Ursula Poznanski & Arno Strobel - Fremd

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Fremd

3.8|63)

Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 416

ISBN: 9783499270918

Termin: August 2016

  • Inhalt:
    Stell Dir vor Du bist zu Hause und auf einmal steht vor Dir ein Mann den Du nicht kennst. Was ist Dein erster Gedanke? Es muss ein Einbrecher sein und Du musst Dich verteidigen.
    Stell Dir vor Du kommst nach Hause und die Frau die Du liebst, kennt Dich nicht mehr, auch sind all Deine Sachen aus der Wohnung verschwunden und zudem geht sie auf Dich los wie auf einen Fremden. So geschieht das Joanna und Erik....


    Meine Meinung:
    Ich habe schon Bücher von Ursula Poznanski gelesen mit durchwachsender Begeisterung, auch Bücher von Arno Strobel, die mir gefielen. So lag es Nahe das ich den Thriller von beiden Autoren unbedingt lesen musste.


    Als Leser wird man zu Beginn direkt in die Geschichte rein geworfen. Kein Vorgeplänkel. Es beginnt mit dem ersten Kapitel und das zusammentreffen von Joanna und Erik. Dabei ist alles so gut beschrieben das ich selber ganz verwirrt war. Denn als Leser weiß man nicht wer lügt und wer die Wahrheit sagt und selbst wenn man sich auf eine Seite schlägt gibt es immer wieder Szenen im Laufe der Geschichte, die einen Zweifeln lassen. Egal wie sich man sich fühlt.
    Das macht einen Teil der Spannung aus, der andere Teil ist die Aufklärung des Ganzen. Warum erinnert sich Joanna nicht mehr an Erik. Sind sie wirklich verlobt und leben zusammen? Wer steckt dahinter. Was ist passiert und welche Motive gibt es dafür. Fragen über Fragen die ich mich beim lesen gestellt habe und die mich das Buch kaum zur Seite legen ließen. Ich wollte wissen wie es ausgeht, am Besten noch gestern.


    Die Figuren sind sehr authentisch auch wenn sie einem am Anfang noch fern bleiben. Doch ich denke auch das ist so gewollt. Schließlich soll man sich seiner Sache nicht so sicher sein.
    Joanna ist Fotografin und Tochter eines reichen Mannes. Sie kommt ursprünglich aus Australien und kennt nicht viele Leute in Deutschland. Sie ist verwirrt als sie merkt das sie den Mann nicht kennt und das obwohl er behauptet sie wären zusammen. Die Figur schafft es dieses Gefühl auch an den Leser zu transportieren.
    Nicht anders ist es bei Erik. Da die Figuren im Wechsel auftreten erlebt man beide Seiten und kann sich so in Beide hineinfühlen. So war ich mir mit der Zeit schon ziemlich sicher wer hier die Wahrheit sagt. Wobei das tun sie eigentlich Beide. Erik ist in einer größeren Firma in der IT und fühlt sich mit seinem Job wohl. Seine Ex nervt wohl ein wenig, aber auch darüber kann er hinweg sehen. Er hat eine beste Freundin, aber sonst konzentriert sich sein Leben so ziemlich auf die Arbeit und seine Beziehung.


    Es gab einen Punkt an dem ich geahnt habe was die Ursache für Joannas Vergessen ist, doch trotzdem war ich am Ende überrascht welches Ende diese Geschichte nimmt. Bis dahin passiert eine Menge. Es gibt viele aufregende Kapitel. Langweilig wird es nie und auch alle Fragen die ich mir zu Beginn stellte, waren am Ende geklärt. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Liebe Grüße
    Natalie

    www.mem-o-ries.de


    :study: Sterbegeld von Judith Winter


    Gelesen 2013: 231
    Gelesen 2014: 195
    Gelesen 2015: 185
    Gelesen 2016: 138
    Gelesen 2017: 122
    Gelesen 2018: 51


    SuB: 317

  • Danke für deine Rezi, @Natalie77. Ich bin schon total gespannt auf dieses Buch. Seit Samstag liegt es auf meinem Tisch und wartet darauf, gelesen zu werden, aber erst muss ich noch "Doctor Sleep" beendet. Dass es ein großartiges Buch ist, war klar und ich hab keine Sekunde daran gezweifelt, aber es freut mich sehr, dass du diese Vermutung bestätigst. Zwar kenne ich noch nichts von Arno Strobl, aber Ursula Poznanski ist einfach ein Qualitätsgarant!

