David Lagercrantz - Verschwörung / Det som inte dödar oss

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Verschwörung: Millennium (4)

4|37)

Verlag: Random House Audio

Bindung: MP3 CD

Laufzeit: 00:10:00h

ISBN: 9783837131352

Termin: August 2015

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  • Handlung:
    Ein Mann der an einer revolutionären Software für Künstliche Intelligenz gearbeitet hat wird ermordet. Einziger Zeuge ist sein authistischer Sohn. Der Reporter Mikael Blomquist und die Hackerin Lisbeth Salander ermitteln auf ihre eigene Art und Weise und stoßen auf eine Spur die sowohl auf ein Verbrechersyndikat hinweist als auch ins innere der NSA führt...


    Teil einer Serie... Irgendwie...
    Verschwörung ist der vierte Teil der Millenium Serie. In Amazon wird er teilweise als vierte Band der Trilogie bezeichnet. So suspekt das klingt, irgendwie stimmt es auch. Der leider verstorbene Stig Larson schrieb die ersten 3 Bestsellter. David Lagercrantz wurde beauftragt diese Reihe fortzusetzen. Eine Aufgabe an der man eigentlich nur scheitern kann. Man sollte sich darüber im Klaren sein, ob man bereit ist diesem Buch eine Chance zu geben. Wer das Buch nur liest um es in der Luft zu zerreisen, findet garantiert Gründe um dies auch zu tun. Allerdings ist es auch kaum möglich Verschwörung völlig unvoreingenommen zu lesen/hören ohne Vergleiche mit den Vorgängern zu ziehen...


    Man kann den 4ten Band auch ohne die ersten 3 Teile lesen, und wird ihn verstehen. Allerdings tauchen viele Personen auf der "alten" Triologie auf. Diese sind nicht immer wichtig (Es entsteht manchmal der Eindruck von Name-Dropping), und der relevante Teil der alten Bücher wird hier nochmal erklärt. Allerdings ist es einfacher wenn man die alten Teile kennt... Und schon ist man wieder gezwungen den vergleich mit Stig Larson zu machen...


    Meinung:
    Die Story an sich ist gut erzählt. Es gibt viele Perspektivwechsel, die immer wieder für Spannung sorgen. Dabei bleibt trotzdem alles stets verständlich. Lagercrantz versucht hier gar nicht den Stil von Larson zu kopieren, und das ist auch gut so. Es liest/hört sich stets flüssig. Besonders der Spannungsaufbau vor dem Mord gelingt Lagercrantz richtig gut. Über die Geschichte will ich gar nicht zuviel schreiben - Sie ist gefällig, ein wenig technisch und lebt mit den (bekannten) Hauptcharakteren. Somit würde ich dem Buch :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: geben aber...


    zweite Meinung:
    ... leider schaffe ich es trotz aller guten Vorsätze nicht das Buch für sich alleine zu sehen. Grund hierfür sind vor allem die Hauptcharaktere, oder besser gesagt die für mich herausragende Figur der Lisbeth Salander. Lisbeth ist für mich eine der faszinierendsten Charaktere überhaupt. Bei Larson hatte sie auch eine zerbrechliche Seite, hier mutiert sie zur Superheldin. (Achtung leichte Spoiler) Früher war sie eine sehr gute Hackerin die mit Hilfe von einem Programm das ein anderer (Plaque) programmiert hat Zugriff zu Rechnern bekommt. Heute hackt sie sich mal eben in den NSA Zentralcomputer. Außerdem ist sie ein Mathe Genie, spielt hervoragend Schach, beschäftigt sich nebenbei mit Quantenmechanik (oder sowas ähnlichem), hat unglaubliche Reflexe, schafft es mit Authisten zu kommunizieren, ist sowohl Schutz als auch Racheengel, verarztet ihre Verletzungen selbst.... Sorry, das ist too much. Immer wieder gibt es im Buch Bezüge zu Marvel Comics und genau so fühlt sich die neue Lisbeth auch an - Wie eine Marvel Superheldin. Und weil Superhelden nur spannend sind wenn es Superschurken gibt wird hier auch gleich eine adäquate Gegenspielerin dazu geliefert. Nicht nur schön, nein, die schönste Frau der Welt deren Schönheit so sehr blendet das die gute vermutlich sogar im dunkeln leuchtet :wink: . Dabei ist sie einfach nur böse - vor allem auf Lisbeth die sie einfach nur vernichten will... Grundsätzlich ist so etwas für mich ja ok da ich Marvel mag, aber hier wird ein toller Charakter leider völlig unglaubwürdig. Deshalb gibt von mir nochmal einen satten Abzug... :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:


