Andreas Gruber - Todesmärchen

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Todesmärchen: Maarten S

4.4|37)

Verlag: Goldmann Verlag

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 544

ISBN: 9783442483129

Termin: August 2016

  • Seitenzahl: 544


    Verlag: Goldmann Verlag


    Klapptext: Verlag


    Es war einmal in dunkler, abgrundtiefer Nacht ein böser, bitterböser Mann ...
    In Bern wird die kunstvoll drapierte Leiche einer Frau gefunden, in deren Haut der Mörder ein geheimnisvolles Zeichen geritzt hat. Sie bleibt nicht sein einziges Opfer. Der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder und BKA-Kommissarin Sabine Nemez lassen sich auf eine blutige Schnitzeljagd ein – doch der Killer scheint ihnen immer einen Schritt voraus. Währenddessen trifft die junge Psychologin Hannah im norddeutschen Steinfels ein, einem Gefängnis für geistig abnorme Rechtsbrecher. Sie soll eine Therapiegruppe leiten, ist jedoch nur an einem einzelnen Häftling interessiert: Piet van Loon. Der wurde einst von Sneijder hinter Gittern gebracht. Und wird jetzt zur Schlüsselfigur in einem teuflischen Spiel ...


    Autor: Goldmann


    Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Er hat bereits mehrere äußerst erfolgreiche und preisgekrönte Erzählungen und Romane verfasst.


    Fazit:
    Einmal mehr ein ganz toller Thriller von Andreas Gruber. Von Anfang an ist der Spannungsbogen hoch gesteckt und lässt einem bis zum bitteren Ende kaum zu Atem kommen. Immer wenn man denkt, jetzt kommt ne ruhigere Passage, knallt Andreas Gruber eine Schippe Spannung oben auf. Sei es in Rotterdam in der Wohnung seiner Mutter oder gar das Ende, Sneijder muss seinen persönlichsten Kampf austragen und Sabine Nemez, sein Eichkätzchen, muss mehr als einmal denken auf was Sie sich da wieder eingelassen hat. Wie immer, sind auch die kleinsten Nebenfiguren, toll ausgearbeitet und haben ihre eigene Geschichte und sei sie noch so klein. Und am Ende fügt sich alles zu einem tollen ganzen zusammen. Manchmal ist man echt versucht zu sagen, Sneijder das hast du dir selbst zu zuschreiben, aber schau gut auf dein Eichkätzchen.


    Für mich gabs mit dem Anrufbeantwortertext in der Berner Wohnung noch einen Ohrwurm oben auf und ich höre noch jetzt die alte Swisscom Combox (Handyanrufbeantworter) Stimme die genau diesen Text aufsagt :mrgreen:


    Für mich spannungsgeladene :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • @vulkana78
    Deine Rezi macht richtig Lust auf diesen Autoren :thumleft: Bisher habe ich noch kein Buch von ihm gelesen und habe nur Band 1 dieser Serie im Regal, die beiden anderen sind noch auf der WuLi.
    Jedenfalls freue ich mich, von Andreas Gruber endlich mal was zu lesen :)

    ☆¸.•*¨*•☆ ☆¸.•*¨*•☆ La vie est belle ☆¸.•*¨*•☆☆¸.•*¨*•☆

  • Kurzbeschreibung: 
    In Bern wird die kunstvoll drapierte Leiche einer Frau gefunden, in deren Haut der Mörder ein geheimnisvolles Zeichen geritzt hat. Sie bleibt nicht sein einziges Opfer. Der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder und BKA-Kommissarin Sabine Nemez lassen sich auf eine blutige Schnitzeljagd ein – doch der Killer scheint ihnen immer einen Schritt voraus. Währenddessen trifft die junge Psychologin Hannah im norddeutschen Steinfels ein, einem Gefängnis für geistig abnorme Rechtsbrecher. Sie soll eine Therapiegruppe leiten, ist jedoch nur an einem einzelnen Häftling interessiert: Piet van Loon. Der wurde einst von Sneijder hinter Gittern gebracht. Und wird jetzt zur Schlüsselfigur in einem teuflischen Spiel... *Quelle*


    Zum Autor: 
    Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Er hat bereits mehrere äußerst erfolgreiche und preisgekrönte Erzählungen und Romane verfasst.


    Meinung: 
    Todesmärchen ist der 3. Band der ersten Maarten S. Sneijder-Trilogie, daher besteht beim Weiterlesen Spoilergefahr!


