Jane Austen - Mansfield Park (ab 27.02.16)

  • Also meinst du sollen wir kontinuierlich 2 Kapitel pro Tag lesen?

    Für mich wären 2 Kapitel je Tag perfekt. :thumleft:


    Zwecks Ruhetag bin ich auch flexibel, da richte ich mich nach euch. Ich werde das Wochenende um den 05.03. nicht aktiv posten können und das dann nachholen oder vorlesen, mal sehen. :lol:

  • Ich werde mal schauen, da ich am Montag mit einer eigentlichen Leserunde wieder starte. 2 Leserunden parallel sind für mich etwas zu viel. Aber mal schauen. Werde auf jeden Fall ab und zu mal vorbeischauen und sehen was ihr so für Fortschritte macht. Viel Spaß wünsche ich allen Teilnehmern. :winken:





    Sich das Lesen zur Gewohnheit machen heißt, sich einen Ort zu schaffen, in den man sich vor fast allem Elend des Lebens zurückziehen kann.
    W. Somerset Maugham


  • Irgendwie haben sich hier einige noch gar nicht gemeldet. Nun denn, wir fangen trotzdem am Samstag an, oder? :wink:

    viele Grüße vom Squirrel

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    :study: Irène Némirovsky - Meistererzählungen


  • War ja so angekündigt, ich find schon wir sollten dann auch starten. Wer sich nicht meldet darf sich dann auch nicht beklagen. :P:loool::wink:
    Na im Ernst, wenn jemand nicht nach kommt haben wir ja gesagt das wir natürlich auch rücksicht nehmen. Sind ja nette Menschen! :D

    Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen. (Zitat: Johann W. von Goethe)

  • ich find schon wir sollten dann auch starten.

    ich freu mich schon - und wie Du sagst: wenn es zwischendrin eng wird, dann legen wir halt mal einen Pausentag ein :wink:

    viele Grüße vom Squirrel

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  • Hallo ich hab hier im Thread noch gar nichts gesagt, war ja mit den richten der Noten beschäftigt. Das ist nun erledigt.
    Also 2 Kapitel pro Tag finde ich gut. Ruhetag finde ich auch gut, weil ich wohl Donnerstag wohl sehr wenig zum Lesen komme.

    :study: Kai Meyer - Die Spur der Bücher

    :study: Christine Kabus - Das Lied des Nordwinds

  • Diskutieren wir eigentlich hier im Thread? Ich bin im 2. Kapitel.

    ja klar diskutieren wir hier - ich hab grad das erste Kapitel beendet. :wink:


    Jane Austen führt also in gewohnter Art und Weise die Charaktere ein - drei Schwestern und ihre Männer. Und die Charaktere der Frauen sind ja eindeutig - und wir wissen also schon sofort, welche davon der Kotzbrocken ist :totlach: Jaja, die hilfreiche spielen und die Arbeit und Kosten dann auf die anderen verteilen, so haben wir es gerne.
    Da sind also die mittlere Schwester, die jetzt die Lady ist und somit ein Schnäppchen gemacht hat. Sie und ihr Mann scheinen eine gute Ehe zu führen und beide recht angenehme Menschen zu sein. Die Älteste hat also den Pfarrer abbekommen und lebt trotzdem über ihre Verhältnisse - dazu nimmt sie dann immer etwas aus ihrem Erbe dazu und der Pfarrer verdient halt etwas besser als normal, da er ein Freund des Baronet ist.
    Tja, und die jüngste Schwester hat also die Trotzheirat vorgezogen - nur leider damit daneben gegriffen, denn außer vielen Kindern bleiben ihr nur viele Sorgen über. Das führt also dazu, dass die anderen Schwestern auf die Idee kommen, die älteste Tochter nach Mansfield zu holen, um ihr eine bessere Chance im Leben zu geben. Natürlich nur zu Lasten des Baronet, denn die kinderlose Pfarrersgattin ist natürlich total überlastet und kann auf keinen Fall mithelfen, die kann nur die Ideen haben, die Arbeit haben die anderen.


