Welche Bücher habt ihr abgebrochen? An welcher Stelle - und warum?

  • Hallo ihr Lieben,


    ich bin eine Leserin, die sich auch schonmal von einem BücherTreffler, dessen Rezensionen ich im Durchschnitt gut finde, von einem Buch abraten lässt, wenn ich vorher schon nicht genau wusste, ob das was für mich ist oder ob es sich lohnt.
    Mich würde deshalb interessieren, welche Bücher ihr abgebrochen habt und ganz wichtig, an welcher Stelle (direkt am Anfang, in der Mitte, oder habt ihr euch doch länger gequält?) und warum?
    Ich gehöre selber zur Leserschaft, die da ganz strickt mit umgeht. Packt mich ein Buch nicht, lege ich es recht schnell zur Seite.


    Ich mag halt gern bei manchen Büchern schon vorher in etwa wissen, was auf mich zukommt und ob ich das Buch trotzdem kaufe oder eben nicht. Und hier in diesem Thread werde bestimmt nicht nur ich profitieren von erfahrenen Lesermeinungen unserer BücherTreffler. Was natürlich nicht heißen soll, dass dem Folge getragen werden soll/muss. Jeder kann das ja für sich entscheiden, aber oftmals sind genaue Erklärungen zum Warum ganz hilfreich, finde ich.

  • Ich habe noch nicht viele Bücher abgebrochen, aber eins, daran werde ich mich immer erinnern.


    Irene Dische - Großmama packt aus


    Nach nur 10 ! Seiten konnte ich es nicht mehr ertragen, diese negativen Äußerungen über Juden.
    Ich reagiere da sehr allergisch und im Thread gebe ich auch genau an, warum ich es abgebrochen habe.
    Das Buch wurde kontrovers diskutiert und ich hätte gern noch mehr Meinung zum Buch gehabt.


    Das ganze ist jetzt 9 Jahre her und sicher bin ich nicht mehr ganz so "strickt" mit dem Abbruch von Büchern, aber dieses Buch ist ein rotes Tuch für mich und ich würde es auch nicht nochmal freiwillig zur Hand nehmen.

  • Ich gehöre zu denen, die eigentlich nie Bücher abbrechen. Ich lese mir immer sehr ausführlich Rezensionen durch, bevor ich ein Buch kaufe, und wenn ich dafür Geld ausgegeben habe, möchte ich es auch beenden. :roll: Außerdem bin ich jemand, der IMMER wissen muss, wie eine Geschichte endet - egal ob Buch, Film oder die Erzählung eines Freundes. :lol:


    Es gibt bisher nur zwei Bücher, bei denen ich "pausiere". Das heißt, ich habe erstmal abgebrochen, will es aber irgendwann noch mal probieren und beenden.
    Das eine ist "Moby Dick". Das habe ich vor ca. 3 Jahren begonnen, dann aber nach 120 Seiten wieder weggelegt. Es war einfach viel zu ausführlich beschrieben, und ich hatte mich auf eine Story mit einem Wal gefreut, das Wasser war zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht mal in Sicht. :uups: Vor ein paar Wochen hab ich es im Rahmen der Leserunde hier noch mal versucht, bin aber nicht weitergekommen als damals. Ich habe aber fest vor, es in ein paar Wochen noch mal zu versuchen - diesmal lese ich einfach da weiter, wo ich aufgehört habe. :wink:
    Das andere Buch ist "Bockmist" von Hugh Laurie, dem Darsteller aus der Serie "Dr. House". Ich hatte eine sehr lustige Geschichte erwartet, aber so wirklich konnte es mich zu dem Zeitpunkt nicht fesseln. Ich hab nach etwa 40 Seiten abgebrochen, aber auch dem Buch will ich noch mal ne Chance geben, wenn ich Lust dazu habe.

    Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen. Kurt Tucholsky :wink:


  • 1. Herr der Ringe auf Seite 133 nachdem ich beim dritten Versuch immerhin schon mal so weit gekommen bin, aber ich finde das Buch einfach nur stinklangweilig und absolut öde. Einen weiteren Versuch es zu lesen lasse ich bleiben, da ich es auch nicht geschafft habe die Filme zu sehen. Da bin ich schon beim ersten Teil nach 20 Minuten eingeschlafen, weil ebenfalls langweilig.
    Fazit: HdR und ich sind nicht kompatibel.


    2. Sternenstaub von Adam Roberts auf etwa Seite 60. Das Buch ist ebenfalls einfach nur langweilig, uninteressant und der Hauptprotagonist unsympathisch. dazu ist das Ganze noch so eine Art Briefroman, in dem die Briefe an einen Stein gerichtet sind.



