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Jörg Benne - Verschollen

Das Schicksal der Paladine, Band 1: Vers...

4.3 von 5 Sternen bei 2 Bewertungen

Band 1 der

Verlag: Koios Verlag in Praesens

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 317

ISBN: 9783902837011

Termin: September 2012

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  • Das Buch ist aus einem sogenannten Independent-Verlag (also einem kleinen, jungen Verlag), dem Koios Verlag, Teil der PRAESENS Verlags-Gruppe, der seine Wurzeln in Wien hat und Fantasy, Sciencefiction und Phantastische Literatur verlegt.


    Das Schicksal der Paladine VERSCHOLLEN ist das Debüt von Jörg Benne, Teil 1 einer Triologie und mein erstes Buch aus dem Bereich Fantasy gewesen.


    Das Cover passt zum Inhalt, wenngleich es zu düster ist. Ich war zunächst erst einmal auf den Lichtball in der Mitte fixiert, bevor ich irgendwann das Drumherum wahrnahm. Das Erfassen geschah erst nach mehrmaligem Betrachten.


    Irgendwo in Deutschland erfährt der sechzehnjährige Tristan in einer Stunde, in der sein Vater, der angeblich auf einer Bohrinsel arbeitet, am Krankenbett der verunglückten Schwester Svenja dringend gebraucht wird, dass dieser in einer Welt namens Nuareth ein mächtiger Paladin ist und dort gemeinsam mit weiteren Paladinen für Recht und Ordnung sorgt. Nun aber sind alle Paladine verschollen. Als Nachkomme eines Paladins ist es Tristan möglich, durch das Weltentor nach Nuareth zu gelangen, um seinen Vater zu suchen, zu finden, damit seine Schwester gerettet wird. "Eine fantastische Welt voller Abenteuer, fremder Kreaturen und unbekannter Gefahren wartet auf ihn."


    Der Autor kommt ohne viel Federlesen zur Sache. Gerade noch grübelt Tristan darüber nach, warum sein Vater nicht ans Krankenbett seiner bei einem Autounfall verunglückten Tochter eilt, da erfährt er, dass sein Vater gar nicht der ist, für den er ihn immer gehalten hat. Denn tatsächlich existiert neben dieser noch eine andere Welt: Nuareth. Und in dieser ist Tristans Vater Darius ein Paladin, ja sogar der Anführer der Paladine. Ein Brief an ihn, der von Jessica, ebenfalls Paladin, verfasst ist, erklärt Tristan (und dem Leser) die notwendigen Hintergründe, und dann geht es auch schon los. Über das Portal gelangt Tristan nach Nasgareth, einer zu Nuareth gehörigen Insel, und sein Abenteuer beginnt...


    Ganz ehrlich? Das ging mir wahrlich zu schnell. Quasi von einem Moment zum anderen verändert sich das Leben von Tristan, und er nimmt es hin. Leider erfährt der Leser nicht viel über ihn. Und da gäbe es doch sicher einiges, angefangen von dem, was in Schule und Freizeit läuft, bis hin zu dem, was einen pubertierenden Jungen in diesem Alter bewegt. Bedauerlicherweise bleibt das Bild in meinen Augen blass, dabei hätte ich gern etwas Gefühl für ihn bekommen. Schließlich habe ich einen Sohn, der mit seinen 17 Jahren nicht weit entfernt von denen Tristans ist.


    Auch zu den anderen Personen haben ich im Großen und Ganzen (noch) keine wirkliche Nähe aufbauen können. Eine Folge davon ist, dass der Tod einiger Figuren zwar traurig, doch zu verschmerzen ist, weil man einfach zu wenig erfährt. Hier zeigt sich, dass sich das Buch zwar an Lesern jeden Alters (ALL-AGE) richtet, allerdings eher Jüngere begeistert, die eher auf eine Charakteriesierung der Handelnden verzichten können.