  • Danke für deine Rezi, @Natalie77. Ich bin schon total gespannt auf dieses Buch. Seit Samstag liegt es auf meinem Tisch und wartet darauf, gelesen zu werden, aber erst muss ich noch "Doctor Sleep" beendet. Dass es ein großartiges Buch ist, war klar und ich hab keine Sekunde daran gezweifelt, aber es freut mich sehr, dass du diese Vermutung bestätigst. Zwar kenne ich noch nichts von Arno Strobl, aber Ursula Poznanski ist einfach ein Qualitätsgarant!

    Schön wenn ich Deine Lust auf das Buch noch ein wenig anfeuern konnte ;-) Ich wünsche Dir viel Spaß beim lesen

    Liebe Grüße
    Natalie

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  • Cover:
    Das Cover fand ich, als ich in der Verlagsvorschau auf das Buch stieß okay. Als ich das Buch dann in Händen hielt, erkannte ich erst das Zusammenspiel von Vorder und Rückseite, was mir richtig gut gefällt.


    Klappentext:
    Der Klappentext hat mich gleich angesprochen und drückt auch genau die Grundstimmung im Buch aus. Ich las den ersten Teil und dachte mir, dass es doch auf der Hand liegt, was los ist. Dann las ich den zweiten Teil des Textes und dachte genau das gleiche... nur mit einem völlig anderen Ergebnis.


    Inhalt:
    Denkt man anhand des Klappentextes, man weiß schon das gröbste, worum es in diesem Buch geht, täuscht man sich. Zu Beginn tritt nämlich genau die beschriebene Situation ein, nimmt dann aber Ausmaße und Verlauf an, mit denen ich nicht unbedingt gerechnet hätte und die mich absolut an das Buch fesselten.
    Auch wenn die Entwicklung der Geschichte manchmal etwas langsamer ist, bleibt doch immer diese unterschwellige Spannung, weil man einfach das große Ganze nicht zu fassen bekommt. Wäre nicht die Arbeit gewesen, hätte ich das Buch sicher am liebsten an einem Stück gelesen.
    Hinzu kommt, dass die beiden Autoren hier ein topaktuelles Thema verarbeitet haben. Durch ihren Thriller denkt man vielleicht auch noch einmal mehr über Ereignisse nach und versucht sie in einem anderen Licht zu betrachten. Sicher, das wird bei den meisten Lesern nicht unbedingt nötig sein, aber schaden kann es doch auch nicht.


    Charaktere:
    Im Mittelpunkt der Geschichte steht das vermeintliche Ehepaar, Joanna und Erik. Doch was hat es wirklich mit ihnen auf sich? Dazu möchte ich gar nicht allzu viele Worte verlieren, aus Sorge ungewollt zu viel zu verraten.
    Was ich aber sagen kann: Durch die Art, wie sie jeweils ihre Geschichte schildern fühlte ich mich beiden irgendwie verbunden, wenn es auch oft widersprüchlich scheint. Mit den Perspektivwechseln wechselte auch immer meine Einstellung zur Geschichte, bis ich an dem Punkt war, an dem ich selbst nicht mehr wusste was und vor allem wem ich nun glauben soll.


    Schreibstil:
    Die Autoren haben sich hier für wechselnde Perspektiven von Kapitel zu Kapitel entschieden. Immer im Wechsel kommen Joanna und Erik zu Wort. Dadurch schafft das Autorenduo eine Geschichte, die sich auf eine Weise entwickelt und jeweils auf die Sicht des anderen aufbaut, wie ich es bisher selten gelesen habe.
    Doch es wechselte nicht nur die Perspektive, sondern auch meine Einstellung und Vermutung zu der Geschichte, Erzählte Joana, glaubte ich ihr, ebenso wie ich auf Eriks Aussagen vertraute, während ich etwas aus seiner Sicht las.


    Fazit:
    Ein Verwirrspiel nicht nur für die Protagonisten, sondern auch für mich als Leser, dem ein allzu aktuelles Thema zu Grunde liegt. Absolut gelungen hinterließ es bei mir den Wunsch nach mehr solcher Thriller/Bücher.
     :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: (5/5)

  • Das macht einen Teil der Spannung aus, der andere Teil ist die Aufklärung des Ganzen. Warum erinnert sich Joanna nicht mehr an Erik. Sind sie wirklich verlobt und leben zusammen? Wer steckt dahinter. Was ist passiert und welche Motive gibt es dafür. Fragen über Fragen die ich mich beim lesen gestellt habe und die mich das Buch kaum zur Seite legen ließen. Ich wollte wissen wie es ausgeht, am Besten noch gestern.

