Welche Bücher habt ihr abgebrochen? An welcher Stelle - und warum?

  • @Mikka Liest hat eine wirklich originelle Rezension geschrieben zu Tante Poldi und der schöne Antonio, so das ich neugierig wurde und mir den ersten Band auf den Reader holte.ä
    Leider muss ich sagen, ich fühle mich beim lesen bei soviel Lokalkolorit einfach nicht wohl, weder finde ich es originell noch humorvoll sondern einfach nur penetrant. Und wie ich auf Seite 181 schon wieder das Wort Hipersimply las, keine Ahnung wieso der Autor dies eingedeutscht hat :-k denn es heisst schlicht und einfach IperSympli (das wäre für den Verfasser ein "Muss" solche Eigenheiten richtig zu recherchieren und richtig zu schreiben) wird auch so gesprochen. Denn ansonsten lässt er unglaublich viele italienische Wörter in die Geschichte einfliessen (wohlgemerkt ohne Erklärung, oder Übersetzung, auch kein Glossar)
    Damit will ich nicht sagen das die Geschichten welche Mario Giordano erzählt schlecht sind, sicher sind sie für andere Leser amüsant und witzig. Jedoch ich muss passen.


    :lol: Habe grad selber etwas recherchiert wegen des Wortes "Hipersympli" und festgestellt das es in Spanien durchaus so gesprochen wird. Da hat der Autor sich wohl im Land geirrt :wink: Ich gucke mal ob ich eine E-Mail Adresse finde und werde ihn danach fragen.

    Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben, über die Sterne.

    Jean Paul

  • Sowas kann mich auch extremst nerven, vor allem, wenn ich mich in der Gegend auskenne, wo das Buch spielt :wuetend: Vor allem, wenn es Dinge sind, die man mit zwei Klicks via Google oder Wikipedia hätte rausfinden können.

  • Noch nicht abgebrochen - aber ich bin kurz davor.
    Dieses Buch ist ein Ärgernis :evil: 
    Unbestritten: Das Thema "Rassismus" ist wichtig. Aber in diesem Buch gibt es nichts zu entdecken, da wird einem
    alles um die Ohren geschlagen. Ein Drüber-Nachdenken entfällt, das wird uns abgenommen.


    Der Plot krankt an logischen Schwächen, und wenn ich dann noch Sätze lesen muss wie
    "Und jeden dicken schwarzen Tatbestand begleitet silbern aufblitzende Scham. ... Die Erzählstränge umschließen
    uns wie Seide aus einem Kokon." (S. 188) -
    also dann frage ich mich, ob das Leben nicht zu kurz ist, um das Buch zu Ende zu lesen ...

    1. (Ø)

      Verlag: C. Bertelsmann Verlag


    :study:George Saunders, Lincoln im Bardo

    :study:Robert van Gulik, Richter Di bei der Arbeit

    :musik:Rohinton Mistry, Das Gleichgewicht der Welt

  • Ein Drüber-Nachdenken entfällt, das wird uns abgenommen.

    das sehe ich gar nicht so, ich hatte massenhaft Gelegenheit bei diesem Buch und bei dieser Thematik nachzudenken. Schade, dass dir der Roman nicht zusagt, bricht es ab, denn anders wird es für dich wohl kaum noch. :wink:

    2018: Bücher: 120/Seiten: 46 347
    2017: Bücher: 190/Seiten: 77 472
    ------------------------------
    "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"
    Dalai Lama

  • Ein Drüber-Nachdenken entfällt, das wird uns abgenommen.

    Das ist mir bei Picoults Büchern schon öfter aufgefallen. Außerdem schwingen die Bücher, die ich von ihr gelesen habe, gern die Moralkeule, so dass ich sie nach ein paar Abbrüchen seit einigen Jahren ignoriere.

    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)


    Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)

  • nach ein paar Abbrüchen

    Oh! Das hier ist mein erstes Buch von ihr, und ich werde es auch zu Ende lesen.
    Ich befürchte allerdings, dass das Ende genauso klischeehaft ist.


    Ich habe die richtig interessanten Essaysammlungen von Thorsten Schneiders zu Rassismus gelesen und die genauso
    spannenden Bände von Mecheril und Melter.
    Drum habe ich mich auf das Picoult-Buch gefreut und gedacht: Au fein, das Ganze jetzt mal literarisch verpackt! Die Chance für das Problem!
    Vielleicht bin ich aus Enttäuschung so stinkig.

    :study:George Saunders, Lincoln im Bardo

    :study:Robert van Gulik, Richter Di bei der Arbeit

    :musik:Rohinton Mistry, Das Gleichgewicht der Welt

  • Die Erzählung Tante Poldi habe ich unter anderem abgebrochen, weil ich zu viel "Lokalkolorit"" nicht ertrage, siehe auch Post 501 (wobei mir die Peinlichkeit unterlaufen ist, dass ich Ipersimply falsch schrieb :uups: ) Dann schrieb ich Herrn Giordano eine E-Mail wegen des Wortes "Hipersimply" - und siehe da er hat sehr nett geantwortet.



