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Alexandra Görner - Halbzeitküsse

Halbzeitküsse: Jamie und Lillian

3.3 von 5 Sternen bei 3 Bewertungen

Band 5 der

Verlag: Forever

Bindung: E-Book

Seitenzahl: 301

eISBN: 9783958180567

Termin: April 2016

  • Lillian ist Reporterin mit Leib und Seele. Sie lebt für ihren Job und hat kein Problem damit, für die Vip & Style das Privatleben der Promis in London auseinander zu nehmen. Aber als ihre Chefin ihr aufträgt das Fußballteam von London City während der Championsleague Saison zu begleiten, ist sie wenig begeistert. Nicht nur, dass sie sich nicht für Fußball interessiert, sie hat auch keine Lust sich mit den schmutzigen Details aus dem Leben der Fußballer zu beschäftigen. Und auch die Jungs heißen sie nicht gerade herzlich willkommen, schließlich eilt ihr Ruf ihr voraus. Doch dann lernt sie das Team besser kennen und vor allem Jamie O'Conner entpuppt sich als weniger kratzbürstig als zunächst angenommen. Es knistert heftig zwischen den beiden. Plötzlich sieht sich Lillian vor die Wahl zwischen ihrer Karriere und Jamie gestellt...


    Quelle: Amazon.de



    Mit Halbzeitküsse habe ich mich auf eine Geschichte mit bzw. über Fußball gefreut. Das Thema Fußball wurde für meinen Geschmack jedoch viel zu sehr am Rande erwähnt. Lillian soll das Team ja während der K.o.-Phase der Champions League begleiten. Ich selbst bin Fußballfan und fiebere mit meiner Mannschaft nicht nur in der Liga und im Pokal, sondern auch in der Champions League mit. Hier konnte mich das Fieber allerdings nicht anstecken, da ich es kaum gemerkt habe. Dass die Mannschaft überhaupt in der Champions League gespielt hat, wurde mir lediglich in Erinnerung gerufen, als sie mal wieder zu einem Auswärtsspiel anreisen mussten. Von Heimspielen möchte ich jetzt gar nicht reden.


    Die Entscheidung Karas, das Team von einer Journalistin zu den Champions League-Spielen begleiten zu lassen, habe ich nicht so ganz nachvollziehen können. Da habe ich ganz Jamie und dem Team zugestimmt. Mit so einer Ablenkung würde ich in der K.o.-Phase nie den Erfolg einer Mannschaft riskieren. Allerdings war das ja der Plot der Geschichte. Realistischer wurde es dadurch für mich nicht.


    Die Charaktere waren mir hingegen sympathisch, seien es die Haupt- oder die Nebencharaktere. Bei Lillian hat mich zwar zwischendurch ihr Hin und Her genervt, aber ihre Gedanken wurden erklärt. Jamie ist zwar ein erfolgreicher Fußballer, aber der Erfolg hat ihn nicht abheben lassen. Ich nahm ihn vielmehr als einen Familienmenschen war.
    Victoria hingegen hatte ich recht schnell durchschaut. Sie muss ich allerdings aus meinem obigen Satz streichen. Dass sie so etwas tun würde, was sie dann getan hat, habe ich recht schnell geahnt. Eine Überraschung war dies also nicht mehr für mich.


    Was den zeitlichen Verlauf der Geschichte angeht, bin ich etwas verwirrt. Nach dem Champions League-Spielplan müssten es ungefähr zwei Monate gewesen sein. Ich hatte jedoch nicht das Gefühl, dass die Geschichte sich über diesen Zeitraum hinweg erstreckte. Nach meinem Gefühl her, war dies kürzer.


    Erzählt wird abwechselnd jeweils aus der Ich-Perspektive, was ich sehr angenehm fand. Die Dialoge zwischen Jamie und Lillian fand ich unterhaltsam.


    Halbzeitküsse ist Teil 5 der London City-Reihe. Ich habe bisher keines der anderen Bücher der Reihe gelesen. Dies ist in meinen Augen zum Verständnis von Halbzeitküsse jedoch auch nicht notwendig. Es gab lediglich eine kleine Szene mit Pippa und Lillian, der ich nicht ganz folgen konnte. Und Jamies Unwohlsein bei London City kam für mich auch nicht ganz klar rüber.