    Ich liebe Bücher, die einen verwirren und total fesseln und wo nicht unbedingt Mord-und Totschlag im Vordergrund steht, sondern viel mehr psychologische Spannung. Es hört sich wirklich interessant an. Schreib ich mir auf meine ToRead-Liste :) Danke für die Rezi :)

  • Ich liebe Bücher, die einen verwirren und total fesseln und wo nicht unbedingt Mord-und Totschlag im Vordergrund steht, sondern viel mehr psychologische Spannung.

    Dann bist du hier genau richtig! :thumleft: Ich bin jetzt ungefähr bei der Hälfte angelangt, und ich kann es jeden Tag kaum erwarten, endlich weiterlesen zu können. Es ist unglaublich spannend und gut geschrieben. Von Arno Strobel kenne ich nichts, aber von Ursula Poznanski ist man ja auch nichts anderes gewöhnt. :wink:

  • und ich kann es jeden Tag kaum erwarten, endlich weiterlesen zu können.

    Das freut mich. Ich habe es mir nämlich in der Bücherei vorbestellt und bekomme es im Januar.

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study: 
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • Ich hoffe, es gefällt dir auch so gut, @€nigma. Mein Mann hat es nach 50 Seiten abgebrochen, weil er es stinkfad gefunden hat. Ich glaube allerdings, dass ist nur deshalb, weil er nicht dabeibleiben konnte. Er hat immer nur 2 - 3 Seiten gelesen und dann am nächsten Tag 5 - 6 Seiten usw. Wobei ich schon nicht verstehen kann, wie man bei diesem Buch immer nach so kurzer Zeit einschlafen kann!! :roll:

  • Als ich gesehen habe, das 2 Topautoren zusammen ein Buch rausgebracht haben, musste ich nicht lange überlegen ob ich dies lesen möchte.
    Die Kurzbeschreibung fand ich sehr interessant und spannend - ich war gespannt was die beiden aus dieser Geschichte gemacht haben.


    Anfangs fand ich alles auch noch sehr verwirrend und es machte richtig "Spass", da man nicht wusste wer von beiden denn nun recht hatte, wer das falsche Spiel spielte. Hier, Top - das war wirklich richtig gut gemacht!
    Allerdings muss ich sagen, war mir sehr schnell klar was wahrscheinlich wirklich dahinter stecken würde, so kam es dann auch.
    Leider fand ich das alles dann sehr an den Haaren herbei gezogen und war mir alles zu viel, ein bisschen weniger, wäre hier mehr gewesen. Das Ende fand ich dann auch nicht mehr ganz so stimmig, was sehr schade war, denn der Anfang lies wirklich sehr gutes hoffen.


    Trotz allem hat mir das Buch ein paar schöne und spannenden Seiten geboten, und da der Anfang wirklich richtig gut war, aber zum Ende das Buch eher mau würde, vergebe ich :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: .

    Es geht uns mit Büchern wie mit den Menschen. Wir machen zwar viele Bekanntschaften, aber nur wenige erwählen wir zu unseren Freunden.

  • @Nelly21 Das seh ich gleich wie du. Der Anfang war extrem spannend, schlüssig und gut geschrieben, aber je mehr sich die Geschichte dem Ende naht, desto übertriebener und unglaubwürdiger wird das Ganze. Und ja ... wie du sagst, auch vorhersehbar.


    Ich hab das Buch auch trotzdem mit 4 Sternen bewertet, weil es Alles in Allem eine spannende Unterhaltung ist und ich es gerne gelesen habe.

  • Das freut mich. Ich habe es mir nämlich in der Bücherei vorbestellt und bekomme es im Januar.

    Heute wurde ich darüber informiert, dass "Fremd" schon für mich bereitliegt. Morgen oder übermorgen werde ich es abholen, ich bin schon gespannt auf das Gemeinschaftswerk.

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    (Francis Bacon)
    :study: 
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  • Ich hoffe, es gefällt dir auch so gut, €nigma . Mein Mann hat es nach 50 Seiten abgebrochen, weil er es stinkfad gefunden hat.

