Welche Bücher habt ihr abgebrochen? An welcher Stelle - und warum?

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  • Bildungsbürger

    Immerhin steckt in dem Wort "Bildung", und die gehört doch für Leute unserer Generation durchaus zu etwas, mit dem man sich schmücken kann. :) Sich mit "Bürger" zu identifizieren, ist da schon schwieriger. :-,

    Bücher sind auch Lebensmittel (Martin Walser)


    Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero)



  • Immerhin steckt in dem Wort "Bildung", und die gehört doch für Leute unserer Generation durchaus zu etwas, mit dem man sich schmücken kann. :)

    Eigentlich ja, aber ich habe das Gefühl, dieser Begriff wird mittlerweile eher scheel angesehen. Es ist schade, dass es heutzutage so aus der Mode ist, eine solide Allgemeinbildung zu haben. Die Spezialisierung ist sicherlich wichtig, hat aber dazu geführt, dass die meisten Unterhaltungen immer einseitiger und langweiliger werden. Das sieht man ja auch in den sozialen Medien: Zu 99 Prozent liest man nur Small Talk, oberflächliches, nichtssagendes und für mich meist völlig uninteressantes Geplausche. Womit wir wieder bei der Oma wären. Aber ich höre jetzt auf, auf ihr herumzuhacken. Sie ist immerhin schon 83 Jahre alt! :lol:

    :study: Gabriel García Márquez - Der Herbst des Patriarchen

    :study: Wassili Grossman - Leben und Schicksal

    :study: Egon Friedell - Kulturgeschichte der Neuzeit, Bd.1



  • Das muss natürlich mit einem fröhlichen Verriss gefeiert werden. :wink:

    Herzlichen Dank dafür. Made my day :lol: Holdrio!:totlach:

    Gelesen in 2021: 2 - Gehört in 2021: 1 - SUB: 480


    "Wenn der Schnee fällt und die weißen Winde wehen, stirbt der einsame Wolf, doch das Rudel überlebt." Ned Stark

  • In diesem Jahr habe ich tatsächlich nur ein einziges Buch abgebrochen, nämlich dieses Hörbuch hier. Das muss natürlich mit einem fröhlichen Verriss gefeiert werde

    Der „Verriss“ ist sehr amüsant zu lesen. Und somit hat er natürlich viel Applaus bekommen. Was mich jedoch etwas wundert - ich gebe es zu ohne mich irgendwie dafür schämen zu müssen, ein Hörbuch habe ich mir angehört, allerdings ist mir die Handlung nicht mehr präsent, und es bekam wohlwollende :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Nun gibt es jedoch sehr viele Mitglieder hier welche diese Omi köstlich finden, sich gut unterhalten fühlen und jedes Buch/Hörbuch lobend mit bis zu :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: bedenken.

    Wieso wehrt sich eigentlich niemand und stellt den eigenen Standpunkt klar, wieso diese Omi es wert ist gelesen/ gehört zu werden , was den Charme dieser Lektüre ausmacht und somit Einzug in viele Bibliotheken findet.


    Besteht wirklich eine unterschwellige Angst wenn man sich als Leser von dieser Lektüre outet:wink: in den Augen von Lesern welche einen andern Anspruch an Lektüre stellen, sich intellektuell nicht gleichwertig zu fühlen.

  • Warum sollte man sich da wehren ? Mir persönlich ist das echt egal ob andere User nun Oma Renate gut finden oder nicht. Das ändert doch nichts daran, dass ich sie gut finde. :mrgreen: Da muss und will ich niemanden "überzeugen" dessen Urteil doch eh schon längst gefällt ist. Ich finde auch nicht alle Bücher und Romanfiguren toll, die Andere toll finden. So ist das eben. Lesen und lesen lassen.

    Ich habe gerade heute Vormittag erst im Zitatefred etwas zu Oma Renate geschrieben. :) Ich habe keine Angst davor als nicht intellektuell genug eingeschätzt zu werden, nur weil ich Oma Renate lese und mag :lol: Auf solche Einschätzungen hab ich eh noch nie Wert gelegt.

    "Des Menschen größtes Verdienst bleibt wohl wenn er die Umstände so viel als möglich bestimmt und sich so wenig als möglich von ihnen bestimmen läßt."

