Chris P. Rolls - Highspeed Love

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Highspeed Love

4.4|6)

Verlag: Forever

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 288

ISBN: 9783958189256

Termin: November 2017

  • Highspeed Love entführt den Leser in die Welt des Motocross. Cole McCaloney braucht einen Ersatz für seinen Mechaniker, der krankheitsbedingt ausgefallen ist. Sein Manager legt ihm ausgerechnet die Bewerbung von Maxwell Bowders vor. Schon dessen Zwillingsbruder und größter Konkurrent Miles ließ sein Herz höher schlagen. Dass sie sich so sehr ähneln, macht es für Cole nicht leichter.
    Technische Probleme an den Maschinen macht es für Cole nicht einfacher, Vertrauen zu Maxwell aufzubauen. Doch als es zu einem Kuss zwischen den beiden kommt, ist nichts mehr wie es war.



    Cole und Maxwell waren mir gleich ans Herz gewachsen. Sie waren sympathisch und hatten ihr Herz am rechten Fleck.


    Es brauchte seine Zeit, bis sie sich näher kamen. Aber das war verständlich, wenn man das berücksichtigt, was zwischen Cole und Miles vorgefallen war. Und so war auch Coles Reaktion auf den Kuss nachvollziehbar.
    Als sie dann aber zusammen waren, fand ich zwar einen kleinen Bruchteil ihrer Dialoge zu kitschig. Gestört hat es mich aber nicht. Das Zusammenspiel zwischen den beiden hat mir sehr gefallen.


    In mein Herz gestohlen hat sich auch Coles Katze Miss Sunshine. Ihr Name passt zu ihr.


    Dass ein Saboteur unterwegs war bzw. dass es technische Probleme im Team gab, hat erst spät in der Geschichte eine Rolle gespielt. Der Beginn dessen war nur in einem Nebensatz erwähnt.
    Es fiel mir nicht ganz leicht, das Team richtig einzuordnen. Niemanden wollte ich verdächtigen, keinen konnte ich aber auch ausschließen. Was nun aber dahinter steckte, fand ich schlüssig begründet.


    Keine Überraschung dagegen war Maxwells Beichte für mich. Die Andeutungen davor fand ich zu eindeutig. Für mich ging es bei der Beichte nur noch um das Warum.


    Unterhaltsam fand ich auch, wie Eddie immer wieder schlichten musste. Seine Rolle hat mir sehr gefallen.


    Ich bin froh, dass hier der Sport auch wirklich eine Rolle spielte und nicht nur als Aufhänger benutzt wurde. Ich habe von Motocross zwar keine Ahnung und jetzt, nach dem Lesen, kann ich nicht wirklich behaupten, schlauer zu sein. Aber die Atmosphäre konnte ich spüren. Und das war für mich viel wichtiger.


    Recht häufig habe ich mir gewünscht, dass auch aus Sicht von Maxwell erzählt wird. Highspeed Love wird aber ausschließlich aus Coles Sicht erzählt.


    Highspeed Love war mein erstes Buch aus dem Bereich Gay Romance. Die Geschichte hat mir gefallen, die Charaktere waren sympathisch und der Schreibstil angenehm zu lesen. Von mir gibt es :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb: .

  • "Highspeed Love" ist eine Gay Romance, in der Motocross eine große Rolle spielt - allerdings so, dass man sich in der Geschichte auch sehr wohl fühlt, wenn man nicht viel Ahnung von diesem Sport hat. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig.


    Cole, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, war mir sofort sehr sympathisch. Seine Homosexualität hält er - bis auf wenige Ausnahmen - geheim, da er Angst vor der Reaktion seiner Sportkollegen und der Öffentlichkeit hat. Nachdem sein Mechaniker einen Schlaganfall hatte, wird Cole vom Teammanager Maxwell Bowders vorgeschlagen. Dieser ist nicht nur der Zwillingsbruder seines größten Konkurrenten Miles Bowders, mit dem Cole auch privat aneinander geraten ist - Maxwell ist außerdem in der Branche in Verruf geraten, seit er durch Nachlässigkeit einen schweren Unfall verursacht haben soll.


