C.J. Waller - Predator X

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Predator X

2.8|5)

Verlag: Luzifer-Verlag

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 224

ISBN: 9783958351400

Termin: April 2016

  • C.J. Waller - Predator X



    Inhalt:
    Als beim Fracking nach Öl ein gewaltiger unterirdischer See entdeckt wird, entsendet man ein Team von Höhlenforschern und Wissenschaftlern dorthin, um diese Welt in der Tiefe zu untersuchen. Doch kurz nachdem sie das unterirdische Gewölbe erreicht haben, verschwinden sie spurlos.


    Ein zweites Team unter Leitung der Höhlenforscherin Megan Stoker soll das Alpha-Team suchen.
    Die Nachforschungen bleiben jedoch erfolglos – stattdessen wird das Rettungsteam mit etwas völlig Unerwartetem in der Tiefe konfrontiert.
    Uralt …
    Riesig …
    Gefährlich …
    Predator X
    ( Q Amazon)



    Meinung:
    In letzter Zeit finde ich, beim wilden Rumklicken auf verschiedensten Buchportalen, immer wieder kleine interessante Geschichten. Wie auch diese hier.


    Als die Geschichte startete und ich die ersten paar Seiten gelesen habe, dachte ich schon ‚OH Mann, was wird das denn jetzt bitte‘. Es sah nicht wirklich danach aus, als dass ich diese Erzählung bis zum Ende durchhalten würde. Ein Team mit merkwürdiger Zusammenstellung wird in ein 3 Meilen tief gelegenes Höhlensystem entsendet um ein verschollenes Team aus top ausgebildeten Soldaten ausfindig zu machen. Das war schonmal Punkt Eins, welcher mich gestört hat. Dann entdecken sie unter Tage eine Art Meer, welche sie in die Größenordnung des Schwarzen Meeres eingliedern. …. Ähm, genau! Ihnen hat wohl noch niemand gesagt, dass es unter Tage dunkel ist, ach nein das hat das Team ja schon festgestellt. Wie bitteschön ist es ihnen dann möglich diese Dimensionen einzuschätzen?
    Dann war da auch noch das Thema miit den kinetischen Lampen und den entsprechenden Anzügen, welche sich scheinbar durch Bewegung mit Energie versorgen. Mich hat doch recht schnell die Frage nach der Energie für die Lampen gequält, denn irgendwann muss die ja mal ausgehen. Die Thematik der kinetischen Anzüge wurde aber erst recht spät in der Geschichte angesprochen und leider auch nicht weiter erklärt. Natürlich kann ich mir die Theorie dazu selbst zusammenbasteln, aber eine kleine Funktionserklärung wäre nicht verkehrt gewesen.


    Jetzt habe ich genug gemeckert kommen wir mal zu der anderen Seite der Geschichte.


    ‚Predator X‘ ließt sich nicht ganz flüssig. Etwas im Schrifftbild ist nicht ganz rund und somit geht es nicht ganz einfach von der Hand. Das macht das Buch aber nicht schlecht, denn was man ihm zugute halten muss, ist die Story. Und die hat es, wenn man auf viele Wendungen, einer allgegenwärtigen Bedrohung, Aussichtslosigkeit, einer kleinen Spur Sci-Fi, ordentlich schwarzem Humor/Sarkasmus und einem gelungenem Horrorfinale steht, in sich. Auch die Geschwindigkeit der Erzählung muss man ihr zu gute halten. Kann man sich zu Beginn noch etwas an der Optik der Untertagewelt erfreuen, muss man später zusehen, dass man nicht irgendwo den Faden verliert, denn es passiert verdammt viel und recht schnell.


    Zu Beginn der Story sieht man sich nur mit dem ‚Predator X‘ konfrontiert, der das Team um Meg (die Erzählerin und Protagonistin) am Rückweg hindert. Dies tut dieses ‚kleine Kerlchen‘ durch seine bloße Anwesenheit und Masse. Es ist riesig und gefährlich.
    Man fragt sich als Leser schon wie es jetzt weitergehen soll und ob der Rest der Geschichte sich jetzt nur um die langsame Dezimierung des Teams durch den Predator und den Zerfall der Psyche des Teams dreht. Doch weit gefehlt. Da passiert noch viel, viel mehr und der Predator bleibt zwar der massigste Gegner, aber nicht der Einzige und auch nicht der gefährlichste, so würde ich meinen.


