C. M. Spoerri - Die Ratten von Chakas

Die Ratten von Chakas

4.3 von 5 Sternen bei 3 Bewertungen

Band 5 der

Verlag: C. M. Spoerri

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 380

ISBN: 9783000497155

Termin: Juli 2015

  • Fazit:


    Oha, das Buch war wirklich schon zu lesen, vom Anfang bis zum Ende. Ich habe auch einfach immer so mit den einzelnen Charakteren mitgefiebert und gehofft, dass alles gut geht. Es war wirklich spannend und macht mir mega Lust auf Band 2.


    Klappentext:


    "Die sechzehnjährige Mica ist es gewohnt, für das zu kämpfen, was sie zum Überleben auf der Straße braucht. Sie steht am Rande der Gesellschaft von Chakas. Ihr Leben ist geprägt von Armut, Hunger und Angst. Doch nicht zuletzt dank ihrer magischen Kräfte, die nach und nach in ihr erwachen, kann sie es meistern. Alles, was ihr etwas bedeutet, ist ihr jüngerer Bruder Faím. Das Schicksal stellt sie jedoch auf eine harte Probe, als Faím von ihr getrennt wird, während sie selbst dem geheimnisvollen Dieb Cassiel in die Hände fällt, der sie in seine Gilde mitnimmt. Ist es der Beginn eines besseren Lebens? Wird es Mica gelingen, sich in den Kreisen der Diebe eine Stellung zu erkämpfen? Und wie soll sie ihren Bruder wiederfinden, der gerade selbst das Abenteuer seines Lebens erfährt?"


    Bewertung:


    Mica ist eine starker Charakter, die sich sehr für ihren Bruder einsetzt. Sie kämpferisch begabt, besitzt Magie und hat mehr Gehirn als so manch anderer, der nur zu stolz ist, was anderes einzusehen. Mit Cass stößt sie da leicht an ihre Grenzen, dieser lässt sie oft vor Wut schnauben. Nach einer Zeit finde ich das Gezanke und angezicke der beiden echt niedlich. Ich mag Mica von Anfang an und ihre Art.


    Faim dagegen ihr kleiner Bruder, ist schwächlich und kränklich. Daher war er bisher in der harten Welt zu nicht allzu viel zu gebrauchen. Er wurde eher hin und her geschubst und von seiner Schwester beschützt. Ich finde aber, er wird leicht von seiner Schwester unterschätzt und nach und nach in eine Schublade gesteckt, wo er sich auch nicht selber raus traute. Es wurde ihm ja auch jahrelang eingetrichtert. Mit Faim habe ich eher in seinen eigenen Abschnitten Probleme, er ist eben noch ein Junge. Aber nach einer kurzen Zeit ist mir auch dieser ans Herz gewachsen.


    Cass verschließt sich eher vor den Menschen. Besonders vor denen, die er mag. Er kann das aber teilweise ganz gut kaschieren. Außerdem ist er im Umgang mit Mica schon leicht aufbrausend, aber auch gefühlvoll. Ich mag ihn gerne, auch wenn er nach seiner Meinung auch eine dunkle Seite hat.


    Und dann ist da noch Nathen. Über ihn und seine Vergangenheit erfahre ich erstmal nicht viel. Und genau das ist auch umso spannender. Am Anfang halte ich ihn für nicht so nett. Nach kurzer Zeit hat er aber sein wahres Gesicht hinter der Maske gezeigt, welches aber auch grausam sein kann. Aber er ist eben nicht nur so und hat seine Geheimnisse.


    Die Kapitel sind mal aus der Sicht von Mica, mal von ihrem Bruder Faim und mal von einer dritten Person Names Nathen geschrieben. Besonders interessant finde ich die Gedanken von Faim und Mica und wie sie sich über den anderen Sorgen machen.
    Am Anfang mochte ich Faims Abschnitte nicht so gerne. Er war ja noch ein Junge. Aber nach und nach konnte ich mit ihm anfreunden. Genauso war es auch bei Nathen. Ich wollte einfach ihn überspringen. Aber auch bei ihm war ich schon nach kurzer Zeit fasziniert.


    Ich finde das Buch auch sehr spannend. Bis zum Ende hin, konnte ich das Buch nicht mehr wirklich aus der Hand legen. Ich wollte einfach erfahren, wie geht es weiter und was verbergen die Personen.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Die Greifen Saga - Die Ratten von Chakas ~ C. M. Spoerri


