Welches Buch hat euch Angst gemacht?

  • Huhu,
    sollte es diesen Thread schon geben, dann entschuldige ich mich. Habe aber nichts gefunden.
    Was ich wissen möchte ist folgendes:


    Gab es in eurer Kindheit ein Buch, vor dem ihr Angst hattet?
    Wenn ja warum?


    Bei mir war es "Der kleine Prinz"
    Ich weiß noch nicht mal warum mir das Buch Angst bereitet hat. Aber als Kind habe ich immer einen großen Bogen um diese Buch gemacht

  • Grimms Märchen. Ich habbe lieber Tiergeschichten gemocht aber um Märchen einen großen Bogen gemacht.Die waren mir zu gruselig. Ehrlich gesagt, sind mir Hexen und Zauberer in Form von Harry Potter & Co. lieber.

  • Also ich kann mich nicht erinnern, dass mir ein Buch Angst gemacht hat als Kind, das kommt eher heute vor :pale: also mehr Angst im Sinne von Sorgen.
    Allerdings weiß ich noch wie ich Winnetou III gelesen habe. Ich wusste ja bereits, dass er stirbt, aber an die Stelle wollte ich gar nicht wirklich kommen, was sich dann doch nicht vermeiden lies.


    Es ist ein ewiger Zwiespalt: arbeitet man am Abbau des SuB oder am Abbau der WL?




  • Witzig. Bei mir war es als Kind Winnetou 1, das ich unbedingt lesen wollte. Über die Stelle, wo der gute Winnetou Old Shatterhand das Messer durch Hals und Zunge stößt, bin ich allerdings nie rübergekommen, weil ich allein die Vorstellung so schaurig fand. Richtig Angst gemacht hat mir als damals Elfjährige zwar kein richtiges Buch, aber mein erstes John Sinclair-Heft, das ich mir mit schweißfeuchten Händen und klopfendem Herzen im Edeka-Markt um die Ecke gekauft hatte ("Im Nachtclub der Vampire"). Ich weiß noch, dass ich in der folgenden Nacht einen dicken Rollkragenpullover im Bett an hatte, in der verzweifelten Hoffnung, dass mich etwaige Vampire wegen des fetten Kragens nicht so leicht würden beißen können (Gott, was war ich doch für ein zartes Seelchen!) :cry:

  • Bei mir waren es zwei Märchen von den Gebrüder Grimm.


    1. Der Gevatter Tod
    2. Blaubart


    Davor habe ich mich immer gegruselt.

    Wäre ich die, die ich gerne sein möchte,
    dann wäre ich die, die ich nicht bin.
    Hier bin ich, wo ich sein muss,
    wo ich gerne wäre, kann ich nicht sein.

  • Mir haben als Kind die Hauff-Märchen Angst gemacht. Aber hören wollte ich sie trotzdem :loool: Mein Großvater las mir die immer gern vor. Aus so einem alten Märchenbuch wo gruselige Federzeichnungen drin waren.
    Dieses Märchen hier bspw. . Da war ich 4 Jahre alt :lol:
    Die Geschichte von der abgehauenen Hand

    "Des Menschen größtes Verdienst bleibt wohl wenn er die Umstände so viel als möglich bestimmt und sich so wenig als möglich von ihnen bestimmen läßt."

    (Johann Wolfgang von Goethe in "Wilhelm Meisters Lehrjahre")

  • Jetzt wo @Susanne G das Sinclair Heft erwähnt hatte. Stimmt, die habe ich auch verschlungen äh gelesen und habe mich im Anschluss fürchterlich gegruselt. Da war ich allerdings schon kein Kind mehr sondern Teenager, wenn ich mich richtig erinnere. Ein ähnliches Gruselerlebnis hatte ich mit diesen Gruselcomics als Kind. Die Zeichnungen waren so schön schaurig, die Geschichten so wundervoll gespenstisch. Und die hatte ich mir wirklich als Kind beim kleinen Zeitungshändler in der Nähe meiner Grundschule vom Taschengeld gekauft. Witzig, an das habe ich gar nicht mehr gedacht.


    Fällt mir noch ein, wenn man mit ca. 15 noch als Kind durchgeht, dann kann ich mich an ein Buch mit klassischen Gespenstergeschichten erinnern. Da gab es eine Geschichte bei der zwei Männer in einem Gespensterhaus übernachtet haben. Sehr schaurig und sehr gruselig! Oder die wo ein Junge entdeckt, dass der Mieter oder Nachbar ein Werwolf ist.

    Nimm dir Zeit für die Dinge, die dich glücklich machen.