    (Johann Wolfgang von Goethe in "Wilhelm Meisters Lehrjahre")

  • Warum sollte man sich da wehren ? Mir persönlich ist das echt egal ob andere User nun Oma Renate gut finden oder nicht. Das ändert doch nichts daran, dass ich sie gut finde. :mrgreen: Da muss und will ich niemanden "überzeugen" dessen Urteil doch eh schon längst gefällt ist. Ich finde auch nicht alle Bücher und Romanfiguren toll, die Andere toll finden. So ist das eben. Lesen und lesen lassen.

    Gut das ist auch eine Einstellung, das kann man akzeptieren.


    Allerdings hat sich diese Woche bei dieser Rezension Fitzek - Der Heimweg, genau aus dem Grund weil es einem andern Mitglied nicht egal war wie über das Buch geschrieben wurde, sich somit gewehrt hatte, eine lebhafte, interessante Diskussion entwickelt. Und niemand hatte das Bedürfnis andere überzeugen zu wollen, sondern der eigene Standpunkt wurde dargelegt. Davon lebt ein Forum - macht es lebendig - und es fühlt sich gut an.

  • Besteht wirklich eine unterschwellige Angst wenn man sich als Leser von dieser Lektüre outet :wink: in den Augen von Lesern welche einen andern Anspruch an Lektüre stellen, sich intellektuell nicht gleichwertig zu fühlen.

    serjena, was soll man denn über diese Oma-Bücher großartig diskutieren? Entweder man mag diese Art von Humor oder man mag sie nicht. Mit "intellektuell" hat das gar nichts zu tun. Ich kann zum Beispiel über Hape Kerkeling lachen, "intellektuell" ist der doch auch nicht (aber witzig). :lol:

    :study: Gabriel García Márquez - Der Herbst des Patriarchen

    :study: Wassili Grossman - Leben und Schicksal

    :study: Egon Friedell - Kulturgeschichte der Neuzeit, Bd.1



  • Besteht wirklich eine unterschwellige Angst wenn man sich als Leser von dieser Lektüre outet :wink: in den Augen von Lesern welche einen andern Anspruch an Lektüre stellen, sich intellektuell nicht gleichwertig zu fühlen.

    serjena, was soll man denn über diese Oma-Bücher großartig diskutieren? Entweder man mag diese Art von Humor oder man mag sie nicht. Mit "intellektuell" hat das gar nichts zu tun. Ich kann zum Beispiel über Hape Kerkeling lachen, "intellektuell" ist der doch auch nicht (aber witzig). :lol:

    Ich weiss gar nicht ob das Wort diskutieren das richtige ist, sondern wie es manchmal bei andern Büchern auch passiert; die Meinungen auseinander klaffen, seinen eigenen Eindruck darlegt.



    Du hast zwar diese Aussage relativiert, aber es ist genau wie in der Politik - der Politiker will sich politisch korrekt ausdrücken, :lol: aber einen kleinen Seitenhieb erlaubt er sich doch. Somit trifft man ganz fein, aber effizient ...

    Darum habe ich das Wort „intellektuell“ erwähnt.

    Früher, als ich noch gnadenlos war, hätte ich das als „Humor für Senile“ bezeichnet, aber mittlerweile bin ich natürlich politisch korrekter. Trotzdem verstört es mich einigermaßen, dass diese Plattheiten und dieses banale Geplapper einen so anhaltenden Erfolg haben können.

  • Allerdings hat sich diese Woche bei dieser Rezension Fitzek - Der Heimweg, genau aus dem Grund weil es einem andern Mitglied nicht egal war wie über das Buch geschrieben wurde, sich somit gewehrt hatte, eine lebhafte, interessante Diskussion entwickelt.

    Ach. Da muss ich auch mal reinschauen. Ich habe das Buch auch direkt nach Erscheinen gelesen und fand es wirklich gut.

    "I'm one with the force, the force is with me..." - Chirrut Imwe (Star Wars: Rogue One)

    俺は、お前を裏切らない - Ich werde dich nicht verraten

  • Du hast zwar diese Aussage relativiert, aber es ist genau wie in der Politik - der Politiker will sich politisch korrekt ausdrücken, :lol: aber einen kleinen Seitenhieb erlaubt er sich doch. Somit trifft man ganz fein, aber effizient ...

