Nicola Förg - Platzhirsch

Platzhirsch

4 von 5 Sternen bei 8 Bewertungen

Band 5 der

Verlag: Piper Taschenbuch

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 336

ISBN: 9783492305020

Termin: April 2014

  • Platzhirsch von Nicola Förg

    • Typ: Alpenkrimireihe (Band 5); als Einzelband lesbar
    • Genre: Alpenkrimi
    • Preis (TB): 9,99 €
    • Verlag: Pieper Verlag
    • Spiegelbestseller
    Zitat

    Klappentext:


    Eine ermordete Biologin und ein Elch als einziger Zeuge – nicht die besten Voraussetzungen für die Ermittlungen von Irmi Mangold und Kathi Reindl, doch schon bald tauchen erste Verdächtige auf. Hatte sich die Jägerin, die Rehe lieber im Wald als auf dem Teller sieht, mit den falschen Leuten angelegt? Vielleicht mit einem Wilderer? Und was hat das mit einem Tagebuch zu tun, das sich auf dem gut versteckten Laptop der Ermordeten befindet?

    Meinung:
    Ich muss vorab zugeben, das war mein erster Alpenkrimi. Der Allgäu war für mich absolutes Neuland. Im Klappentext steht "Ein Elch als einziger Zeuge", doch das hat mit der Handlung so gut wie nichts zu tun, daher wunderte es mich.


    Die Ermordete Regina von Braun ist Biologin und betreibt einen Wilderlebnistierpark im Allgäu und ist gleichzeitig auch Jägerin und Hobbyschriftstellerin. Eine sehr rätselhafte Leiche als Figur.
    Die Kulisse des Wildtierelebnisparks gefiel mir besonders, es hatte so etwas typisch-deutsch-heimatliches an sich, zudem hat der Krimi mehrere spannende Themenschwerpunkte. Zum einen das Thema Jagen & Wildern mit allem was dazugehört, und wie die Forstwirtschaft in dieser Hinsicht funktioniert. (Bsp. Wildbestände, Gesetzgebung usw.). Zum anderen spielte auch das Thema Schwabenkinder eine zentrale Rolle. Das gab dem Krimi noch einen historischen Touch.


    Die Kapitel beginnen immer mit Tagebuchauszügen eines Schwabenkindes und wechseln nach 1-2 Seiten wieder in die Gegenwart zur aktuellen Handlung. Im Zentrum des Alpenkrimis stehen tatsächlich die Leiche und die Aufklärung des Falles bzw. das Motiv des Täters und weniger die einzelnen Figuren. Die Figuren werden zwar ganz gut beschrieben und auch ihr Leben, aber nicht überflüssig viel. Es geht eher um die Handlung an sich, und die o.g Themen erweitern sogar noch Spezialwissen. :wink:
    Der Leser ist allerdings mehr darauf erpicht zu erfahren, welches Motiv der Mörder hatte und nicht wer der Täter war.


    Besonders gut gefielen mir die Themenschwerpunkte und der allgäuische Flair, so wie der Touch von Historie. Lieben kann man die Handlungsfiguren nicht, da sie einfach keine allzu große Rolle spielen, wie in den meisten Krimis. Womit ich meine Probleme hatte, war der allgäuische Dialekt in der wörtlichen Rede. Wobei dieser eigentlich nur von einer unwichtigen Nebenfigur genutzt wurde. Die ersten 2/3 waren super, am Ende baute es allerdings etwas ab. Da wurde es mir zu "familiär", aber ich möchte nicht spoilern. Daher ziehe 1 Stern ab. :wink:


    Fazit: An sich ein angenehmes Lesevergnügen für regnerische Herbsttage. :)


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    "Aber sie hatten einander damals völlig natürlich verstanden und angenommen. So vollständig, dass es beinahe ein Wunder war"