Markus Heitz - Die Rückkehr der Götter

Affiliate-/Werbelink

AERA - Die Rückkehr der Götter

3.8|12)

Verlag: Knaur TB

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 784

ISBN: 9783426518618

Termin: November 2015

Anzeige

  • Kurzbeschreibung:
    Im Jahr 2019 herrscht eine neue Weltordnung: Die Götter kehren auf die Erde zurück. Alle Götter – bis auf einen. Während Odin, Zeus, Manitu, Anubis, Shiva und Co. sich ihre alten Kultstätten zurückholen und ihre Anhänger um sich scharen, warten Christen, Moslems und Juden vergeblich. Die einst mächtigsten Religionen der Welt werden bald als bedeutungslose Sekten belächelt. Mit »AERA - Rückkehr der Götter« hat Markus Heitz einen neuen Kosmos geschaffen - ein großes Vergnügen für alle Fans von düsterer Spannung und filmreifer Action! (Quelle: Verlagswebsite)


    Autor:
    Markus Heitz, geboren 1971, studierte Germanistik und Geschichte. Kein anderer Autor wurde so oft wie er mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet, weshalb er zu Recht als Großmeister der deutschen Fantasy gilt. Mit der Bestsellerserie um "Die Zwerge" drückte er der klassischen Fantasy seinen Stempel auf und eroberte mit seinen Werwolf- und Vampirthrillern auch die Urban Fantasy. Markus Heitz lebt in Homburg. (Quelle: Verlagswebsite)


    Allgemeines:
    „Aera. Die Rückkehr der Götter“ erschien 2015 zuerst als eSerie in 10 Teilen. Das Taschenbuch wurde im Anschluss im November 2015 bei Knaur veröffentlicht.
    Es umfasst 784 Seiten, gegliedert in einen Prolog mit einem kurzen Abriss der Geschehnisse zwischen 2012 und dem Jahr der Handlung 2019, sowie 9 Episoden. Angegliedert ist ein umfangreiches Glossar über die verschiedenen Gottheiten, sortiert nach der Reihenfolge ihrer Erwähnung in der Story. Die Erklärungen stammen aus der Wikipedia.


    Inhalt:
    Es geschah. Von einem Tag auf den nächsten waren sie wieder da: Götter. Und zwar die alten Götter. Jene, welche die Bibel mit »Du sollst neben mir keine anderen Götter haben« meinte - und deren Existenz die Heilige Schrift der Christen niemals in Abrede stellte.
    Interpol-Ermittler Malleus Bourreau ist Atheist geblieben in einer Welt, in der es vor Göttern nur so wimmelt. Und er ist gut in seinem Job, denn er hat keinen Respekt. Nicht vor Menschen und nicht vor Göttern. Sein aktueller Fall fordert ihn allerdings: Wertvolle Artefakte aus den verschiedensten Kulturen sind verschwunden und die Diebe gehen dabei buchstäblich über Leichen. Wie hängen die Gegenstände zusammen? (Quelle: Verlagswebsite)


    Meine Meinung:
    Ich muss es gleich vorweg nehmen: ich bin total begeistert über Heitz' neueste Einfälle. Alle Götter sind auf die Erde zurückgekehrt und existieren mehr oder weniger friedlich nebeneinander her. Natürlich kommt es aber immer wieder zu Eifersüchteleien und auch Übergriffen zwischen ihren Anhängern und den Gottheiten selbst. Um solche Verbrechen aufzuklären, ist Malleus Bourreau (zum Henker, was für ein Hammer, der Mann... Sorry, der musste jetzt einfach sein.) von Interpol genau der Richtige. Bekennender Atheist mit dunkler und geheimnisvoller Vergangenheit. Das alles erzählt mit Heitz' bekannt tiefschwarzem Humor... einfach großartig.


    Bei allem Humor und Action regt der Meister der Dark Fantasy aber auch immer wieder mal zum Nachdenken an und meiner Meinung nach kann man da schon deutliche Religionskritik rauslesen. Nur mal so als kleines Beispiel:

    Zitat von Heitz

    „Die europäische Menschheit hatte es dennoch geschafft, sich in Konfessionen aufzuspalten, Abtrünnige hervorzubringen und sich auch wegen eines Gottes untereinander abzuschlachten. Man brauchte gar keine anderen Religionen, um sich umzubringen.“

    Spannend auch immer wieder von den Gemeinsamkeiten der Religionen und diversen Kulte zu lesen. Das alles aber natürlich gar nicht trocken, sondern mit schwarzem Humor, Sarkasmus und auch ganz viel Action gewürzt – das ist Heitz von seiner besten Seite.