  • Aus heutiger Sicht ist es natürlich lächerlich, aber damals hatten wir ein Buch mit dem Titel Es spukt im alten Pfarrhaus. Eigentlich war der Spuk total harmlos, aber ich fand das richtig gruselig, immerhin war es meine erste richtige Geistergeschichte. Vor allem fand ich die Stelle unheimlich, an der ein ausgestelltes Skelett mit seiner Hand auf eine bestimmte Stelle zeigte, obwohl niemand die Haltung des Knochenmannes verändert hatte. Allein die Vorstellung, dass so ein Skelett, das ja eigentlich absolut tot und unbeweglich sein sollte, sich plötzlich von allein bewegt, fand ich damals richtig zum Fürchten.
    Entsprechend fand ich auch die ersten Abenteuer der ??? gruselig. Besonders die Stelle, an der sie ein Foto von einem Skelett im Sarkophag machten. Ja, das "Trauma" des Pfarrhauses ist mir noch ein paar Jahre gefolgt. Heute ist das aber längst vorbei.
    Dann gab es da noch in der 5. oder 6. Klasse ein dickes Buch mit Gespenstergeschichten, das ich mir ausgeliehen hatte. Damals war ich zarte 10 oder 11 Jahre jung. Die einzige Geschichte darin, die mich wirklich gegruselt hat, war eine mit einem wandelnden Skelett. Man erkennt wohl ein deutliches Muster, denke ich.


    Als wir, ebenfalls in der 5. oder 6. Klasse, auf einen Ausflug im Naturhistorischen Museum waren, habe ich mich auch nicht sehr lange in dem Raum mit den Moorleichen aufgehalten. Die waren mir zu unheimlich. In meiner Fantasie habe ich mich immer gefragt, ob die nicht doch aufstehen könnten. :lol:


    Ein ähnliches Gruselerlebnis hatte ich mit diesen Gruselcomics als Kind. Die Zeichnungen waren so schön schaurig, die Geschichten so wundervoll gespenstisch. Und die hatte ich mir wirklich als Kind beim kleinen Zeitungshändler in der Nähe meiner Grundschule vom Taschengeld gekauft. Witzig, an das habe ich gar nicht mehr gedacht.

    Spuk und Gespenstergeschichten? Die habe ich auch gern gelesen, wenn ich sie bekommen habe. Vor allem Arsat hatte es mir angetan.


    PS:
    Wisst ihr, was auch in meinem Umfeld viele gruselig fanden? Wir hatten ja nur das Hörspiel, aber z. B. meine Schwester und ich fanden das Neunauge im kleinen Wassermann auch gruselig als wir noch klein waren. Einigen ihrer Freunde ging es ähnlich.

    "Until something better than this world arrives, we'll lead rich fantasy lives" (Aus dem Lied "Rich Fantasy Lives" von Rob Balder)


    "A book is a device to ignite imagination" (Aus der Satire "The Uncommon Reader" von Alan Bennett)

  • Der Struwwelpeter war definitiv ein Buch, das ich überaus doof fand. Angst gemacht hat es mir in dem Sinne nicht, aber ich fand es immer ungerecht, wie die problembehafteten Kinder geendet haben (ich war selbst so eins). Angst war aber sowieso etwas, das ich nur selten empfunden habe - und durch Bücher schon gar nicht, auch nicht als Kind.

    "deine beschreiebung alleine lässt vermuten, dass es sich um schmöckerroman einzigartiger klasse handelt, nämlich übertriebenem bullshid, der mit der wirklichkeit keinene hinreichenden effekt auf die wirklichkeit erstreckt." (Simon Stiegler)

    Stimmt! Ich schreibe spannende Unterhaltungsliteratur, die den Leser aus der Wirklichkeit entführt, bis zum Ende gelesen wird und bei der der Leser am Ende fragt: Wann erscheint der nächste Band? Schreiben will halt gelernt sein

  • ich kann mich jetzt nicht erinnern, dass mir in meiner Kindheit ein Buch Angst gemacht hätte :-k auch bei Märchen hab ich mich nie gegruselt. Ich muss bei der Thematik also passen.

    viele Grüße vom Squirrel

    :study: Rafik Schami - Ich wollte nur Geschichten erzählen

    :study: Irène Némirovsky - Meistererzählungen


  • ber mein erstes John Sinclair-Heft, das ich mir mit schweißfeuchten Händen und klopfendem Herzen im Edeka-Markt um die Ecke gekauft hatte ("Im Nachtclub der Vampire").

    Jaaaa, DIE Hefte hatte ich ja schon völlig vergessen! Meine Güte, was haben wir die damals verschlungen! Und ja, die waren definitiv sehr gruselig. Ich kann mich noch an einen Nachmittag erinnern, es war windig und ich fuhr mit dem Fahrrad in den Stall. Ich musste an einer Frau vorbei, die ein Cape anhatte (waren damals modern). Dieses Cape flatterte im Wind und ich hatte die Vorstellung, dass ein Vampir-Umhang im Wind flattert....beinahe hätte es mich vom Fahrrad geholt... :vampire:


    Und mein Darcula Hörspiel fand ich auch total gruselig. Da habe ich mich beim Hören unter den Tisch verkrochen....

    Isenhart musste grinsen, ihre Blicke begegneten sich. "Du hast nur tausend Mal", wisperte er.
    Konrads müdes Schmunzeln wuchs sich zu einem breiten Grinsen aus. "Ich verrat dir was", flüsterte er zurück, "das ist Mumpitz."


