Jojo Moyes - Über uns der Himmel, unter uns das Meer / The Ship of Brides

  • Buchdetails

    Titel: Über uns der Himmel, unter uns das Meer


    Verlag: Rowohlt Taschenbuch

    Bindung: Broschiert

    Seitenzahl: 512

    ISBN: 9783499267338

    Termin: Februar 2016

  • Bewertung

    3.9 von 5 Sternen bei 70 Bewertungen

    78,3% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Über uns der Himmel, unter uns das Meer"

    Über das Meer zu dir Australien 1946. Sechshundert Frauen machen sich auf eine Reise ins Ungewisse. Ein Flugzeugträger soll sie nach England bringen, dort erwartet die Frauen ihre Zukunft: ihre Verlobten, ihre Ehemänner – englische Soldaten, mit denen sie oft nur wenige Tage verbracht hatten, bevor der Krieg sie wieder trennte. Unter den Frauen ist auch die Krankenschwester Frances. Während die anderen zu Schicksalsgenossinnen werden, ihre Hoffnungen und Ängste miteinander teilen, bleibt sie verschlossen. Nur in Marinesoldat Henry Nicol, der jede Nacht vor ihrer Kabine Wache steht und wie sie Schreckliches erlebt hat im Krieg, findet sie einen Vertrauten. Eines Tages jedoch holt Frances ausgerechnet der Teil ihrer Vergangenheit ein, vor dem sie ans andere Ende der Welt fliehen wollte … Ein berührender Roman über Hoffnung, Schicksal und Liebe – inspiriert von Jojo Moyes’ eigener Familiengeschichte.
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    Divina
    Sehr ruhige Geschichte, kein besonderer Tiefgang bei den Charakteren, vieles leicht vorhersehbar

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  • Autor: Jojo Moyes


    Titel: Über uns der Himmel, unter uns das Meer
    Verlag: Rowohlt Verlag
    ISBN: 9783499267338
    Seiten: 505
    Preis: 14,99€
    Erscheinungsdatum: 26.Februar 2016


    Klappentext:
    Australien 1946. Sechshundert Frauen machen sich auf eine Reise ins Ungewisse. Ein Flugzeugträger soll sie nach England bringen, dort erwartet die Frauen ihre Zukunft: ihre Verlobten, ihre Ehemänner – englische Soldaten, mit denen sie oft nur wenige Tage verbracht hatten, bevor der Krieg sie trennte. Unter den Frauen ist auch die Krankenschwester Frances. Während die anderen zu Schicksalsgenossinnen werden, bleibt sie verschlossen. Nur in Marinesoldat Henry Nicol, der jede Nacht vor ihrer Kabine Wache steht, findet sie einen Vertrauten. Eines Tages jedoch holt Frances ausgerechnet der Teil ihrer Vergangenheit ein, vor dem sie ans andere Ende der Welt fliehen wollte...


    Meine Meinung:
    Zuallerst das, was man als erstes sieht auch wenn es das unwichtigste ist: das Cover! Ich persönlich mag den Stil der Bücher von Jojo Moyes im Rowohlt Verlag sehr. Schade ist nur, dass sie im Regal nebeneinander nicht so schön aussehen. Bei diesem Buch empfinde ich das Cover als sehr gut gelungen. Mich spricht es an und es passt zum Inhalt des Buches - top! Ein ganzer Stern dafür.
    Zum Schreibstil: Ich mag den Schreibstil von Jojo Moyes. Wer Bücher von Jojo Moyes kennt: Dieses Buch tanzt nicht aus der Reihe. Für alle die noch kein Buch von ihr kennen. Ich empfinde den Schriebstil als sehr flüssig und ansprechend. Ich lese häufig ein Weilchen und merke gar nicht wie viel Zeit tatsächlich vergangen ist weil der Schreibstil es schafft mich sehr stark in die Geschichte zu ziehen. Auch hierfür ein ganzer Stern.
    Zur Geschichte lässt sich sagen, dass ich die Thematik wahnsinnig interessant fand und nun das Bedürfnis habe viel mehr dazu zu lesen. Anfangs war ich sehr unsicher, ob das Buch mir gefallen wird, weil ich nicht so recht wusste um was es nun eigentlich geht. Gerade am Anfang haben mich die vielen Personen auch verwirrt. Als ich dann ein wenig in der Geschichte drin war, fand ich sie einfach wunderbar. Die Thematik ist wahnsinnig spannend und die Umsetzung einfach toll. Ich mochte die Charaktere sehr und war bis zum Schluss immer wieder überrascht über die Wendungen in der Geschichte. Es ist durchgängig wirklich alles andere als langweilig. Ich vergebe ein ganzen Stern.
    Emotional hat mich dieses Buch sehr stark in seine Fänge gezogen. Ich war immer wieder kurz vorm Weinen und konnte gar nicht aufhören zu lesen. Ein ganzer Stern für geballte Emotionen!
    Gesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Bis auf den etwas holprigen Beginn habe ich gar nichts auszusetzen und kann es sehr empfehlen! Für mich ist dieses Buch eines der besten von Jojo Moyes. Ein ganzer Stern für den Gesamteindruck.