    Sternensand Verlag
    380 Seiten


    Inhalt:
    "Die sechzehnjährige Mica ist es gewohnt, für das zu kämpfen, was sie zum Überleben auf der Straße braucht. Sie steht am Rande der Gesellschaft von Chakas.
    Ihr Leben ist geprägt von Armut, Hunger und Angst.
    Doch nicht zuletzt dank ihrer magischen Kräfte, die nach und nach in ihr erwachen, kann sie es meistern.
    Alles, was ihr etwas bedeutet, ist ihr jüngerer Bruder Faím.
    Das Schicksal stellt sie jedoch auf eine harte Probe, als Faím von ihr getrennt wird, während sie selbst dem geheimnisvollen Dieb Cassiel in die Hände fällt, der sie in seine Gilde mitnimmt. Ist es der Beginn eines besseren Lebens?
    Wird es Mica gelingen, sich in den Kreisen der Diebe eine Stellung zu erkämpfen? Und wie soll sie ihren Bruder wiederfinden, der gerade selbst das Abenteuer seines Lebens erfährt?"
    ~~~~~~~~~~~~~~~~~


    Meinung:


    Die zwei Geschwister Mica und Faím wachsen größtenteils unterirdisch auf. Sie gehören seit ihre Eltern verstorben sind zu einer Gruppe von Dieben, die in den Kanälen unter Chakas ihr Unwesen treiben.
    Während Mica als ältere Schwester sich stets dazu berufen fühlt sich um ihren Bruder Faím zu kümmern, so hat dieser ganz andere Probleme.
    Als Mica nach einem "erfolgreichen" Auftrag in die Kanalisation zurück kehrt, hat ihr Anführer, ein Kerl namens Nager, ihren Bruder schon ins Nirgendwo gejagt.
    Eine verzweifelte Suche beginnt, doch sie scheint aussichtslos.


    Als wäre die Hoffnungslosigkeit nicht genug, muss sich Mica auch noch mit dem unverschämt gutaussehenden Cassiel und seiner Diebesgilde herumschlagen...
    ~~~~~~~~~~~


    Ich bin mit relativ hohen Erwartungen an dieses Buch herangetreten - und wurde eigentlich weitestgehend auch nicht enttäuscht.


    Zum Schreibstil der Autorin lässt sich sagen, dass sie sich in meinen Augen enorm weiterentwickelt hat.
    Ich habe ja ihre Folgeromane, wie Emilia, Conversion oder Unlike zuerst gelesen und dieses frühere Werk zeigt mir, wie sehr ich den neuen Stil schätze.


    Das Buch ist noch immer leicht und flüssig zu lesen - aber mir fehlt die Nähe. Der "reale" Hauch, den ich von ihren anderen Büchern kenne. (Ja, den gibt's auch in Fantasy Büchern, ich kann es leider nur nicht genau ausdrücken.)
    Vielleicht liegt es nur am ersten Band, wer weiß.
    Ich hoffe es wird besser mit Band Zwei - und das ich den lesen werde steht außer Frage.
    Erzählt wird das Ganze aus drei Perspektiven:
    Man erfährt die Geschichte von Mica, die von Faím und einem Kerl namens Néthan, dessen Bedeutung ich noch nicht einordnen kann.


    Unter Micas rotznäsiger Aufmüpfigkeit verbirgt sich eine starke, intelligente, junge Frau, die leider selten elterliche Nähe kennengelernt hat und vielleicht deshalb oft auf sich selbst aufpassen muss.
    Ihre Perspektive ist insofern spannend, dass sie dem Leser diese innerliche Zerrissenheit offenbart:
    Was hat Priorität?
    Die Suche nach ihrem Bruder?
    Die Aufnahme in die Diebesgilde?
    Oder doch ihre aufkeimenden Gefühle für den hartgesottenen Cassiel?


    Faím hingegen sah ich mit seinen 14 Jahren eigentlich kaum in der Lage eine großartige Geschichte zu erzählen. Und doch entführt uns seine Sicht der Dinge auf die offene See. Hin zum rauen Leben als Schiffsjunge, hineingezogen in die Machenschaften von Meerjungfrauen.
    Ich bin gespannt wie es weitergeht.


    Und zum Schluss bleibt da Néthan. Ein Magier, wie Mica.
    Der junge Anführer der Sandschurken wirft mir Fragezeichen an den Kopf.
    Ich verstehe leider auch am Ende von Band Eins noch nicht, wie er ins Bild passt - mal abgesehen davon, dass er der Einzige ist, der mit seiner Truppe bisher einen Greifen gesehen, gefangen und transportiert hat.


    Für mich war die Greifen Saga bis dato ein wenig unspektakulär, mir fehlte irgendwie die Action, aber das kommt bestimmt noch, da bin ich optimistisch.


    Fazit:
    C. M. Spoerri's Welten sind immer groß!
    Es gibt viel zu entdecken und massenhaft Schlüsse zu ziehen.
    Band eins der Greifen Saga bietet einen hübschen Auftakt zu etwas viel größerem.
    Die Geschichte selbst ist schön zu lesen, doch den Charakteren fehlt ein bisschen Tiefe und der Story etwas Spannung.
    Aber die Magie von Altra, die Meerjungfrauen, Greifen, erwähnte Seeschlachten und die romantische Beziehung haben viel Potenzial.


    Ich vergebe 4 von 5 ⭐️ Sterne, da ich mich, trotz der kleinen Kritikpunkte, beim Lesen sehr wohl gefühlt habe.