    Malleus ist ein richtiger Actionheld mit einer extrem zwielichtigen Vergangenheit, die zwar stückweise ein bisschen umrissen wird, aber bisher wird nur wenig verraten von seinem Leid und großen Verlusten, die ihn zu dem Mann machten, der er heute ist. Dass ihm in bester Bond-Manier das ein oder andere verführerische weibliche Wesen unterkommt, von denen er sich allerdings recht erfolgreich fernhält, erscheint da nur passen. Nicht zuletzt lässt auch der Autor irgendwann den Namen „Moneypenny“ fallen. Was der „Assistenzermittlerin“ Lagrande allerdings nicht wirklich gerecht wird. Sie ist der „normale“ Pol in dieser Geschichte – zumindest meistens.
    Dann gibt es da auch noch einen ominösen Schatten von Bourreau, der sich zu seinem Schutzengel aufgeschwungen hat und dessen Herkunft und Motive ziemlich unklar bleiben und der mich stellenweise auch ein bisschen genervt hat. Aber für Spannung in der Story sorgt er allemal.
    Apropos genervt: nervig waren ständige Wiederholungen in den Formulierungen. Mag sein, dass die nicht so auffällig sind, wenn man nur alle 4 Wochen eine Episode liest, aber so am Stück fand ich extrem störend. Vor allem Malleus‘ Lieblingsgeste „er strich sich mit Daumen und Zeigefinger über die Enden seines Fu-Manchu-Bartes“ ging mir irgendwann richtig auf den Zeiger.


    Aber das ist Nörgeln auf relativ hohem Niveau, auch wenn es dafür einen Stern Abzug von mir gibt und somit „nur“ :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: . Ansonsten ist das wirklich ein Buch nach meinem Geschmack. Das Ende ist ein gutes „Staffelende“ (wie es ja auch in der eBook-Serie bezeichnet wird) und macht viel Lust auf die nächsten Abenteuer. Ich freu mich drauf und hoffe, der Autor spannt uns nicht zulange auf die Folter!


    Fazit:
    Ein Buch nach meinem Geschmack, in dem sich alte Gottheiten tummeln und Religionskritik mittels tiefschwarzen Humors daher kommt. Dazu ein sehr cooler Ermittler und actionreiche Fälle. Lesenswert!
    :thumleft:

    Gelesen in 2019: 17 - Gehört in 2019: 14 - SUB: 389


    "Wenn der Schnee fällt und die weißen Winde wehen, stirbt der einsame Wolf, doch das Rudel überlebt." Ned Stark

  • Da Markus Heitz eigentlich zu meinen Lieblingsautoren gehört, habe ich mich schweren Herzens dazu entschlossen, das Buch abzubrechen. :| Ich habe nun 300 Seiten gelesen und bin immer noch nicht in der Geschichte drin. Hätte das Buch nur 400 oder 500 Seiten, hätte ich wahrscheinlich nicht aufgegeben, aber da "AERA" ja in Richtung 800 geht, wollte ich mir das nicht noch weiter antun.
    Die Idee war wirklich gut, auch wenn es im weitesten Sinne ein wenig an "American Gods" von Neil Gaiman erinnert. Auch der Beginn, der wie eine Chronik aufgebaut war, konnte mich fesseln. Aber dann war von Anfang an irgendwie ein Leerlauf drin, der mich nicht mehr fesseln konnte. Ich frage mich wie Markus Heitz das noch 500 Seiten lang durchziehen will. "AERA" erschien ja als sogenannte e-Serie und ich kann mir vorstellen, dass es "häppchenweise" besser funktioniert als am Stück. Man merkt nämlich ganz deutlich, dass es eigentlich kein richtig durchgehender Roman ist, sondern eine Abarbeitung bzw. Aneinanderreihung einzelner Fälle, quasi eine Art "Monster of the Week". Der Seriencharakter ist jedenfalls deutlich zu spüren. Mir fehlte das "große Ganze", der rote Faden.
    Sehr schade fand ich auch, dass der Protagonist ein unsympathischer, uncooler Abklatsch alter Heitz-Figuren wie Korff oder Kastell war. Malleus kriegt die Krise wenn er nicht gesiezt wird, raucht überall ungefragt seine doofen Zigarren, ist überheblich und arrogant und zieht sich an wie andere Leute im Karneval. :thumbdown:

    Vor allem Malleus‘ Lieblingsgeste „er strich sich mit Daumen und Zeigefinger über die Enden seines Fu-Manchu-Bartes“ ging mir irgendwann richtig auf den Zeiger

    :wuetend: Das hat nur noch genervt. Diese Phase kam gefühlt auf jeder 5. Seite vor. :roll:


    Eine Bewertung spare ich mir, da es evtl. besser funktionieren könnte wenn man das Buch so liest wie es konzipiert wurde, nämlich als Serie. Schade, für mich die Enttäuschung des Jahres, da ich wirklich einiges erwartet hatte.