    3. Tharkarun- Krieger der Nacht von Chiara Strazzulla. Bei dem Buch habe ich immerhin etwa ein drittel, ca. 300 Seiten geschafft. Aber da es eine größere Anzahl Protagonisten gibt, die den verschiedensten Rassen angehören und alle schwer zu merkende Namen hatten musste ich auf fast jeder Seite im Personebregister nachsehen, welche Name nun zum welchem Typen gehörte und das nervte mich einfach. Denn kein Name oder kein Charakterzug lässt sich so einfach einem Volk zuordnen. Außerdem ging mir das Ganze zu langsam voran.

  • Mich würde deshalb interessieren, welche Bücher ihr abgebrochen habt und ganz wichtig, an welcher Stelle (direkt am Anfang, in der Mitte, oder habt ihr euch doch länger gequält?) und warum?

    Ich habe schon relativ viele Bücher abgebrochen, seitdem ich keine "Pflichtlektüre" (Schule, Studium) mehr habe. Mir ist die verbliebene Lebenszeit, die sich immerhin jeden Tag um 24 Stunden verkürzt, zu schade, um mich durch ungeliebte Bücher zu quälen.
    Normalerweise versuche ich aber immer, mindestens 50 Seiten zu lesen, bzw. bei Büchern mit mehr als 500 Seiten entsprechend mehr (ca 10%), damit ich mir halbwegs ein Urteil bilden kann.
    Das letzte Buch, das ich abgebrochen habe, war "Verschwörung" von David Lagercrantz (nach Stieg Larsson). Ich habe es bereits nach etwa 30 Seiten abgebrochen, weil mir der Erzählstil nicht zusagte, der Inhalt (bis dahin) mir unglaubwürdig erschien und ich überhaupt keine Assoziationen zur Millenniumstrilogie entwickeln konnte.
    Ich schreibe grundsätzlich zu jedem Buch, das ich (an)gelesen habe, einen Kommentar im Büchertreff, also auch zu den abgebrochenen Büchern.

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • Ich bin einer von denen, die zu doof dafür sind, Bücher abzubrechen. Irgendwie habe ich bis heute nicht gelernt, wie das geht. Ich lese meist die ersten 50-100 Seiten und auch wenn mir ein Buch nicht gefällt, lese ich es i.d.R. durch, da ich trotzdem wissen möchte, wie es weiter geht. Kann es nicht ertragen, dass ich ein Buch im Regal stehen habe, und nicht weiß, wie es endet. Es gibt eine ganze Reihe von Büchern, die ich hätte vielleicht abbrechen sollen aber leider habe ich es nicht.

  • Dieses Buch habe ich abgebrochen, da der Buchtitel irre führend ist.
    Es geht nicht darum was Sterbende bereuen, sondern darum wie selbst verblendet Bronnie Ware ist und wie grossartig sie sich selbst sieht. :thumbdown:

    Es gibt bekannte Dinge und unbekannte Dinge und irgendwo dazwischen gibt es die Doors.
    Ein Freund ist jemand, der dir völlige Freiheit gibt, du selbst zu sein.
    :love: Jim Morrison :love:

  • Ich bin jemand, der normalerweise jedes Buch bis zum Ende liest, weil ich schon öfter die Erfahrung gemacht habe, dass sich ein Buch noch zum Positiven, Interesanten, Guten enwickelt, auch wenn der Start lahm oder merkwürdig war.


    Bei dem angehängten Buch bin ich allerdings schon seit Monaten unschlüssig: Breche ich ab oder beiße ich mich bis zum Schluss durch? Die Geschichten sind so banal, der Schreibstil so platt und bemüht, das Buch dazu mit Rechtschreibfehlern durchsetzt, dass es wehtut. Alfred Bekker ist ein Vielschreiber, aber schreiben kann er nicht. Zum Glück habe ich mir dieses Kompendium danals für 0 € "gekauft". Es sind 4281 Seiten und bislang bin ich nicht einmal bei 50 %. Seit zwei Jahren lese ich schon daran und weiß einfach nicht, ob ich noch weiterlesen soll oder nicht. Die Geschichte ist langweilig erzählt, die Charaktere sind farblos und die Sprache unter aller... . Trotzdem lese ich weiter und kann nicht einmal begründen, warum.


    Das ist allerdings das einzige Buch, bei dem ich immer mal wieder zum Abbruch tendiere..und es dann doch nicht tue.


    Ansonsten lese ich Bücher - auch schlechte - bis zum Schluss, weil ich doch neugierig bin, wie die Geschichte ausgeht.