    Haha, serjena, Du hast mich durchschaut.:lol::friends:

    :study: Gabriel García Márquez - Der Herbst des Patriarchen

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    :study: Egon Friedell - Kulturgeschichte der Neuzeit, Bd.1



  • Allerdings hat sich diese Woche bei dieser Rezension Fitzek - Der Heimweg, genau aus dem Grund weil es einem andern Mitglied nicht egal war wie über das Buch geschrieben wurde, sich somit gewehrt hatte, eine lebhafte, interessante Diskussion entwickelt. Und niemand hatte das Bedürfnis andere überzeugen zu wollen, sondern der eigene Standpunkt wurde dargelegt. Davon lebt ein Forum - macht es lebendig - und es fühlt sich gut an.

    Ich weiss, ich tausche mich hier im BT sehr oft, eigentlich täglich, über Bücher aus :)



    @topic

    Noch nicht abgebrochen aber ich kämpfe damit. :geek: Das ist auch so langatmig. Thriller, nun ja... Das definiert wohl auch jeder anders. Na, mal schauen, ein bisschen halte ich noch durch, vom Plot her finde ich es interessant und würde schon gern wissen wie das endet bzw. was dahinter steckt.


    Beschreibung amazon

    Du glaubst, niemand erinnert sich an die Wahrheit? Du irrst dich ...
    Eine junge Frau steigt in einem kleinen englischen Dorf aus dem Zug. Ihre Tasche wurde gestohlen und mit ihr ihre Identität. Sie kann sich an nichts mehr erinnern. Noch nicht einmal an ihren Namen. Nur eines weiß sie noch: wo sie wohnt. Jetzt steht sie vor Tonys und Lauras Tür. Sie behauptet, dort zu leben. Die beiden behaupten, sie noch nie zuvor gesehen zu haben. Einer von ihnen lügt – und die Wahrheit ist so schockierend, dass sie das Leben der drei für immer zerstören könnte …

    "Des Menschen größtes Verdienst bleibt wohl wenn er die Umstände so viel als möglich bestimmt und sich so wenig als möglich von ihnen bestimmen läßt."

    (Johann Wolfgang von Goethe in "Wilhelm Meisters Lehrjahre")

  • Erstmal vorne weg, ich habe es noch nicht abgebrochen. Aber ich denke darüber nach und das hat mich selbst erschreckt. Denn eigentlich gehört Andreas Eschbach zu meinen Lieblingsautoren. Und die Idee, dieses Gedankenexperiment, welches die Grundlage zu diesem Buch bildet, klingt auch sehr interessant. Im Buch habe ich festgestellt, dass mich die Handlung auch dann fesselt, wenn es darum geht. Also wenn es um die NSA geht, die Komputertechnik und die Verbindung zu der Zeit des dritten Reichs. Andreas Eschbachs Schreibstil ist für meinen Geschmack ohnehin extrem gut, was er auch in diesem Buch wieder sehr gut belegen kann.


    Inzwischen bin ich aber bei etwas mehr als 50% angekommen und es geht leider schon seit längerer Zeit kaum noch darum. Stattdessen geht es in dem Handlungsstrang um Helen Bodenkamp seit etlichen Kapiteln und über 100 Seiten nur noch darum, wie sie ihrem Kriegsdeserteur Arthur hinterherschmachtet. Und in dem Handlungsstrang um Eugen Lettke scheint es ohnehin nur darum zu gehen, wie er Frauen zu seinem Amüsement findet und wie er vor allem den Frauen nachjagt, die ihn seinerzeit gedemütigt hatten.


    Das ist mir alles viel zu eintönig, wird viel zu oft wiederholt und zu breit ausgewalzt, so dass es mich nur noch langweilt. Dabei basiert das Buch doch auf einer sehr interessanten Grundidee, über die ich gerne viel mehr lesen würde. Es sträubt mich generell schon ein Buch abzubrechen, aber auch noch eines von Andreas Eschbach, das hätte ich nie für möglich gehalten.