    Das Hörbuch:
    Kurz und knapp: Gut umgesetzt, mit Dietmar Bär nicht nur ein sehr guter Sprecher, sondern auch der gleiche Sprecher wie in der Original Trilogie. Ich hatte die gekürzte MP3 CD Version (10 Stunden, bei Audible gibts eine ungekürzte Version mit 16 Stunden), aber so gekürzt das man nie das Gefühl hat das etwas fehlt.


    Fazit:
    Selten habe ich mich so schwer getan eine Bewertung abzugeben. Einerseits ist Verschwörung ein gutes Buch, andererseits wird die beste Figur der Serie total überzeichnet. So schwanke ich zwischen 2,5 und 4 Sternen. Letzten Endes gebe ich dann :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb: , da der neue Ansatz auf Basis der alten Serie aus meiner Sicht recht gut gelungen ist. Das Ende lässt die Türe für einen weiteren Nachfolger mehr als nur offen und bei dem wäre ich dann auch bereit mich eher auf die "neue" Marvel-Lisbeth einzulassen. Wer die Serie aber genau so mochte wie sie war wird mit "Verschwörung" kaum glücklich werden, und sollte das Buch einfach ignorieren.

  • Vielen Dank für deine Rezi @Hörbuch-Freak
    Ich habe die Millennium Trilogie am Wochenende von einer lieben Arbeitskollegin zum Geburtstag geschenkt bekommen. Nachdem ich nun deine Rezi gelesen habe steht für mich fest, dass ich es bei den drei Büchern der Trilogie belassen werde. Ich habe ohnehin irgendwie meine liebe Mühe damit, dass Serien verstorbener Autoren von jemand anderem einfach weitergeführt werden. Deine Rezi bestätigt mir irgendwie meine Befürchtungen und so werde ich den vermeintlich vierten Teil der Reihe getrost ignorieren :wink: (ja ich weiss, ich habe ja noch nicht einmal die drei anderen Teile gelesen, aber wenn ich meiner Arbeitskollegin Glauben schenke (was ich auch tue), dann werde ich von Stieg Larssons Schreibe begeistert sein :wink: )

  • Wow... Habe gerade das neue Millennium Buch fertig und bin total begeistert.
    Das Buch ist flüssig geschrieben, eine Intelligente Fortsetzung der Millennium-Trilogie.
    Vor allem aber Superspannend, so das ich die letzten 300 Seiten am Stück lesen mußte und das Buch nicht aus der Hand legen konnte.

  • Ich nehme vorweg, dass ich nicht viel von diesem Buch erwartet habe - und dennoch hat es mich gut unterhalten.
    Lisbeth kam zwar viel zu spät vor in der Geschichte nach meinem
    Geschmack, aber dafür fand ich sie recht gut getroffen und habe ihre
    Erlebnisse gerne verfolgt.
    Der Schreibstil des Autors ist sehr actionlastig, was mich aber nicht so extrem gestört hat.
    Ich hatte von vornherein ja keinen Stieg Larsson erwartet.
    An sich eine spannende Story, ich habe mich gefreut die Charaktere wieder zu lesen...
    Daher empfehle ich das Buch auch gerne weiter .