    Megan, die Protagonistin und Erzählerin der Geschichte, war mir zu Beginn der Story etwas zu nervig, aber sie wandelte sich im Laufe der Erzählung. Nach und nach wurde sie mir sehr sympathisch, vor allem ihre Art der Erzählung ist herrlich. Je gefährlicher und überlebensunfreundlicher sich die Situation darstellt, desto sarkastischer wird Megan in ihren kleinen beiläufigen Bemerkungen. Und das hat mir verdammt gut gefallen. Diese Art bringt etwas Humor in die ganze Geschichte, wenn sie auch in keiner Art und Weise wirklich lustig ist, so wird sie dadurch unterhaltsamer.


    Es gab in der Geschichte ein paar Dinge, welche mich gestört haben. Einige davon habe ich oben angesprochen. Etwas anderes ist die Tatsache, dass keiner aus dem Team eine Uhr oder ähnliches dabei hat. Das kann ich beim besten Willen nicht verstehen. Sie spekulieren immer nur über die vergangene Zeit. Das hätten sie doch ganz leicht umgehen können, wenn sie einen Zeitmesser dabei hätten.
    Auch die Sache mit dem Funkgerät stört mich. Scheinbar haben sie es beim Übersetzen auf der anderen Seite des Meeres gelassen. Warum? Und dann die Tatsache, dass ich mir nicht erklären kann wie man ohne entsprechende Repeater ein Funksignal durch 3 Meilen Gestein schicken kann. Es kann natürlich sein, dass mein technisches Wissen an dieser Stelle zu klein ist, doch kann ich mir nicht vorstellen, dass das so einfach geht.
    Auch haben mich zum Ende hin die Andeutungen Yuris gegenüber Janos etwas verwirrt. Was wusste er denn nun? War er schon hier? Ist er einer von Ihnen? Was zum Teufel? …. Genau hier bleibt es sehr wage und ich konnte mir da keinen wirklichen Reim drauf machen.


    Man könnte natürlich auch bemängeln, dass der ‚Predator X‘ in der Geschichte nur einen recht kleinen Teil einnimmt. Ich für meinen Teil würde diesen Titel aber etwas weiter spinnen und die Bezeichnung Predator hier nicht auf nur ein Lebewesen beziehen, sonder auf alle auftauchenden Bedrohungen, denn man hat es hier mit mehr als einem Raubtier zu tun. Das X würde ich auch nicht zu steif in den Kontext der Bezeichnung eines prähistorischen Reptils stellen, sondern hier als Variable betrachten für eine Art Unbeschreiblichkeit der verschiedenen Predatoren/Raubtiere. Natürlich muss man die Bezeichnung Raubtier hier auch übertragen betrachten.


    Fazit:
    ‚Predator X‘ hat mich, trotz des Anfangs, sehr überrascht. Die Geschichte ist schnell, ausweglos, bedrohlich, einschüchternd, überraschend, vielfältig und schwarz humorig. Auch wenn mir nicht alles ganz gefallen hat, so hat mir die Geschichte viel Spaß gemacht und gut gefallen. Man könnte meinen es werden nicht mehr als 3 Sterne, doch die Art der Erzählung hat mich überzeugt.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Lebenskunst besteht zu neunzig Prozent aus der Fähigkeit, mit Menschen auszukommen, die man nicht leiden kann.
    Samuel Goldwyn


    Da gibt es dieses Zitat [....] es besagt, dass Moral das ist, was man tut, wenn niemand hinsieht.
    (Wrath James White - Der Totenerwecker)

  • Das Original


    Predator X

    Lebenskunst besteht zu neunzig Prozent aus der Fähigkeit, mit Menschen auszukommen, die man nicht leiden kann.
    Samuel Goldwyn


    Da gibt es dieses Zitat [....] es besagt, dass Moral das ist, was man tut, wenn niemand hinsieht.
    (Wrath James White - Der Totenerwecker)

  • Da ich grad keinen eigenen Text zustande bringe :pale: , mag ich wenigsten anhand Daves Rezi meine Meinung äußern. Denn ich habe ja auch 4 Sterne vergeben.