    Ich habe heute mit "Fremd" angefangen und bisher 120 Seiten gelesen. Von "stinkfad" kann keine Rede sein. Allerdings kann ich mir auch vorstellen, dass man bei einem Tempo von 2-3 Seiten pro Tag nicht sehr gefesselt ist. :wink: 
    Im Moment habe ich diverse Theorien, in deren Mittelpunkt nicht unbedingt nur Joanna oder Erik stehen. Falls die Handlung noch "an den Haaren herbeigezogen" wird, stört mich das nicht besonders. Nach einem gerade beendeten etwas anspruchsvolleren Roman kann ich leichte und spannende Unterhaltung gut gebrauchen.

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study: 
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • Ich habe heute mit "Fremd" angefangen und bisher 120 Seiten gelesen. Von "stinkfad" kann keine Rede sein. Allerdings kann ich mir auch vorstellen, dass man bei einem Tempo von 2-3 Seiten pro Tag nicht sehr gefesselt ist.

    Da hast du recht. War wohl nicht der richtige Zeitpunkt für ihn. Vielleicht gibt er dem Buch noch eine Chance.


    Dir viel Spaß weiterhin damit!!

  • Ich habe bisher mit Ursula Poznanski sehr gute und mit Arno Strobel gute Erfahrungen gemacht, aber mit diesem Buch reicht es mir jetzt! [-( 
    Auf Seite 246 habe ich das Handtuch geworfen. Das ist ja kein glaubwürdig konstruierter Krimi, sondern eine verkappte Liebesgeschichte. Das völlig irrationale Verhalten der Protagonisten und ihre "Gefühlsachterbahnen" haben mich von Seite zu Seite mehr genervt.
    Ich habe dann noch die restlichen Seiten im Schnelldurchlauf durchgeblättert und mich in der Entscheidung zum Abbruch bestätigt gefühlt. Einfach nur abstrus!
    Dafür kann ich nur :bewertung1von5::bewertungHalb: vergeben. (1,5 Sterne, weil mir die ersten paar Kapitel noch gefallen haben, bevor es rasant abwärts ging.)

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    (Francis Bacon)
    :study: 
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • Sehr schade, @€nigma, aber irgendwie kann ich dich verstehen. Ich glaube, meine 4-Sterne-Bewertung waren auch in erster Linie Vorschusslorbeeren für Frau Poznanski. In Wirklichkeit ist das Buch echt eine Enttäuschung. Alles in allem gesehen. Der Anfang war wirklich spannend und gut aufgebaut, aber so ca. ab der Hälfte lässt es mit jeder Seite ein bisschen nach.


    Ich hab es heuer zweimal zu Weihnachten verschenkt und hoffe, dass die beiden nicht so enttäuscht sind! 8-[

  • Ich hab es heuer zweimal zu Weihnachten verschenkt und hoffe, dass die beiden nicht so enttäuscht sind!

    Das hoffe ich auch, sonst wäre es wirklich schade. Allerdings kann man Dir keinen Vorwurf machen, denn der Name Poznanski erweckt gewöhnlich hohe Erwartungen. :friends: Und es gibt ja auch Leser, die das Buch sehr gut bewerten, siehe weiter oben im Thread.

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  • Ich habe bisher mit Ursula Poznanski sehr gute und mit Arno Strobel gute Erfahrungen gemacht, aber mit diesem Buch reicht es mir jetzt

    Dem kann ich mich anschließen.


    Auf Poznanskis halte ich große Stücke, doch in weiser Voraussicht, habe ich nicht allzu viel von diesem Thriller, der in Kooperation entstanden ist, erwartet. Die Idee, die Geschichte aus zwei Perspektiven zu erzählen, finde ich toll. Gerade in diesem Fall, wo zwei Autoren am Werk sind. Jeder Autor übernimmt eine Perspektive und schon allein durch den unterschiedlichen Schreibstil hat man in der Tat das Gefühl, dass man zwei verschiedenen Protagonisten über die Schulter blickt. Jedoch ist dieser Thriller wirklich stinkfad! Es passiert einfach gar nichts und wenn etwas passiert, ist es so abstrus, dass man in der Tat nicht weiter lesen mag. So habe ich es letzten Endes auch gehandhabt: abgebrochen. Schade! :bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Ich schreibe ja selten einen Leseeindruck, aber diesmal muss es sein. Gerade weil es hier so zwiespältige Meinungen gibt - die ich teile. Auf der positiven Seite ist zu vermerken, dass mich das Buch fesseln konnte. Allerdings nur aus einem Grund - wie wollen die Autoren ihr Verwirrspiel glaubhaft auflösen? Und leider ist ihnen genau das meiner Meinung nach überhaupt nicht gelungen. Und obwohl zwei Autoren am Werk waren, war ich mir manchmal nicht sicher, aus wessen Sicht gerade erzählt wird. Das schaffen andere Autoren alleine deutlich besser.
    Alles in allem habe ich mich habe ich mich aufgrund des leicht zu lesenden Schreibstils und der teilweise spannenden Kapitel gut unterhalten gefühlt, gegen Ende wurde das Buch aber zunehmend unglaubwürdiger. Ich hatte mir mehr erhofft. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