    ~5 Taschen~

  • Nachdem mich die letzten Veröffentlichungen von Jojo Moyes nicht sonderlich gereizt haben (von "Ein ganz neues Leben" mal abgesehen, aber das habe ich noch nicht gelesen), hat mich der Klappentext von ihrem neuesten Buch "Über uns der Himmel, unter uns das Meer" sofort angesprochen. Noch mehr sogar, als ich erfahren habe, dass es eine von wahren Begebenheiten inspirierte Geschichte ist, die die Autorin ihren Lesern erzählt. Mehr dazu erzählt sie in ihrem Vorwort und ihrer Danksagung. So etwas finde ich ja immer spannend und daher habe ich durch dieses Buch ein wenig zu der Autorin zurückgefunden und werde mir wohl auch ihre Werke, denen ich bislang noch nicht so viel Beachtung geschenkt habe, näher ansehen.


    Obwohl ich relativ große Schwierigkeiten hatte, in "Über uns der Himmel, unter uns das Meer" hineinzufinden. Den Prolog, der im Indien des Jahres 2002 spielt, fand ich einfach nur verwirrend. Mir war überhaupt nicht klar, wer die auftretenden Personen sind und in welcher Beziehung sie zum Klappentext stehen, denn da habe ich nicht viel wiedererkannt. Auch als die Handlung dann mit dem ersten Kapitel so richtig beginnt, hat sich das Gedankenchaos in meinem Kopf noch nicht gleich gelegt, denn zunächst wird der Leser mit vier Frauen bekannt gemacht, die nicht nur charakterlich sehr unterschiedlich sind, sondern auch in ihrem Leben ganz unterschiedliche Sachen erlebt und durchgemacht haben. Auch hier hatte ich noch große Schwierigkeiten, mich zurechtzufinden, die Frauen und ihre Schicksale auseinanderzuhalten. Wie es der Zufall so will, landen diese vier Frauen an Bord des Flugzeugträgers in einer Kabine und nun nimmt die Handlung so richtig ihren Lauf und auch ich habe es endlich geschafft, einen Zugang zu den Charakteren zu finden und sie besser kennenzulernen. Die anfänglichen Schwierigkeiten, die vier Frauen auseinanderzuhalten, haben sich nach und nach gelegt, und der Lesefluss hat sich endlich eingestellt. Obwohl ich dennoch stets eine gewisse Distanz zu den Charakteren gespürt habe. Das hat sich insbesondere an einer Stelle ganz deutlich gezeigt, die förmlich dazu gemacht war, mich zu Tränen zu rühren. Aber aufgrund der durchweg bestehenden Distanz zu den Figuren und ihren Schicksalen konnte mich diese Szene überraschenderweise kaum bewegen.


    Es ist schwer, etwas über die Handlung des Buches zu erzählen, ohne zu viel zu verraten. Natürlich steht der Alltag auf dem Schiff im Vordergrund, der teilweise sehr eintönig, teilweise aber auch aufregend und voller Überraschungen ist. Und natürlich erfährt man mehr über die Frauen an Bord, besonders über die vier Hauptpersonen, aber auch über die Mitreisenden, über die Beziehung zu ihren Männern, über ihre Hoffnungen und Ängste. Abwechslung bekommt das Buch auch dadurch, dass die Sicht der Männer an Bord des Schiffes beschrieben wird. Denn für sie stellen die vielen Frauen Versuchung und Verhängnis gleichzeitig dar. ;-) Auch das Schicksal einiger Mitglieder der Schiffsbesatzung wird von der Autorin genauer unter die Lupe genommen, was den Schwerpunkt der Handlung ein wenig ausgleicht. Und natürlich hält Jojo Moyes auch wieder die eine oder andere überraschende Wendung für ihre Leser bereit. So bleibt das Buch durchweg kurzweilig, abwechslungsreich und wird stellenweise sogar richtig spannend. Auch die Emotionen kommen nicht zu kurz, wobei das Buch nicht kitschig ist, sondern Jojo Moyes eher mit viel Feingefühl zarte Bande entstehen lässt oder bereits bestehende Beziehungen liebevoll umschreibt.


    Wie immer ist der Erzählstil von Jojo Moyes sehr angenehm. Trotz seines Umfangs liest sich "Über uns der Himmel, unter uns das Meer" schnell und unkompliziert. Ich habe mich, von ein paar Längen abgesehen, durchweg gut unterhalten gefühlt, was aber nicht zuletzt auch einfach an dem außergewöhnlichen Hintergrund des Buches liegt. Die Tatsache allein ist schon sehr spannend, Jojo Moyes hat es geschafft, sie mit Leben zu füllen und die Handlung abwechslungsreich zu gestalten. Abgerundet wird das Buch durch Auszüge aus Zeitungsartikeln und Augenzeugenberichten, die dem Roman zusätzliche Authentizität verleihen.