    Der 3. Band der Maarten S. Sneijder-Reihe schließt die 1. Trilogie um den eigenwilligen Profiler ab, es sind aber weitere Bände geplant, wie Andreas Gruber im Nachwort schreibt.


    In Todesmärchen bekommen es Sneijder und seine Kollegin Sabine Nemez, die nun auf oberste Anweisung hin im Team zusammenarbeiten sollen, mit einem überaus intelligenten wie auch brutalen Serientäter zu tun, der sich seine Opfer nicht nur in Deutschland, sondern auch in den angrenzenden Ländern sucht. Schnell wird klar, dass sich der Täter einer sehr ähnlichen Mordreihe bedient, wie sie auch schon Piet van Loon, den Sneijder vor 5 Jahren überführen konnte, durchgeführt hatte.


    Van Loon sitzt seit dieser Zeit in einem Gefängnis für abnorme Täter auf der Insel Ostheversand ein, auf der die junge Therapeutin Hannah Norland gerade ihr Praktikum antritt. Sie legt ein gewisses Interesse für van Loon an den Tag und versucht herauszufinden, wie und warum ihre Vorgängerin Irene Elling zu Tode gekommen ist.


    Auf den neuen Fall für Sneijder und Nemez habe ich mich schon lange gefreut, da Andreas Gruber zu meinen Lieblingsautoren im Thriller-Bereich zählt. Sneijder läuft wieder zur Höchstform auf, ist immer noch sehr eigenwillig, teils arrogant und abfällig seinen Mitmenschen gegenüber, aber auch ein brillanter Profiler. Er leidet ebenfalls noch immer an Cluster-Kopfschmerzen, die er mit Akupunktur und dem Rauchen von Joints einzudämmen versucht.


    Sabine Nemez, mit der er bereits in den ersten beiden Fällen ermittelt hat, wird wiederum seine Partnerin, nimmt aber diesmal ein wenig mehr Platz ein und bestätigt hier auch ihr Können und Wissen.


    Mit dem Täter bekommen die beiden es mit einem äußerst gerissenen und perfiden Gegenspieler zu tun, der in raffinierter Weise versteht, seine Mitmenschen zu manipulieren. Die Handlung ist in drei verschiedene Stränge unterteilt, in denen der Leser einerseits Sneijder und Nemez bei ihren Ermittlungen begleitet, die Therapeutin Hannah Norland in ihren ersten Tagen auf der Insel Ostheversand näher kennenlernt und in einer Rückblende 5 Jahre zuvor die damaligen Ereignisse beleuchtet werden. Somit wird die Handlung niemals langweilig und die Spannung wird konstant aufgebaut.


    Ebenso baut Andreas Gruber einige Wendungen mit in die Geschichte ein, mit denen nicht zu rechnen war und die mich durchaus verblüffen konnten und staunen ließen. Allerdings werden die Morde recht detailliert geschildert, sodass ich den Thriller nicht unbedingt zartbesaiteten Lesern empfehlen würde. Der Epilog bietet ebenfalls nochmal einiges an Spannung auf, mit dem Ende allerdings dürfte wahrscheinlich nicht jedermann zufrieden sein. Doch ist es rund, und ich bin gespannt, auf welchem Weg ich Maarten S. Sneijder das nächste Mal begleiten darf.


    Fazit: 
    Auch der letzte Band der 1. Trilogie um Maarten S. Sneijder bietet wieder jede Menge Spannung und einige bizarre Morde. Diesmal erfährt man auch sehr viel Privates von Sneijder, das bisher mehr oder weniger im Dunkeln lag und einige gekonnt eingestreute Wendungen konnten mich begeistern. Lesetipp für die gesamte bisher erschienene Trilogie!


