie und entsprechen dem Ton des Inhalts.
    Chronologisch liegt dieser Band eigentlich vor „Ein untadeliger Mann“, obwohl Gardam ihn fünf Jahre später schrieb. Wiederum vier Jahre später schrieb sie den abschließenden Band der Trilogie „Letzte Freunde“.


    Betty ist nach außen hin die perfekte Ergänzung für ihren distinguierten, spröden, gebildeten, aber emotional verkümmerten Gentleman-Ehemann Edward. Sie glaubt jedoch an ihr reiches Inneres und daran, dass sie anders ist. Was natürlich auf Edward auch zutrifft.
    Dass sie genau eine Stunde nach ihrem Heiratsversprechen an Edward auf die Liebe ihres Lebens, Edwards Konkurrenten Veneering trifft, bringt sie nur kurz ins Wanken. Sie entscheidet sich bewusst, aber man hat den Eindruck, dass sie sich weniger für den Mann entscheidet als für das Prinzip, ein gegebenes Versprechen nicht zu brechen. Sie arrangiert sich, empfindet irgendwann doch eine Art Liebe zu ihrem Ehemann, fast scheint sie zufrieden. Fast.


    Gardam bleibt bei diesem Buch beim selben Ton und Sprachstil wie bei Edwards Buch: Leicht süffisant, immer ein bisschen Karikatur der englischen Upperclass, und dennoch in Bettys schmerzvollen schweren Zeiten dicht und verständnisvoll bei ihrer Protagonistin.


    „Letzte Freunde“, der Band, der sich um die Feindschaft zwischen Veneering und Edwards dreht, ist schon in der Bücherei vorbestellt.

    Bücher sind auch Lebensmittel (Martin Walser)


    Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero)



  • Chronologisch liegt dieser Band eigentlich vor „Ein untadeliger Mann“, obwohl Gardam ihn fünf Jahre später schrieb.

    und welche Lese-Reihenfolge würdest Du mir empfehlen - chronologisch oder nach Veröffentlichung? :-k

    viele Grüße vom Squirrel

    :study: Rafik Schami - Ich wollte nur Geschichten erzählen

    :study: Irène Némirovsky - Meistererzählungen


  • Ich habe sie nach Veröffentlichung gelesen, kam gut klar und gehe davon aus, dass es mit dem letzten Band auch klappt. Natürlich hatte ich bei allem, was Betty erzählt, stets die Bilder vor Augen, die Edward beim ersten Band in meinem Kopf hinterließ. Aber umgekehrt wäre es sicher ebenso gewesen. :|

    Bücher sind auch Lebensmittel (Martin Walser)


    Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero)



  • Ich habe sie nach Veröffentlichung gelesen, kam gut klar und gehe davon aus, dass es mit dem letzten Band auch klappt. Natürlich hatte ich bei allem, was Betty erzählt, stets die Bilder vor Augen, die Edward beim ersten Band in meinem Kopf hinterließ. Aber umgekehrt wäre es sicher ebenso gewesen. :|

    gut, dann bin ich ja frei in den spontanen Auswahl :wink:

    viele Grüße vom Squirrel

    :study: Rafik Schami - Ich wollte nur Geschichten erzählen

    :study: Irène Némirovsky - Meistererzählungen