  • Ich gehöre zu denen, die eigentlich nie Bücher abbrechen. Ich lese mir immer sehr ausführlich Rezensionen durch, bevor ich ein Buch kaufe, und wenn ich dafür Geld ausgegeben habe, möchte ich es auch beenden. Außerdem bin ich jemand, der IMMER wissen muss, wie eine Geschichte endet - egal ob Buch, Film oder die Erzählung eines Freundes.

    So geht es mir auch, ich lese auch immer erst die Rezensionen durch. Und wenn ich doch mal ein Fehlkauf mache, lese ich tapfer das Buch zu Ende.


    Das einzige Buch das ich mal für ein Jahr oder so "pausieren" lassen habe, war Biss zum Ende der Nacht. Damals fand ich den ersten Band noch gut, aber dann hat es nachgelassen. Ich konnte nie so richtig mit der Reihe warm werden. Ich stehe nicht auf so ein Kitsch, nachspionierende Freunde und langweilige Protagonisten. Aber weil es alle gelesen haben, musste ich das auch lesen. Gruppenzwang halt 8)

    Wäre ich die, die ich gerne sein möchte,
    dann wäre ich die, die ich nicht bin.
    Hier bin ich, wo ich sein muss,
    wo ich gerne wäre, kann ich nicht sein.

  • Das Leben ist zu kurz, um es mit schlechten Büchern zu verbringen. Daher breche ich relativ schnell an, aber nicht immer aus denselben Gründen:


    1. Wenn mich ein Buch nicht auf den ersten 50-100 Seiten berührt, packt, fesselt - wie immer man das nennen will - lege ich es weg, oder wenn die Geschichte absolut langweilig ist und sich hinzieht. Bei Krimis lese ich manchmal die letzten Seiten noch, um zu erfahren, wer der Täter ist.


    2. Wenn ich Fehler entdecke, die mich stören. Damit meine ich nicht so sehr die Druckfehler, sondern sachliche Fehler, immer wieder vorkommende sprachliche Schnitzer oder schlechte Übersetzungen.


    3. Wenn es einfach die falsche Zeit für ein bestimmtes Buch ist - meist wegen eines privaten oder persönlichen Bezugs -, breche ich es zwar in diesem Moment ab, behalte es aber im Auge, um es später zu lesen. Das passierte mir vor einigen Tagen mit diesem ausgezeichneten Buch.

    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)


    Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)

  • Normalerweise versuche ich aber immer, mindestens 50 Seiten zu lesen, bzw. bei Büchern mit mehr als 500 Seiten entsprechend mehr (ca 10%), damit ich mir halbwegs ein Urteil bilden kann.

    Ja, so handhabe ich dass generell auch. Ich gebe inzwischen sogar einem Buch durchaus eine Chance bis zu 150 Seiten, wenn ich irgendwie das Gefühl habe, da könnte noch was kommen.



    Ich bin jemand, der normalerweise jedes Buch bis zum Ende liest, weil ich schon öfter die Erfahrung gemacht habe, dass sich ein Buch noch zum Positiven, Interesanten, Guten enwickelt, auch wenn der Start lahm oder merkwürdig war.

    Rigoros abbrechen tue ich nur Bücher, wo ich mich auf den ersten 30 Seiten schon so quäle und für die 30 seiten tagelang brauche und einfach merke, dass es nicht mehr geht. Aber wenn es zäh oder schleppend ist, lege ich es auch mal für "später" beiseite.

  • Eigentlich versuche ich es durch die sorgfältige Auswahl der Bücher, die ich mir zulege, schon im Voraus zu vermeiden, dass mir ein schlechtes Buch unterkommt. Hin und wieder breche ich dann aber ein Buch dann dennoch mal ab.


    Die Stellen, an denen die Entscheidung fällt, dass ich das Buch nicht zu Ende lesen werde, sind aber immer an ganz unterschiedlich. Manchmal breche ich schon nach wenigen Kapiteln ab, wenn es mich wirklich gar nicht packt; manchmal nach ungefähr einem Drittel, wenn ich bemerke, dass die Geschichte sich nicht so entwickelt, wie ich es mir vorgestellt habe und manchmal auch erst nach über der Hälfte, wenn ich dann einsehe, dass mir das Buch nicht so gut gefällt wie es vielleicht bei den vielen positiven Rezensionen der Fall war, die bei mir eigentlich eine Grundvoraussetzung dafür sind, dass ich mir ein Buch überhaupt zulege.


    Früher habe ich Bücher nie abgebrochen (ich bin halt Schwabe und wenn wir für etwas bezahlt haben, dann wollen wir es auch auskosten :lol: ), mittlerweile sehe ich es aber auch eher so, dass mir meine Zeit zu kostbar ist, um sie mit Büchern zu verbringen, die mir nicht gefallen.