    Wertung: :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • In Bern wird die kunstvoll drapierte Leiche einer Frau gefunden, in deren Haut der Mörder ein geheimnisvolles Zeichen geritzt hat. Sie bleibt nicht sein einziges Opfer. Der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder und BKA-Kommissarin Sabine Nemez lassen sich auf eine blutige Schnitzeljagd ein – doch der Killer scheint ihnen immer einen Schritt voraus. Währenddessen trifft die junge Psychologin Hannah im norddeutschen Steinfels ein, einem Gefängnis für geistig abnorme Rechtsbrecher. Sie soll eine Therapiegruppe leiten, ist jedoch nur an einem einzelnen Häftling interessiert: Piet van Loon. Der wurde einst von Sneijder hinter Gittern gebracht. Und wird jetzt zur Schlüsselfigur in einem teuflischen Spiel ...(Klappentext)


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    Endlich ist er da, der 3. Teil der Maarten S. Sneijder & Sabine Nemez-Reihe! Was habe ich sehnsüchtig darauf gewartet. Dann sagte ich mir "Mädel, komm' bissl runter und mach' das auch mit deinen Erwartungen.", denn wie sicherlich viele Reihen-Junkies wissen, ist eine Buch-Reihe niemals durchgehend gut.
    Natürlich schaffte ich es nicht meine Erwartungen und meine Vorfreude zurückzuschrauben und trotzdem wurde ich nicht enttäuscht.
    Hier geht es genauso spannend und blutig zu wie in den vorherigen Teilen.


    Diesmal mit einem Serienkiller der ganz besonderen Art. Ein "Märchenerzähler" auf Abwegen, der sich nach den Andersen-Märchen orientiert. Diese sind ja schon von Grund auf leicht brutal und enden selten bis nie mit einem Happy End.
    Dieser Killer perfektioniert die "Gestaltung" dieser Märchen. Er ist auf einer Mission, getrieben von Rache und ihn verbindet nicht nur die hohe Intelligenz mit Maarten S. Sneijder, hochintelligenter Profiler und Kripopsychologe, sondern auch eine gemeinsame Vergangenheit. Daher ist dies für Maarten S. Sneijder ein sehr persönlicher Fall und man blickt ein bisschen hinter die Fassade des etwas rüpelhaften und kiffenden Profilers.
    Auf seiner Seite wieder Sabine Nemez, Ermittlerin in der Mordgruppe und ehemalige Schülerin von Maarten. Begeistert ist sie anfangs nicht als sie erfährt mit diesem "Kotzbrocken" ein Team bilden zu müssen. Doch sie verbeisst sich genauso wie er in diesen Fall und im Laufe der Story wird wieder einmal klar, dass sie ein unschlagbares Team sind und auch sie sich im Verlauf entwickelt und zwar zu einem kleinen S. Sneijder-Minimi.


    Der Schreibstil von Andreas Gruber ist einfach genial - fesselnd, bildhaft, atmosphärisch, mit viel Humor (vor allem schwarzen) und hat definitiv Wiedererkennungswert. Ich bin immer wieder auf's Neue davon begeistert.
    Hier wird aus mehreren Perspektiven erzählt.
    Zum Einen aus der Sicht von Sabine Nemetz. Diese Perspektive ist in der Gegenwart angesiedelt und betrifft die Ermittlungen der neuesten Mordfälle und die, nicht immer leichte, Zusammenarbeit mit Maarten.
    Dann liest man noch aus der Perspektive von Hannah, einer jungen Psychologin, die in einem abgelegenem Gefängnis für geistig abnorme Rechtsbrecher ein Praktikum absolviert und auf den brutalen Serienkiller Piet van Loon trifft. Hier wird klar, daß dieses Zusammentreffen von Hannah lange geplant ist. Diese Perspektive beginnt 5 Tage vor dieser Mordserie.
    Zum Anderen liest man aus der Sicht von Maarten S. Sneijder, als er vor 5 Jahren diesen Killer Piet van Loon hinter Gitter brachte.
    Diese Perspektiven verknüpfen sich im Laufe der Story zu einem schlüssigen Ganzen.


    Der Plot ist ebenfalls genial aufgezogen und obwohl man relativ früh weiß wer der Killer ist, hält diese Story einiges an Überraschungen bereit und ist deshalb durchgehend spannend. Man fiebert trotzdem der Auflösung regelrecht entgegen.
    Die Spannung verläuft anfangs eher ruhig, steigert sich im Verlauf jedoch ins Unermessliche.
    Hier geht es auch ziemlich blutig und brutal zu - es werden Knochen zertrümmert, Leichen aufgespießt oder Opfer in den Hechsler gesteckt. Für Zartbesaitete daher nur bedingt empfehlenswert.


    Dieser Thriller enthält aber neben Gräueltaten und Spannung einen schönen Patzen schwarzen Humor, der dem Leser des Öfteren schmunzeln lässt. Dies ist vor allem dem kauzigen und rüpelhaften Maarten S. Sneijder zu verdanken, der für mich schon sowas wie Kultstatus hat.


