Sina Müller - Portrait einer Liebe

Josh & Emma 2. Portrait einer Liebe

4 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

Band 2 der

Verlag: Amrun Verlag

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 340

ISBN: 9783958690486

Termin: März 2015

  • Klappentext:
    Die Zeit heilt selbst die tiefsten Wunden. Aber ein Jahr ist nicht genug …


    Als Josh und Emma erneut aufeinander treffen, merken sie, dass das Herzklopfen noch immer da ist.
    Der Start ins neue Leben scheint perfekt, doch dann holt ein Fehltritt aus der Vergangenheit die beiden ein und Emmas Leben steht wieder einmal Kopf.


    Meine Meinung:
    Band 2 geht genauso spannend weiter, wie Band 1 endet. Emma ist, auch ein Jahr nach der Trennung von Josh, noch völlig am Boden zerstört. Nur sehr schwer findet sie ins Leben zurück. Diese Entwicklung fand ich, so abhängig, wie Emma von Josh war, absolut authentisch. In Band 2 fängt Emma endlich an, sich zu wenigstens ein bisschen entwickeln. Obwohl sie auch bei ihrer nächsten Beziehung dieselben Tendenzen an den Tag legt, wie sie es bei Josh getan hat. Allein zu sein fällt ihr unheimlich schwer. Sie benötigt extrem die Bestätigung durch andere, um mit sich selbst klar kommen zu können.


    Wer sich in diesem Band unheimlich entwickelt ist Tom. Ich war total begeistert. Der oberflächliche, sehr abweisende junge Mann aus Band 1 hat tatsächlich ein Herz und er ist weitaus intelligenter und reifer, als ich bislang vermutet habe.Tom ist es, der versucht, Emma klar zu machen, dass sie lernen muss, auch mit sich selbst glücklich zu sein und sich eben nicht von den Männern abhängig zu machen. Ganz dringt er nicht zu ihr durch, aber Tom hat wirklich einige sehr schöne, stimmige Sätze gesagt. Ich war sehr verwundert.


    Dann lernt sie Leon kennen und findet mit und durch ihn nach und nach ins Leben zurück. Auch diese Entwicklung fand ich schlüssig, da sie extrem langsam voran schreitet. Ich konnte Emmas Gefühle und Verhalten in diesem Band sehr viel besser nachvollziehen. Vielleicht auch, weil ich es selbst erlebt habe, dass ein Mensch, den man liebt, plötzlich aus dem Leben verschwindet. Man kann die Gefühle einfach nicht abstellen und jedes mal, wenn man wieder von ihm hört oder auf ihn trifft, dann reißt die Wunde wieder auf. Leon und Emma haben gemeinsam eine schwierige, aber trotzdem sehr schöne Geschichte. Die beiden versuchen, sich gegenseitig Halt zu geben und die gebrochenen Herzen zu heilen. Das das nicht immer so einfach ist, wie man sich vielleicht wünscht, liegt in der Natur der Sache. Gerade die Szenen zwischen Leon und Emma haben mir sehr gut gefallen. In ihrem gemeinsamen Leben liegt eine Leichtigkeit, die es zwischen Josh und Emma nie geben wird.


    Ein neuer Charakter ist Becks. Die quirlige junge Frau habe ich gleich ins Herz geschlossen. Kein Wunder, dass Nik sich in sie verliebt. Ich muss allerdings gestehen, dass ich Schwierigkeiten habe, mir die beiden miteinander vorzustellen. In meiner Vorstellung von Nik passt so ein Paradiesvogel gar nicht so recht zu ihm. Nichts desto trotz wirken die beiden einfach wunderbar zusammen und Becks bringt sehr viel frischen Wind in die Geschichte (ich sag nur Wodka). Über ein eigenes Buch über diese beiden würde ich mich, glaube ich, auch freuen. Andererseits würde das ja auch heißen, dass man das Glück der beiden zerstören müsste, denn ein Buch in dem von Anfang bis Ende Friede, Freude, Eierkuchen herrscht will ja auch niemand lesen. Also, lieber doch keine Geschichte von Nik und Becks.


    Was mir nicht gefallen hat war das Ende der Geschichte. So viel Tränen, Leid, Herzschmerz und so viele Ängste und verletzte Gefühle und dann löst sich alles innerhalb von wenigen Stunden in Wohlgefallen auf. Das ging mir viel zu schnell und meiner Ansicht nach ist die nächste Verletzung, die nächste Trennung vorprogrammiert. Ich bin mit sehr gemischten Gefühlen aus dieser Geschichte hinaus gegangen und dafür ziehe ich auch eine Feder ab.


    Insgesamt bekommt aber auch Band 2 von mir wieder sehr gute 4 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung für die Dilogie.

    Gruß
    Yvonne

    Nicht die haben die Bücher recht lieb, welche sie unberührt in den Schränken aufheben, sondern, die sie Tag und Nacht in den Händen haben, und daher beschmutzet sind, welche Eselsohren darein machen, sie abnutzen und mit Anmerkungen bedecken.
    (Erasmus von Rotterdam)