    Also sehen wir es ihm nach :lol:

    Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben, über die Sterne.

    Jean Paul

  • Klappentext:
    Das Dresdner Villenviertel, vom real existierenden Sozialismus längst mit Verfallsgrau überzogen, schottet sich ab. Anne und Richard Hoffmann stehen im Konflikt zwischen Anpassung und Aufbegehren: Kann man sich vor den Zumutungen des Systems in die Dresdner Nostalgie flüchten? Oder ist der Zeitpunkt gekommen, die Ausreise zu wählen? Christian, ihr ältester Sohn, bekommt die Härte des Systems in der NVA zu spüren. Sein Onkel Meno Rohde steht zwischen den Welten: Er hat Zugang zum Bezirk »Ostrom«, wo die Nomenklatura residiert, die Lebensläufe der Menschen verwaltet werden und deutsches demokratisches Recht gesprochen wird. In epischer Sprache, in eingehend-liebevollen wie dramatischen Szenen beschreibt Uwe Tellkamp den Untergang eines Gesellschaftssystems.
    Ein monumentales Panorama der untergehenden DDR, in der Angehörige dreier Generationen teils gestaltend, teils ohnmächtig auf den Mahlstrom der Revolution von 1989 zutreiben.
    - Amazon


    Das Buch interessiert mich seit Erscheinen, aber bisher hat meine Bücherei es nicht angeschafft, und auf einem Flohmarkt wurde ich auch nicht fündig. Also habe ich die Hörbuchfassung mitgenommen, als sie in meiner Bücherei auftauchte. Keine gute Idee, denn gefühlte 100 Personen, die mit weiteren 100 gefühlten Personen verwandt, befreundet oder sonst wie verbandelt sind, überforderten mich. Als ich Mitte der zweiten CD immer noch keinen Durchblick hatte, habe ich abgebrochen. Ich sollte wohl doch beim gewohnten bleiben und ein Hörbuch nur dann hören, wenn ich die Printausgabe schon gelesen habe.


    Aber: Mit Sylvester Groth habe ich einen bisher unbekannten Vorleser erlebt, der sofort in die Riege meiner Lieblingssprecher aufgestiegen ist. Eine großartige Betonung, eine tolle Variation in Tempo und Stimmhöhe. Ich habe wirklich bedauert, ihm nicht weiter zuzuhören, aber vielleicht komme ich irgendwie an die Papierversion und leihe mir das Hörbuch dann ein paar Jahre später aus.

    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)


    Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)

  • Ich sollte wohl doch beim gewohnten bleiben und ein Hörbuch nur dann hören, wenn ich die Printausgabe schon gelesen habe.

    wenn Du es mit dem Printbuch nochmals versuchen möchtest, sag einfach Bescheid :wink:

    viele Grüße vom Squirrel

     :study: Viet Thanh Nguyen - Der Sympathisant
     :study: Norman Davies - Verschwundene Reiche (Langzeit-MLR)

     :study: Yuval Noah Harari - Homo Deus (Bücherwürmer-Langzeitprojekt)

  • Gerade habe ich das Buch »Drachenseele« bei ungefähr 30% abgebrochen. Auch vorher schon hatte ich irgendwann nur noch quergelesen, weil es einfach zu langatmig war. Dazu kamen Fehler und auch auch die Wortwahl passte oftmals nicht. Das Ganze wirkt einfach zu unreif. Für ein eigentlich unfertiges, schlecht korrigiertes und unlektoriertes Werk ist mir meine Lesezeit zu schade.

    1. (Ø)

      Verlag: Freiberufliche Autorin "Sabine Hentschel"


    "deine beschreiebung alleine lässt vermuten, dass es sich um schmöckerroman einzigartiger klasse handelt, nämlich übertriebenem bullshid, der mit der wirklichkeit keinene hinreichenden effekt auf die wirklichkeit erstreckt."(Simon Stiegler)
    Stimmt! Ich schreibe spannende Unterhaltungsliteratur, die den Leser aus der Wirklichkeit entführt, bis zum Ende gelesen wird und bei der der Leser am Ende fragt: Wann erscheint der nächste Band? Schreiben will halt gelernt sein

  • Ich mag Hübner normalerweise sehr gern, in diese Geschichte komme ich aber nicht rein. Es hat sich so gezogen, dass ich es gestern vorerst abgebrochen habe.

