Brent Weeks - Sphären der Macht / The Broken Eye 1

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  • Eine Reihe, die ursprünglich eine Trilogie werden sollte, bei der der letzte Band aber so umfangreich wurde, dass doch eine Tetralogie publiziert wird? Klingt nach langatmigen Beschreibungen. Nach Geldmacherei. Nach In-Die-Länge-Ziehen.
    Gut, dass das hier jeglichen Vorurteilen nicht gerecht wird. Sofort wird der Leser in die Handlung geworfen, lästiges Wiederholen der Handlung von Band 1 und 2 bleibt aus und ist nicht nötig. Auch wenn die Lektüre von 1 und 2 länger zurückliegt, ich hatte keine Probleme, mich wieder einzufinden.



    Jetzt zum Buch:
    Langsam aber sehr sicher entwickele ich mich zum Brent Weeks Fan. Was mir hier wieder unglaublich gut gefällt, mehr noch als in Band 2, ist die Sprache. Oft werden mittels einfacher Buchstaben Bilder oder Stimmungen vermittelt, wie es nur Autoren können, die es wagen, etwas anderes als ausgelutschte Versatzstücke aneinanderzureihen ("sein Auftreten war so angenehm wie eine Nacht mit Durchfall" S. 374 - klar, was gemeint ist, oder :-D ). Jedes Wort sitz und hat so etwas wie Niveau - was ja bei manchen Romanen zur Zeit nur noch optional ist. Vielleicht ist da das Zitat mit dem Durchfall nicht ganz so niveauträchtig, ups.



    Schön ist auch die Charakterbeschreibung. Die Kapitel begleiten jeweils eine Figur, zwar aus der Er-Perspektive, allerdings geprägt durch die Denk- und Handlungsmuster des jeweiligen Protagonisten. Und gerade wenn ein Wechsel stattfindet, wird der Wandel eines Charakters deutlich. Die anderen bemerken eine Veränderung. Die Figur selbst hält sich immer noch für sich, sozusagen. Und so ist es doch auch.



    Zur Story: Sie unterhält gut, ist logisch und spannend. Zwar nicht ein Ausbund an Action oder Neuerungen, aber keineswegs langatmig. Die Komponente mit den hellseherischen Dingen hätte man zwar auch weglassen können, aber gut (ggrrr, und wann checken sie das mit dem Dolch/ Schwert....).



    Insgesamt habe ich mich über jede einzelne Leseminute gefreut - und jede freie Minute zu einer solchen gemacht. Nur um dann etwas wehmütig zu sein, als das Buch aus war :-D.
    Band 3 hat mich nicht enttäuscht und ich freue mich jetzt auf Band 4, in der es einiges an Plus bei der Handlung beisteuern dürfte. Dank der schönen Sprache aber schon ein "sehr zu empfehlen" für meinen neuen Mit-Lieblingsautor.


    Fazit: Für mich trotz Groß-Ereignis-Mangel noch sehr empfehlenswert. :bounce:

  • Dieses Buch begeistert mich, wie die Vorgänger auch, restlos. Ich liebe die Art von Brent Weeks zu schreiben. Der trockene Humor, nur genial, bei Orholms Eiern. :totlach:

    "Religion ist sowieso bescheuert. Ich meine: Eine Jungfrau wird schwanger von einem Geist! Damit käme man vor dem Scheidungsrichter nicht sehr weit."
    (Lemmy K.) :twisted:


    Wer Lesen kann ist klar im Vorteil :totlach:

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