Douglas Adams, James Goss - Doctor Who: Die Stadt des Todes / City of Death

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  • Hintergrundinformationen zu den Autoren


    Das Buch ist die Romanfassung der gleichnamigen TV-Folge (City of Death) der britischen Fernsehserie Doctor Who. Das Drehbuch wurde von Douglas Adams, dem Autor der beliebten Buchreihe Per Anhalter durch die Galaxis, nach einer Geschichte von David Fisher verfasst. James Gross hat die Handlung unter Zuhilfenahme der Drehbücher, die für die Proben der Folge geschrieben wurden, in Buchform gebracht. Dabei ist Die Stadt des Todes nicht das erst und bei weitem nicht das einzige Buch, das er für Doctor Who geschrieben hat.


    Inhalt


    Der vierte Doktor (in der TV-Serie gespielt von Tom Baker) und seine Begleiterin Romana wollen eigentlich im Jahr 1979 einen erholsamen Urlaub in Paris verbringen. Doch natürlich kommt es ganz anders und die beiden müssen nicht nur den Raub der Mona Lisa verhindern, sondern auch noch die Menschheit vor ihrer Vernichtung durch den Letzten der Jagaroth, einem grausamen, außerirdischen Kriegervolk, bewahren. Schlagkräftig unterstützt werden sie dabei vom britischen Privatdetektiv Duggan.


    Meinung


    Zunächst war ich etwas skeptisch, als ich den Namen James Goss las. Da ich kein Fan des einzigen anderen Buches bin, das ich bis jetzt von ihm gelesen habe (Doctor Who: Die Blutzelle), hatte ich die Befürchtung, dass es sich mit diesem Buch ähnlich verhalten würde. Doch weit gefehlt! Die Stadt des Todes ist überzeugend geschrieben und bis zum Schluss nicht langweilig.


    Der Stil und der Inhalt des Buches enthalten den Humor, den man auch aus anderen Werken von Douglas Adams kennt und der dazu führt, dass man beim Lesen – oft mit einem Grinsen im Gesicht - schnell vorankommt. Der anfängliche Urlaubsbesuch des Haupthandlungsortes Paris, die Schilderung der verschiedenen Plätze der französischen Hauptstadt u.a. des Louvre und die Eigenarten, die sich die britischen und französischen Personen der Geschichte gegenseitig unterstellen, heben die Stimmung und sorgen für eine lockere Leseatmosphäre. Der größte Pluspunkt des Romans sind aber definitiv die liebenswerten und leicht verrückten Charaktere. Nicht nur die Geschichte der Hauptpersonen (der Doktor, Romana und Duggan), sondern auch die der Nebencharaktere verfolgt man mit Spannung, auch wenn ab einem bestimmten Punkt relativ klar ist worauf die Geschichte hinausläuft.
    Negativ könnte man bewerten, dass manche Charaktere etwas zu archetypisch daherkommen. So wird z.B. Duggan als Fäuste schwingender und leicht grimmiger Privatdetektiv dargestellt. Ein Bild, das man aus anderen Büchern kennt. Dies ist meiner Meinung nach aber nicht wirklich störend, sondern unterstützt den Humor der Story und macht die Charaktere nicht weniger interessant. Ein weiterer Kritikpunkt ist der etwas unübersichtliche Anfang. Es werden direkt zu Beginn mehrere Personen vorgestellt, die in scheinbar keinem erkennbaren Zusammenhang stehen. Erst nach und nach versteht man, wie sie sich in die Handlung eingliedern und welche Rolle sie in der Geschichte spielen. Zunächst ist es jedoch etwas lästig, wenn man zwischendurch ein paar Seiten zurückblättern muss, um sich darüber klar zu werden, wer die Person nochmal ist, über die man gerade etwas liest. Dieses Problem besteht aber nur am Anfang. Nach einer Weile sind dann auch die Nebencharaktere bekannt.


    Empfehlung / Fazit


    Natürlich ist Die Stadt des Todes zuallererst Fans von Doctor Who zu empfehlen. Nicht nur Fans der alten Folgen, sondern auch der neuen - ab 2005 ausgestrahlten Episoden - werden ihren Spaß an diesem Buch haben. Dazu ist es nicht nötig die Folgen mit Tom Baker gesehen haben.


    Aber auch Lesern, die die Bücher von Douglas Adams oder allgemein humorvolle Science-Fiction Romane mögen, wird der Roman möglicherweise gut gefallen. Die Charaktere werden zum Teil so gut eingeführt, dass man der Handlung auch ohne Kenntnisse der TV-Serie folgen kann. Da jedoch vereinzelte Konzepte der Serie im Buch nicht genauer erklärt werden, empfiehlt es sich doch vor Beginn der Lektüre eine ungefähre Ahnung vom Inhalt der Serie zu haben (siehe: Hintergrundinformationen zur Serie).


    Doctor Who: Die Stadt des Todes ist ein humorvoller Roman, den ich allen Doctor Who und Science-Fiction Fans als leichte Lektüre empfehlen kann.


    Hintergrundinformationen zu der Serie


    Doctor Who ist eine britische Science-Fiction Serie des Senders BBC, die seit 1963 ausgestrahlt wird und die damit bis heute die am längsten laufende Science-Fiction Serie der Welt ist. Sie handelt von einem gewitzten Zeitreisenden, dem Doktor, der zur außerirdischen Spezies der Time Lords gehört. Zusammen mit seinen größtenteils menschlichen Begleitern reist er mit Hilfe seiner Zeitmaschine, der TARDIS, durch Raum und Zeit und erlebt dabei zahlreiche Abenteuer. Anstatt zu sterben, regeneriert der Doktor d.h. er verändert sein Aussehen und zum Teil seine Persönlichkeit, so dass er alle paar Staffeln von einem andern Schauspieler dargestellt wird.

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