    Halbzeitküsse (den Titel sollte man übrigens nicht zu wörtlich nehmen) war für mich eine nette Unterhaltung für zwischendurch, die mich jedoch nicht zu 100 % überzeugen konnte. Hier gibt es gute :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb: .

    :study: Rendezvous in zehn Jahren von Judith Pinnow

    :musik:Wolkenschloss von Kerstin Gier

  • Leichte Unterhaltung für zwischendurch. Die Erwartungen dürfen nicht zu hoch sein, aber zum Abschalten der Realität geeignet. Es ist eine typische locker-leichte-zwischendurch-Lektüre.



    Inhalt:
    Lillian ist Reporterin mit Leib und Seele. Sie lebt für ihren Job und hat kein Problem damit, für die Vip & Style das Privatleben der Promis in London auseinander zu nehmen. Aber als ihre Chefin ihr aufträgt das Fußballteam von London City während der Championsleague Saison zu begleiten, ist sie wenig begeistert. Nicht nur, dass sie sich nicht für Fußball interessiert, sie hat auch keine Lust sich mit den schmutzigen Details aus dem Leben der Fußballer zu beschäftigen. Und auch die Jungs heißen sie nicht gerade herzlich willkommen, schließlich eilt ihr Ruf ihr voraus. Doch dann lernt sie das Team besser kennen und vor allem Jamie O'Conner entpuppt sich als weniger kratzbürstig als zunächst angenommen. Es knistert heftig zwischen den beiden. Plötzlich sieht sich Lillian vor die Wahl zwischen ihrer Karriere und Jamie gestellt...(Forever)



    Meine Meinung:
    London. Fußball. Zwei Protagonisten, die sich zu Beginn nicht leiden können.
    Die Idee machte mich neugierig, da ich die Atmosphäre von „Was-sich-liebt-dass-neckt-sich“ sehr mag. Schlussendlich kam es nicht ganz so, wie erhofft, aber nett zu lesen war es trotzdem!



    Die Story
    Der Fußballstar und die Reporterin. In einer Welt, wo die Medien alles zerreißen, was nicht schnell genug versteckt ist. Die Ausgangssituation versprach schon einmal explosiven Stoff!
    Die Idee des soften-Fußballers mit harter Schale ist nichts neues, aber ich mochte Jamie dennoch sehr. Ich finde immer noch, dass er viel zu gut, herzlich und rücksichtsvoll für Lillian ist. Aber was weiß denn schon ich?



    Die Charaktere
    Ich mochte Lillian – am Anfang. Sie war sympathisch mit ihrer kecken Art und ihren Gedanken. Die taffe Reporterin eines Klatschmagazins mit Gewissen. Like it!
    Lange Zeit blieb es auch so, bis sie dieses eine Gespräch aufschnappt und sich fortan in ihrer ich-weiß-es-besser-und-muss-nicht-Nachfragen-Gedanken stürzt. Ab da war sie nicht mehr die taffe, freundliche Reporterin, die auch ein Gewissen hat, sondern einfach nur mega anstrengend.
    Plötzlich war es ihr egal, dass sie Leben von völlig unbeteiligten ruinieren könnte – who cares – immerhin wurde SIE verletzt und somit ist ihre Tat gerechtfertigt.
    Diese Seite von Lillian mochte ich gar nicht, denn da erinnerte sie mich mehr an ein störrisches Kleinkind, als an eine Erwachsene.



    Jamie hingegen war toll! Er war kein Bad Boy, auch wenn Lillian zu Beginn wohl der Meinung war. Er war herzlich, rücksichtsvoll und einfach nur lieb. Ab und an ließ er den Softie raushängen, aber das passte dann zur Szene und wirkte nicht allzu kitschig.



