Hope Nicholson (Hg.) - THe Secret Loves of Geek Girls

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  • Eigenzitat aus amazon.de:


    Als jemand, der erst sehr spät gelernt hat, dass er ein Geek oder Nerd ist, weil er in einem Umfeld aufgewachsen ist, in dem dies keine Besonderheit dargestellt hat, sind die im angelsächsischen Raum entstehenden Probleme, denen diese Menschen dort ausgesetzt zu sein scheinen eher nicht wirklich nahe. Aber in den USA und in GB scheint dies immer ein größeres Problem gewesen zu sein und für Mädchen wohl noch mehr, als für Jungen, die nerdige oder geekige Mädchen oft seltsam oder bedrohlich finden mögen.


    Die vorliegende Sammlung ist von über fünfzig Autorinnen gezeichnet bzw. geschrieben worden, die hier ihre eigenen Erfahrungen mit dem Anderssein – ob auf Grund ihrer Medienobsessionen im Bereich von Comics, Computerspielen, Fernsehserien, Buchreihen und/oder Cosplay, oder wegen ihrer sexuellen Vorlieben und Selbstidentifizierungen spielt dabei keine Rolle (besonders, da hier oft mehrere Faktoren für ein Individuum zuzutreffen scheinen) – darlegen.


    Teils in Comics, teils in Gedichten oder in kurzen Essays sind hier vorwiegend kanadische Künstlerin-nen tätig – darunter so bekannte Namen wie Margaret Atwood und Mariko Tamaki, aber auch viele, die außerhalb ihres Wirkungskreises wahrscheinlich eher unbekannt sein dürften. Insgesamt 56 Texte erzählen uns von der Angst von Teenagern, die sich anders fühlen als ihre Altersgenossinnen und –genossen, über das Finden der eigenen sexuellen Identität in einer Welt, die dazu zunehmend mehr Auswahl anbietet – s. z.B. „demisexuel“ – und die Gefahren und Vorzüge des Online-Datings, von Internetbeziehungen und ihr Hineinwirken IRL. Selbst der absolute Computerlaie bekommt hier eine umfassende Einführung in diese Bereiche und auch ein klares Verständnis davon, warum diese Medien und Plattformen heute für viele Menschen so wichtig geworden sind.


    Teilweise sehr rührend und dann wieder zum Schreien komisch – und immer durchsetzt mit sehr ansprechenden oder zumindest sehr aussagekräftigen Graphiken ist dies ein Buch, das auf den letztjährigen nordamerikanischen und kanadischen Comic-Cons und Cosplay-Veranstaltungen viele als lebensverändernd gegenüber den Autorinnen bezeichnet haben, von denen sie eine Signatur wünschten. Und für jeden, der etwas über die Lebenswelt dieses speziellen und sehr vielfältigen Menschenschlags lernen möchte.

  • Klingt auf jeden Fall nach einem sehr interessanten Thema. Dass sich Frauen in großem Stil wirklich mit Leidenschaft in einem speziellen Gebiet auskennen und bewusst, sowie öffentlich betätigen, ist (glaube ich !) gerade eine Entwicklung der jüngeren Zeit. Und so wie du, @K.-G. Beck-Ewe, durchschimmern lässt, ist das bis heute nicht überall so. Dabei habe ich besonders den anglophonen Raum auch in diesem Punkt immer für sehr liberal und offen gehalten. Dieses Buch werde ich mir bestimmt auch mal besorgen. =)

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