    Wie gesagt, bisher habe ich noch nicht abgebrochen und habe noch Hoffnung, dass es wieder etwas interessanter wird. Allerdings schwindet die Hoffnung nach jedem Kapitel mehr. 8-[

  • Darum gehts:

    Er war »die Liebe ihres Lebens«. Als Maurice viel zu früh stirbt, verfällt Nora in einen Schockzustand. Im provinziellen Irland der Sechzigerjahre muss sie nun versuchen, ein selbstbestimmtes Leben als Frau und Mutter von vier Kindern zu führen. Sie sucht sich einen Job, färbt sich die Haare, um jünger auszusehen – ein Skandal in der Kleinstadt, in der jeder jeden kennt und sie auf Schritt und Tritt beobachtet wird. Nora, katholisch und gleichzeitig unkonventionell, sucht mit grimmiger Intelligenz neue Wege für sich und ihre Kinder. Vor allem aber wächst sie über ihre Rolle als Mutter und Witwe langsam hinaus. Colm Tóibín gelingt das Porträt einer Frau, die sich allen widrigen Umständen zum Trotz die Echtheit ihrer Gefühle bewahrt und so schließlich Unabhängigkeit erlangt. - Amazon


    Seit zwei Tagen versuche ich, dem Buch irgendetwas abzugewinnen, z.B. eine interessante Handlung - nach 70 Seiten ist noch nichts passiert. Sieht man davon ab, dass ein Ausflug nach Dublin mit zwei Söhnen, deren Alter ich nur erraten kann, bisher zu den Höhepunkten zählt.

    Oder eine Protagonistin mit Potenzial: Sie beschließt, ihr Wochenendhaus zu verkaufen. Sie kocht, sie putzt, sie wäscht. Im Gespräch mit einer Tante wird erzählt, dass Nora als Kind eine kleine Rebellin war. Eine Frau, die sich aus einem eigenwilligen Kind entwickelt, müsste Pep, Selbstbewusstsein und Mut haben. Statt dessen tritt sie auf als angepasste, auf ihr Bild in der Öffentlichkeit bedachte Frau und distanzierte Mutter ohne Sensibilität.

    Vor allem frage ich mich: Wo ist die Trauer? Und wenn sie nicht trauert, will ich wissen, warum.


    Möglicherweise bin ich zu ungeduldig, und meine Fragen werden im Lauf des Buches beantwortet. Dann ist es halt dumm gelaufen. Die Rezensionen und Kommentare hier im Forum ermutigen auch nicht zum Weiterlesen.

    Bücher sind auch Lebensmittel (Martin Walser)


    Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero)



  • Noch nicht abgebrochen, aber ich überlege schon.................ob ich es nicht abbrechen soll.............

    Also ich habe es jetzt doch zu Ende gelesen. Zum Schluss hat es noch die Kurve zum Unterhaltungswert bekommen. Aber mehr als drei gut gemeinte Sterne wird es nicht.

  • Bast Dieses BUch habe ich noch fertig gehört- Das Thema war zu interesant. Aber es hat wohl so manche Länge. Noch schlimmer fine ich es bei seinem neuen Buch "Eines Menschen Flügel". Da habe ich oftmals mit mir gerungen, ob ich abbrechen sollte. Obwohl auch hier die Idee meiner Meinung nach phantastisch ist.

  • Nach zwei Dritteln abgebrochen - dieses Buch ist nicht meins.

    Es hat viele Vorzüge, unbestritten, aber es packt mich nicht. Inzwischen habe ich gesehen, dass es ein Jugendbuch ist, aber es gibt jede Menge Jugendbücher, die ich mit großem Vergnügen gelesen habe.

    Mich stört die Haltung einer Protagonistin, dieses "Hoppla-jetzt-komme-ich!". 16 Jahre, frisch von der Schule geflogen, aber journalistisch so gut drauf, dass sie Interview-Fragen kurz vorher in ein paar Minuten zusammenklamüsert und natürlich die altgestandenen Mitarbeiter der Zeitung alle aussticht. Na ja, vielleicht gibt es so Naturtalente.

    Mit der Sprache kam ich auch nicht immer klar. Für meinen Begriff wird da zuviel "verkackt", zu oft ist einer "angepisst" etc., und wenn das mehrmals auf einer Seite passiert, stört mich das.

