Ronja von Rönne - Wir kommen

  • Kurzmeinung

    Heuschneider
    Gelesen von der Autorin. Für meinen Geschmack zuviel neurotische Nabelschau ohne nennenswerte Erkenntnisse.

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  • Inhalt
    Noras beste Freundin Maja ist tot und so richtig glauben kann sie das noch nicht. Nora lebt in einer Viererbeziehung gemeinsam mit Jonas, Karl und Leonie sowie deren kleiner Tochter Emma-Lou. Da Noras Therapeut im Urlaub ist, muss Nora nun alles aufschreiben, was sie bewegt. Gemeinsam mit ihren Freunden fährt sie raus aus der Stadt ans Meer. So verbringen die fünf ein paar Tage am Meer und denken über das Leben nach, dass sie führen....

    Meinung
    Ronja von Rönne scheint in Deutschland ja schon ganz schön bekannt zu sein. Ich habe zugegeben von ihr bis vor wenigen Wochen noch nie was gehört. Dann habe ich vor ein paar Wochen zufällig ZDF laufen gehabt und siehe da, da war sie und plauderte über ihren Roman. Ich finde sie in Interviews ganz sympathisch. Ihr Buch klang in dieser Sendung auch ganz interessant und ich dachte mir so für mich selber, aww das Buch wird sicher voll cool. Und jaa, cool ist es!


    Ich finde das Buch eignet sich perfekt als Schullektüre für den Deutschunterricht. Dass es polarisiert kann ich auch verstehen, da der Schreibstil von Rönne mal etwas anderes ist. Und eine Geschichte, wie sie hier so erzählt wird, habe ich so auch noch nicht gelesen. Aber genau das war für mich das tolle an diesem Buch. Gerade eben, dass die Geschichte mal was anderes ist, ist doch toll. Für mich persönlich wäre so eine Liebe zu Viert (!) ja nichts, aber es war interessant, sowas mal zu lesen.


    Ronja von Rönne ist gerademal vier Jahre älter als ich und ich glaube deswegen kann ich ihr Buch auch teilweise so gut verstehen bzw deswegen hat es mich, seit dem ersten Mal, als ich den Klappentext gelesen habe irgendwie angezogen. Sie beschreibt relativ gut das Leben und die Gedanken von vielen Menschen, die heute um die 20 sind. Es ist einfach nahe am realen Leben finde ich. (und nein ich habe keine Schildkröte oder lebe in so einer Beziehung wie die Hauptfigur Nora)


    Das Buch lässt sich locker an einem Tag durchlesen. (es hat ja nur 205 Seiten)
    Nebenbei bemerkt, gibt es neben der interessanten Geschichte auch noch ein paar wirklich gute Zitate. Hier mal ein Beispiel:
    ["...wir seien die Generation, die aufarbeitet, Epigenetik heiße das, wir seien die wohlbehüteste und depressivste von allen Generationen, wir verarbeiteten die Kriege unserer Großeltern..."] - S.61



    Ich gehe jetzt schon mal stark davon aus, dass von Rönne sicherlich noch mehr Bücher veröffentlichen wird und bin schon jetzt gespannt auf ihr nächstes Werk. Ich kann verstehen, wenn es den ein oder anderen nicht gefällt, aber mir hat's echt gut gefallen, deswegen gibt es von mir gute vier von fünf Sternchen.

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