Bewertungen: unter 3 Sterne wird nicht bewertet?

  • "schlechte" Bücher gibt es ja in dem Sinne nicht, sondern nur Bücher die meinen momentanen Lesegeschmack nicht treffen

    Das gilt ja dann auch für den (von mir sehr gern und dir nicht gern gelesenen) Günter Grass. :):ergeben:

    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)


    Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)

  • Also ich bewerte alle Bücher die ich lese und wenn sie mir nicht gefallen haben, dann bekommen sie auch durchaus mal nur 2 Sterne oder sogar nur 1nen. Wobei ich mittlerweile auch so weit bin, dass ich Bücher abbreche, wenn ich gar nichts damit anfangen kann.
    Da ich aber ein recht gutes Gespür dafür hab, welche Bücher etwas für mich sind, kommt es so gut wie nie vor, dass ich ein Buch erwische, das ich wirklich schlecht bewerten muss und somit fast nur 3,4 und 5 Sterne Bewertungen bei mir zu finden sind (aber klar kann sich ein Buch mal als völlig anders als erwartet herausstellen oder sonst wie enttäuschen).

  • Ich habe einige Bücher in meinem Regal deswegen nicht bewertet, weil die Lektüre schon sehr lange zurück liegt, und ich mich entweder nicht mehr an sie erinnern kann oder nicht mehr sicher bin, ob ich sie heute noch so gut oder so schlecht bewerten würde, wie ich es damals tat. Ich denke, dass es auch vielen anderen Mitgliedern hier so gehen wird.

    Ich bin zwar noch recht neu hier, aber es geht mir ganz genauso mit meinem Bücherregal. Ich habe mich meiner Meinung lieber enthalten bevor ich eine falsche gute oder schlechte Bewertung abgebe, weil ich mich nicht richtig an das Buch erinnere.
    Ansonsen gehe ich bei meinen Bewertungen aber eher nach Gefühl, nicht so sehr nach Überlegungen zu einzelnen Gesichtspunkten wie z. B. Schreibstil. Ich bewerte eher danach welches Gefühl mir ein Buch beim Lesen vermittelt hat, wie lange es mich nach dem Lesen noch beschäftigt und wie oft ich lange danach noch zurück denke und mit welchem Gefühl. Ich weiss, das ist vermutlich eine sehr weibliche Herangehensweise, aber so handhabe ich das.
    Liebe Grüße

    "Die Stille stellt keine Fragen, aber sie kann uns auf alles eine Antwort geben." (Ernst Ferstl)

  • Ich weiss, das ist vermutlich eine sehr weibliche Herangehensweise, aber so handhabe ich das.

    Genau so handhabe ich es aber auch. OK, bin auch weiblich. Da sollten wir mal unsere männlichen Leser fragen, ob die auch nach Gefühl bewerten :)

    LG Drami


    *~* Ich sage euch: man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können. (Friedrich Nietzsche) *~*


    :study: Yuval Noah Harari - Eine kurze Geschichte der Menschheit
    Gelesen 2018: 16 (1): 5994 Seiten (526)


    Punktechallenge 2018: 155,26 Punkte

  • Da sollten wir mal unsere männlichen Leser fragen, ob die auch nach Gefühl bewerte

    Als Frauenversteher bewerte ich natürlich auch nach Gefühl. :loool:
    Spaß beiseite, irgendwie spüre ich problemlos wie ich ein Buch bewerte. Ich muss da auch gar nicht lange überlegen und ich schwanke eigentlich sehr selten und wenn dann höchstens wegen einem halben Stern.

  • Als Frauenversteher bewerte ich natürlich auch nach Gefühl. :loool: Spaß beiseite, irgendwie spüre ich problemlos wie ich ein Buch bewerte. Ich muss da auch gar nicht lange überlegen und ich schwanke eigentlich sehr selten und wenn dann höchstens wegen einem halben Stern.

    Hehe.


    Ich versuche nach dem Punkte-Prinzip der Oberstufe zu werten. Also von 0-15 Punkten, ds ist, glaueb ich, gerechter. Nur können drei Sterne dann sowohl 9, 8 oder nur 7 Punkte bedeuten. So muss ein 3***-Buch nicht unbedingt schlecht sein, man sieht halt nur die Bewertung in Form von Sternen. Im Kopf sieht es da bei mir aber folglich anders aus. Ich nehme Kriterien wie Gestaltung, Cover, Handlung, Thematik, Darstellung dieser, die Protagonisten, die Wirkung, wie lange mich der Text beschäftigt und aus all diesen Punkten und noch vielen mehr ergibt sich ein Gesamtbild. Und ich versuche, all das Gute und Positive zusammen zu kratzen, wenn alles nichts hilft, man soll schließlich immer mit dem Guten anfangen.