    Fazit:
    Andreas Gruber hat wieder einmal einen Thriller ganz nach meinem Geschmack aus seiner Feder geschüttelt.
    Ein Thriller so blutig wie auch spannend, mit tollen Charakteren und einem genialen Schreibstil und nicht zu vergessen dem schwarzen Humor. Von daher ibt es von mir natürlich eine absolute Leseempfehlung!
    Trotzdem dies der letzte Teil der Maarten S. Sneijder-Trilogie ist, verspricht der Autor weitere Thriller mit diesem Profiler mit Kultstatus, denen ich jetzt schon wieder entgegenfiebere.
    Verdomme..ich hoffe ich muss nicht zu lange darauf warten.

    Wenn ein Mann zurückweicht, weicht er zurück. Eine Frau weicht nur zurück, um besser Anlauf nehmen zu können. (Zsa Zsa Gabor)
     :twisted:

  • Maarten S. Sneijder gehört zu meinen Lieblingsfiguren. Ich mag seine arrogante, exzentrische Art. Und auch die Tatsache, dass ihm immer wieder Fehler unterlaufen, macht ihn irgendwie sympathisch. Zudem hat er immer einen Joint in der Tasche, was vor meinen inneren Auge ein seltsames Bild ergibt, wenn man daran denkt, dass er einen Mörder fassen muss. :)


    Ein Ermittlerduo, das sich angeblich nicht leiden kann und daher immer wieder gegenseitig mit unterhaltsamen Sprüchen aufzieht - was dem ganzen Verlauf der Geschichte und die doch sehr ernsten Themen, regelmäßig auflockert.


    Auch den 3. Band der Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder Reihe, habe ich mir von Achim Buch vorlesen lassen. Es ist einfach nur grandios, wie Buch durch den niederländischen Akzent dem Profiler noch zusätzlich Persönlichkeit verleiht!


    Todesmärchen hat mich jedoch nicht ganz so gepackt und mitgerissen wie der Vorgänger. Aber das macht überhaupt nichts. Ich hatte trotzdem sehr viel Spaß und angenehme Hörstunden und freue mich daher auch auf den nächsten Band, der schon ganz bald erscheinen wird. (vergessen wann ^^).


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Gibt’s in der deutschsprachigen Krimiliteratur tatsächlich nur zwei Sorten Bücher? Die cosy Regionalkrimis, die entweder mehr oder weniger witzig oder Stadt-Land-Flussträchtig bedächtig ihre Morde vor bekannten Heimatkulissen verüben. Und die Fitzekigen mit der Spannung anhand von Cliffhangern nach jedem Kapitel, den Renn-Ermittler-Renn--Szenen und den bösen bis absolut bösen Mördern. :-s


    Gruber gehört zu der zweiten Sorte, und so erwartete ich nach den ersten beiden Bänden spannende Unterhaltung, sonst nix. Ach ja, eine logisch und stringent aufgebaute Handlung natürlich, aber genau daran hapert es in diesem Band. Das Schema der Morde anhand von Märchen bietet, obwohl nicht neu, einen Anreiz, vor allem, wenn man besagte Märchen kennt und miträtseln kann. Doch betreffs der Reihenfolge hat sich Gruber ein ganz merkwürdiges und kaum verständliches Prinzip ausgedacht. Warum eigentlich?


    Auch sonst missfällt mir einiges: Wie schafft es der Mörder, in so kurzer Zeit so ausgeklügelte Szenerien aufzubauen, zumal er zeitgleich den nächsten Mord plant und vorbereitet und obendrein ständig auf der Flucht ist?


    Dass Maarten S. Sneijder immer noch unausstehlich ist, muss sein, das gehört dazu. Aber dann muss nicht auch noch ein zweiter Mann und zwar ein Schweizer Kollege, von derselben Wesensart sein. Bitte ein bisschen mehr Abwechslung bei den Herren, Herr Gruber.

    Sabine beschwert sich, dass sie mit Sneijder in einem Team arbeiten muss … wers glaubt. [-(


    Und was die ganzen Zusammenhänge Sneijder – Piet – Hess angeht ----- da sind mir ein paar Verbindungen zuviel. :roll:


    Die Nemez-Sneijder-Reihe war als Trilogie geplant und hätte mit diesem Schluss ein würdiges Ende gefunden. Doch es geht weiter … :-,

    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)


    Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)

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