    Maxwell ist ein sehr ruhiger Typ, der seine Gefühle nach Möglichkeit verschlossen hält. Ich habe ihn sofort ins Herz geschlossen, er wirkt bescheiden und geheimnisvoll und man hat sofort gemerkt, dass an der Geschichte mit dem Unfall irgendetwas faul ist. Es hat mir sehr leid getan, wie seine Kollegen mit ihm umgegangen sind, ihn gemieden und verachtet haben. Dafür war es sehr süß zu sehen, wie Cole zu ihm hält - obwohl er selbst noch gelegentlich zweifelt - und sich zwischen den beiden langsam eine Freundschaft entwickelt.


    Das Tempo in dieser Geschichte ist genau richtig, ihr Vertrauen zueinander entwickelt sich gemächlich und Coles Zweifel und Ängste sind nachvollziehbar. Auch der kleine Krimi-Anteil hat mir sehr gefallen, und die Auflösung war überraschend. Am Ende hätte ich mir noch ein paar Seiten mehr gewünscht, um auf das Verhältnis zwischen Miles und Maxwell noch etwas näher einzugehen. Alles in allem hat es mir sehr viel Spaß gemacht, die Geschichte von Cole und Maxwell zu verfolgen, ich habe mit ihnen mitgefiebert und gelitten.


    Fazit:
    Eine wirklich schöne und spannende Liebesgeschichte. Von mir bekommt sie :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb: Sterne und eine klare Leseempfehlung!

    Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen. Kurt Tucholsky :wink:


  • Bei der Leseprobe war ich zuerst noch skeptisch - von einer Frau geschriebene Gay- Romance, kann das wirklich was? Wie entwickelt sich das? Werden die Typen extramännlich oder überzeichnet feminin dargestellt? Neugierig war ich auf jeden Fall, habe ich doch noch nie etwas aus diesem Genre gelesen. Nachdem jede/r die Inhaltsangabe selber lesen kann, gibt es hier gleich eine kommentierte Zusammenfassung des ersten Drittels - danach verrate ich wegen Spoilergefahr gar nichts mehr, denn da geht es im Buch dann so richtig ab.


    Cole und Max habe ich beide sofort ins Herz geschlossen. Wie im richtigen Leben auch, haben alle verstanden, dass sich die beiden ineinander verliebt haben, bis auf die beiden selbst (und natürlich die, für die gleichgeschlechtliche Liebe ein Tabuthema ist und die es gar nicht sehen wollen). Cole ist der helle Wikingertyp und Max die braungebrannte, dunkelhaarige Version mit den dunklen Augen. Egal, aus welcher Sicht man mitfiebert, hier gibt es Traummanngarantie. Auch von Charakter her ist für jeden was dabei, denn Cole ist extrovertiert und Max introvertiert. Beim Kopfkino jedoch hatte ich mit einem blonden Cole Probleme - habe ich mir als Teenie doch zu viele Staffeln "Charmed" im Fernsehen angesehen und denke bei Cole automatisch an den Dämon, aber das tut der Geschichte überhaupt keinen Abbruch. Die Gefühle werden toll und nachvollziehbar beschrieben.


    Motocross ist jetzt nicht so mein Thema - Mechanik schon eher. Ich habe aber trotzdem mit Cole in jeder Kurve, bei jedem Start, total mitgefiebert. Die Autorin hat die Rennsituationen großartig beschrieben, danke hierfür! Ganz besonders interessiert hat mich die Technik - auch hier gab es einige schöne Erklärungen. Super fand ich auch die Frau im Mechanikerteam - wer hätte das nicht, eine Schönheit als Mechanikerin? Cole - denn dem ist Max natürlich lieber.


    Über die homophoben Hintergründe beider Familien im Buch wird eingegangen und das Sabotagethema bringt ein weiteres Spannungselement in den Liebesroman. Mir hat das Buch auf jeden Fall sehr gut gefallen, schön dass ich es als Rezensionsexemplar lesen durfte!