    :study:Edward Brooke-Hitching - Atlas der erfundenen Orte

    :study: 2019 gelesen: 31 :study: SUB: 323

  • Schade, dass dir das Buch nicht gefallen hat.

    Sehr schade fand ich auch, dass der Protagonist ein unsympathischer, uncooler Abklatsch alter Heitz-Figuren wie Korff oder Kastell war. Malleus kriegt die Krise wenn er nicht gesiezt wird, raucht überall ungefragt seine doofen Zigarren, ist überheblich und arrogant und zieht sich an wie andere Leute im Karneval.

    Ich fand ihn (bis auf die oben erwähnte nervige Geste) einfach nur cool. Und vor allem bin ich gespannt, welches Geheimnis er mit sich rumträgt. An Korrf oder Kastell hab ich nicht einen Moment gedacht - die sind eh eine Klasse für sich :wink: Aber so unterschiedlich ist die Wahrnehmung halt.

    Gelesen in 2019: 17 - Gehört in 2019: 14 - SUB: 389


    "Wenn der Schnee fällt und die weißen Winde wehen, stirbt der einsame Wolf, doch das Rudel überlebt." Ned Stark

  • Ich fand ihn (bis auf die oben erwähnte nervige Geste) einfach nur cool.


    An Korrf oder Kastell hab ich nicht einen Moment gedacht - die sind eh eine Klasse für sich

    Die zwei fand ich wiederum cool. Das weiß bestimmt auch Heitz, dass ihm da was Tolles gelungen ist und deswegen kam es mir so vor als ob er Malleus krampfhaft in diese Richtung drücken möchte und eine Mischung aus außergewöhnlichem Lebemann, (Anti)held und Rebell erschaffen wollte, was aber einfach nicht wirklich gelang. Aber wie Du sagst, das haben wir wohl einfach unterschiedlich empfunden.

    :study:Edward Brooke-Hitching - Atlas der erfundenen Orte

    :study: 2019 gelesen: 31 :study: SUB: 323

  • Die zwei fand ich wiederum cool.

    Ich finde die beiden auch sehr cool. und deshalb bin ich gar nicht auf die Idee gekommen, Malleus mit ihnen zu vergleichen :wink: Diese Figur ist meiner Meinung nach völlig anders angelegt.

    Gelesen in 2019: 17 - Gehört in 2019: 14 - SUB: 389


    "Wenn der Schnee fällt und die weißen Winde wehen, stirbt der einsame Wolf, doch das Rudel überlebt." Ned Stark

  • In der Tat hat mich das Buch auch schon gepackt... Also am Sonntag auf der Buchmesse in Leipzig habe ich so ganz "zufällig" der Lesung von Markus Heitz gelauscht und konnte mich dann auch nicht mehr davon abhalten, das Buch zu kaufen. :-, Ich habe jetzt mit dem Buch angefangen und muss kurz lästern, nicht über die Story, aber über den Knauer-Verlag. Scheinbar haben sie beim Layouting einen Praktikanten eingesetzt... :twisted: Ich habe schon so viele Absätze mit nur einem Wort gefunden oder lediglich einzelne Silben in einem Absatz... Wer bitte ist für die Formatierung verantwortlich? Das kriegt ja jede Achtklässlerin besser hin. #-o
    Das musste ich mal kurz loswerden, aber die Story reißt mich bisher gut mit und ich bin gespannt, was noch so folgen wird.

    :study: - 2016 - Bücher: 06 / Seiten: 2.668 / Hörbucher: 08 / Minuten: 3.099 / Comics: 03 / Seiten: 892

  • Lesen, Lesen, Lesen...
    Ich bin begeistert. Mal so ein kantiger Ermittlertyp, könnte glatt wie Dr. House sein... Passt ganz gut und dann natürlich die Konzeption der Welt, *plopp* alle alten Götter wieder da, krass gute Idee...
    Lesen, Lesen, ... fertig