  • Ansonsten lese ich Bücher - auch schlechte - bis zum Schluss, weil ich doch neugierig bin, wie die Geschichte ausgeht.

    Das habe ich ein Mal gemacht - mit "Kurve im Nebel" von Ivan Southall. Ich habe mich hindurch gequält und bereue es bis heute. Die ganze Zeit habe ich in der Hoffnung weiter gelesen, dass doch irgendwann noch mal etwas kommen müsse, ein Knall oder so. Aber es endete, wie es angefangen hatte und hat mir nur meine Lebenszeit gestohlen. Wie gut, dass das Buch nicht mehr zu haben ist.


    Seitdem habe ich mir angewöhnt, Bücher abzubrechen, bevor ich mir das Weiterlesen antue. Allerdings bin ich auch dazu übergegangen, gerade bei Autoren, die ich nicht kenne, mir erst einmal die Leseprobe durchzulesen. Das verhindert oftmals das Schlimmste. Oft habe ich es schon bereut, wenn ich mich nur auf Empfehlungen verlassen und die Leseprobe nicht genutzt habe. Insbesondere bei Selfpublishern, die ich in letzter Zeit vermehrt lese, gehe ich mittlerweile sehr, sehr kritisch vor, denn es gibt zwar wirkliche Perlen darunter, aber auch etliche, die aus verschiedenen Gründen meine Zeit nicht wert sind.
    Und wenn ich neuerdings im Buchhandel vor der Auswahl stehe und mich ein Buch optisch zum Kauf animiert, ich den Autor aber noch nicht kenne, lese ich erst einmal Seite 1 und dann Seite 99. Überzeugen die mich nicht, wird es gar nicht erst gekauft.


    Bücher, die ich abgebrochen habe und definitiv auch nicht weiterlesen werde:
    - Hexe sucht Besen von Simone Dietze - das Buch ist mittlerweile aus dem Verkauf genommen worden
    - Wie meine Mutter von Nancy Friday - eigentlich ein gutes Buch, in dem ich mich bis zu einem gewissen Grad wiedergefunden habe und das mir psychologisch sehr geholfen hat. Ab einem gewissen Punkt traf es aber nicht mehr auf mich zu und wurde uninteressant
    - Die Tränen der Prophetin von Jocelyne Godard - mit dem Schreibstil kam ich überhaupt nicht klar. Das Buch war in Frankreich wohl ein Bestseller. Ich fand es einfach nur furchtbar und habe nicht mal die Hälfte geschafft.

    Meine Leserunde zu meiner Erotik-SciFi-Trilogie »Homo Serpentes« geht mit dem zweiten Teil weiter. Einfach mal hier hineinschauen :loool:

  • da ich trotzdem wissen möchte, wie es weiter geht.

    In solchen Fällen lese ich quer oder (bei Krimis), die letzten Seiten, auf denen man die Auflösung findet.

    Bei dem angehängten Buch bin ich allerdings schon seit Monaten unschlüssig:

    Liest Du dann nebenbei etwas anderes oder bremst Dich das Buch dann so aus, dass Du gar keine Lust mehr zum Lesen hast?

    Eigentlich versuche ich es durch die sorgfältige Auswahl der Bücher, die ich mir zulege, schon im Voraus zu vermeiden, dass mir ein schlechtes Buch unterkommt.

    Das versuche ich auch, vor allem, wenn ich ein Buch kaufe. Experimente mache ich nur noch bei der Onleihe. Wenn mir ein Buch nicht gefällt, lösche ich es gleich vom Reader und habe weder Zeit noch Geld verloren.

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • Hallo, @€nigma !


    Nein, ich lese andere Bücher als Hauptbücher und dieses nur nebenbei und auch nur dann, wenn ich in der Stimmung dafür bin. Manchmal habe ich das Bedürfnis nach banalem Lesestoff, bei dem Hirnausschalten angesagt ist, und dafür ist dieses Buch dann gut geeignet.


    Herzliche Grüße
    Buchfresser

  • Ich erlaube mir die Ausführungen von @Marie zu übernehmen, denn diese sind im wesentlichen die gleichen welche bei mir ebenfalls zum Abruch eines Buches führen.


    Nach 100 Seiten muss ich mir nämlich eingestehen dass es nicht der richtige Zeitpunkt zum lesen des preisgekrönten Buches von Frank Witzel ist. Obwohl ich darf sagen es fasziniert mich, regt das Kopfkino ungemein an, allerdings ist er auch etwas anstrengend.

    Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben, über die Sterne.

    Jean Paul

  • Es kommt sehr selten vor, dass ich ein Buch anfange zu lesen und dann mittendrin aufgebe. Das letzte Mal passierte das bei "Das Loch in der Schwarte" von Mikael Niemi, ein SciFi-Werk, das so verworren ist, dass man schon nach wenigen Seiten nicht mehr weiß, was das alles überhaupt soll.

  • Ich muss gestehen, ich bin eine Leserin, die ein Buch schnell zur Seite legt. Das nächste wird wohl dieses sein, obwohl es durchaus gut bewertet wurde. Bin auf Seite 38 und ich lese jetzt genau noch 50 Seiten und wenn es mich dann nicht gepackt hat, kommt es in die "verkaufen Tüte". Ich quäle mich nie durch ein Buch, dafür ist mir meine Zeit zu schade und viele andere tolle Bücher wollen gelesen werden.

    "Wenn es mir schlecht geht, gehe ich nicht in die Apotheke, sondern zu meinem Buchhändler"
    (Philippe Djian
    )


    2017:
    gekauft 95/ gelesen 47/ SuB 238
    2018:
    gekauft: 49/gelesen 29/ SuB 243 / aussortiert 6
    Letzter Buchkauf : 10.09.2018

    "Der 13. Brief"- Lucie Klassen 1. Band

    "Die Gaben des Todes" Martin Krüger 1. Band

  • Ich lege Bücher nur sehr, sehr ungern halbgelesen zur Seite. Selbst wenn es mich langweilt, möchte ich mich nicht geschlagen geben, sondern es "besiegen" indem ich bis zum letzten Punkt durchhalte :uups: Ich habe einige Bücher, die pausieren und irgendwann eine zweite Chance bekommen.
    Bei diesem habe ich allerdings, wenn ich mich richtig erinnere, nicht mal das erste Kapitel geschafft. Trotz der vielen guten Rezis, gingen mir bei jedem einzelnen Satz die gleichen Gedanken durch den Kopf "hab ich genau so schon zig mal gelesen", "unispiriert", "kenn ich längst", "ich weiß genau, worauf das rausläuft", "laaaangweilig", "echt jetzt? noch ein Klischee?"
    Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch oder es war der falsche Zeitpunkt, jedenfalls war ich nach wenigen Seiten so genervt, dass ich das Buch noch am selben Nachmittag in ein offenes Bücherregal befördert habe und auch heute keinerlei Lust verspüre, es nochmal aufzuschlagen.

    O:-) "Lieber Gott, wenn ich groß bin... weiß ich dann alles?"


    2018 gelesen: 11 gehört: 7 aktiver SUB: 74

  • Früher habe ich auch nie ein Buch abgebrochen, sondern lieber wochenlang dafür gebraucht und mich durchgequält. Diese Zeiten sind zum Glück vorbei und ich verschwende meine Zeit nicht mehr mit Büchern, die mir nicht gefallen. Wenn einem das Essen nicht schmeckt, isst man es nicht. Wenn das TV-Programm Mist ist (also in 99% der Fälle :wink: ), schaltet man um. Warum sich also mit schlechten Büchern beschäftigen?


    Schon ganz am Anfang habe ich z.B. folgende Bücher abgebrochen. Da habe ich sofort gemerkt, das ist nichts für mich:
    Paolo Bacigalupi - Biokrieg
    Michael Marshall Smith - Geklont
    William Golding - Herr der Fliegen
    Tobias O. Meißner - Hiobs Spiel 1
    Tess Gerritsen - Leichenraub
    John King - The Football Factory


    Bei manchen hab ich auch länger gelesen und darauf gewartet, dass noch etwas passiert, was mich dazu animieren könnte weiterzulesen. Grundsätzlich war hier sogar einiges in Ordnung und es war nichts ganz Mieses, aber es hat einfach nicht gepasst. Dies waren z.B.:
    Thomas Raab - Still
    Catherine Jinks - Teuflisches Genie
    Trudi Canavan - Sonea 1


    Am meisten wurmt mich noch dieses Buch hier. Den ersten Teil fand ich noch richtig genial, aber ich habe zu lange gewartet um den zweiten Teil zu lesen. Ich hatte leider völlig den Faden verloren, wusste fast nichts mehr und habe dann entnervt abgebrochen obwohl es mir wahrscheinlich sogar gefallen hätte:
    Veronica Roth - Die Bestimmung 2: Tödliche Wahrheit


    Was ich überhaupt nicht kenne, ist, dass es der falsche Zeitpunkt für ein Buch ist. Entweder ich mag es oder ich mag es nicht.

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