    Mein Angebot bei booklooker

  • Ich hatte es nicht als Buch, aber als Hörspiel. "Die Regentrude" habe ich noch nie bis zum Schluss hören können. Das schrille Lachen des Feuermanns habe ich heute noch im Ohr. An dem Buch hatte ich auch Jahre später dann herzlich wenig Interesse - was sich bis heute nicht geändert hat. :pale:


    ~ Was mich im Alltag auffängt, ist die Möglichkeit, mich einfach mal fallen lassen zu können. ~

  • Ich war auch so ein zartes Seelchen - ich habe die Bücher, die wir in der Schule lesen mussten, immer gehasst, weil die durchwegs traurige, Angst erzeugende Themen zum Inhalt hatten. Und wie wir immer mit Filmen zum Thema Zweiter Weltkrieg und Nationalsozialismus gequält wurden - ich hatte immer monatelang danach Alpträume von Hasenjagenden usw. :pale:
    Ein so ein Angst erzeugendes Buch, das wir in der Unterstufe lesen mussten, war Löcher von Louis Sachar:

    Lesen ist ein großes Wunder. Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach


    :study: Das lese ich gerade: *klick*

  • Komischerweise waren das gar nicht unbedingt Bücher, sondern eher Hörspiele.
    Im Kindergarten hatten fast alle Kids Angst vor dem Neunauge in "Der kleine Wassermann". Einige haben jedes Mal angefangen zu weinen - wollten das Hörspiel aber immer wieder hören. Genauso wie ich immer wieder "Die unendliche Geschichte" gucken wollte, obwohl ich eine Sch**ßangst vor dem "Nichts" hatte und mich jedes Mal hinter dem Sofa versteckt habe.


    Das Buch, das mit als Kind am meisten Angst gemacht hat, war vermutlich "Hexen hexen". Nicht so sehr die Hexen selbst oder dass sie Kinder in Mäuse verwandeln - aber die Sache mit dem Bild... 8-[

    1. (Ø)

      Verlag: Rowohlt Taschenbuch


    "Selber lesen macht kluch."


    If you're going to say what you want to say, you're going to hear what you don't want to hear.
    Roberto Bolaño

  • Der Struwwelpeter war definitiv ein Buch, das ich überaus doof fand. Angst gemacht hat es mir in dem Sinne nicht, aber ich fand es immer ungerecht, wie die problembehafteten Kinder geendet haben (ich war selbst so eins).

    Das ging mir genauso. Das war bei vielen Märchen - Aschenputtel, Schneewittchen - aber auch so, zumindest im übertragenen Sinne: Sei immer lieb und nett und räum dein Zimmer auf, dann kriegst du auch den Prinzen. (Was soll ich denn mit 'nem Prinzen? Ich will das Pony!)

    "Selber lesen macht kluch."


    If you're going to say what you want to say, you're going to hear what you don't want to hear.
    Roberto Bolaño

  • Ich hatte noch nie wirkliche Angst vor einem Buch (oder Film). Gucke und lese sowas schon immer gerne. Auch Märchen fand ich nie gruselig, sondern nur spannend:D


    Die Welt ist wie ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.


    :tanzensolo:


    Gelesen 2016 : 9
    Gelesen 2015 : 44
    Gelesen 2014 : 78

  • Also ich glaub bei mir gab es das auch nie, dass ich mal vor einem Buch Angst gehabt hätte... Und wenn hab ich das verdrängt xD

    "Gewissheit ist das Lieblingswort der Narren. Sicherheit ein Fachbegriff der Lügner. Und Geborgenheit ein einsamer Wunschtraum." - In den Spiegeln (Ales Pickar)


    SUB: 1082

    2018: 51

  • Was soll ich denn mit 'nem Prinzen? Ich will das Pony!

    :totlach: Ich hätte ja so einen kleinen Drachen cool gefunden. :wink:

    "Until something better than this world arrives, we'll lead rich fantasy lives" (Aus dem Lied "Rich Fantasy Lives" von Rob Balder)


    "A book is a device to ignite imagination" (Aus der Satire "The Uncommon Reader" von Alan Bennett)

  • Im Kindergarten hatten fast alle Kids Angst vor dem Neunauge in "Der kleine Wassermann".

    Das musste ich jetzt erst mal nachschauen, obwohl der kleine Wassermann eines meiner langlebigsten Lieblingsbücher ist. Gruselig finde ich es nicht, aber vielleicht erklärt es meinen Respekt vor Fischen... so eine Art unterbewusstes Trauma. :loool:


    Daran, dass ich mich gefürchtet hätte vor einem Buch, kann ich mich nicht wirklich erinnern. Eine gespenstische Atmosphäre mit Alptraumqualität hat vielleicht Krabat für mich, witzigerweise auch von Otfried Preußler. An die klassischen bösen Märchenfiguren wie Hexen und finstere Zauberer habe ich selbst als kleines Kind nicht geglaubt. Damals war ich aber allgemein unerschrockener als heute. :lol: Nur bei Büchern, die oberhalb der Altersempfehlung lagen, war ich ein bisschen empfindlich. Cujo hat mir einige schlaflose Nächte beschert.