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Jonas Jonasson - Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind / Mördar-Anders och hans vänner (samt en och annan ovän)

Mörder Anders und seine Freunde nebst de...

3.5 von 5 Sternen bei 26 Bewertungen

Verlag: Penguin Verlag,,

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 368

ISBN: 9783328101826

Termin: September 2017

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  • Klappentext
    "Ein Mörder, der mit Jesus spricht, eine Pfarrerin, die mit Gott hadert und ein frustrierter Hotemitarbeiter, dem unverhofft die Liebe begegnet: Ein unbeschreiblich skurriles Trio, das in kürzester Zeit ganz Schweden auf den Kopf stellt - tollkühn, unverfroren, mit viel Glück (und wenig Verstand)..."


    Zum Inhalt:
    Mörder Anders saß sein ganzes Erwachsenenleben im Gefängnis. Als er rausbkommt, beschließt er, keinen Schnaps mehr und keine Pillen. Denn das war immer der Grund, warum er jegliche Kontrolle verlor.
    Der Hotel-Rezeptionisten Per Persson und die Pfarrerin Johanna Kjellander wittern eine gute Geschäftsidee mit der "Körperverletzungsagentur". Wahlweiße ein oder zwei gebrochene Arme oder Beine. Mörder Anders führt das aus, das Geschäft läuft gut. Nur das Mörder Anders nicht so viel arbeiten will, wie Per und Johanna es gerne hätten. Ihm langt es, wenn er sein Bier bezahlen kann, mehr braucht er nicht.
    Schließlich fing Mörder Anders an, sich für Jesus und Gott zu interessieren. Bis er zu dem Entschluß kommt, er will keinen Alkohol mehr trinken und auch niemandem mehr weh tun. Per und Johanna wird bange. Woher sollen sie nun ihr Geld beziehen? Sie machen Werbung in der Verbrecherszene, dass Mörder Anders nun auch Leute umbringt. Sie streichen mehrer Millionen ein und wollen dann zusammen abhaun. Der nicht gerade intelligente Anders bekommt das in letzter Minute zufällig mit und hängt sich an die beiden dran.



    Meine Meinung:
    Ich bin ein echter Fan von Jonas Jonasson. Ich liebe seine beiden vorherigen Bücher. Doch von diesem hier bin ich sehr enttäuscht. Es fehlt diese tolle Charakterbeschreiungen, wie in den vorherigen Büchern. Auch die Geschichte, in der Geschichte, in der Geschichte, welche er so gut erzählen konnte, ist hier Fehlanzeige. Am Anfang dachte ich noch, ok, wenn meine Erwartungen nicht so hoch wären, wäre das Buch echt in Ordnung. Aber um so weiter ich gelesen habe, um so mehr war ich genervt vom Mörder Anders, der einfach gar nicht kapierte, was seine beiden "Freunde" ihm alles antaten. Und von Per und Johanna war ich am meisten genervt, die einfach nur dumm-gemein waren. Wenn sie wenigstens in ihrer Gemeinheit witzig gewesen wären. Nach der Hälfte habe ich erstmal eine Pause gemacht und ein anderes Buch gelesen. Wenn es ein andere Autor gewesen wäre, hätte ich es abgebrochen.
    Und das Ende - ist einfach nur dämlich.
    Wirklich schade.

  • Diesmal bin ich, wie schon beim "Hundertjährigen" auch, nur bis zur Hälfte gekommen. Dabei hat mir der Einstieg sehr gut gefallen; die Ideen des Autors fand ich auch diesmal sehr originell, und ich bewundere seine Fantasie durchaus.
    Aber ab der Hälfte gibt es dann keine Weiterentwicklung mehr, irgendwie dreht sich die Handlung im Kreis, und spätestens, wenn ich das Gefühl habe, jetzt lese ich eigentlich keinen Roman mehr, sondern schon ein Märchen, wird das Buch zugeklappt.

  • Auch ich fand dieses Buch sehr schwach und habe überlegt, ob ich es abbrechen soll, und das obwohl es sich eigentlich ganz flüssig lesen lässt.

    With freedom, books, flowers, and the moon, who could not be happy? ― Oscar Wilde

  • Ich hatte bereits mitbekommen, dass einige Leser nicht unbedingt von "Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind" begeistert waren, doch da mir die anderen Bücher des Autors gut gefallen hatten, wollte ich mir meine eigene Meinung bilden. Leider muss ich mich den eher negativen Rezensionen anschließen; ich fand das Buch zwar nicht schlecht, es ist für mich aber das schwächste Werk des Autors.


    Zunächst einmal hatte ich große Schwierigkeiten damit, die Charaktere sympathisch zu finden. Es kommt mir zwar so vor, als hätte der Autor dies (zumindest teilweise) beabsichtigt, aber wenn ich mit den Figuren nichts anfangen kann, fällt es mir auch immer schwer, mich für ihre Erlebnisse zu begeistern und mit ihnen zu fiebern. Zugute halten muss man Jonasson, dass er es tatsächlich geschafft hat, dass ein Mörder für mich der sympathischste Charakter war. Ich konnte mich zwar nicht in ihn hineinversetzen und sein Verhalten ist oft fragwürdig, doch meiner Meinung nach war es nicht wirklich gerechtfertigt, wie seine Kumpanen ihn behandelt haben, wodurch ich diese Figuren unsympathisch fand und durchaus Mitleid mit Andersson hatte (selbst wenn er die Situationen nie zu durchschauen schien). Dies könnte auch daran liegen, dass man direkt mitverfolgen kann, wie die beiden sich im Lauf der Handlung entwickeln und was in ihnen vor sich geht, während die Verbrechen des Mörders und seine Gewaltbereitschaft vergleichsweise kurz und irgendwie humorvoll geschildert wurden.


    Die Geschichte selbst konnte mich nicht richtig fesseln, da einige Passagen in meinen Augen eher zäh waren und in ihnen kaum etwas zu passieren schien, sodass die Handlung fast schon stagnierte, doch es gab durchaus ein paar recht lustige Stellen und das Grundkonzept war interessant, sodass ich die Lektüre weithin angenehm fand. Wie man es von dem Autor gewohnt ist, überspitzt er sehr viel, doch ich muss sagen, dass ich einige Ereignisse zu absurd fand, gerade gegen Ende oder in Bezug auf die Wahrnehmung der Öffentlichkeit. Außerdem war die Entwicklung von bestimmten Charakteren für mich zu abrupt, selbst wenn ich verstehen kann, wieso es dazu gekommen ist.


    Trotz reiflicher Überlegung bin ich nach wie vor unsicher, wie ich das Buch bewerten soll. Spontan tendierte ich zu :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb: oder :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: und für ersteres habe ich mich letztlich entschieden (obwohl ich immer noch nicht ganz zufrieden damit bin). Das Ende konnte mich nicht überzeugen und ich fand die meisten Hauptpersonen unsympathisch, ganz zu schweigen davon, dass die Geschichte selbst teilweise zäh und etwas langatmig war, doch es gab humorvolle Momente und die Erzählung hat mich gerade im Mittelteil recht gut unterhalten. Zudem ist es irgendwie interessant, dass der titelgebende Mörder der am wenigsten unsympathische Protagonist ist...

    Carpe Diem.
    :study: Gabrielle Zevin - Extradunkel

    2019 gelesen: 90 Bücher mit 33.770 Seiten

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