  • Dieses Buch habe ich nun auch beendet und bin angenehm überrascht. Es hat meine Erwartungen bei weitem überstiegen, zumal es ja recht viel kritisiert wurde bzw. viele Leser es erst gar nicht lesen möchten. Der Autor hat sehr gute Arbeit geleistet, das Buch ist flüssig geschrieben und das letzte Drittel so spannend, dass man es gar nicht mehr aus der Hand legen kann. Man erfährt so Einiges über die Zwillingsschwester von Lisbeth, was in den vorherigen Bänden ja nicht der Fall war. Ich finde, dieser Teil der Geschichte gehört einfach dazu und sollte gelesen werden :wink: Der Schreibstil ist etwas - wie soll ich das ausdrücken ? - "kantiger" als der von Stieg Larsson, den ich etwas "geschmeidiger" fand. Aber ich glaube, man sollte die beiden Autoren eigentlich gar nicht vergleichen und David Lagercrantz einfach eine Chance geben.
    Ein paar Kleinigkeiten haben mich gestört und daher ziehe ich einen halben Stern ab und vergebe :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    ☆¸.•*¨*•☆ ☆¸.•*¨*•☆ La vie est belle ☆¸.•*¨*•☆☆¸.•*¨*•☆

  • Das Buch war für mich eigentlich die größte Enttäuschung in diesem Jahr. Aber nicht, weil der Autor versucht hat, das großartige Werk von Stieg Larsson fortzusetzen, denn das hat er, zumindest in den ersten zwei Dritteln, ziemlich super hinbekommen. Ich war positiv überrascht und hoch erfreut, vielen bekannten Hauptfiguren der Millenium-Trilogie wiederzubegegnen. Die Kern-Story war sehr interessant, gut recherchiert und ausgearbeitet, die Handlung rasant und fesselnd.


    Wenn da nicht das letzte Drittel wäre, bei dem ich einfach nur das Gefühl hatte, der Autor musste plötzlich ganz dringend fertig werden und da wurde irgendetwas zusammengeschustert. Da werden plötzlich Zeugen hergezaubert, die über so umfassende Hintergrundinformationen verfügen, dass - überspitzt gesagt - der/die Schuldigen fast ohne Beweislücke dingfest gemacht werden könnten. :roll: Da plaudert der Kommissar ausführlich mit einer Zeugin über Ermittlungsergebnisse #-o , damit beim Leser die letzten Unklarheiten ausgeräumt werden. Das Ende wirkte so konfus, als wenn der Autor auf Biegen und Brechen den Abgabetermin einhalten musste oder ihm das Ganze dann doch eine Nummer zu groß war. Das war nach dem überragenden Anfang eigentlich die größte Enttäuschung und daher gibt es von mir nur :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Liebe Grüße,
    Tine



    :study: Cornelia Wusowski - Elisabeth I.

    :study: Chris Carter - Der Kruzifix-Killer


  • Also mir ging es gerade umgekehrt nach dem lesen des Buchs. Ich hatte hier eher den Eindruck der Autor kam am Anfang nicht so richtig in die Gänge bzw. hat sich selbst mit den Handlungssträngen irgendwie verwirrt. Ab der Mitte des Buches (so ca. ab Seite 300) kam dann endlich wieder etwas mehr Spannung auf und die Geschichte hatte wieder einen Fluss.

    @ Studentine : Ich muss dir aber insofern recht geben, dass das am Ende rein von der Logik her schon etwas dünn bzw. weit hergeholt war u.a. mit dem Zeugen. Ich habe beim lesen immer gedacht "oh ok die Seiten werden immer weniger, da bin ich mal gespannt wie er das noch alles zu Ende bringen möchte".

    Was mich mehr gestört hat, war das die Protagonisten immer mehr überzeichnet werden d.h. Lisbeth zu einer Art "Superkillerin" mutiert und Blomkvist aller seiner journalistischen Fähigkeiten beraubt wurde.

    Insgesamt aber ein ordentliches, gutes Buch dass ich aufgrund zahlreicher negativer Kritiken aus meinem Umlauf dann doch mit einer gewissen Freude gelesen habe. Ich gebe dem Werk insbesondere für die zweite Hälfte knappe :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:


    LG


    Euer Oscar

  • Insgesamt aber ein ordentliches, gutes Buch dass ich aufgrund zahlreicher negativer Kritiken aus meinem Umlauf dann doch mit einer gewissen Freude gelesen habe.

    Das ist doch dann eigentlich schon wieder super, wenn man nicht allzu viel erwartet und dann positiv überrascht wird. :lol: Ich habe mittlerweile sogar den 5. Band als Hörbuch gehört, und so schlecht war er gar nicht.

    Liebe Grüße,
    Tine



    :study: Cornelia Wusowski - Elisabeth I.

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