  • Klappentext


    Stell dir vor, du bist allein zu Haus. Plötzlich steht ein Mann vor dir. Er behauptet, dein Lebensgefährte zu sein. Aber du hast keine Ahnung, wer er ist. Und nichts in deinem Zuhause deutet darauf hin, dass jemand bei dir wohnt. Er redet auf dich ein, dass du doch bitte zur Vernunft kommen sollst. Du hast Angst. Und du verspürst diesen unwiderstehlichen Drang, dich zu wehren. Ein Messer zu nehmen. Bist du verrückt geworden?


    Stell dir vor, du kommst nach Hause, und deine Frau erkennt dich nicht. Sie hält dich für einen Einbrecher. Schlimmer noch, für einen Vergewaltiger. Dabei willst du sie doch nur beschützen. Aber sie wehrt sich, sie verbarrikadiert sich. Behauptet, dich niemals zuvor gesehen zu haben. Sie hält dich offensichtlich für verrückt. Bist du es womöglich?


    Eine Frau. Ein Mann. Je mehr sie die Situation zu verstehen versuchen, desto verwirrender wird sie. Bald müssen sie erkennen, dass sie in Gefahr sind. In tödlicher Gefahr. Und es gibt nur eine Rettung: Sie müssen einander vertrauen...


    Meine Meinung


    Auf das Buch bin ich durch eine sehr begeistere Rezension im Tintenhain aufmerksam geworden.


    Die Geschichte beginnt genau mit der Situation im Klappentext und wird immer abwechselnd aus der Perspektive der beiden erzählt:


    ~ Joanna, die vor einigen Monaten aus Australien nach München gezogen ist, um sich dem autoritären Einfluss ihres Vaters zu entziehen
    ~ und Erik, der sich auf einen schönen Abend mit seiner Verlobten freut


    Die Sichtwechsel der beiden waren sehr gut gewählt. So konnte man immer nachvollziehen, wie schlimm die Situation für sie ist und was sie empfinden. Dadurch merkt man auch recht schnell, wer von den beiden Recht hat bzw. ein falsches Spiel spielen könnte und ich hatte auch schon bald eine Ahnung, wie das ganze zustande gekommen sein könnte.


    Anfangs wird natürlich jedes Detail von den beiden unter die Lupe genommen, was dieses Chaos aufklären könnte - ein bisschen schade fand ich, dass ein sehr leicht nachzuweisender Hinweis komplett außen vor gelassen wurde bzw. manches erwähnt und doch nicht wirklich verfolgt wurde. Zum Inhalt möchte ich nicht viel sagen, da ihr euch da wirklich überraschen lassen müsst. Es war für mich von Anfang an fesselnd, weil man einfach wissen will, was dahintersteckt und vor allem, wie die beiden damit umgehen.
    Ich konnte es kaum aus der Hand legen und war an manchen Stellen auch fast geneigt, den Text zu überfliegen, weil ich schneller vorwärts kommen wollte :)


    Ein sehr klarer Schreibstil lässt einen durch die Seiten fliegen und erhöht die Spannung enorm und hält sie auch die ganze Zeit über aufrecht. Die Aufklärung ... da hätte ich mir etwas anderes erwartet, war aber okay und vor allem schlüssig.


    Fazit 4 Sterne


    Ein gelungenes Gemeinschaftsprojekt der beiden Autoren mit einem sehr guten Szenario für einen Thriller, wie ich es mir vorstelle. Kein Krimi, kein Mord - sondern eine sehr ungewöhnliche und nervenaufreibende Suche nach der Wahrheit.


    © Aleshanee
    Weltenwanderer

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