    Mein Fazit


    Nachdem sich meine anfängliche Verwirrung gelegt hat, habe ich das Lesen von "Über uns der Himmel, unter uns das Meer" sehr genossen, von ein paar kleineren Längen abgesehen habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond


    http://www.lektorat-sprachgefuehl.de

  • @gaensebluemche danke für die schöne Rezi, zufällig habe ich mir gerade heute das Buch gekauft, da mich der Klappentext angesprochen hat. Jetzt rutscht es auf dem SuB auf jeden Fall weiter nach oben. :applause:

    Auf Veränderung zu hoffen, ohne selbst etwas dafür zu tun, ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten. (Albert Einstein)

  • @melsun:


    Oh, das passt ja perfekt! :thumleft: Dann wünsche ich dir schon mal gute Unterhaltung. Und lass dich nicht vom Anfang verwirren. Es klärt sich alles auf. :wink:

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond


    http://www.lektorat-sprachgefuehl.de

  • Ich habe es gestern ausgelesen und fand es seicht, nichtssagend und öde. :thumbdown:
    Eine lauwarme Geschichte ohne erkennbare Höhen und Tiefen.
    Ich habe mich beim Lesen wie in einer pubertären Hanni-und-Nanni-Internatgeschichte gefühlt, in der lauter unmündige Mädchen ihre ersten Kontakte zum anderen Geschlecht knüpfen und dabei von erwachsenen Leuten beaufsichtigt werden müssen.
    Außerdem war die Schreibweise total nervig, denn ständig wurde irgendetwas angedeutet, was erst später im Buch aufgeklärt, aber zum Verständnis der Geschichte, früher im Buch gebraucht worden wäre. Völlig konfus.


    Meinem ganz persönlichem Emfinden nach haben die Bücher von Jojo Moyes seit "Ein ganz neues Leben" irgendwie ihre, vorher so wunderschönen, Feelings verloren. Schade. :-?

  • Och nööö. :( Trotzdem danke für deine Meinung. :friends:

    Ist ja Geschmackssache.
    Wenn man sich die anderen Bewertungen hier so ansieht, stehe ich mit dieser Meinung ja eher alleine da. :-,
    Vielleicht gefällt es Dir ja besser. :friends:

  • Ich habe bisher noch kein Buch dieser Autorin gelesen. Aber als ich diesen Roman in der Vorschau sah und den Klappentext gelesen hatte war für mich sofort klar, dass ich ihn lesen muss. Ich liebe einfach Bücher die das Thema Meer in sich tragen und hier kommt es wirklich nicht zu kurz. Das auch teilweise die Familiengeschichte der Autorin eine Rolle spielte machte das Ganze für mich noch spannender.
    Zeitlich spielt der größte Teil der Handlung im Jahr 1946, aber auch ein winziger Teil im Jahr 2002. Ich fand den Aufbau wunderbar chronologisch und sehr gut nachvollziehbar. Die Kapitel waren, wie ich es ja sehr mag, nicht allzu lang und so konnte man immer wieder zwischendrin schnell eins lesen. Wobei es bei mir nicht soviel zwischendrin gab, denn einmal begonnen konnte ich dieses Buch nur schwer bei Seite legen.
    Jojo Moyes hat wirklich einen wunderbar leichten und schönen Schreibstil. Alles wird dem Leser gut vermittelt ohne sich in endlosen Ausführungen zu verlieren und doch mit sehr viel Aussagekraft. Das Thema dieses Romans fand ich sehr spannend, denn dazu hatte ich bisher noch nichts gelesen. Der Mut dieser Frauen, wie sie sich auf diese lange und beschwerliche Reise in eine ungewisse Zukunft einlassen, ist einfach nur bewundernswert. Die Geschichte ging mir aber auch wirklich nah, dadurch das hier Charaktere geschaffen wurden die man in sein Herz schließt oder nur über sie die Nase rümpfen kann. Frances und Henry Nicol stechen hier besonders hervor. Beide kamen mir zu Beginn etwas suspekt und abweisend vor, aber mit der Zeit lernt man sie sehr zu schätzen. Beiden hat das Schicksal übel mitgespielt und je besser ich sie kennen lernte, desto mehr wuchs meine Zuneigung zu ihnen. Auch andere Figuren habe ich wirklich gern gehabt, so dass mir am Ende der Abschied wirklich schwer fiel.
    Je weiter die Reise fortschreitet, desto mehr entfaltet sich hier eine Geschichte die einfach nur bewegend und mitreißend ist. Nicht nur die Bräute begeben sich auf eine Reise, sondern der Leser auch. Dieses Buch war für mich zu keiner Zeit langweilig oder langatmig, die Ereignisse sind überraschend, die Schicksale bewegend und mit jeder Seite erschließt sich einen diese aufregende Welt ein Stück mehr.


    Bewertung: :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

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