Bücherwichteln im BücherTreff

Richard David Precht - Erkenne die Welt

Erkenne die Welt: Geschichte der Philoso...

4.4 von 5 Sternen bei 7 Bewertungen

Band 1 der

Verlag: Goldmann Verlag

Bindung: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 576

ISBN: 9783442312627

Termin: Oktober 2015

Anzeige

  • Klappentext
    Richard David Precht erklärt uns in drei Bänden die großen Fragen, die sich die Menschen durch die Jahrhunderte gestellt haben.
    Im ersten Teil seiner auf drei Bände angelegten Geschichte der Philosophie beschreibt Richard David Precht die Entwicklung des abendländischen Denkens von der Antike bis zum Mittelalter. Kenntnisreich und detailliert verknüpft er die Linien der großen Menschheitsfragen und verfolgt die Entfaltung der wichtigsten Ideen – von den Ursprungsgefilden der abendländischen Philosophie an der schönen Küste Kleinasiens bis in die Klöster und Studierstuben, die Kirchen und Machtzentren des Spätmittelalters. Dabei bettet er die Philosophie in die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Fragen der jeweiligen Zeit ein und macht sie auf diese Weise auch für eine größere Leserschaft lebendig. Ein Buch, das dazu hilft, sich einen tiefen Einblick in die Geschichte der Philosophie zu verschaffen und die Dinge zu ordnen. Tauchen Sie ein in die schier unerschöpfliche Fülle des Denkens!
    (Quelle: Goldmann Verlag)


    Meine Meinung
    Philosophie ist nun wirklich nicht mein Steckenpferd. Ich glaube, ich habe noch nicht einmal Sophies Welt zu Ende gelesen (was ich aber sicherlich einmal nachholen sollte). Dennoch bin ich an dem Thema nicht uninteressiert und das Buch hat mich neugierig gemacht.


    Richard David Precht möchte uns in drei Bänden die Geschichte der Philosophie näherbringen. Dabei holt er weit aus, so dass dieser erste Band Erkenne die Welt auch "nur" die Antike und das (etwas knapper gehaltene) Mittelalter behandeln kann. Große Menschheitsfragen werden gestellt und Precht stellt uns die Gedanken der bekanntesten Philosophen dazu vor. Dabei nimmt er auch immer auf die politischen und gesellschaftlichen Umstände Bezug. Das hilft sehr dabei, den Gedankengängen folgen zu können.


    Ob alle Aussagen in dem Buch korrekt sind kann ich natürlich nicht beurteilen. Interessant zu lesen waren sie jedenfalls allemal. Für meinen Geschmack hat sich der Teil über die Antike etwas gezogen. Vieles wird mehrmals angerissen und wenn man denkt, dass es jetzt auf dem Zeitstrahl vorangeht, hüpft Precht wieder etwas zurück. Das ist sicherlich nicht ganz zu vermeiden, fiel mir aber arg auf. Platon und Aristoteles sind im gesamten Buch allgegenwärtig. Es ist interessant zu lesen, wie deren Gedankengebilde mal mehr oder weniger angenommen bzw. angezweifelt und gerne auch umgedeutet werden. Und die Kirche hat dann bald auch ein Wörtchen mitzureden...


    Technisch gibt es an dem ePUB (ja, ich habe das eBook gelesen) nicht viel zu mäkeln. Die Bilder sind auf dem Tolino 3 HD gut lesbar. Einzig die Schriftart, die mit dem eBook mitkommt, erschien mir ziemlich blass. Bei einigen Shops ist das eBook mit Soft-DRM (Wasserzeichen) zu bekommen. Bei vielen wird jedoch hartes DRM (Adobe ADEPT) angewendet (Stand: April 2016).


    Unterm Strich kann ich das Buch also sehr empfehlen. Man muss sich aber schon ein bisschen reinlesen und festbeißen. Für mich kann ich feststellen, dass sich die Lektüre gelohnt hat. Ich werde sicherlich auch zum zweiten Band (Erkenne dich selbst, erscheint vermutlich im Oktober 2017) greifen.

  • Ich habe vor Kurzem den ersten Band angefangen. Und fand ihn auch nicht schlecht, die gewohnte Leichtigkeit bei Precht halt. Aber ich denke, dass es durchaus bessere Einführungen gibt, für den Otto-Normal-Leser.
    Außerdem finde ich es schwachsinnig, wenn man ein solches Projekt angeht, es nach und nach zu schreiben und mit einem solchen Abstand zu veröffentlichen. Aber ich bin bei so was vielleicht auch einfach zu ungeduldig. Insbesondere wenn es um Sachbücher geht. Aber er kann sich das wahrscheinlich mit seinem Namen erlauben. An andere Autoren würde man sich vermutlich nach zwei Jahren gar nicht mehr erinnern.

  • Eine Geschichte der abendländischen Philosophie interessiert mich dann besonders, wenn ich vermute, dass sie der Autor auch in einer für den Laien ansprechenden Form zu erzählen versteht. In dieser Hinsicht hat mich Richard David Precht auf gar keinen Fall enttäuscht, dennoch habe ich für das Buch recht lange gebraucht (rund 6 Wochen). Ohne entsprechende Konzentration geht es nun einmal nicht, dazu ist die Fülle an Informationen, die den Leser erwartet, einfach zu groß. Deshalb musste ich auch immer wieder mal zurückblättern und manche Ausführungen sogar ein zweites Mal lesen.
    Dass Platon und Aristoteles den Großteil des Buches dominieren, hat mich eigentlich nicht verwundert, allerdings wäre eine gewisse Straffung zugunsten des Abschnittes über das Mittelalter meiner Meinung nach kein Fehler gewesen. Sehr beeindruckend fand ich, wie der Autor die Gedankengebäude seiner Protagonisten vor dem Hintergrund der Zeit, in der sie agieren, entfaltet.
    Insgesamt gesehen hat mir der 1. Teil dieses großangelegten Projektes gut gefallen, und ich denke, dass ich mir auch die noch folgenden zu Gemüte führen werde.
    Obwohl es bis zum Erscheinen des nächstes Bandes fast noch eineinhalb Jahre dauert, ist gewiss Verlass auf das kollektive Gedächtnis der "Büchertreffler". Da bedarf es sicher nicht einmal einer Vormerkung. :wink:

Anzeige