    "Wenn es mir schlecht geht, gehe ich nicht in die Apotheke, sondern zu meinem Buchhändler"
    (Philippe Djian
    )


    2017:
    gekauft 95/ gelesen 47/ SuB 238
    2018:
    gekauft: 34 /gelesen 22/ SuB 241
    Letzter Buchkauf : 12.06.2018

  • Klappentext:
    Jeder hat doch diese Momente im Leben, wo man sich denkt, dass mit den Eltern und der eigenen Familie doch nicht alles richtig sei. Spätestens nach einem Einblick in Pias Leben kann sich jeder sicher sein, wie anders die eigene Familie doch sein kann. Da bekommt das Wort "verrückt" glatt eine ganz neue Bedeutung!
    Mit viel Sarkasmus, Humor und Selbstironie findet man sich in der Welt eines typischen Teenagers mit ganz und gar untypischen Problemen wieder.


    Zitat

    Nachdem ich mich von allen verabschiedet hab und nach Hause bin, exekutierte mich meine Mutter dazu, den Sperrmüll rauszubringen.

    (Zitat von Seite 25 von 61) Ich war schon nach 10 Seiten kurz davor, abzubrechen, habe aber gedacht, ich geben dem Buch noch eine Chance. Aber da nach knapp der Hälfte der Seiten weder eine Besserung des schwachen Stils, noch ein roter Faden in Sicht ist, mag ich nicht mehr.

  • Ich habe dieses Hörbuch abgebrochen. Hierbei handelte es sich um die gekürzte Lesung.
    Dabei lag es gar nicht unbedingt an der Story, sondern eher an der Komplexität.


    Es wurde zunehmend "unübersichtlicher" und ich habe gar nicht mehr verstanden wer hier mit wem und wer gegen wem.
    Vielleicht hab ich auch momentan einfach keinen "Kopf" dafür, denn ich bin immer wieder abgeschweift.


    Das Buch hab ich auch noch auf den Reader, vielleicht probiere ich es damit nochmal, momentan ist mir allerdings die Lust zum Weiterhören bzw. Lesen vergangen.

    1. (Ø)

      Verlag: Random House Audio, Deutschland


    Wir brauchen Geschichten.
    Wer möchte denn nur ein Leben führen, wenn er das von vielen besuchen kann?
    Sabrina Qunaj - Das Blut der Rebellin

  • Ich weiß nicht welche Seite es genau war (vielleicht 70 oder so) aber ich mag diese überzogene Art nicht. Wobei ich schon die ganze Thematik (Schöhnheit bei Frauen und wann sie vergeht etc.) als doof empfinde. Da hilft es mir auch nicht das zumindest die Protagonistin sich keine Gedanken über ihr Äußeres macht. Sie ist einfach unsympathisch und ätzend.
    Zudem erinnert mich die Art des Buches stark an "Die entführte Prinzessin" und durch die habe ich mich komplett umsonst durchgequält. Ein zweites Mal brauche ich sowas nicht.

  • @Marie, ich meine genau das. Ich mag diese überzogenen Klischees nicht. Mir gefällt das Setting nicht und ich mag die Charaktere nicht.

  • Allein schon dieses Zitat reicht mir - bevor man anfängt, Bücher zu schreiben, sollte man erst mal seine Fremdwörter in den Griff bekommen. "Exekutieren" gibt hier schlicht und ergreifend keinen Sinn.

  • Ich habe gerade "Das Blaue Buch" von Erich Kästner abgebrochen, weil es auf dem Kindle absolut unlesbar ist. :cry: 
    Wenn man es mit Calibre öffnet, sieht es so aus, wie unten auf dem Screenshot, aber auf dem Kindle werden die blauen Kästchen am Rand nicht angezeigt. Da erscheint der Text aus den Kästchen einfach mitten im Text des Buches und reißt einen total raus.
    Das ist echt unlesbar. :thumbdown:


    Als ich gerade bei Amazon nach der ASIN geguckt habe, habe ich aber gesehen dass sie das eBook wegen "Erheblicher Qualitätsprobleme" zur Zeit aus dem Programm genommen haben ( klick mich ).
    Ja, das kann man wohl wirklich so bezeichnen... :-#


    Ich habe meins jetzt reklamiert und kaufe mir irgendwann eine nachgebesserte Version - die wird es ja wohl hoffentlich irgendwann geben.

    1. (Ø)

      Verlag: Atrium Verlag AG Zürich



  • Als ich gerade bei Amazon nach der ASIN geguckt habe, habe ich aber gesehen dass sie das eBook wegen "Erheblicher Qualitätsprobleme" zur Zeit aus dem Programm genommen haben ( klick mich ).
    Ja, das kann man wohl wirklich so bezeichnen... :-# 

    "Im Moment ist dieser Artikel nicht erhältlich. Dieses Buch ist zurzeit nicht verfügbar, da die vom Verlag gelieferte eBook-Datei erhebliche Qualitätsprobleme aufweist."


    Wenn es in Calibre richtig aussieht, liegt das Problem wohl eher bei der Firmware der Kindle-Reader. Eigentlich eine ziemliche Frechheit von Amazon, den Schwarzen Peter dem Verlag zuzuschieben.

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