    Die Schreibweise
    Der Schreibstil war leicht, flüssig und verständlich, sodass ich – trotz meinen Schwierigkeiten mit Lillian – gut im Buch zurechtkam. Die Seiten flogen dementsprechend dahin. Selbst als Lillian zum Kleinkind mutiert war, hielt mich die angenehme Schreibweise bei Laune.
    Die Dialoge zauberten mir oft genug ein Lächeln ins Gesicht. Jamie und Lillian wissen einfach, wie sie dem Gegenüber Kontra geben können und brachten mich mit ihren Neckereien oft zu Schmunezln.
    Dass die Sichten zwischen Jamie und Lillian wechselten, verhalf dem Leser natürlich zu mehr Weitsicht und so verstand man schneller als die Protagonisten, was gerade abläuft. Es war schön, einmal so informiert zu sein, aber durch Lillians ich-stell-jetzt-mal-auf-Stur-Reaktion auch etwas nervenaufreibend.



    Fazit:
    Und auch, wenn mich Lillian gegen Ende ziemlich nervte, zauberte mir das Buch oft ein Lächeln auf die Lippen. Es war locker und leicht, jedoch dürfen die Erwartungen nicht zu groß sein. Für zwischendurch ist „Halbzeitküsse“ aber definitiv die richtige Wahl!



    Erst im Nachhinein fand ich heraus, dass das Buch der 5. Teil der „London-City“-Serie ist, aber da die Bände jeweils abgeschlossen sind, können sie auch getrennt voneinander gelesen werden. Die Hauptprotagonisten jedes einzelnen Bandes tauchen in den anderen als Nebencharakter auf.



    “Halbzeitküsse” bekommt von mir 3 von 5 Sterne, da es nett zu lesen war, für mich aber auch nicht mehr als ein “gutes Buch für zwischendurch” darstellt.

    Lerne, als ob du ewig leben würdest und lebe, als ob du morgen sterben müsstest! - Mahatma Gandi

  • Für mich handelt es sich um das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe. Die Leseprobe hatte mich neugierig gemacht, endet aber vor der Stelle, wo zwischen Jamie und Lillian die Funken sprühen. Nach wie vor stört mich, dass der Klappentext die ganze Handlung vorweg genommen hat, denn wer öfter Frauenromane liest, spekuliert auf ein Happy End und erwartet das schließlich auch. Also ist es ein riesiger Spoiler, wenn man die Zusammenfassung bereits kennt, und das hat mein Lesevergnügen ziemlich geschmälert.


    Zum Inhalt: Die Geschichte wird abwechselnd von Jamie und Lillian erzählt. Sowas gefällt mir immer sehr gut, da der Erzählstil der Einelperson sehr viel über den Charakter erzählt. Lillian ist Reporterin und hat mit Fußball gar nichts am Hut. Jamie ist Profifußballer und von der medialen Berichterstattung nicht gerade angetan - schon gar nicht von Lifestyle. Wie die beiden doch zueinander finden, kann nur mit "Gegensätze ziehen sich an" begründet werden.
    Die Streiche sind witzig, und auch die Einbettung der Handlung originell, ebenso sind die Protagonisten gut durchdacht, der Schreibstil ist locker und flüssig, die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin. In meinen Augen hatte der Roman aber deutliche Schwächen bei den Nebencharaktären, die alle sehr oberflächlich bleiben, selbst der beste Freund von Lillian oder die Schwester von Jamie. Auch über die beruflichen Beweggründe von Jamie und Lillian erfährt man wenig, ebenso von deren Geschichte - und deren Zukunftsplänen, bevor sie einander kennenlernen. Jamie wechselt zwischen kindisch und heldenhaft, was diese Schwankungen begründet, bleibt völlig offen. Auch über den Sport selbst und die Emotionen wird kaum etwas transportiert - gegnerische Mannschaften werden teilweise nicht einmal genannt, keine einzige Szene vom Spielfeld wirkt so nach, dass sie auch nur in einem Interview im Buch erwähnt wird. Das finde ich schade, hätten sich doch einige Seiten damit füllen gelassen und dem Buch mehr Tiefe gegeben.

    Wer eine leichte Liebesgeschichte lesen möchte, hat mit diesem Buch schöne Stunden. Das "gewisse Extra" hat mir jedoch leider gefehlt.