    Die Beschreibung der Welt von Nuareth, insbesondere der Insel Nasgareth, Ort des Geschehens, ist ausführlich und wird durch eine Karte ergänzt. So ist es möglich, Tristan gut auf seinem Weg zu folgen. Die neuartigen Figuren, die Jörg Benne erschaffen hat, sind bildhaft erklärt. Da gibt es beispielsweise Vanamiri, zwei Meter große Wesen mit gelbschwarzem Schnabel, die von einem Del-Sari, einem schwarzen, spatzgroßen Vogel begleitet werden. Ich erwähne gerade sie, weil mir beim Lesen eine Frage im Kopf blieb. Auf einer Seite des Buches heißt es "... Ohren waren keine zu sehen..." (Seite 78), zwei Seiten weiter wiederum "... tschilpte (der Del-Sari) ihm etwas ins Ohr..." (Seite 80). Ja, was denn nun: Hat ein Vanamiri Ohren oder nicht?


    Interessant fand ich das vom Autor erdachte Magiesystem. So erscheinen bei Paladinen Male auf den Armen, mit denen in bestimmten Kombinationen unterschiedliche Zauber ausgeübt werden können. Dabei hat mich gefreut, dass Tristan nicht gleich der "Überflieger" und "Alleskönner" war, sondern den Umgang mit den Malen erst lernen musste bzw. weiterhin lernt.


    Alles in Allem sehe aber das Potential, das die Geschichte beinhaltet und wäre durchaus daran interessiert, Teil 2 zu lesen und die weitere Entwicklung und die neuen Erlebnisse von Tristan zu verfolgen.


    Für Teil 1 vergebe ich :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb: .

  • Kannst ma bissi was über diese Paladine erzählen...was können die? Gegen wen kämpfen sie?
    Ich finde rittergeschichten immer ganz spannend!

  • Hallo Thor, ich zitiere mich mal selbst:

    Irgendwo in Deutschland erfährt der sechzehnjährige Tristan in einer Stunde, in der sein Vater, der angeblich auf einer Bohrinsel arbeitet, am Krankenbett der verunglückten Schwester Svenja dringend gebraucht wird, dass dieser in einer Welt namens Nuareth ein mächtiger Paladin ist und dort gemeinsam mit weiteren Paladinen für Recht und Ordnung sorgt.


    Interessant fand ich das vom Autor erdachte Magiesystem. So erscheinen bei Paladinen Male auf den Armen, mit denen in bestimmten Kombinationen unterschiedliche Zauber ausgeübt werden können.

    Nuareth ist eine Parallelwelt, die von unserer über ein Portal zu erreichen ist. Eine Rittergeschichte ist es wohl nicht im eigentlichen Sinne, eher eine von Magiern, denn als solche würde ich Paladine sehen. Gegen wen sie kämpfen :-, , verrate ich dir aber nicht, das würde ja die Spannung nehmen :wink: . Die Triologie (mit Vorgeschichte) ist aber bereits vollständig erschienen, so dass einem ungestörten Lesegenuss nichts im Wege stehen sollte.

  • Ich rezensiere hier das E-Book Erscheinungsdatum 8. November 2018, wollte deshalb aber keinen neuen Thread aufmachen.


    Über den Autor (Amazon)

    Liebe Leser, ich wurde 1975 in Bottrop geboren und begann schon in der Grundschule Geschichten zu verfassen. Als meine älteren Schwestern "Der Herr der Ringe" lasen, war ich von den beiliegenden Karten total fasziniert und begann mir eigene Abenteuer auszudenken.

    Viele Jahre entwickelte ich meine Fantasy-Welt Nuareth, in der alle meine Fantasy-Romane spielen. Mit jedem der Bücher, lernt der Leser neue Facetten und Gegenden der Welt kennen, trifft aber auch Bekanntes wieder. So möchte ich eine Welt schaffen, in die der Leser gern zurückkehrt, die sich für ihn lebendig anfühlt und so mehr ist, als bloße Staffage für eine Romanhandlung.

    Bisher sind erschienen:

    Das Schicksal der Paladine 1-3

    Die Stunde der Helden (in sich abgeschlossener Einzelroman)

    Dämonengrab (in sich abgeschlossener Einzelroman)

    Neben den Nuareth-Romanen habe ich noch das Kinderbuch "Der Wisperwald" geschrieben. Es entstand damals als Erinnerung für meine Kinder an unsere beiden Kaninchen.


    Produktinformation (Amazon)

    Format: Kindle Edition

    Dateigröße: 1681 KB

    Seitenzahl der Print-Ausgabe: 322 Seiten

    Verlag: Papierverzierer Verlag; Auflage: 1. (15. März 2018)

    Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.