    Das ist so ein klassischer Anfang für Austen - Vorstellung der Protagonisten und der Ausgangssituation, jetzt darf sich die Geschichte entwickeln. :lol:

    viele Grüße vom Squirrel

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  • Ich wundere mich jedes Mal über Mrs. Norris. Im Gesprächkreis erscheint sie extrovertiert und schreit laut heraus und dann als sie Fanny abholt wiederum wie eine vornehme alte Jungfrau oder halt wie eine kinderlose Frau aus besseren Kreisen, die sich für oberwichtig hält. :lechz:

  • Ich wundere mich jedes Mal über Mrs. Norris. Im Gesprächkreis erscheint sie extrovertiert und schreit laut heraus und dann als sie Fanny abholt wiederum wie eine vornehme alte Jungfrau oder halt wie eine kinderlose Frau aus besseren Kreisen, die sich für oberwichtig hält. :lechz:

    Genau solche Charaktere hat Jane Austen ja immer auf dem Kieker :twisted: hast Du schon Erfahrung mit Jane Austen oder ist das der erste Roman, den Du von ihr liest?

    viele Grüße vom Squirrel

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  • Ich habe eigentlich schon alle und auch viele Folgebücher gelesen. Dies ist ein Reread.


    Die Lady-Schwester erscheint hier noch sehr zurückhaltend und Sir Thomas führt das Wort. Die Pfarrersfrau - erst große Klappe und dann wird der Schwanz eingezogen.
    Na ja, und die Basen - die Mädchen hochherrschaftlich über Fanny herziehend, weil sie nicht die Schulbildung hatte.
    Edmund mitfühlend und sensibel und Tom als 18jähriger erhaben über die Kinderschar :lol:

  • Hier und ich hab auch die ersten 2 Kapitel gelesen. Für mich ist noch etwas ungewohnt, da es mein erstes Buch von Jane Austen ist, aber ich hab soweit alles mitbekommen, was du @Squirrel so schön zusammengefasst hast. Ich bin schon gespannt wie die Geschichte weiter gesponnen wird

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  • Es gibt auch eine schön Jane-Austen Seite im Internet, wo alle Werke aufgeführt sind. Die Jugendwerke empfand ich einfach als Tagebuch eines Teenagers. :cry: Das war gar nicht mein Ding. :pale: Am liebsten mag ich Emma.

  • Ich habe mich dazu entschieden die Englische Version zu lesen, da es bei mir aber schon etwas länger her ist, seit ich ein Buch in Englisch gelesen habe, ist es mir am Anfang etwas schwer gefallen mich einzulesen. Vor allem hatte ich Schwierigkeiten zu verstehn wer mit wem verwand ist, aber das hat sich jetzt geklärt und nach dem ersten Kapitel ist mir das Lesen schon etwas leichter gefallen :D .




    Und die Charaktere der Frauen sind ja eindeutig - und wir wissen also schon sofort, welche davon der Kotzbrocken ist :totlach:

    Ja, absolut :twisted:
    Aber ich finde die Lady auch nicht viel besser, sie scheint sich ja nicht sonderlich für irgendetwas, außer ihrem Hund, zu interessieren. Aber wengistens ist sie nett zu Fanny.

    "Um klar zu sehen, genügt ein Wechsel der Blickrichtung"
    Antoine de Saint-Exupery

  • Wo seid Ihr anderen denn?

    HIEEEEEER :winken: Musste doch erstmal eine kleine BT-Runde drehen und steige jetzt hier mit ein und freu mich. :lol: Danke für´s Zusammenfassen von Kap. 1, liebes Hörnchen. :friends:

    und wir wissen also schon sofort, welche davon der Kotzbrocken ist

    :totlach: Ja, das hat sich ziemlich schnell herauskristallisiert. Die Gute hat mir ja schon die ersten paar Seiten den Puls hochgetrieben :wuetend: Sie hat von sich selbst ein netteres Bild als sie ist und Austen zeichnet schon im ersten Kapitel auf gewohnt ironische Art ein ziemlich gutes Bild von Mrs. Norris. :loool: Wenn die Gute sich mal nicht täuscht bei der Annahme, dass sich Cousins und Cousinen, die zusammen aufwachsen, niemals ineinander verlieben. :twisted: Sehr bezeichnend war auch ihre bevormundende Art, als sie bestimmen will, wo und wie genau die neue Nichte im Haushalt ihrer Schwester unterkommen soll - na solche Menschen, die ihre Nase in alle Möglichen fremden Angelegenheiten stecken liebe ich ja. :evil:

    Sie und ihr Mann scheinen eine gute Ehe zu führen und beide recht angenehme Menschen zu sein.