    Nun ist das Buch beendet und irgendwie schwingt ein Hauch Unzufriedenheit mit. Also, großartige Hintergrundidee aus der eine solide Geschichte erstellt wurde. Irgendwie habe ich allerdings mehr als solide erwartet.
    Das ist jetzt natürlich ein bisschen hochtrabend und sehr subjektiv, aber das Buch wird ja schon mit "Der Meister der Mythen" und "Großmeister der Fantasy" beworben... Hmm, dem wird das Buch meiner Meinung nach nicht gerecht. Malleus ackert halt irgendwie Fälle ab, sammelt weitere Hinweise und am Ende wird irgendwie nicht so richtig eine Lösung präsentiert. Selbst wenn aus dem ganzen Gewirr eine Serie entsteht, sollte meiner Ansicht nach trotzdem eine Lösung für das "Problem", wenigstens das "Problem" des ersten Teils, stichhaltig dargeboten werden. Ich finde es allerdings zum Schluss sehr fade, weshalb ich nur :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb: verteilen kann.


    Buch beendet...
    Und der Knaur-Verlag bekommt :bewertung1von5::bewertung1von5: für das Layout... :-?](*,) Was soll das bitte? Hat das ein Praktikant formatiert? Ich finde Ein-Wort-Absätze schon super blöde, aber Ein-Silben-Absätze sind doch wohl der Gipfel. Darüber hinaus finden sich auf jeder gut 50.-80. Seite im Buch simple Fehler. Buchstabendreher oder ausgelassene Wörter - Kann immer durchrutschen - aber diese Fülle an Fehlern finde ich definitiv zu viel.

    :study: - 2016 - Bücher: 06 / Seiten: 2.668 / Hörbucher: 08 / Minuten: 3.099 / Comics: 03 / Seiten: 892

  • Ich hatte mir das Buch zufällig gekauft und war gespannt auf die Umsetzung des Klappentextes.


    Die alten Götter sind zurück und trotzdem müssen Diebstähle geklärt werden. Ein Interpol Ermittler reist rum und versucht die Fälle zu lösen.


    Der Auftakt mit diesen Berichten seit 2012 ist super, man kommt gut in diese Welt rein und ist gespannt, wie sich daraus die Geschcihte entfalten wird.

    Dann beginnt die Geschcihte, der Ermittler ist ein Kauz, der macht mir Spass bzw. es macht mir Spass über ihn zu lesen. Ein bißchen irritiert mich der Verfolger, aber der am Anfang weiß man eben noch nicth, wie da wer zusammen hängt. Das könnte spannend werden. Ein Ermittler von Interpol hat einen psychopathischen Schatten..

    Aber dann springt mir das zu sehr. Ein Fall an dem nächsten und es fehlt einfach etwas Zusammenhang. So nach einem Drittel hab ich überlegt abzubrechen und hier rein geschaut. Da erst habe ich gelesen, dass das ganze kein Roman ist sondern ein Abdruck einer Reihe in einem Stück..das erklärt es.
    Schade, dass das nicht auf dme Buch selbst steht.

    Ab hier hab ich das Buch dann Episodenweise gelesen und so passte es dann auch. Und ich hab auch weniger Erwartung an die Entwicklung der Charaktere gehabt, so dass das dann auch besser zusammen passte.

    Gestört hat mich trotzdem die fast Superhelden genauen Fähigkeiten von dem Psychopathen, die Fallenstellerei vom Inspecteur, die natürlich genau so aufgeht, gestört wird und dann doch wieder klappt.

    Und dann waren da doch Götter oder gottgleiche Wesen und dann doch nicht..


    Insgesamt hat mir die Idee des Buches gefallen. Die Charaktere waren interessant, aber irgendwie fehlte mir was. Auch die "neue" Welt war mir zu glatt. Nur in Südamerika bekam das Ganze für mich realistischere Züge, weil da die Götter in ihren Ansprüchen nicht friedlich waren. Auch wenn die anderen Götter nach ihren Übergangskriegen ein Friedensabkommen haben, war mir das zu ruhig. Gleichzeitig ist die Idee von anderen Welten, in die gereist wird, passend und doch ne Spur zuviel. Mischen die Götter sich ein, wo und wann udn wer hat Zugang zu ihnen..das passt irgendwie, dass das Götter (Göttinnen) machen wie sie wollen, aber irgendwie ist mir dann zuviel Willkür dabei..


    Also bekommt das Buch nur 3,5 Sterne.

    Aber ich bin interessiert an den anderen Geschichten aus der Welt.

  • Squirrel

    Hat den Titel des Themas von „Markus Heitz - AERA - Die Rückkehr der Götter“ zu „Markus Heitz - Die Rückkehr der Götter“ geändert.

Anzeige