  • Ich weiss, das ist vermutlich eine sehr weibliche Herangehensweise, aber so handhabe ich das.
    Liebe Grüße

    Das hat nichts mit dem Geschlecht zu tun. ;)


    Ich gebe negative Bewertungen auch bei abgebrochenen Bücher. Warum auch nicht? Weil ich das Ende nicht kenne? Vielleicht ist die Schreibweise ganz gar fürchterlich, das nicht mal mehr die Story hilft.
    Ich habe jetzt z.B. "Der Thron im Diamant" abgebrochen. Fürchterliche Verherrlichung von Gewalt gegen Kinder, Dirnen sind sexgierig und die "Bösewichte" sind super dämliche aber natürlich trotzdem super gewitzte Gegner. :roll:

  • Hehe.
    Ich versuche nach dem Punkte-Prinzip der Oberstufe zu werten. Also von 0-15 Punkten, ds ist, glaueb ich, gerechter. Nur können drei Sterne dann sowohl 9, 8 oder nur 7 Punkte bedeuten. So muss ein 3***-Buch nicht unbedingt schlecht sein, man sieht halt nur die Bewertung in Form von Sternen. Im Kopf sieht es da bei mir aber folglich anders aus. Ich nehme Kriterien wie Gestaltung, Cover, Handlung, Thematik, Darstellung dieser, die Protagonisten, die Wirkung, wie lange mich der Text beschäftigt und aus all diesen Punkten und noch vielen mehr ergibt sich ein Gesamtbild. Und ich versuche, all das Gute und Positive zusammen zu kratzen, wenn alles nichts hilft, man soll schließlich immer mit dem Guten anfangen.

    Ich bewerte so gemischt..aber hauptsächlich nach Gefühl. Wie hat mir das Buch gefallen und wie würde ich persönlich das Buch bewerten? 5 Sterne oder auch 4 und 4,5 sind super, les ich gerne noch mal.
    Das Cover ist mir egal, hat für mich nix mit dem Buch, der Geschichte zu tun. Thematik des Buches such ich mir ja vorher aus, wenn ich mir das Buch hole. Was ich für mich werte, ist Hauptcharakter, ist die Geschichte vorhersehbar oder nicht, ist das Buch gut geschrieben, hab ich Spass/ Spannung beim Lesen? Tauch ich ab, geniess ich das Buch oder denk ich die ganze Zeit "Was für eine hohle Schippe?2 Was für ein Vollidit" oder so?
    Die Bewertung mach ich vorrangig für mich und da bin ich schon mal etwas toleranter bei schnell getroffenen Bewertungen, die nicht sauber argumentiert sind;)

  • So muss ein 3***-Buch nicht unbedingt schlecht sein,

    3 Sterne sind hier mehr als die Hälfte, also noch knapp über "durchschnittlich". Das ist für mich nicht schlecht.

    Gelesen in 2018: 7 - Gehört in 2018: 6 - SUB: 352


    "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)

  • 3 Sterne sind hier mehr als die Hälfte, also noch knapp über "durchschnittlich". Das ist für mich nicht schlecht.

    Das sehe ich auch so. Ab 2,5 Sternen abwärts sind bei mir die schlechteren bis schlechten Bücher angesiedelt.


    Ich versuche nach möglichst sachlichen Kriterien ( sinnvoller Aufbau, Glaubwürdigkeit - ich lese keine Fantasy-Romane :wink: - , Anschaulichkeit der Erzählung und realistische Ausgestaltung der Charaktere) zu werten. So kann es passieren, dass ein Buch, das mich total gefesselt hat, vier Sterne bekommt und ein anderes, bei dem einfach alles passt, fünf Sterne, auch wenn es nicht so leicht/schnell runterzulesen ist.

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • Na ja, bei Fantasy suche ich mir die Verknüpfungspunkte mit der realen Welt, um zumindest ansatzweise einen Bezug zur Glöaubwürdigkeit bewerten zu können. Und da ich nicht High Fantasy sondern nur Urban Fantasy lese, funktioniert das ganz gut.

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