    Sprache: Deutsch

    ASIN: B07B515YKW


    Spannender Auftakt


    Die Geschwister Tristan und Svenja waren durch einen Unfall im Krankenhaus gelandet. Svenja war schwer verletzt und Tristans Vater war immer noch nicht da….Tristan war sauer deswegen…

    Tristan wurde an diesem Tag entlassen, und erfuhr auf dem Heimweg, was sein Vater wirklich war… Auch wenn er es nicht verstand…

    Zu Hause sortierten sie die Post und darunter war auch ein Brief von Papas Firma… In diesem Brief befand sich auch ein Brief für Tristan von einer Frau namens Jessica… Sieerklärte ihm, dass er in die Welt Nuareth kommen müsse um seinen Vater zu holen…

    Doch Jessica und die restlichen Paladine, die es noch hier gab. Mussten ebenfalls dorthin, denn es drohte ein Konflikt und die vorangegangenen Paladine galten als verschollen…

    Und so machte sich Tristan, gegen das leichte Widerstreben seiner Mutter – es musste ja sein, denn nur Dariusz konnte Svenja noch retten - auf den Weg…

    Mit dem Wirt Martin, den er in Nuareth traf, machte er sich auf den Weg zu Johann, dem obersten der Paladine. Doch schon dort musste er sich bewähren, denn die Überfälle häuften sich…

    Und dann gab es da noch Tiana, eine Paladjur, die jedoch noch etwas ganz anderes war…

    Warum war Tristan so sauer auf seinen Vater? Und wieso war der noch nicht im Krankenhaus bei seiner Tochter gewesen? Wieso hatten Svenja und Tristan einen Autounfall? Warum war Svenja viel schwerer verletzt als Tristan? Was erfuhr Tristan auf der Heimfahrt vom Krankenhaus von seiner Mutter? Was war sein Vater? Und wieso verstand Tristan das nicht? Was hatte die Firma seines Vaters seiner Mutter geschrieben? Und was stand in dem Brief, der für Tristan bestimmt war? Wer war diese Jessica? Wie sollte er nach Nuareth kommen? War Tristans Vater auch verschollen? War er deshalb noch nicht zurück gekommen? Warum war seine Mutter nur widerstrebend bereit, in nach Nuareth gehen zu lassen? Es gab doch keine andere Heilungschance für seine Schwester? Was hatte es mit den Überfällen auf sich? Und was mit Tiana? Wer war Tiana? Alle diese Fragen – und noch viel mehr – beantwortet dieses Buch.


    Meine Meinung

    Das Buch fing gleich spannend an. Auch war ich in der Geschichte schnell drinnen, konnte mich in die Protagonisten gut hineinversetzen. In Tristans Mutter, die Angst hatte, Tristan zu verlieren, wenn er nach Nuareth reisen würde. In Tristan, der hier die einzige Chance für seine Schwester sah. Und der doch fast verzagte, als er in Nuareth ankam. Doch Martin, der Wirt, half ihm über die ersten Probleme hinweg, und machte ‚Tristan klar, dass er mehr war, als er zu sein schien. In Tiana, die sich aus bestimmten Gründen von Tristan, der sich in sie zu verlieben schien, fernhalten musste. Und nochmal in Tristan, der an seinen Aufgaben in Nuareth wuchs. Der Schreistil der Autorin war unkompliziert, es gab keine Fragen nach dem Sinn von manchen Worten oder gar ganzen Sätzen. Tristan erlebte mit den Kameraden aus Nuareth viele Abenteuer, musste viele Gefahren überwinden. Dass man am Ende nicht genau weiß, ob er es geschafft hat, liegt in der Natur der Sache: Denn dies ist eine Mehrteiler, hat also – wie so oft – einen Cliffhanger. Obwohl er nicht ganz so schlimm ist, wie bei manchen anderen Mehrteilern. Dieses Buch hat mich in seinen Bann gezogen und sehr gut unterhalten. Es hat mir gefallen und bekommt von mir volle Bewertungszahl sowie eine Weiterempfehlung.

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Liebe Grüße
    Lerchie



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    nur wer aufgibt, hat schon verloren

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