Emma Wagner - Jump ball & Overtime

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  • Klappentext:
    Teil 1: Jump Ball
    Marie hat genug von Männern. Milan hingegen hat genug Frauen, die ihm nachlaufen. Marie istjournalistin und kann mit Sportlern absolut nichts anfangen! Milan ist Basketballer und Marie überhaupt nicht sein Typ!
    Dummerweise kennt Maries Chefin kein Erbarmen und so muss sich Marie wider Willen an Milans große Fersen heften. Leider ist es dort schon ziemlich eng, denn Maries Kollegin Viktoria kann es kaum erwarten, mit Milan auf Tuchfühlung zu gehen. Für Marie kein Problem, schließlich interessiert sie sich deutlich mehr für Programmkinos und Experimentelles Tanztheater. Jedenfalls zu Anfang …


    Teil 2: Overtime
    Marie liebt klassische Musik, Ballett und Milan. Milan liebt AC/DC, Bas­ketball und Marie. Oder doch Viktoria? Aber wen liebt Viktoria? Und wer wird den begehrten Vertrag mit der NBA erhalten: Milan oder sein bester Freund Tyler? Bei einem Zwischenfall auf dem Spielfeld werden die Kar­ten neu gemischt Milan muss sich seiner Vergangenheit stellen. Und der Mann in der neongrünen Skijacke macht alles nur noch komplizierter. Es ist leichter, einen Buzzer Beater von der Mittellinie aus zu versenken, als Vertrauen in die große Liebe zu haben.


    Meine Meinung:
    Ich war froh, diese Sonderedition zu lesen, denn Band 1 endet echt mit einem fiesen Cliffhanger und hier sind gleich beide Bände in einem Buch vereint.


    Eigentlich wollte ich in die Geschichte nur ganz kurz reinlesen und dann habe ich 2 1/2 Stunden später Band 1 beendet. Ich konnte nicht wieder aufhören, es war wie ein Sog. Der Schreibstil ist flüssig und zieht den Leser vorwärts. Die Geschichte entwickelt sich stetig, aber nicht rasant.


    Marie ist zu Anfang ein bisschen störrisch, auch dem Leser gegenüber. Sie macht es, durch ihre gewollt intellektuelle Art nicht einfach, sie gern zu haben. Nach und nach fand ich sie aber immer sympathischer. Sehr erfrischend, dass eine junge Frau so vehement dazu steht, dass sie auf italienische Opern steht, kaum Alkohol trinkt und sich für gebildeter hält, als der Rest der Welt. Dies lässt sie auch immer wieder heraushängen. Im echten Leben wäre mir eine solche Person wie Marie wahrscheinlich völlig unsympathisch. Hier im Buch aber brachte sie mich das eine oder andere Mal zum schmunzeln und gefiel mir ganz gut, weil sie neben der doch etwas hohlköpfigen Viktoria einen schönen Gegenpart bildete. Auch Maries Art mit Milan umzugehen fand ich sehr erfrischend. Eigentlich war sie fast schon ein bisschen zu frech, schließlich hatte er ihr gar nichts getan, aber es hat auch Spaß gemacht den verbalen Schlagabtausch der beiden zu verfolgen.


    Milan zeigte sich dem Leser da ein bisschen zugänglicher. Aber auch bei ihm hatte ich so meine Probleme ihn zu verstehen. Ich mag Männer nicht, die jeden Tag eine andere Frau mit nach Hause nehmen, und genau so einer ist Milan. Ich konnte zwar nachvollziehen, was Marie an ihm findet. Es blitzt schon immer mal wieder der Traummann durch, aber ich hätte ihn auch manches Mal schütteln können.


    Auch die Nebencharaktere waren gut beschrieben. Jeden konnte man vor sich sehen und auf die eine oder andre Art lieben oder hassen. Maries Bruder fand ich ganz besonders köstlich und ihre Schwägerin war einfach nur zum lieb haben, ebenso wie ihre Neffen.


    Sowohl Milans, als auch Maries Geschichte wird erst nach und nach über die beiden Bände aufgeklärt, so dass man mehr über Milans Vergangenheit und vor allem seinen Vater und über Maries gescheiterte Beziehung erfährt. Diese Geschichten werden glaubwürdig und spannend erzählt. Man kann einfach nur immer weiter lesen und will wissen, wie es weitergehen wird.


    Band 1 hat mir besser gefallen, als Band 2. Im Band 2 hatte ich zum Ende hin ein bisschen das Gefühl, dass die Geschichte künstlich in die Länge gezogen wird. Immer wieder sprangen wir zwischen Milan und Marie hin und her, die beide nicht wirklich etwas taten, um vorwärts zu kommen. Ich muss gestehen, dass ich hier drauf und dran war ein kleines bisschen quer zu lesen, weil es mich nervte, dass es so lange dauerte, bis die Geschichte aufgelöst wurde. Das Ende hat mich dann aber wieder versöhnt.


    Alles in allem hat Emma Wagner hier zwei wunderbare Geschichten geschrieben, die dem Leser einfach ans Herz gehen und bei denen man mitfiebern, mitschmunzeln und mitleiden kann. Tolle Unterhaltung für ein paar vergnügliche Stunden. Von mir gibt es 4 Sterne.

    Gruß
    Yvonne

    Nicht die haben die Bücher recht lieb, welche sie unberührt in den Schränken aufheben, sondern, die sie Tag und Nacht in den Händen haben, und daher beschmutzet sind, welche Eselsohren darein machen, sie abnutzen und mit Anmerkungen bedecken.
    (Erasmus von Rotterdam)

  • Aber man kann diesen Band doch genau so kaufen. Ich habe ja auch nicht jeden Band einzeln rezensiert, weil es eben ein durchgehendes Buch ist.

    Gruß
    Yvonne

    Nicht die haben die Bücher recht lieb, welche sie unberührt in den Schränken aufheben, sondern, die sie Tag und Nacht in den Händen haben, und daher beschmutzet sind, welche Eselsohren darein machen, sie abnutzen und mit Anmerkungen bedecken.
    (Erasmus von Rotterdam)

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