Stefan Zweig - Sternstunden der Menschheit

  • Buchdetails

    Titel: Sternstunden der Menschheit


    Verlag: Diogenes

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 336

    ISBN: 9783257242140

    Termin: Januar 2013

  • Bewertung

    4.7 von 5 Sternen bei 15 Bewertungen

    94,7% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Sternstunden der Menschheit"

    »Immer sind Millionen Menschen innerhalb eines Volkes nötig, damit ein Genius entsteht, immer müssen Millionen müßige Weltstunden verrinnen, ehe eine wahrhaft historische, eine Sternstunde der Menschheit in Erscheinung tritt. Entsteht aber in der Kunst ein Genius, so überdauert er die Zeiten; ereignet sich eine solche Weltstunde, so schafft sie Entscheidung für Jahrzehnte und Jahrhunderte.« Stefan Zweig im Vorwort'
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  • Ich bin ganz ehrlich: Ich habe nach den ersten beiden Geschichten in diesem Buch erst mal nach der Definition von "Sternstunde" geschaut. Und bin jetzt genauso schlau wie vorher.


    Ich assoziiere mit diesem Begriff etwas Positives und habe beim Lesen der ersten beiden Geschichten immer gedacht: Was sind das für Sternstunden der Menschheit, wo für das Erreichen eines Zieles Menschenblut fließen muss.


    Aber: Zu Zeiten von Zweig hatte der Begriff Sternstunde anscheinend die andere Bedeutung:


    Zitat von Wikipedia

    Sternstunde (um 1800 noch Sternenstunde) ist eine Metapher für Entscheidungen, Taten oder Ereignisse, die schicksalhaft die Zukunft beeinflussen. Entlehnt ist der Begriff der Astrologie, die postuliert, der Stand der Sterne zum Zeitpunkt der Geburt bestimme wesentlich den weiteren Lebensweg.


    Das macht die Sache nun nicht besser, erklärt aber zumindest den Buchtitel.


    Ich bin ganz ehrlich, mit allen "historischen Miniaturen" bin ich nicht warm geworden. Andere wiederum, von denen ich es nicht erwartet hätte, dass sie mir gefallen, haben mich überrascht.


    Da ich bis auf einige Ausnahmen nicht so gerne historische Romane lese, hätte ich zum Beispiel nicht gedacht, dass mir gerade diese historischen Geschichten bei Zweig am besten gefielen. Zumindest die, wo es darum ging, etwas zu entdecken, wie zum Beispiel den Pazifischen Ozean oder das Eldorado.
    Die Geschichten in Frankreich lagen mir nicht so, die habe ich einfach nur quergelesen. Wenn ich etwas über Napoleon lesen möchte, dannn lese ich lieber noch ein drittes Mal Désirée von Annemarie Selinko.


    Georg Friedrich Händels Auferstehung hat mir am besten gefallen. Nicht nur, weil es da um Musik geht, nein, der Glauben spielt eine wichtige Rolle. Und über den Glauben habe ich mir in der letzten Zeit viele Gedanken gemacht. Vielleicht hat mich Händdels Schicksal darum besonders berührt.


    Die Sammlung erschien zuerst mit fünf Miniaturen als Nummer 165/2 der Insel-Bücherei im Leipziger Insel Verlag Ende 1927, wo sie in dieser Form noch heute im Verlagsprogramm präsent ist.
    In diesem Buch sind 12 historische Miniaturen enthalten. Zuletzt sind es 14. Eine vollständige Ausgabe gibt es als E-Book.

  • Von den "Sternstunden der Menschheit" hatte ich mir, wie ich erst später bemerkt habe, eine der Ausgaben mit zwölf Miniaturen besorgt, in der "Cicero" und "Wilson versagt" fehlen. Letztlich war mir die Problematik mit den vielen verschiedenen Ausgaben dieses Buches, die zum Teil unter der gleichen ISBN geführt werden, gar nicht bewusst, weswegen ich nicht so genau darauf geachtet hatte.


    Gelohnt hat sich die Lektüre trotzdem. Einige der Geschichten fand ich schon deswegen interessant, weil ich mich mit den jeweiligen historischen Begebenheiten vorher noch nicht beschäftigt hatte (z. B. der "Kampf um den Südpol"). Das Buch lebt aber aus meiner Sicht auch sehr stark von Zweigs Erzählweise und der Fokussierung auf diese bestimmten, bewusst gewählten Ereignisse. Einigen der Miniaturen konnte ich nicht so viel abgewinnen wie anderen. Ich denke, das liegt in der Natur Sache, zumal die Miniaturen nicht nur aus unterschiedlichen Epochen erzählen, sondern auch von unterschiedlichen Arten von Ereignissen. Diese handeln von Feldherrn, Entdeckern und Pionieren, aber auch von Künstlern wie Händel und Goethe. Diese Bandbreite macht das Buch abwechslungsreich.

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