Selim Özdogan - Wieso Heimat, ich wohne zur Miete

  • Buchdetails

    Titel: Wieso Heimat, ich wohne zur Miete


    Verlag: Haymon Verlag

    Bindung: Gebundene Ausgabe

    Seitenzahl: 248

    ISBN: 9783709972380

    Termin: Februar 2016

  • Bewertung

    3 von 5 Sternen bei 3 Bewertungen

  • Inhaltsangabe zu "Wieso Heimat, ich wohne zur Miete"

    'Selim Özdogan ist mit ‚Wieso Heimat, ich wohne zur Miete‘ ein Roman gelungen, der die Fragen nach Identität und kultureller Differenz ernst nimmt, indem er darüber kluge Witze macht.' Carsten Otte, SWR 2 'vielstimmiger Beitrag zur Kulturenverständigung' Der Standard, Roman Gerold „Kurzweiligkeit, Einfallsreichtum und Komik machen die Lektüre dieses Romans zum Dauervergnügen … Würden alle dem Thema Interkulturalität so entspannt begegnen wie Selim Özdogan, hätten wir viele Probleme gelöst.“ Oberösterreichische Nachrichten, Christian Schacherreiter ''Wieso Heimat, ich wohne zur Miete' bietet überaus unterhaltsame Lektüre, die so manches über Istanbuler Lebensgefühl erzählt …Vor allem aber bringt das Buch die Zerrissenheit einer ganzen Generation auf den Punkt.' APA, Wolfgang Huber-Lang 'Unterhaltsame Lektüre, die so manches über das Istanbuler Lebensgefühl erzählt. Vor allem aber bringt das Buch die Zerrissenheit einer ganzen Generation auf den Punkt.' Luzerner Zeitung, Arno Renggli ''Wieso Heimat, ich wohne zur Miete' ist eine höchst vergnügliche Lektüre und eine ernst zu nehmende Auseinandersetzung mit Identität, Heimat sowie nationalen und kulturellen Klischees.' WOZ, Silvia Süess 'Selim Özdogan beschreibt, wie facettenreich Identität sein kann.' Nordwest Radio, Marike Deitschun 'hinreißend komisch' Kölner-Stadtanzeiger, Emmanuel van Stein 'Selim Özdogan ist eine Satire auf deutsche und türkische Klischees gelungen' SWR, Werner Witt 'Selim Özdogans Roman 'Wieso Heimat, ich wohne zur Miete' ist klug und unterhaltsam.' Badische Zeitung, Heidi Ossenberg 'Ernst und lustig, klug und naiv, poetisch und gewitzt skizziert der 44-jährige Wahlkölner den Weg eines jungen Mannes, der zwischen Integration, Reisepässen und Wurzeln immer wieder politisiert wird.' Kieler Nachrichten, Alev Doğan 'Witzig und klug räumt Selim Özdogan in seinem Buch mit kulturellen Verallgemeinerungen und Vorurteilen auf.' Domradio, Johannes Schröer 'Ein amüsantes Wechselspiel zwischen Deutschland und der Türkei. Räumt mit einigen Vorurteilen und Verallgemeinerungen mal ordentlich auf.' Buchkultur, Jorghi Poll 'ein unwahrscheinlich lustiges Buch. So lustig, dass man es ernst nehmen muss.' Tiroler Tageszeitung, Joachim Leitner 'Selim Özdogan erzählt erfrischend frech' Südtiroler Tageszeitung, Helmuth Schönauer
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  • Selim Özdogan - Wieso Heimat, ich wohne zur Miete

    Inhaltsangabe:


    Freiburg-Istanbul und zurück - Krishna Mustafa wird von Laura verlassen, weil er seine Identität noch nicht gefunden hat. Aber wer hat das schon? Doch Krishna lässt es auf einen Versuch ankommen. Kurz entschlossen tauscht er mit seinem türkischen Cousin das WG-Zimmer und zieht vorübergehend von Freiburg nach Istanbul.
    Über das Leben zwischen zwei Kulturen - Auf der Suche nach seiner Identität, der verlorenen Liebe und guter Schokolade beginnt für Krishna in der Türkei eine unvergessliche Reise. Neugierig auf das Leben und stets leicht zu begeistern taucht er in das turbulente und pulsierende Leben der Großstadt ein. Über seine Wurzeln weiß er ein halbes Jahr später zwar immer noch nicht mehr, dafür aber eine ganze Menge über die Türken und die Deutschen, über Erdogan und den Gezi-Park, über Moscheen und Starbucks, darüber, wie man mithilfe von Gebets-Apps zum guten Moslem und mithilfe des richtigen Haarschnitts zum Islamisten wird.
    Provokant, scharfsinnig und witzig - Faszinierend spielerisch, berührend und herrlich politisch unkorrekt erzählt Selim Özdogan vom Leben zwischen zwei Welten. In leichtem Ton bringt er dem Leser den Alltag in Istanbul aus zugleich deutscher und türkischer Sicht näher, schildert provokant, scharfsinnig und witzig die vermeintlichen Eigenheiten der Deutschen, der Türken und all derjenigen, die zwischen den Kulturen leben. Ein grandios kluger und grandios komischer Roman über die Menschen mit ihren Sehnsüchten, ihren Vorstellungen und Vorurteilen, ihren Konflikten und Leidenschaften. Ein Roman über das Leben selbst.


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    Meine Meinung:
    Ein sehr aufschlußreiches, interessantes Buch, das Einblicke gibt und damit hilfreich ist für die gegenseitige Völkerverständigung, manchmal ist es traurig und immer wieder stecken in Selim Özdogans Detailschilderungen so tiefgründige gesellschaftliche Analysen und so prägnante Beschreibungen von deutschen und türkischen Charaktereigenschaften. Mit einer leichten, lebendigen Sprache und selbstironischem Unterton führt uns der Autor durch eine Welt, die wohl noch wenigen bekannt sein dürfte. Gerade deshalb ist es ein gelungener Einstieg in ein aktuelles und teils brisantes Thema: die Eingliederung junger Deutschtürken in die deutsche Gesellschaft, sowie deren " Suche nach dem eignen Heimatgefühl" und der Frage "wo gehöre ich hin" und endlich einmal Einblick in die Widersprüchlichkeiten des türkischen Lebens unter den Rahmenbedingungen einer Hegemonialkultur, wo nicht das Drama (Unterdrückung, Zwangsheirat, Ehrenmord) im Vordergrund steht. Das Buch hat mich total begeistert. Und was mich am meisten fasziniert ist die Glaubwürdigkeit, mit der der Autor schreibt, er schafft dadurch auch einen mentalen Entlastungsraum für junge Migrantinnen, die noch mitten drin in der Bewältigung ihrer Doppelidentität stecken und gerade in der aktuellen Debatte, kann man es eigentlich nicht hoch genug hervorheben.
    Fast alles wirkt authentisch, nichts aufgesetzt und künstlich. Bei allen Übertreibungen vermittelte er immer wieder neue, spannende und wichtige Erkenntnisse. Die große Kunst von Selim Özdogan ist es, unterhaltsam zu schreiben ohne flach zu werden. Obwohl die Geschichte im Großen und Ganzen linear erzählt wird, kommt keine Langeweile auf. Besonders gut hat mir gefallen, wie Beobachtungen zu sehr eindrücklichen Bildern verdichtet werden.- Sehr zu empfehlen -

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