Nick Rinnert - Menira

  • Der Herr der Elfen


    Klappentext:

    Als erster weiblicher Paladin in der Polizeitruppe der Stadt Glitterkant hat man es nicht leicht. Als Menira die Arbeit an ihrem ersten Fall aufnimmt, muss sie sehr schnell feststellen, dass ein cholerischer Chef und geschlechtsbedingte Vorurteile noch die kleineren Probleme sind, mit denen sie sich herumschlagen muss. Denn wenn die eigenen Mitarbeiter aus einem zwielichtigen Magier, einer schießwütigen Elfin und einem muskelbepackten Ork bestehen, muss man kühlen Kopf bewahren, um nicht die Kontrolle oder gar den neuen Job zu verlieren. Doch als Menira herausfindet, dass der angebliche Selbstmord eines stadtbekannten Magiers in Wirklichkeit ein Mord ist, setzt sie Ereignisse in Gang, die alles in Frage stellen, was sie bis dahin gelernt hat. Fantasy Pop lässt die traditionelle Fantasy-Welt in der Moderne ankommen: mit viel Humor erzählt Nick Rinnert eine Geschichte über die Sphärenlande, in der fortschrittliche Technik und althergebrachte Magie Hand in Hand gehen.


    Rezension:
    Menira hat es geschafft. Als 1. Frau hat sie die Prüfung zum Rang eines Paladin (einer Art Kriminalkommissar) bestanden. Allerdings ist der Polizeichef der Stadt darüber alles andere als glücklich, zumal sich Menira offen weigert, sich auf einen Schreibtischjob abkommandieren zu lassen. Zu seinem großen Verdruss haben auch noch ein Magier mit fragwürdiger Vergangenheit, eine Elfe und ein Ork die Polizeiausbildung erfolgreich absolviert. So etwas gab es noch nie! Bisher waren im höheren Polizeidienst immer nur männlich Menschen und Zwerge beschäftigt gewesen. Wenn diese Menira unbedingt eine eigene Abteilung, die ihr vom Rang her zusteht, haben will, bekommt sie eben die 3 anderen Exoten aufgebrummt. Damit wird es dem Polizeichef schon gelingen, der Bürgermeisterin zu beweisen, dass diese neumodischen Ideen nichts taugen. Und damit diese Außenseiter, die sich gegenseitig nicht über den Weg trauen, keinen allzu großen Mist bauen können, bekommen sie die Untersuchung des Selbstmordes eines reichen Zauberers aufgebrummt. Damit will sowieso keiner der anderen Paladine seine Zeit vergeuden. Doch schnell stellen die Neulinge fest, dass es sich keineswegs um einen Selbstmord handelt. Im Gegenteil. Der Fall führt sie tief in die Politik der unter der friedlichen Oberfläche seht uneinigen Viel-Völker-Stadt.
    Menschen, Zwerge, Elfen, Orks begegnen dem Leser in relativ vielen Fantasy-Werken. Doch in beinahe allen Fällen handelt es sich dabei um sogenannte High-Fantasy, die in vorindustriell geprägten Welten handelt. Nicht so hier. Nick Rinnert führt seine Leser in die Sphärenlande, wo die Technik ein mit unserer Welt vergleichbares Niveau erreicht hat. Und doch alles so anders ist. Das fängt schon damit an, dass Glitterkant, die Stadt in der unsere Helden ihre Abenteuer bestehen müssen, nicht etwa auf einem Planeten liegt. Nein, die Sphärenlande befinden sich auf der Innenseite einer riesigen Hohlkugel. Wenn die Sonne den Bewohnern nachts ihre dunkle Seite zuwendet, können sie in weiter Ferne die gegenüberliegenden Kontinente erahnen. Und genau hier muss sich Menira nicht nur mit dem Unwillen ihres Chefs, sondern auch noch mit ihrer gemischten Truppe auseinandersetzen, deren Mitglieder einen ganzen Stapel Vorurteile gegeneinander vor sich hertragen. Werden sie allen Zweiflern beweisen können, dass die richtige Polizeiarbeit verrichten können, oder werden sie sich vorher gegenseitig an die Kehle gehen?


    Fazit:
    Dieser humorvolle Fantasy-Verschwörungs-Krimi macht einfach Spaß.
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:


    Alle meine Rezensionen auch zentral im Eisenacher Rezi-Center: rezicenter.wordpress.com

    1. (Ø)

      Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform


  • Danke für die Rezension @Frank1
    Da mich deine Rezension neugierig gemacht hat, habe ich mir das Buch kurzerhand besorgt und kann mich deinem Urteil nur anschließen:
    Ein humorvolles, kurzweiliges und aber auch spannendes Lesevergnügen für zwischendurch.
    Ich hoffe der Autor denkt schon über eine Fortsetzung nach :wink:

    Life isn't about waiting for the storm to pass.....
    it's about learning to dance in the rain!


    2018 gelesene Bücher 45 :study: 20122 Seiten
    abgebrochen: 0


  • Die Geschichte hat mir super gut gefallen - ein Krimi in einer Fantasy-Welt, in der Menschen, Orks, Zwerge und Elfen irgendwie zusammenleben, wenn auch nicht alle die gleichen Rechte haben.


    Eine total interessante, ungewöhnliche Individualisten-Truppe wurde, bestehend aus einer Paladin und drei Mitarbeitern, die aus einer Frau (weibliche Paladine gab es bis dahin nicht), einem Ork (gab es im Polizeidienst bisher nicht), einem Illusionisten (die allesamt als Verbrecher gelten) und einer in Ungnade gefallenen Elfe, aus der Not heraus gebildet, da man wohl sonst nicht wusste, wohin damit.

    Im Rahmen der Aufklärung eines offensichtlichen Selbstmordes (ein leichter Fall, da man der Truppe nicht mehr zutraute) gerät man als Leser immer mehr hinein in die Welt und lernt die Protas und ihre Welt immer besser kennen. Die Bearbeitung des Falls ist sehr spannend geschrieben, wo mir die Truppe, die immer mehr zusammenwächst, sehr ans Herz gewachsen ist. Überraschende Wendungen gibt es ebenfalls.


    Fazit:

    Für die spannende, originelle, humorvolle Story vergebe ich 5 Sterne, abzüglich 1 Sterns für die schlechte Rechtschreibung, vor allem die total nervige Großschreibung von Adjektiven.

    Irrlicht und Hexe (7. Hexenregel: Unterschätze nie die Kraft des Wortes - es hat eine besondere Kraft, es kann befreien, anstoßen und verändern, aber auch verletzen und zerstören)