    Auch das Pathos hat mich gelegentlich gestört - da gerinnt immer wieder das Blut in den Adern, der Atem stockt, die Haare stellen sich auf etc.


    Die Vorzüge will ich gar nicht schmälern: das Thema Social Media, schwierige Familienverhältnisse, Selbstfindung, sex and crime - das spricht sicher viele Jugendliche an.

    Es ist eben einfach nicht das, was mich zum Weiterlesen bewegt.

    :study: John Burnside, What light there ist. (MLR)

    :study: Charles Dickens, Harte Zeiten. (MLR)

    :study: Andreas Izquierdo, Schatten der Welt.

  • Ich habe heute den neuen Fitzek bei 3 Stunden von 8,5 Stunden abgebrochen.

    Zitiere mich mal selbst aus dem ABS-Fred.


    ...

    Vielleicht liegt meine Nichtbegeisterung auch mit daran, dass ich mit den Protagonisten einfach nicht warm werde. Auch dieses Thema physische und psychische Gewalt in der Ehe (das ist kein Spoiler, das wird schon am Anfang genannt) ist nicht so meins. Mir tun Frauen leid welchen so etwas widerfährt aber ich muss das nicht in allen Einzelheiten hören. Mir fehlt auch einfach irgendwie der rote Faden in der Geschichte. Ich habe mich daher auch entschlossen, das Hörbuch nachher bei audible zurückzugeben weil ich auch merke, dass ich mich innerlich regelrecht dagegen sträube das anzumachen.

    ...

    Bei Fitzek bin ich eh immer hin-und hergerissen. Manche Bücher von ihm fand ich richtig Klasse, mit manchen kann ich nichts anfangen. "Der Heimweg" gehört leider zu letzteren.


    ich liebe audible dafür, dass die Rückerstattung des Guthabens bei Rückgabe eines Hörbuches immer ohne Probleme funktioniert. Man sollte das nicht überstrapazieren, ich habe das auch so oft noch nicht gemacht aber das ist schon eine tolle Sache :thumleft:

    "Des Menschen größtes Verdienst bleibt wohl wenn er die Umstände so viel als möglich bestimmt und sich so wenig als möglich von ihnen bestimmen läßt."

    (Johann Wolfgang von Goethe in "Wilhelm Meisters Lehrjahre")

  • 19 Kapitel und 169 Seiten, und ich hatte keine Lust mehr, mich mit Sex, Rauschzustände durch und Abhängigkeit von Vampirgift und toxischer Maskulinität auseinanderzusetzen. Die Handlung war völlig unstrukturiert, sprang von einem Thema zu nächsten, zwischendrin überlegte die Prota, welche männlichen Wesen in ihrem Umfeld sexy sind und auf sie stehen, warum sie keinen Sex mit ihnen haben kann/darf und dass sie unbedingt gegen ihre Vampirgiftsucht ankämpfen muss, nur um ihr gleich darauf zu erliegen. Hin und wieder dachte sie sogar an den Fall, an dem sie verbotenerweise arbeitete. Vielleicht hätte ich mich da noch durchgekämpft, denn es gab durchaus interessante Ansätze und auch die übernatürlichen Wesen, die sie beschreibt, entsprachen meinen von britischer Folklore geprägten Vorstellungen, aber allein schon der Faun, der ständig versucht, sie rumzukriegen und dem sie irgendwann auch erliegen wird :roll: sowie die Vampire, für die ein Nein eine reine Äußerung von Lauten ohne Sinn ist, fand ich unerträglich.

    Verführung Volljähriger zum Bücherkauf sollte nicht unter 5 Jahren Stadtbibliotheksmitgliedschaft bestraft werden!

  • 11% und aus.

    Der Inhalt klingt eigentlich ganz spannend, aber der Schreibstil... 2/3 Präsenz und der Rest verschwurbelte Vergangenheitsformen. Eine gewisse Poesie, die von vielen amazon-Rezis beschrieben wurde, kann ich dem nicht absprechen, aber ein poetischer Psychothriller? Ich hatte bereits bei den ersten paar Prozent das Gefühl, der Protagonist hätte Drogen genommen...

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