    Als die Geschichte startete und ich die ersten paar Seiten gelesen habe, dachte ich schon ‚OH Mann, was wird das denn jetzt bitte‘. Es sah nicht wirklich danach aus, als dass ich diese Erzählung bis zum Ende durchhalten würde. Ein Team mit merkwürdiger Zusammenstellung wird in ein 3 Meilen tief gelegenes Höhlensystem entsendet um ein verschollenes Team aus top ausgebildeten Soldaten ausfindig zu machen. Das war schonmal Punkt Eins, welcher mich gestört hat. Dann entdecken sie unter Tage eine Art Meer, welche sie in die Größenordnung des Schwarzen Meeres eingliedern. …. Ähm, genau! Ihnen hat wohl noch niemand gesagt, dass es unter Tage dunkel ist, ach nein das hat das Team ja schon festgestellt. Wie bitteschön ist es ihnen dann möglich diese Dimensionen einzuschätzen?

    Mir fiel die merkwürdige Zusammenstellung gar nicht ins Auge. Tja und das mit dem Meer, ja, es stimmt, wie sollten sie es überblicken aber ich ließ mich einfach mal auf ihre Beschreibungen ein :D 

    Dann war da auch noch das Thema mit den kinetischen Lampen und den entsprechenden Anzügen, welche sich scheinbar durch Bewegung mit Energie versorgen. Mich hat doch recht schnell die Frage nach der Energie für die Lampen gequält, denn irgendwann muss die ja mal ausgehen. Die Thematik der kinetischen Anzüge wurde aber erst recht spät in der Geschichte angesprochen und leider auch nicht weiter erklärt. Natürlich kann ich mir die Theorie dazu selbst zusammenbasteln, aber eine kleine Funktionserklärung wäre nicht verkehrt gewesen.

    Hm, vielleicht hinterfragt Frau sowas nicht so schnell, auch das nahm ich als gegeben hin :uups: 

    ‚Predator X‘ ließt sich nicht ganz flüssig. Etwas im Schrifftbild ist nicht ganz rund und somit geht es nicht ganz einfach von der Hand. Das macht das Buch aber nicht schlecht, denn was man ihm zugute halten muss, ist die Story. Und die hat es, wenn man auf viele Wendungen, einer allgegenwärtigen Bedrohung, Aussichtslosigkeit, einer kleinen Spur Sci-Fi, ordentlich schwarzem Humor/Sarkasmus und einem gelungenem Horrorfinale steht, in sich. Auch die Geschwindigkeit der Erzählung muss man ihr zu gute halten. Kann man sich zu Beginn noch etwas an der Optik der Untertagewelt erfreuen, muss man später zusehen, dass man nicht irgendwo den Faden verliert, denn es passiert verdammt viel und recht schnell.

    Das stimmt, ich hatte immer das Gefühl, dass es die erste Geschichte des Autors war, also er noch am Üben ist seinen Schreibstil zu finden, es wirkte nie glatt, so wie bei bekannten Autoren aber es war auch ganz erfrischend nicht immer solche Aalglatten Sätze zu lesen. Die Geschichte überzeugt mit ihren Wendungen und Überraschungen.





    s gab in der Geschichte ein paar Dinge, welche mich gestört haben. Einige davon habe ich oben angesprochen. Etwas anderes ist die Tatsache, dass keiner aus dem Team eine Uhr oder ähnliches dabei hat. Das kann ich beim besten Willen nicht verstehen. Sie spekulieren immer nur über die vergangene Zeit. Das hätten sie doch ganz leicht umgehen können, wenn sie einen Zeitmesser dabei hätten.
    Auch die Sache mit dem Funkgerät stört mich. Scheinbar haben sie es beim Übersetzen auf der anderen Seite des Meeres gelassen. Warum? Und dann die Tatsache, dass ich mir nicht erklären kann wie man ohne entsprechende Repeater ein Funksignal durch 3 Meilen Gestein schicken kann. Es kann natürlich sein, dass mein technisches Wissen an dieser Stelle zu klein ist, doch kann ich mir nicht vorstellen, dass das so einfach geht.
    Auch haben mich zum Ende hin die Andeutungen Yuris gegenüber Janos etwas verwirrt. Was wusste er denn nun? War er schon hier? Ist er einer von Ihnen? Was zum Teufel? …. Genau hier bleibt es sehr wage und ich konnte mir da keinen wirklichen Reim drauf machen.

    Hm, sind nicht alle Dinge im Meer verschwunden oder im Wasser kaputt gegangen , als sie angegriffen wurden? Und auch hier, hm, ja ,wie konnte es sein, dass man so tief unten nach oben kommunizieren kann. :-k 
    Jetzt weiß ich gar nicht welche Andeutungen du von Yuris meinst? Schreib sie mir doch mal in nem Spoiler @Dave2311.

    "Ein gutes Buch ist wie ein erholsamer Kurztrip aus dem Alltag."
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