    Jaaaaaa, in Kapitel 1 sieht es noch ganz danach aus, lies mal noch eins weiter. :twisted: Ich fand Sir Thomas aber im ersten Kapitel ziemlich versnobt, als er sagte, dass sie sich bei der neuen Nichte alle auf "grobe Unwissenheit, eine gewisse Niedrigkeit der Anschauungen und betrüblich vulgäre Manieren gefaßt machen" müssten? :roll: Und auch seine Bedenken, wie sie der Nichte ihre im Vergleich zu seinen Töchtern niedrigere Stellung verklickern können. #-o


    Kapitel 2
    Die zehnjährige Fanny Price hält Einzug in Mansfield Park - und was für einen. :cry: Mrs. Norris quatscht sie auf der Hinfahrt voll, dass sie doch auf´s Äußerste dankbar sein müsse, ihre beiden etwas älteren Cousinen zeigen sich äußerst arrogant, Lady Bertram ignoriert sie weitgehend, Sir Thomas macht ihr Angst, die Lehrerin Mrs. Lee ist erstaunt über ihre fehlende Bildung, die Hausmädchen lachen über sie - das arme schüchterne Mädchen ist total unglücklich. Und die Erwachsenen sind noch entrüstet, dass Fanny nicht ihren Erwartungen entspricht und sich nicht über ihre Ankunft in dem Haus freut und dankbar zeigt. :wuetend: Der einzige Lichtblick ist der sechzehnjährige Sohn Edmund, der sich ihrer sehr rührend annimmt - das war doch wirklich toll, als er ihr hilft, den Brief nach Hause zu schreiben und ihr die Zeilen vorliniert. Mir kommt er wie das einzige Familienmitglied mit Anstand vor. Edmund scheint von ihr ja ziemlich angetan zu sein, mal schauen, wie sich das in der Zukunft entwickeln wird. Mit Edmund´s Hilfe fühlt sich Fanny allmählich wohler und wird sogar von ihren Cousinen als Spielgefährting halbwegs akzeptiert. Das hindert diese aber nicht, über Fanny´s mangelnde Bildung herzuziehen und sich selbst als etwas besseres zu sehen. Und ihre Tante Mrs. Norris bestärkt sie darin noch extrem. Besonders krass fand ich ihre Äußerung, dass ihre Nichten ein wunderbares Gedächtnis und Fanny vermutlich gar keins hat. :wuetend: Unverschämt war auch, dass sie ihre Nichten nach Fanny´s Sünden ausfragt - was ist das bloß für eine schreckliche, bösartige Person. :evil: Lady Bertram´s Charakter kommt in diesem Kapitel deutlicher zum Vorschein - sie ist ziemlich passiv, hat keine Zeit für ihre Kinder und interessiert sich eher für den Mops und ihre Handarbeit. Sir Thomas kann ich noch nicht einordnen, er kommt teilweise versnobt daher, kümmert sich aber auch um Fanny´s Geschwister. :-k
    Ich war überrascht, dass Austen auch mal aus der Perspektive eines Kindes schreibt, was ich bisher noch nicht von ihr kannte - aber es hat mir gut gefallen. Ich konnte sehr gut die Einsamkeit und Verlorenheit von Fanny nachempfinden.

  • Hallo meine Lieben. Heute bin ich leider noch nicht zum Ende des ersten Abschnitts gekommen, aber ich eile morgen umgehend nach. Was ihr bisher so alles besprochen habt, klingt schon faszinierend...vor allem die Frage nach dem Sympathieträger Nummer eins. Bis morgen

    „Verrücktheit ist unendlich faszinierender als Intelligenz, unendlich tiefgründiger. Intelligenz hat Grenzen, Verrücktheit nicht.”


    Claude Chabrol (*1930), frz. Filmregisseur u. -kritiker